Winter der Welt
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Ken Follett - Winter der Welt

Die langersehnte Fortsetzung von "Sturz der Titanen". Liebe und Hass, Anpassung und Widerstand vor dem großen Panorama des Zweiten Weltkriegs.

Es ist eine Zeit des Umbruchs, eine Zeit der Finsternis. Aber auch der Hoffnung, die selbst das tiefste Dunkel erfüllt. Während sich die Lage in Europa gefährlich zuspitzt, versuchen drei junge Menschen heldenhaft ihr Schicksal zu meistern: Der Engländer Lloyd Williams wird Zeuge der Machtergreifung Hitlers und entschließt sich gegen den Faschismus zu kämpfen. Die deutsche Adelige Carla von Ulrich ist entsetzt über das Unrecht, das im Namen des Volkes geschieht, und geht in den Widerstand, während die lebenshungrige Amerikanerin Daisy nur vom sozialen Aufstieg träumt - und eine bitterböse Überraschung erlebt! Liebe und Hass, Anpassung und Widerstand bilden ein schicksalhaftes Geflecht vor dem großen Panorama des Zweiten Weltkriegs, der dramatischen Zeitenwende des zwanzigsten Jahrhunderts.

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Ken Follett: Exklusives Grußwort für Hugendubel-Kunden

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Ken Follett: Exklusiv-Interview mit büchermenschen

Interview mit Ken Follett zu Sturz der Titanen

Die meisten Leser verbinden Ihren Namen mit Romanen über das Mittelalter und über dramatische Geschehnisse im englischen Kingsbridge. War es für Sie denn nicht reizvoll, daran anzuknüpfen?
Bei der Auswahl meiner Erzählstoffe habe ich mir immer Abwechslung gegönnt. Ich beschäftige mich gern immer wieder mit etwas Anderem. Das hält mein Interesse wach – und ich hoffe, auch das der Leser. ...

zum Interview

Ken Follett: Bücher und Hörbücher

Ken Folletts neuer Bestseller: Endlich erschien der zweite Teil der erfolgreichen Jahrhundert-Saga "Winter der Welt". Der erste Band "Sturz der Titanen" war bereits ein großer Erfolg, der nun fortgesetzt wird. Alle Ken Follett Bücher sowie Hörbücher können Sie hier bei Hugendubel versandkostenfrei bestellen.

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Artikel 1-10

Ken Follett: Exklusiv-Interview mit büchermenschen

Interview mit Ken Follett zu Sturz der Titanen

Die meisten Leser verbinden Ihren Namen mit Romanen über das Mittelalter und über dramatische Geschehnisse im englischen Kingsbridge. War es für Sie denn nicht reizvoll, daran anzuknüpfen?
Bei der Auswahl meiner Erzählstoffe habe ich mir immer Abwechslung gegönnt. Ich beschäftige mich gern immer wieder mit etwas Anderem. Das hält mein Interesse wach – und ich hoffe, auch das der Leser. Wenn mich etwas fasziniert, kann ich meine Leser mit dieser Faszination anstecken. Aber keine Sorge, eines Tages werde ich ins Mittelalter zurückkehren. Wenn ich mit meiner neuen Trilogie fertig bin, werde ich wahrscheinlich einen weiteren Kingsbridge-Roman schreiben. Viele Leser haben mich darum gebeten – und mir liegt viel daran, meine Leser glücklich zu machen.

In Ihrer neuen Trilogie entwerfen Sie ein Panorama des 20. Jahrhunderts. Was macht dieses Zeitalter für Sie so spannend?
Das 20. Jahrhundert hat mehr an dramatischen Ereignissen und mehr an Gewalt erlebt als jede andere Epoche in der Geschichte der Menschheit. Außerdem ist es doch die Geschichte eines jeden von uns und die unserer Eltern und Großeltern. Und trotzdem versteht kaum jemand diese Geschichte. Um nur zwei Beispiele zu nennen: Warum kam es zum Ersten Weltkrieg? Warum haben sich die Bolschewisten in der Russischen Revolution durchgesetzt? Wenn die Leser den "Sturz der Titanen" aus der Hand legen, werden sie, so hoffe ich, Antworten auf diese Fragen kennen.

Der Erzählstoff in "Sturz der Titanen" reicht von Weltpolitik bis zu Liebesglück und -leid. Welches Hauptthema hatten Sie - bei aller Vielschichtigkeit - im Hinterkopf?
Alle positiven Gestalten in meinem Roman kämpfen für Freiheit.

Mit welchem Konzept haben Sie sich ans Werk gemacht?
Ich wollte zeigen, wie sich private Erfahrungen und politische Ereignisse verbinden.

Arm und Reich, Arbeiter und Adel: Ihre Romanfiguren stammen aus den unterschiedlichsten Schichten. Worum geht es Ihnen bei der Schilderung der gesellschaftlichen Verhältnisse?
Ich schreibe über Gestalten in ihrem sozialen Kontext, und zwar, weil Konflikte sich aus sozialen Beziehungen heraus entwickeln. Fast alle großen Romane handeln von Einzelpersonen in der Gesellschaft – meist von solchen Personen, die die Regeln der Gesellschaft in Frage stellen.

In Wales lebt nicht nur eine der Romanfamilien in "Sturz der Titanen", sondern auch Sie selbst waren als Kind dort zuhause.
Wir wohnten in Cardiff , der walisischen Hauptstadt, aber wir besuchten regelmäßig meine Großeltern mütterlicherseits in Mountain Ash, wo Kohle gefördert wurde – genau wie in Aberowen, dem Ort, in dem das erste Kapitel von "Sturz der Titanen" spielt.^

Inwieweit hat Ihnen Ihre eigene Familiengeschichte Stoff geliefert?
"Sturz der Titanen" beginnt mit dem 13- jährigen Jungen Billy, der in einer Kohlegrube arbeitet. So war das auch bei meinem Großvater Evans, dem Großvater mütterlicherseits. Im Alter von 13 Jahren fuhr er in den Schacht ein, wie man sagt, und begann, als Bergmann zu arbeiten. Mein anderer Großvater, Großvater Follett, ging 1916 im Ersten Weltkrieg zur Britischen Armee. Weil er schlecht sah, gab man ihm lieber kein Gewehr in die Hand. So kam er glücklicherweise nie nach Frankreich – sonst wäre ich wahrscheinlich nicht hier, um mit Ihnen zu sprechen. Diese Menschen sind Teil meines Lebens, meiner Familie widerfuhren große Dramen.

Billy hat als Bergmann eigentlich keine guten Zukunftschancen, aber er macht dennoch eine erstaunliche Karriere. Was gibt ihm den Mut und die Kraft, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen?
Wer weiß? Es wirkt wie ein Wunder. Aber die Arbeiterjungen und -mädchen der Generation meiner Großväter wurden Gewerkschaftsmitglieder, gründeten neue Parteien, kämpften für Gerechtigkeit und änderten die Welt.

Wie Billy sind Sie in einem sehr religiösen Elternhaus aufgewachsen. Anschließend haben Sie Philosophie studiert. Was hat Sie am meisten geprägt?
Meine Eltern haben mich so erzogen, dass ich in der Lage war, ihre Ansichten abzulehnen. Ziemlich ironisch, nicht wahr?

Ganz off ensichtlich haben Sie ein Faible für starke, unangepasste Frauen. Zumindest lassen Ihre Romanfi guren darauf schließen, beispielsweise in "Sturz der Titanen" Billys Schwester Ethel. Was war Ihnen bei ihrer Charakterisierung wichtig?
Ethel ist eine starke und kluge Frau, die sich nicht unterkriegen lässt – und sie ist sexy: genau die Art Frau, wie sie mir gefällt.

Ebenso unkonventionell wie Ethel ist Lady Maud Fitzherbert. Worin besteht für Sie das Imponierende an ihr?
Maud setzt ihren Charme und ihre erotische Anziehung dafür ein, mächtige Männer dazu zu bringen, ihr ihre Geheimnisse anzuvertrauen.

Ihren literarischen Durchbruch hatten Sie mit "Die Nadel", einem Spionageroman. Und Spionage spielt auch in "Sturz der Titanen" eine Rolle. Was fasziniert Sie an diesem Thema?
Der militärische Nachrichtendienst oder eben Spionage ändert oft den Verlauf einer Schlacht. Wenn Gegner an Truppenstärke und Bewaff nung gleich stark sind, wird der Ausgang dadurch entschieden, wie gut jeder die Bewegungen des anderen im Voraus berechnen kann. Spione sind da das A und O. Und sie sind stets in Gefahr. Deswegen ist es so faszinierend, über sie zu schreiben.

Sie haben "Sturz der Titanen" ein sechsseitiges Personenverzeichnis vorangestellt und tatsächlich das Kunststück geschafft, so klar zu erzählen, dass man beim Lesen den Überblick behält. Wie sind Sie denn beim Schreiben vorgegangen, um die Orientierung zu behalten und den Stoff zu bewältigen?
Mit Hilfe meines Computers. Ich habe in einem Tabellenprogramm Informationen zu allen Figuren gespeichert, z.B. zu ihrem Alter und ihrem Aussehen.

Mit Ihrem immensen historischen Wissen könnten Sie auch Sachbücher schreiben, aber Sie ziehen Romane vor. Weshalb?
Der Roman gibt eine andere Art historischer Erklärungen, weil er die Gefühle und die Motive gewöhnlicher Menschen, die in die großen geschichtlichen Umbrüche hineingezogen werden, lebendig werden lässt.

Ken Follett: Autorenportrait

Ken Follett wurde am 5. Juni 1949 in Wales in der Stadt Cardiff geboren. Seine Eltern Martin und Veenie Follett waren sehr religiös, weswegen sie ihren Kindern Fernsehen, Kinobesuche und sogar das Radiohören verboten. Da Spielzeuge in den Nachkriegsjahren in England Mangelware waren, blieben den Kindern zur Unterhaltung nur die vielen Geschichten, die ihnen die Mutter erzählte. Ken Follett entwickelte schon früh eine belebte Fantasie und dachte sich oft auch selbst Abenteuer und Geschichten aus. Er konnte schon sehr früh lesen und so entwickelte sich die öffentliche Bibliothek zu seinem Lieblingsort.

Mit zehn zog Ken Follett gemeinsam mit seinen Eltern und den beiden jüngeren Geschwistern nach London, hier absolvierte er auch seinen Schulabschluss. Ken studierte Philosophie am University College. Dies ist eine nahe liegende Entscheidung, wenn man bedenkt, wie viele Fragen seine religiöse Erziehung in dem jungen Mann aufgeworfen haben muss. Follett selbst sagt über sein Studium, dass es ihm den Weg als Schriftsteller geebnet hat.

Im ersten Semester des Studiums änderte sich Ken Folletts Leben auf signifikante Weise, denn seine Freundin Mary wurde schwanger. Das Paar beschloss zu heiraten und Follett war plötzlich Ehemann und Vater. Im Juli 1968 erblickte dann Sohn Emanuele das Licht der Welt.

Ken Follett sagt selbst über sein Familienglück:
"Das ist nicht das, was man plant, wenn man 18 Jahre alt ist, aber sobald es einmal geschehen war, wurde die Sache recht spannend. Ich fühlte mich doppelt bereichert: Ich verbrachte eine herrliche Zeit an der Universität und zugleich war es auch äußerst aufregend, ein Baby zu haben und sich darum zu kümmern. Wir liebten ihn und er war auch reizend. Er ist es noch immer."

In den späten 60er Jahren entdeckte Ken Follett dann an der Universität in hitzigen Debatten über den Vietnam-Krieg seine Leidenschaft für Politik. Gleich nach der Zeit an der Universität im September 1970 besuchte Follett einen dreimonatigen Journalistenkurs - den Grundstein seiner Karriere als Schriftsteller. Seine erste Anstellung als Reporter erhielt er bei der Zeitung South Wales Echo in seiner Geburtsstadt Cardiff. Nach der Geburt seiner Tochter Marie zog er dann wieder nach London und arbeitete dort als Kolumnist für die Evening News.

Ken Follett wäre gerne ein "forscher Enthüllungs-Journalist" geworden, doch dieses Ziel konnte er nicht erreichen. Daher begann er damit, an den Wochenenden und Abenden erste Romane zu verfassen. 1974 verließ er die Zeitungswelt dann endgültig und begann beim kleinen Londoner Verlag Everest Books zu arbeiten.

Er konnte zwar einige seine Romane veröffentlichen, allerdings ließ der Erfolg noch auf sich warten. Der amerikanische Literaturagent Al Zuckerman beriet und ermutigte Follett in dieser Zeit, nicht aufzugeben. Doch dann verfasste Ken Follett einen neuen Roman, und den beiden war sofort klar, dass er Bestseller-Potential hatte. Zitat Zuckerman: "Dieser Roman wird große Wellen schlagen - und du wirst Steuerprobleme bekommen."

Dieser Roman war Die Nadel, der 1978 veröffentlicht wurde und Ken Follett tatsächlich zum Bestsellerautor machte. Die Nadel verkaufte sich über 10 Millionen Mal und wurde mit dem Edgar Preis ausgezeichnet. Durch den großen Erfolg konnte Follett seinen Verlagsjob aufgeben und sich in einer Villa in Frankreich ganz auf seinen neuen Roman Dreifach zu konzentrieren.

Drei Jahre später zogen die Folletts wieder zurück nach England, denn Ken Follett vermisste die vielen kulturellen Anregungen, die London ihm zu bieten hatte. Zudem wollte er sich mit seinem Wahlrecht aktiv an der politischen Gestaltung des Landes beteiligen. Die Folletts ließen sich in Surrey nieder. Ken engagierte sich dort bei der Wahlkampagne der Labour Party, indem er Gelder beschaffte. Im lokalen Parteibüro traf er Barbara Broer, in die er sich verliebte und die er nach der Scheidung von seiner Frau 1985 heiratete.

Ken und Barbara Follett leben heute in Hertfordshire gemeinsam mit Ken Folletts Kindern aus erster Ehe sowie Barbaras Sohn und ihren beiden Töchtern.

Ken Follett hat in den letzten 25 Jahren 19 Romane veröffentlicht. Die ersten fünf seiner Bestseller waren Spionageromane wie Die Nadel, Dreifach oder Auf den Schwingen des Adlers. Seine Leser waren daher sehr überrascht, als er danach sein Genre radikal wechselte und sich von nun an dem Schreiben historischer Romane widmete. Die Säulen der Erde (1989) war sein erster Bestseller aus diesem Metier. Der Roman über den Bau einer Kathedrale begeisterte die Kritiker durch die Bank und stand 18 Wochen lang in der Bestsellerliste der New York Times.

Aktuell schreibt Ken Follett an der Jahrhundert-Saga. Der erste Band Sturz der Titanen begeisterte die Fans in bekannter Follett-Manier, nun folgt der zweite Band Winter der Welt. Die Jahrhundert-Saga soll drei Bände umfassen und beschreibt das Leben von drei Familien in drei Ländern und drei Generationen.