6 CDs
2005
Bastei Lübbe
ISBN-10: 378573073X
ISBN-13: 9783785730737
Erscheinungsdatum: 18.05.2005
Die Kastellanin, Hörbuch
407 Minuten
Fortsetzung zu ''Die Wanderhure''
Einst musste sie als Wanderhure durchs Land ziehen, nun führt Marie als Ehefrau des Burghauptmannes Michel Adler ein respektables Leben. Doch ihr Glück wird zerstört, als Michel zu den Waffen gerufen wird.
Marie...
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Fortsetzung zu ''Die Wanderhure''
Einst musste sie als Wanderhure durchs Land ziehen, nun führt Marie als Ehefrau des Burghauptmannes Michel Adler ein respektables Leben. Doch ihr Glück wird zerstört, als Michel zu den Waffen gerufen wird.
Marie lebt zufrieden mit ihrem Ehemann Michel Adler, den sie innig liebt. Ihr Glück scheint vollkommen, als sie ein Kind von ihm erwartet. Doch dann muss Michel im Auftrag seines Pfalzgrafen in den Kampf gegen die aufständischen Hussiten ziehen. Er beweist so viel Mut, dass er zum Ritter geschlagen wird - und verschwindet nach einem grausamen Gemetzel spurlos. Nachdem er für tot erklärt wird, ist Marie ganz allein auf sich gestellt und sieht sich täglich neuen Demütigungen und Beleidigungen ausgesetzt. Schließlich bleibt ihr nur ein Ausweg: Sie muss von ihrer Burg fliehen. Marie hat die Hoffnung nicht aufgegeben, dass Michel noch leben könnte, und schließt sich als Marketenderin einem neuen Heerzug an.
Wird sie den geliebten Mann jemals wiederfinden?
Iny Lorenz, geboren 1949 in Köln, ist eigentlich Programmiererin.
Gelesen von Anne Moll.

weitere Produktinformationen
Die ehemalige Wanderhure Marie führt als Frau des Burghauptmanns Michel ein angenehmes Leben am Rhein. In Böhmen aber tobt ein Krieg, in dem Michel nach einem Scharmützel für tot erklärt wird. Marie, die nach zehn Ehejahren endlich
schwanger geworden ist, gilt nun als Witwe. Doch sie glaubt nicht an Michels Tod und geht, als Marketenderin verkleidet, auf die Suche nach ihm. Nach vielen Irrfahrten stehen sie sich auf gegnerischen Seiten gegenüber. Ob sie zueinander
finden werden?
Im Jahre 2003 veröffentlichte Iny Lorentz ihren ersten historischen Roman: „Die Kastratin“. Es folgten in rasantem Tempo weitere Titel, darunter Bestseller wie „Die Wanderhure“, „Die Feuerbraut“ und „Die Tochter der Wanderhure“. „Ganz nebenbei“ verfasst Iny Lorentz noch unter verschiedenen Pseudonymen Fantasy-Romane und sogar Heimatliteratur.
Bevor der Leser sich ob dieses Fleißes nun allzu sehr wundert, sei verraten:
...
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Iny musste die Arbeit nicht allein erledigen, ihr Mann Elmar war und ist immer dabei. „Iny Lorentz“ ist ein Pseudonym, hinter dem sich das Schriftstellerehepaar Iny und Elmar verbirgt. Der Verlag kreierte aus ihrem Vornamen und dem Namen von Elmars Vater den Künstlernamen, kurz und einprägsam.
Iny wurde 1949 in Köln geboren, wo sie die Schule besuchte und eine Ausbildung als Arzthelferin absolvierte. Nach dem Abitur im Abendgymnasium begann sie ein Medizinstudium, das sie aber aus finanziellen Gründen abbrechen musste. Sie wurde Programmiererin und zog 1980 nach München, um bei einer großen Versicherung zu arbeiten. Ihr Ehemann Elmar arbeitete seit 1981 ebenfalls dort. Er ist gebürtiger Bayer und stammt aus einem kleinen Bauerndorf mit gerade einmal fünf Höfen.
Beiden gemeinsam ist die große Leidenschaft für das Geschichtenerzählen. Elmar begann bereits in der Schule mit dem Schreiben, die Religionslehrerin erkannte und förderte sein Talent. Iny veröffentlichte schon in jungen Jahren Kurzgeschichten in Zeitschriften. Schließlich trafen sich die verwandten Seelen in einem Fantasy-Club und heirateten 1982, um von da an alles gemeinsam zu machen, auch das Schreiben. Zunächst arbeiteten sie viele Jahre abends und im Urlaub an ihren Büchern, nach den ersten Erfolgen widmeten sie sich dann ganz dem Schreiben.
Wie schon die Titel verraten (u. a. „Die Goldhändlerin“, „Die Pilgerin“, „Die Löwin“) sind immer Frauen die Hauptfiguren der historischen Romane. Iny und Elmar finden es einfach reizvoll, die „Geschichten von der schwächeren Seite aus aufzuzeigen, und über lange Jahrhunderte stellten Frauen aller Klassen diese schwächere Seite dar“. Man darf jedenfalls hoffen, dass noch viele weitere Geschichten folgen werden...
Kurzansicht
Interview mit Iny und Elmar Lorentz
Das Klischee des einsamen
Schriftstellers trifft auf Sie nicht zu, denn Sie schreiben Ihre Bücher immer
gemeinsam. Erzählen Sie uns doch bitte etwas über Ihre Zusammenarbeit: Gibt es
eine feste Aufgabenverteilung? Wie gehen Sie mit Meinungsverschiedenheiten um?
Ja, es gibt eine
feste Aufgabenverteilung. Wir hecken die Ideen gemeinsam aus und führen, wenn
wir
...
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an die Planung eines neuen Buches gehen und das uns passende Thema
ausgesucht haben, lange Gespräche. Parallel dazu beschafft Elmar sich
Sachbücher, Biografien, Karten und anderes Material, das die Zeit und den Ort
der Handlung großräumig abdeckt. Sind die Vorarbeiten abgeschlossen, fängt
Elmar mit der Rohschrift des Romans an. Diese wird dann von Iny
übernommen, die in mehreren Überarbeitungsgängen das endgültige Manuskript
erstellt. Während dieser Zeit diskutieren wir immer wieder über den Text und
weisen uns gegenseitig auf Schwachstellen hin. Wenn bei der gemeinsamen Arbeit
Meinungsverschiedenheiten auftreten, diskutieren wir diese aus und versuchen, die
schlüssigste Version heraus zu filtern.
Obwohl Ihre Bücher ein Gemeinschaftswerk
sind, taucht auf den Buchdeckeln immer nur Iny
Lorentz als Autorin auf. Warum?
Das war eine kluge Entscheidung des Verlags. Ein (kurzer) Name ist
einprägsamer und im Internet bzw. den Datenbanken der Buchhändler leichter zu
finden. Wir haben das Pseudonym aus Inys Vornamen und
Elmars Vatersnamen Lorenz zusammengesetzt. Also ist Elmar indirekt auch darin
zu finden. Natürlich meinen die Leute, Iny sei die
alleinige Autorin, aber das wird sich ja nun ändern.
Bereits Ihr erstes Buch, "Die Kastratin", war sehr erfolgreich, und "Die
Wanderhure" steht dem in nichts nach. Warum, glauben Sie, lieben die Leute
Ihre Bücher? Und worin liegt der besondere Reiz von historischen Romanen?
Wir versuchen, den Kopf und die Gefühle unserer LeserInnen
anzusprechen und lebendige Charaktere zu schaffen, mit denen man mitfiebern
kann. Das scheint uns gelungen zu sein. Vielleicht liegt es auch an der
Mischung zwischen Abenteuer und Romantik. Auch legen wir Wert auf einen gut
fundierten Hintergrund und eine enge Verzahnung zwischen der Historie und der
fiktiven Erzählung.
In einen historischen Roman kann der Leser eintauchen und die Bilder einer
gleichzeitig fremden und doch vertrauten Welt in sich aufsteigen lassen.
Die Protagonistinnen Ihrer Romane,
insbesondere die Marie in "Die Wanderhure", haben oft mit ziemlich
schwierigen Lebensbedingungen zu kämpfen. Sie müssen sich behaupten und ringen
um ihre gesellschaftliche Position. Fühlen Sie besonders zu Charakteren
hingezogen, die es etwas schwerer im Leben haben?
Ja! Wir setzen uns jedes Mal auch gefühlsmäßig mit unseren Charakteren
auseinander, nicht nur mit der Hauptperson, sondern auch mit den relevanten
Nebenfiguren.
Kürzlich verrieten Sie uns bereits in
einem Interview, dass "Die Wanderhure" eine Fortsetzung finden wird.
Wann können Ihre Leser damit rechnen? Können Sie uns schon einen kleinen
Vorgeschmack geben, wie es mit Marie, der Heldin des Buches, weitergehen wird?
Gern! Die Geschichte beginnt, als Marie und Michel zehn Jahre verheiratet
und miteinander glücklich geworden sind. Nun muss Michel in den Krieg gegen die
Hussiten ziehen, und nicht lange danach spürt Marie, dass sie endlich schwanger
geworden ist. Wenige Monate später kommt die Nachricht, dass Michel gefallen
sei, und Marie wird zum Spielball jener Leute, die die reiche Witwe zu ihrem
eigenen Nutzen verheiraten wollen. Marie will aber nicht an Michels Tod
glauben.
Die Fragen stellte Roland Große
Holtforth, literaturtest.de.
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