2006, 327 Seiten, Maße: 11,3 x 18 cm, Taschenbuch, Deutsch
Aus d. Amerikan. v. Christa E. Seibicke
Diogenes
ISBN-10: 325723581X
ISBN-13: 9783257235814
Erscheinungsdatum: 26.09.2006
Beweise, daß es böse ist
Commissario Brunettis dreizehnter Fall
Der 13. Fall für Brunetti!
Als die ebenso reiche wie unfreundliche Signora Battestini ermordet wird, trauert niemand um sie. Rasch fällt der Verdacht auf ihre Haushälterin. Als diese bei einem Unfall ums Leben kommt und eine große Geldsumme sowie...
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Der 13. Fall für Brunetti!
Als die ebenso reiche wie unfreundliche Signora Battestini ermordet wird, trauert niemand um sie. Rasch fällt der Verdacht auf ihre Haushälterin. Als diese bei einem Unfall ums Leben kommt und eine große Geldsumme sowie gefälschte Papiere bei ihr gefunden werden, ist für Brunettis Urlaubsvertretung der Fall geklärt. Doch dann kommt der Commissario zurück und sieht das ganz anders.
Donna Leon wurde 1942 in New Jersey geboren. Mit 23 Jahren verließ sie ihre Heimat und lebte und arbeitete in Rom, London, der Schweiz und Saudi-Arabien. Seit 1981 wohnt sie - wie ihr Commissario - in Venedig.
Als die 83jährige Maria Grazia Battestini ermordet in ihrer Wohnung aufgefunden wird, tragen nicht nur die Gondeln keine Trauer: Familie und Freunde gibt es keine, und die Nachbarn sind regelrecht erleichtert, als der Fernseher nicht mehr durch die Calli dröhnt. Nur Brunetti gibt keine Ruhe, bis er weiß, was sich hinter dem Tod der alten Frau verbirgt.
Beweise, daß es böse ist von Donna Leon
LESEPROBE
1
Sie war ein altes Ekel, und er haßte sie. Da er Arzt war und sie seine Patientin, drückte dieser Haß auf sein Gewissen, wenn auch nicht so schwer, daß er sie darum weniger gehaßt hätte. Wer so boshaft, habgierig und zänkisch war wie Maria Grazia Battestini – die zudem unentwegt über ihre Beschwerden klagte
...
Autoren-Porträt
von Donna Leon
Die Erfinderin des berühmten Commissario Brunetti wurde 1942
in New Jersey geboren. Schon früh machte sich ihr Fernweh bemerkbar. Als sie
1965 eine Freundin auf einer Italienreise begleitete, beschloss sie, Amerika
den Rücken zu kehren und in Perugia und Siena zu studieren. Donna Leon lebt
seit dieser Zeit ständig im Ausland. Sie arbeitete unter anderem als Reiseleiterin
in Rom und als Werbetexterin
...
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in London. Später unterrichtete sie an
amerikanischen Schulen in der Schweiz, im Iran, in China und in Saudi-Arabien.
1981 gab sie ihr Nomadenleben auf und ließ sich in Venedig nieder. Zur Zeit hat
sie eine Professur für englische und amerikanische Literatur in Vicenza inne.
Leons erster Kriminalroman mit der Figur des Commissario
Brunetti erschien 1993 und wurde mit dem japanischen Suntory-Preis
ausgezeichnet. Inspiriert wurde Leon dazu in der Oper. Als sie mit einem
Bekannten eine Probe im venezianischen Opernhaus besuchte, meinte dieser: "Ich könnte
den Dirigenten umbringen!" "Ich machs für dich", antwortete Leon, "aber in
einem Roman." So entstand "Venezianisches Finale". Seitdem hat Leon jedes Jahr
einen Brunetti-Krimi geschrieben und den sympathischen Kommissar zu einer der
bekanntesten Kriminalfiguren in der Literatur gemacht. Für die ARD wurden
bereits mehrere Folgen mit Joachim Król in der Rolle des Brunetti sehr
erfolgreich verfilmt. "Sanft entschlafen", im November 2004 ausgestrahlt, hatte
beispielsweise über sieben Millionen Zuschauer. Fortsetzung folgt, garantiert!
Kurzansicht
Interview mit Donna
Leon
Brunetti prangert
präzise und manchmal sarkastisch die politischen Verhältnisse in Italien an -
die Korruption, den Filz und den Waffenhandel. Spricht aus ihm eigentlich auch
ein bisschen Donna Leon?
Wenn Sie glauben, dass ich mich hier über Italien äußere, dann
sollten Sie mich mal über die Vereinigten Staaten reden hören. Es ist eine
große Freude und ein großes Glück
...
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für mich, in Italien leben zu dürfen. Wenn
ich Geschichten aus anderen Ländern höre, dann ist da auch einiges dabei an
Korruption, Filz und Waffenhandel.
In den letzten
beinahe anderthalb Jahrzehnten, in denen Sie Krimis schreiben, haben Sie immer
auch staatliche und kirchliche Institutionen ins Visier genommen. Ist Ihnen das
persönlich übel genommen wurden? Wurden Sie jemals bedroht?
Bedroht? In Italien? Sie machen wohl Scherze! Anders als in meinem
Heimatland können die Leute in Italien schreiben und sagen, was sie wollen.
Die "heile Welt"
der Familie Brunetti steht in einem starken Kontrast zu den Verbrechen, die in
und um Venedig herum passieren. Welchen Stellenwert hat das detailliert
geschilderte Familienleben für ihre Bücher?
Die Familie ist der Ruhepol im Leben von Brunetti. Ich glaube,
jemand, der eine Arbeit wie Brunetti macht, braucht so etwas. Außerdem muss ich
doch dem Leser plausibel machen, warum Brunetti ein ehrenwerter Mann bleibt.
Meiner Meinung nach trägt die Familie sehr viel dazu bei.
Eigentlich
erwartet der Leser eines Krimis doch, dass der Täter am Ende gefasst und
verurteilt wird. In "Blutige Steine" (aber auch in "Verschwiegene Kanäle")
jedoch bleiben viele Fragen offen. Warum lassen Sie den Leser bisweilen so
ratlos zurück?
Ich lebe in Italien. Hier werden Verbrechen nie so richtig
aufgeklärt, jedenfalls nicht in überzeugender Weise. Meine Bücher wollen diesen
Aspekt mit einfangen.
Sie sagten
einmal, Sie hätten keinen Fernseher zu Hause und würden auch nicht ins Kino
gehen. Was halten Sie grundsätzlich von Romanverfilmungen?
Es stimmt, was ich gesagt habe. Ich habe keinen Fernseher, hatte
auch nie einen. Und ich gehe höchst selten ins Kino. Deshalb kann ich Ihre
Frage leider auch nicht beantworten.
1992 hat
Commissario Brunetti zum ersten Mal ermittelt, 14 Jahre später gibt es nun den
14. Fall. Kommt im nächsten Jahr ein neues Buch in die Geschäfte?
Ja. Und im Jahr darauf wird es wieder einen Fall für Brunetti
geben.
Die Fragen
stellte Mathias Voigt, Literaturtest.
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