Der neue Bestseller von Ken Follett
Sturz der Titanen
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Ken Follett - Sturz der Titanen

Der Auftakt zur Jahrhundert-Saga: jetzt als Taschenbuch!

Das zwanzigste Jahrhundert ist längst schon Geschichte geworden. Wie in seinen großen historischen Romanen entwirft Ken Follett in Sturz der Titanen ein gewaltiges Panorama einer ganzen Epoche, deren Dramatik alles Vorangegangene in den Schatten stellt. Drei Familien, drei Schicksale, die sich kreuzen, während der Schatten des Krieges die Welt verändert.

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Ken Follett: Exklusiv-Interview mit büchermenschen

Interview mit Ken Follett zu Sturz der Titanen

Die meisten Leser verbinden Ihren Namen mit Romanen über das Mittelalter und über dramatische Geschehnisse im englischen Kingsbridge. War es für Sie denn nicht reizvoll, daran anzuknüpfen?
Bei der Auswahl meiner Erzählstoffe habe ich mir immer Abwechslung gegönnt. Ich beschäftige mich gern immer wieder mit etwas Anderem. Das hält mein Interesse wach – und ich hoffe, auch das der Leser. ...

zum Interview

Ken Follett: Bücher und Hörbücher 

Ken Folletts Bestseller "Die Säulen der Erde" und "Die Tore der Welt" begeisterten Millionen von Menschen.
Fans von Ken Follett fiebern nun seinem neuen Buch entgegen: im Herbst erscheint "Der Sturz der Titanen", der Auftakt einer Trilogie und großartigen Jahrhundert-Saga.

Artikel 1-10

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Artikel 1-10

Ken Follett: Exklusiv-Interview mit büchermenschen

Interview mit Ken Follett zu Sturz der Titanen

Die meisten Leser verbinden Ihren Namen mit Romanen über das Mittelalter und über dramatische Geschehnisse im englischen Kingsbridge. War es für Sie denn nicht reizvoll, daran anzuknüpfen?
Bei der Auswahl meiner Erzählstoffe habe ich mir immer Abwechslung gegönnt. Ich beschäftige mich gern immer wieder mit etwas Anderem. Das hält mein Interesse wach – und ich hoffe, auch das der Leser. Wenn mich etwas fasziniert, kann ich meine Leser mit dieser Faszination anstecken. Aber keine Sorge, eines Tages werde ich ins Mittelalter zurückkehren. Wenn ich mit meiner neuen Trilogie fertig bin, werde ich wahrscheinlich einen weiteren Kingsbridge-Roman schreiben. Viele Leser haben mich darum gebeten – und mir liegt viel daran, meine Leser glücklich zu machen.

In Ihrer neuen Trilogie entwerfen Sie ein Panorama des 20. Jahrhunderts. Was macht dieses Zeitalter für Sie so spannend?
Das 20. Jahrhundert hat mehr an dramatischen Ereignissen und mehr an Gewalt erlebt als jede andere Epoche in der Geschichte der Menschheit. Außerdem ist es doch die Geschichte eines jeden von uns und die unserer Eltern und Großeltern. Und trotzdem versteht kaum jemand diese Geschichte. Um nur zwei Beispiele zu nennen: Warum kam es zum Ersten Weltkrieg? Warum haben sich die Bolschewisten in der Russischen Revolution durchgesetzt? Wenn die Leser den "Sturz der Titanen" aus der Hand legen, werden sie, so hoffe ich, Antworten auf diese Fragen kennen.

Der Erzählstoff in "Sturz der Titanen" reicht von Weltpolitik bis zu Liebesglück und -leid. Welches Hauptthema hatten Sie - bei aller Vielschichtigkeit - im Hinterkopf?
Alle positiven Gestalten in meinem Roman kämpfen für Freiheit.

Mit welchem Konzept haben Sie sich ans Werk gemacht?
Ich wollte zeigen, wie sich private Erfahrungen und politische Ereignisse verbinden.

Arm und Reich, Arbeiter und Adel: Ihre Romanfiguren stammen aus den unterschiedlichsten Schichten. Worum geht es Ihnen bei der Schilderung der gesellschaftlichen Verhältnisse?
Ich schreibe über Gestalten in ihrem sozialen Kontext, und zwar, weil Konflikte sich aus sozialen Beziehungen heraus entwickeln. Fast alle großen Romane handeln von Einzelpersonen in der Gesellschaft – meist von solchen Personen, die die Regeln der Gesellschaft in Frage stellen.

In Wales lebt nicht nur eine der Romanfamilien in "Sturz der Titanen", sondern auch Sie selbst waren als Kind dort zuhause.
Wir wohnten in Cardiff , der walisischen Hauptstadt, aber wir besuchten regelmäßig meine Großeltern mütterlicherseits in Mountain Ash, wo Kohle gefördert wurde – genau wie in Aberowen, dem Ort, in dem das erste Kapitel von "Sturz der Titanen" spielt.^

Inwieweit hat Ihnen Ihre eigene Familiengeschichte Stoff geliefert?
"Sturz der Titanen" beginnt mit dem 13- jährigen Jungen Billy, der in einer Kohlegrube arbeitet. So war das auch bei meinem Großvater Evans, dem Großvater mütterlicherseits. Im Alter von 13 Jahren fuhr er in den Schacht ein, wie man sagt, und begann, als Bergmann zu arbeiten. Mein anderer Großvater, Großvater Follett, ging 1916 im Ersten Weltkrieg zur Britischen Armee. Weil er schlecht sah, gab man ihm lieber kein Gewehr in die Hand. So kam er glücklicherweise nie nach Frankreich – sonst wäre ich wahrscheinlich nicht hier, um mit Ihnen zu sprechen. Diese Menschen sind Teil meines Lebens, meiner Familie widerfuhren große Dramen.

Billy hat als Bergmann eigentlich keine guten Zukunftschancen, aber er macht dennoch eine erstaunliche Karriere. Was gibt ihm den Mut und die Kraft, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen?
Wer weiß? Es wirkt wie ein Wunder. Aber die Arbeiterjungen und -mädchen der Generation meiner Großväter wurden Gewerkschaftsmitglieder, gründeten neue Parteien, kämpften für Gerechtigkeit und änderten die Welt.

Wie Billy sind Sie in einem sehr religiösen Elternhaus aufgewachsen. Anschließend haben Sie Philosophie studiert. Was hat Sie am meisten geprägt?
Meine Eltern haben mich so erzogen, dass ich in der Lage war, ihre Ansichten abzulehnen. Ziemlich ironisch, nicht wahr?

Ganz off ensichtlich haben Sie ein Faible für starke, unangepasste Frauen. Zumindest lassen Ihre Romanfi guren darauf schließen, beispielsweise in "Sturz der Titanen" Billys Schwester Ethel. Was war Ihnen bei ihrer Charakterisierung wichtig?
Ethel ist eine starke und kluge Frau, die sich nicht unterkriegen lässt – und sie ist sexy: genau die Art Frau, wie sie mir gefällt.

Ebenso unkonventionell wie Ethel ist Lady Maud Fitzherbert. Worin besteht für Sie das Imponierende an ihr?
Maud setzt ihren Charme und ihre erotische Anziehung dafür ein, mächtige Männer dazu zu bringen, ihr ihre Geheimnisse anzuvertrauen.

Ihren literarischen Durchbruch hatten Sie mit "Die Nadel", einem Spionageroman. Und Spionage spielt auch in "Sturz der Titanen" eine Rolle. Was fasziniert Sie an diesem Thema?
Der militärische Nachrichtendienst oder eben Spionage ändert oft den Verlauf einer Schlacht. Wenn Gegner an Truppenstärke und Bewaff nung gleich stark sind, wird der Ausgang dadurch entschieden, wie gut jeder die Bewegungen des anderen im Voraus berechnen kann. Spione sind da das A und O. Und sie sind stets in Gefahr. Deswegen ist es so faszinierend, über sie zu schreiben.

Sie haben "Sturz der Titanen" ein sechsseitiges Personenverzeichnis vorangestellt und tatsächlich das Kunststück geschafft, so klar zu erzählen, dass man beim Lesen den Überblick behält. Wie sind Sie denn beim Schreiben vorgegangen, um die Orientierung zu behalten und den Stoff zu bewältigen?
Mit Hilfe meines Computers. Ich habe in einem Tabellenprogramm Informationen zu allen Figuren gespeichert, z.B. zu ihrem Alter und ihrem Aussehen.

Mit Ihrem immensen historischen Wissen könnten Sie auch Sachbücher schreiben, aber Sie ziehen Romane vor. Weshalb?
Der Roman gibt eine andere Art historischer Erklärungen, weil er die Gefühle und die Motive gewöhnlicher Menschen, die in die großen geschichtlichen Umbrüche hineingezogen werden, lebendig werden lässt.

Autoren-Porträt von Ken Follett:

Ken Follett wurde am 5. Juni 1949 in Cardiff, Wales, als erstes von drei Kindern des Ehepaares Martin und Veenie Follett geboren. Im Großbritannien der Nachkriegsjahre waren nicht nur Spielsachen Mangelware, sondern die zutiefst religiösen Folletts erlaubten ihren Kindern weder Fernsehen, noch Kinobesuche und verboten ihnen sogar, Radio zu hören. So blieben dem jungen Ken zur Unterhaltung nur die unzähligen Geschichten, die ihm seine Mutter erzählte – und die Geschichten und Abenteuer, die er sich in seiner eigenen Vorstellungswelt schuf. Schon früh lernte er lesen; Bücher bereiteten ihm viel Freude und die öffentliche Bibliothek wurde zu seinem Lieblingsort.  

Als Ken Follett zehn Jahre alt war, zog die Familie nach London, wo er später seine Schullaufbahn beendete. Anschließend studierte er Philosophie am University College; eine scheinbar ungewöhnliche Wahl für den Sohn eines Steuerinspektors, aber eine nahe liegende für Ken, wenn man seine religiöse Erziehung und die daraus resultierenden vielen Fragen berücksichtigt. Er ist der Überzeugung, dass diese Wahl die Weichen für seine Zukunft als Schriftsteller gestellt hat.  

In einem Hörsaal danach zu fragen, was wirklich ist, war eine Sache für Ken Follett – etwas anderes, Ehemann und Vater zu werden. Als seine Freundin Mary schwanger wurde, heiratete das junge Paar am Ende von Ken Folletts erstem Semesters an der Universität. Im Juli 1968 kam ihr Sohn Emanuele zur Welt.  

"Das ist nicht das, was man plant, wenn man 18 Jahre alt ist, aber sobald es einmal geschehen war, wurde die Sache recht spannend. Ich fühlte mich doppelt bereichert: Ich verbrachte eine herrliche Zeit an der Universität und zugleich war es auch äußerst aufregend, ein Baby zu haben und sich darum zu kümmern. Wir liebten ihn und er war auch reizend. Er ist es noch immer."  

Es war auch an der Universität, in der hitzigen Atmosphäre der späten Sechzigerjahre, während der Vietnam-Krieg noch geführt wurde, als Ken Follett begann, seine Leidenschaft für Politik zu entdecken.  

Im September 1970, gleich nach der Universität, besuchte er einen dreimonatigen Journalistenkurs – der ihn auf die Laufbahn des Schriftstellers brachte. Sein erster Job war der des Reporter für die Zeitung South Wales Echo in Cardiff. Nach der Geburt seiner Tochter Marie-Claire 1973 arbeitete er dann als Kolumnist für die Evening News in London.  

Als er es nicht zum "forschen Enthüllungs-Journalisten" brachte, wie er gerne einer gewesen wäre, begann Ken Follett, an den Abenden und Wochenenden Romane zu schreiben. 1974 verließ er die Zeitungswelt und nahm bei einem kleinen Londoner Verlag, Everest Books, eine Stellung an.  

Seine Feierabend-Schriftstellerei führte zwar zur Veröffentlichung einiger Bücher, aber keines verkaufte sich gut. Schon in dieser Zeit wurde er vom amerikanischen Literaturagenten Al Zuckerman ermutigt und beraten. Dann kam die Zeit, als sie beide wussten, dass Ken Follett einen potentiellen Chartbreaker verfasst hatte, und Zuckerman sagte: "Dieser Roman wird große Wellen schlagen - und du wirst Steuerprobleme bekommen."  

Es war der Roman Die Nadel, der 1978 veröffentlicht wurde und Ken Follett zum Bestseller-Autor machte. Dieses Buch gewann den Edgar Preis und verkaufte sich mehr als 10 Millionen Mal. Der Erfolg dieses Buches ermöglichte es Ken Follett, seinen bisherigen Beruf aufzugeben, sich eine Villa im Süden Frankreichs zu mieten und sich völlig seinem nächsten Roman Dreifach (Triple) zu widmen.  

Die Folletts gingen drei Jahre später nach England zurück, denn Ken vermisste die Filme und das Theater sowie die Anregungen, die London zu bieten hatte. Auch wollte er wieder von seinem Wahlrecht Gebrauch machen können. Sie ließen sich in Surrey nieder, wo Ken sich bei der Beschaffung von Geldern und der Wahlkampagne der Labour Party engagierte. Und da geschah es auch, dass er Barbara Broer, die Sekretärin des lokalen Parteibüros, traf, sich in sie verliebte und sie 1985 nach seiner Scheidung heiratete.  

Das Ehepaar lebt jetzt in Hertfordshire in einem alten Pfarrhaus, das auch Ken Folletts Kinder aus erster Ehe sowie Barbaras Sohn und ihren beiden Töchter sowie deren Partnern und Kindern ein Zuhause bietet.  


In den letzten 25 Jahren hat Ken Follett 19 Romane verfasst: die ersten fünf Bestseller waren Spionageromane wie Die Nadel (1978), Dreifach (1979) oder Auf den Schwingen des Adlers (1983).

Und dann überraschte er seine Leser, indem er sein Metier radikal änderte, mit dem Buch Die Säulen der Erde (1989). Es ist ein Roman über den Bau einer fiktiven Kathedrale im Mittelalter. Dieses Buch erhielt begeisterte Kritiken und hielt sich 18 Wochen lang auf der Bestsellerliste der New York Times. In Deutschland führte es sechs Jahre lang die deutschen Bestsellerlisten an.  

Sein letzter Roman, Die Tore der Welt (2007), war die lang erwartete Fortsetzung zum immens beliebten Die Säulen der Erde. Im neuen Buch kehrt er zweihundert Jahre später nach Kingsbridge zurück und berichtet von den Nachkommen der Figuren in Die Säulen der Erde. Breit angelegt und von gewaltigem Umfang, konzentriert es sich auf eine Handvoll Menschen, deren Leben vom Schwarzen Tod verheert wird, der Pestepidemie, die in der Mitte des vierzehnten Jahrhunderts über Europa hinweg zog.  


Ken Folletts neuer Roman Sturz der Titanen erscheint im September 2010 und ist der Auftakt zu zu einer dreibändigen Jahrhundert-Saga, die drei Länder, drei Familien und drei Generationen umfasst.