Böser Wolf - Der neue Taunus-Krimi von Nele Neuhaus zur Karte gelangen Sie hier
Böser Wolf
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Nele Neuhaus, Böser Wolf

Der sechste Fall von Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff


Aus dem Main bei Eddersheim wird die Leiche einer 16-Jährigen geborgen. Sie wurde misshandelt und ermordet, und niemand vermisst sie. Auch nach Wochen hat das K 11 keinen Hinweis auf ihre Identität. Die Spuren führen zu einem Kinderdorf im Taunus und zu einer Fernsehmoderatorin, die bei ihren Recherchen den falschen Leuten zu nahe gekommen ist. Kirchhoff und Bodenstein stoßen inmitten gepflegter Bürgerlichkeit auf einen Abgrund an Bösartigkeit und Brutalität. Und dann wird der Fall persönlich.

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Bücher von Nele Neuhaus

Nele Neuhaus wurde bekannt mit ihren Taunus-Krimis, die seit Monaten auf den Bestsellerlisten vertreten sind.

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Böser Wolf (eBook)
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Nele NeuhausKriminalroman
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Tiefe Wunden, Schneewittchen muss sterben, Hörbuch
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Nele Neuhausgekürzte Lesung auf 10 CDs
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Schneewittchen muss sterben
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Nach Motiven des gleichnamigen Romans von Nele Neuhaus
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Wer Wind sät
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Nele NeuhausDer fünfte Fall für Bodenstein und Kirchhoff. Kriminalroman
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Unter Haien
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Nele NeuhausRoman
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Unter Haien, 6 Audio-CDs
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Nele NeuhausGekürzte Lesung. 471 Min.
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Böser Wolf
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Nele NeuhausKriminalroman
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Böser Wolf, Hörbuch
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Nele NeuhausGekürzte Lesung. 470 Minuten auf 6 Audio-CDs
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Wer Wind sät, Hörbuch
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Artikel 1-10



Interview mit Nele Neuhaus

Frau Neuhaus, Schriftstellerin zu sein, war schon immer Ihr Traumberuf. Was begeistert Sie besonders am Schreiben?

Nele Neuhaus: Ich schreibe einfach gern! Es ist nicht nur das schriftstellerische Schreiben, ich bin allgemein ein „Schreib-Mensch“, liebe die Kommunikation via E-Mail oder SMS. Aber die Schreiberei als solche ist ein Teil meines Lebens seitdem ich denken kann. Schon bevor ich in die Schule kam verfasste ich Geschichten – dank meiner Eltern gibt es heute noch Erinnerungen an diese Anfänge. Ich denke mir gerne etwas aus, ich formuliere und fabuliere gerne und in mir drin ist ein starker Drang, dies dann auch zu Papier zu bringen. Schon früher habe ich mich auf die Stunden am Schreibtisch gefreut. Ich ganz allein mit meinen Figuren – wundervoll! Übrigens: nur etwa 5 % von dem was ich schreibe wird veröffentlicht, den Rest schreibe ich ganz für mich selbst!


Ihr aktueller Titel „Schnewittchen muss sterben“ eroberte sofort die Bestsellerlisten, ihre Fan-Gemeinde wächst rasant. Wie fühlt sich dieser Erfolg an?


Nele Neuhaus: Es ist ein unglaubliches und wundervolles Gefühl! Insgeheim träumt wohl jeder Schriftsteller von einem solchen Erfolg, wie ich ihn zurzeit erleben darf. Manchmal halte ich inne und frage mich, ob das alles tatsächlich mir passiert. Aber da ich gut geerdet bin und mein Alltagsleben ganz normal weitergeht, bleibe ich auf dem Teppich, bin überglücklich und genieße diese unvergleichliche Zeit. Es ist großartig, dass ich meinen Leserinnen und Lesern mit den von mir erdachten Geschichten und Figuren spannende Stunden bescheren kann und ich freue mich, dass meine Fans mit Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff mitfiebern.


Sie führen gemeinsam mit Ihrem Mann ein eigenes Unternehmen, was vermutlich  einen Grossteil Ihrer Zeit in Anspruch nimmt.  Ist es schwierig für Sie, trotzdem noch die Zeit zum Schreiben zu finden?


Nele Neuhaus: Ja, das ist nicht so einfach! Wir haben eine Fleischwarenfabrik und ich bin täglich halbtags dort, bediene Kunden und kümmere mich um das Büro. Aber die Nachmittage sind für das Schreiben reserviert. Früher habe ich in dieser Zeit die Springpferde meines Mannes trainiert, aber seitdem er nicht mehr aktiv reitet und unserer Pferde ihr Gnadenbrot bekommen, habe ich mehr Freiräume als früher, die ich so effektiv wie möglich nutze.


Den Reiz ihrer Krimis macht u.a. auch aus, dass sie die privaten Seiten, Sorgen und Probleme Ihres Ermittlerduos Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff beschreiben. Als Leser/in hat man so dass Gefühl, die beiden gut zu kennen. Haben Sie selbst auch eine „Beziehung“ zu den beiden? Also z.B. das Gefühl, dass die beiden wie gute Bekannte oder Freunde für Sie sind oder trennen Sie strikt zwischen Ihrer Roman-Welt und der Realität?


Nele Neuhaus: Mittlerweile kann ich sehr gut zwischen Realität und „Bücherwelt“ trennen. Bei meinem ersten Roman „Unter Haien“, an dem ich acht Jahre lang geschrieben habe, war das anders. Da hatte ich nach Beendigung der Schreibarbeit echt das Gefühl, Freunde verloren zu haben. Pia und Oliver sind hingegen sind schon „alte Bekannte“, sie treffe ich ja regelmäßig wieder! Es macht mir große Freude, sie zu entwickeln. Beim Autofahren oder Hundespaziergang halte ich mit ihnen und meinen anderen Figuren Zwiesprache, um mich auf diese Weise in sie und ihre Gedankenwelt einzufühlen. Das ist manchmal schon ein wenig verrückt, aber notwendig, um sie lebendig werden zu lassen.


In „Schneewittchen muss sterben“ beschreiben Sie sehr gekonnt und spannend die menschlichen Abgründe in einem kleinen Dorf. Werden Sie hier inspiriert durch tatsächliche Begebenheiten? Wie entsteht bei Ihnen überhaupt die Idee zu einem Roman?


Nele Neuhaus: Inspiriert werde ich durch Dinge, die zuerst keine große Bedeutung haben: ein Zeitungsartikel, eine TV-Dokumentation, eine Geschichte, die jemand erzählt. Dann beginnt mein Gehirn im Stillen zu arbeiten, die Idee entwickelt sich irgendwo in meinem Kopf, ohne dass ich dasitze und verzweifelt nachgrüble. Und eines Tages ist sie plötzlich da, sie springt mich an und dann weiß ich – das ist das Thema, der Kern der Geschichte, die ich erzählen will. Die Entwicklung des Plots zieht sich dann über Wochen und Monate hin, und dabei werde ich von meiner phantastischen Lektorin unterstützt, die von Anfang an die Entstehung begleitet, mir Ratschläge gibt und mit mir diskutiert. Und während der Arbeit am Manuskript feile und überlege ich noch, manchmal kommt es noch zu einer neuen Wendung, die sich aus der entstehenden Geschichte entwickelt. Das ist faszinierend und unwahrscheinlich spannend!


Könnten Sie sich vorstellen, Ihre Krimis nicht im Taunus, sondern ganz woanders spielen zu lassen? Und wenn, dann wo?


Nele Neuhaus: Mein allererstes Buch, der Thriller „Unter Haien“, spielt zum Beispiel in New York! Ich glaube, ich hätte überhaupt kein Problem, meine Bücher auch an anderen Orten als im Taunus spielen zu lassen. Vielleicht werde ich eines Tages mal etwas ganz anderes schreiben, Ideen habe ich schon genug. Angedachte Schauplätze sind England, Frankreich und der mittlere Westen der USA. Aber auch in Deutschland gibt es spannende Regionen mit viel Potenzial. Und es müssen ja nicht immer Krimis sein!


Sie planen auch eine Jugendbuch-Serie mit, wie Sie sagen „pferdigem Hintergrund“. Wird es hier auch eine Krimi-Handlung geben? ,


Nele Neuhaus: Ich schreibe aktuell mit großer Freude an den ersten beiden Bänden einer Reihe für 11 bis 13jährige Mädchen, die unter dem Reihentitel „Elena – ein Leben für Pferde“ bei Planet Girl/Thienemann im kommenden Jahr erscheinen werden. Da geht es natürlich um Pferde, aber die Handlung ist schon ein wenig komplexer. Ganz so blutig wie in meinen Taunus-Krimis wird es nicht, aber meine zehnjährige Nichte, die das Manuskript probelesen durfte, hat sich an ein paar Stellen so gegruselt, dass sie nachts davon geträumt hat. Es wird spannend, aber auch etwas fürs Herz und natürlich für Pferdefreund(innen)!


Sie empfehlen Nachwuchsautoren, selbst viel zu lesen. Welche Bücher lesen Sie persönlich gerne? Nur Krimis oder auch andere Genres? Und gibt es Autor/innen, die Sie als Vorbild sehen?


Nele Neuhaus: Vorbilder habe ich keine bestimmten. Ich habe schon immer sehr, sehr viel gelesen. Meine Eltern haben uns 4 Geschwister zu Leseratten erzogen und dafür bin ich ihnen dankbar. Meine Vorlieben wechseln. Mit 14, 15 war ich ganz wild auf Konsalik, Simmel und verschiedene Herz-Schmerz-Autoren, dann kamen die amerikanischen Thriller: Grisham, Follet, Ridpath und viele andere, natürlich Elizabeth George. Als Pferdenärrin ist Dick Francis eine Pflichtlektüre. Schier gefressen habe ich Stieg Larsson, Fred Vargas, Camilla Läckberg, Harry Potter, die Bis(s)-Romane und einige deutschsprachige Kollegen. Bis heute lese ich quer durchs Gemüsebeet, viel natürlich auch an Fachliteratur zu Recherchezwecken. Was mir nicht so viel sagt ist Fantasy und Science Fiction, da werde ich nicht richtig warm. Ein schöner Nebeneffekt als Ullstein-Autorin: ich bekomme auch mal Bücher zum Lesen, die noch gar nicht erschienen sind…


Ebenso empfehlen Sie, gegenlesen zu lassen. Wer übernimmt das bei Ihnen?


Nele Neuhaus: Als erstes natürlich meine Lektorin. Aber auch meine lesebegeisterte Familie darf alles lesen, was ich schreibe. Das tun meine Mutter, meine Schwestern und Nichten sehr gerne und sie teilen mir offen und ehrlich ihre Meinung mit. Außerdem habe ich ein paar gute Freundinnen, die auch während der Entstehung immer wieder in den Text reinlesen und mir ihre Kommentare und Anmerkungen mit auf den Weg geben.


Woran schreiben Sie gerade? Können wir auf eine Fortsetzung mit dem Ermittlerduo Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff hoffen?


Nele Neuhaus: Ja, natürlich! 2011 wird der 5. Fall für Oli und Pia erscheinen. Das Gerüst steht schon, alle Wendungen und Schlichen sind erdacht, jetzt muss ich die Geschichte mit Fleisch und Blut füllen. Nach den Aufregungen um den tollen Erfolg von „Schneewittchen muss sterben“ fiel es mir ein wenig schwer, wieder in den „Schreibmodus“ zu gelangen, deshalb arbeite ich jetzt erstmal an Band 2 der Elena-Reihe. Aber in drei, vier Wochen ermittle ich wieder im Taunus und werde Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff erneut ein paar schwierige Nüsse zu knacken geben – beruflich wie privat! Darauf freue ich mich schon sehr!