2009, 15. Aufl., 510 Seiten, Maße: 15,3 x 21,8 cm, Gebunden, Deutsch
Übersetzung: Kredel, Karsten
Carlsen
ISBN-10: 3551581495
ISBN-13: 9783551581495
Erscheinungsdatum: 07.06.2011
Bis(s) zum Morgengrauen
Band 1
Liebe gegen alle Vernunft
Nach ihrem Umzug nach Forks, einer verregneten, langweiligen Kleinstadt in Washington State, begegnet Bella einem geheimnisvollen Mann. Obwohl mit dem attraktiven Edward irgendetwas nicht zu stimmen scheint, fühlt sich Bella mehr und mehr zu ihm hingezogen. Verliebt bis über beide Ohren erfährt sie, dass Edward ein Vampir ist.
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"Wer dieses Buch in die Hand nimmt, darf sich bis zum Morgengrauen nichts anderes vornehmen, denn man muss es einfach zu Ende lesen. Es entspricht genau den Erwartungen von Leseratten, die immer wieder begierig nach neuen Büchern greifen. Sie können damit abtauchen in eine Welt, die sie selbst vielleicht gar nicht betreten wollen, die aber, zwischen zwei Buchdeckel gepackt, sehr reizvoll ist. Wer romantisch-fantastische Liebesgeschichten mag, sollte sich von Isabella und Edward ruhig entführen
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lassen in eine verregnete Kleinstadt in Nordamerika, in der ein junges Mädchen einen überraschend aufregenden jungen Mann trifft. Er ist ebenso attraktiv wie geheimnisvoll, und das liegt daran, dass er ein Vampir ist. Wer das zu wörtlich versteht, weiß nicht, dass auch sehr reale Menschen für ihren Liebespartner das sein können, was im mythischen Bereich die Blutsauger sind: Sie rauben ihren Partnern die Persönlichkeit, indem sie die Beziehung durch ihr Begehren zur Leidenschaft werden lassen. Die magische Anziehungskraft von Edwards Schönheit und sein Leiden daran, das nicht zur Erfüllung kommen kann, weil er Isabella ja nicht beißen darf - das verbietet er sich, weil er sie ja über alles liebt - wird für das junge Mädchen zu einer emotionalen Herausforderung. Das Entscheidende einer Abhängigkeit liegt im Gegensatz zu einer Vergewaltigung in der Tatsache, dass das Opfer die totale Hingabe wünscht und sich dem ""Vampir"" buchstäblich aufdrängt. Es gibt in diesem Roman köstliche Szenen, in denen die beiden vor Verlangen nacheinander zu vergehen scheinen und die Notwendigkeit der Beherrschung der vampirischen Triebe beide zur Verzweiflung treibt. Wer nicht selbst ähnliches erlebt hat, kann dabei durchaus auch schmunzeln, aber wehe, wenn man selbst todessüchtig verliebt ist. Junge LeserInnen können sich aber getrost in den anbetungswürdigen Edward verlieben. Denn ein großer Teil des Reizes dieser Geschichte liegt darin, dass man in der Lektüre alle Phantasien ausleben kann, sozusagen stellvertretend für das wirkliche Leben."
Gabriele Hoffmann (Leanders Leseladen, Heidelberg)
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Bis(s) zum Morgengrauen von Stephenie Meyer
LESEPROBE
GESTÄNDNISSE
Edwards Anblick in der Sonne war ein Schock. Jetzt starrte
ich ihn zwar schon den ganzen Nachmittag lang an,
aber ich konnte mich einfach nicht daran gewöhnen. Seine
Haut war blütenweiß, vielleicht mit dem Hauch einer Rötung
von der Jagd am Vortag, und sie glitzerte, als hätte
man
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Autoren-Porträt von Stephenie Meyer
Stephenie Meyer schickt sich an, eine der erfolgreichsten Autorinnen weltweit zu werden. In den Bestsellerlisten ist sie meist gleich mit mehreren Titeln vertreten!
Häufig wird sie gefragt, wie denn ein so nettes Mormonenmädchen dazu kommt, ausgerechnet Bücher über Vampire zu schreiben. Vielleicht liegt die Antwort darin, dass sie einem speziellen Typus Vampir Leben eingehaucht
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hat: Denn trotz ihres Blutdurstes „grübeln sie über die Ewigkeit, über Sinn und Möglichkeit einer Existenz nach dem Tod …“ Solche Gedanken macht sich auch die Mormonin und bezeichnet außerdem Vampire als „Popstars im Gruselkabinett: attraktiv, klug, cool, gut angezogen und wohlhabend“.
Bevor sie ihren Stars Gestalt gab, studierte die 1973 geborene Stephenie Meyer an der Brigham Young University in Provo, Utah. Sie bekam ein staatliches Stipendium, belegte Englisch als Hauptfach und schloss das Studium mit dem „Bachelor“ ab.
Heute lebt die Autorin mit ihrem Mann und den drei Söhnen in Phoenix, Arizona, wo sie auch mit ihren fünf Geschwistern aufwuchs. Die Familie als „zentrale Einheit im Plan Gottes“, wie sie in der „Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage“ (Mormonen) gelebt wird, ist ihr sehr wichtig. Sie schreibt ihre Gruselgeschichten meistens nachts, wenn die Kinder schlafen, und lässt sich durch Rockmusik im Kopfhörer inspirieren. Der Auslöser für die Schriftstellerei war ein Traum, in dem sich ein unscheinbares Mädchen und ein wunderschöner Vampir im Wald treffen, um über ihre Beziehung zu reden. Stephenie Meyer griff die Idee ihrer Schwester auf, darüber eine Geschichte zu schreiben, und legte mit „Biss zum Morgengrauen“ aus dem Stand einen Bestseller hin.
Sie erhielt viele Auszeichnungen, wurde in 20 Sprachen übersetzt, ihre Bücher werden verfilmt. Dem ersten Buch folgten „Biss zur Mittagsstunde“ und „Biss zum Abendbrot“. Im Februar 2009 erscheint Band vier, „Biss zum Ende der Nacht“. Bis dahin können sich Meyer-Fans mit „Seelen“ in die Zukunft träumen und gruseln. In dem Science-Fiction-Roman werden die Menschen von fremden Seelen beherrscht. So ergeht es auch der Protagonistin Melanie, die um ihre Liebe zu Jared kämpft, den zeitweise auch Wanda begehrt, die zweite Frau in Melanies Körper… Wie in der „Biss-Serie“ ist der Name Stephenie Meyer auch in „Seelen“ Garant für Spannung ohne blutrünstige Grausamkeiten und zarte Liebesgeschichten ohne allzu erotische Fantasien.
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"Eine Verbindung aus Liebesroman und Thriller mit übernatürlichen Elementen": Was halten Sie von solchen Aussagen?
Ich finde es sehr schwierig, "Bis(s) zum Morgengrauen" einem bestimmten Genre zuzuordnen. Solche Versuche scheinen mir immer ein bisschen daneben zu liegen. Aber was solls: Die Menschen brauchen einen Anhaltspunkt, wenn sie ein Buch in die Hand nehmen, und Beschreibungen dieser Art erfüllen diesen Zweck recht gut.
Sehr
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froh bin ich darüber, dass "Bis(s) zum Morgengrauen" in der Regel nicht als Horrorroman wahrgenommen wird - obwohl es um Vampire geht. "Horror" ist unter den möglichen Bezeichnungen sicher diejenige, die am wenigsten zutrifft.
Sie sind ein Familienmensch und leben in Arizona (USA). Wie kommt jemand wie Sie auf die Idee, Liebesgeschichten zu schreiben, in denen auch noch Vampire vorkommen?
Durch einen tollen Traum! Ich habe keine Ahnung, warum ich zum ersten Mal von Vampiren träumte. Mit Horror habe ich nicht viel am Hut, ich lese weder Horrorromane noch schaue ich mir Horrorfilme an. Aber nachdem mir so faszinierende Charaktere "geschenkt" wurden, musste ich ihre Geschichte einfach aufschreiben - auch wenn einer von ihnen ein Vampir war.
Edward, Bellas große Liebe, hat kein Alter. Bella selbst ist als Mensch dazu verdammt, älter zu werden. Wie stark prägt diese Spannung die Geschichte der beiden?
Vergleicht man alle Bücher der Reihe, so hat dieser Konflikt in "Bis(s) zur Mittagsstunde" die größte Dramatik. Hier tritt "Zeit" als Thema am stärksten in den Vordergrund (als Motiv für den Buchumschlag hatte ich mir übrigens eine Uhr gewünscht). Nach meinem Gefühl geht es in "Bis(s) zur Mittagsstunde" um die zeitliche Dimension von Bellas Sterblichkeit, die zeitliche Begrenztheit ihres Lebens. In den nächsten Romanen werde ich mich dann auch anderen Aspekten der Sterblichkeit widmen.
Haben Sie sich von Klassikern der Vampir-Literatur inspirieren lassen?
Nein. Um ehrlich zu sein, habe ich keinen dieser Klassiker gelesen. Ich mag Horrorgeschichten nicht, und die traditionellen Vampire sind mir zu gruselig. Ich glaube, dass mir die Abwesenheit von Vampiren in meiner Lektüre geholfen hat, eine neue Vampirwelt zu entwerfen, die sich von anderen grundlegend unterscheidet. Es gefällt mir, dass sich meine Vampire nicht an die alten Regeln halten.
In "Bis(s) zur Mittagsstunde" verlässt Edward Bella nach ihrem 18. Geburtstag. Später ist sie die Einzige, die ihn retten kann. Über welche besonderen Fähigkeiten verfügt sie?
Ich denke, das Besondere an Bella, das, was Edward rettet, ist ihr selbstloses Wesen. Sie denkt ununterbrochen darüber nach, was sie aus dieser oder jener Situation machen kann, und es entspricht ihrer Natur zu geben. Diese Selbstlosigkeit verleiht ihr besonderen Mut, wenn Menschen, die sie liebt, in Gefahr schweben.
Ist die Geschichte von Edward und Bella ein Bekenntnis zur Kraft der Liebe? Sind Sie selbst ein romantischer Mensch?
In der Geschichte von Bella und Edward geht es um die Art von Liebe, nach der wir alle uns sehnen. Die Menschen fühlen sich zur Liebesgeschichte in "Bis(s) zum Morgengrauen" und "Bis(s) zur Mittagsstunde" hingezogen, weil sie genau so geliebt werden möchten - rückhaltlos, selbstlos bis zu dem Punkt, wo alles andere keine Rolle mehr spielt. Es verlangt sehr viel Mut, so zu lieben. Und es ist ein großes Risiko.
Ich denke, ich selbst bin eher Realist denn Romantiker, vielleicht sogar ein bisschen pessimistisch. Aber ich liebe es, romantischen Träumen nachzuhängen - mir wahre Liebe in ihrer reinsten Form vorzustellen.
Können Sie sich ein Leben ohne das Schreiben vorstellen?
Ich glaube nicht, dass ich jemals in der Lage sein werde, das Schreiben aufzugeben. Es überrascht mich schon, wie wichtig das Schreiben für mich geworden ist, denn ich habe erst recht spät damit begonnen. Fast drei Jahrzehnte habe ich "ohne" gelebt, aber heute ist es ein wesentlicher Teil dessen, was ich bin. Mein größtes Problem liegt darin, dass ich einfach zu viele Geschichten im Kopf habe und mir nicht genug Zeit bleibt, sie alle aufzuschreiben. Ich wünschte, ich hätte früher angefangen.
Die Fragen stellte Henrik Flor, Literaturtest.
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