2006, 592 Seiten, Maße: 12,5 x 19 cm, Taschenbuch, Deutsch
DROEMER KNAUR
ISBN-10: 3426632489
ISBN-13: 9783426632482
Erscheinungsdatum: 15.09.2006
Die Löwin
Roman
Italien im 14. Jahrhundert: Nachdem die Familie des jungen Edelfräuleins Caterina einer groß angelegten Intrige zum Opfer gefallen ist, muss sie sich alleine durchs Leben schlagen. Der zwielichtige Fabrizio, Stellvertreter ihres Vaters, will ihr...
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Italien im 14. Jahrhundert: Nachdem die Familie des jungen Edelfräuleins Caterina einer groß angelegten Intrige zum Opfer gefallen ist, muss sie sich alleine durchs Leben schlagen. Der zwielichtige Fabrizio, Stellvertreter ihres Vaters, will ihr das Söldnerheer abkaufen, das sie geerbt hat. Doch sie gibt das Heer nicht auf, sondern führt es selber in die Schlacht - sehr zum Entsetzen der Feinde des Herzogs von Molterossa, in dessen Diensten sie nun steht. Sie versuchen Caterina auf ihre Seite zu ziehen, die sich nicht nur als Kriegerin, sondern auch als Verhandlungsführerin bewähren muss. Doch unter der Rüstung der Kämpferin schlägt das Herz einer liebeshungrigen Frau, die den Werbungen des Feindes zu erliegen droht.

Italien im 14. Jahrhundert: Nachdem die Familie des jungen Edelfräuleins Caterina einer groß angelegten Intrige zum Opfer gefallen ist, muss sie sich alleine durchs Leben schlagen. Der zwielichtige Fabrizio, Stellvertreter ihres Vaters, will ihr das Söldnerheer abkaufen, das sie geerbt hat. Doch sie gibt das Heer nicht auf, sondern führt es selber in die Schlacht - sehr zum Entsetzen der Feinde des Herzogs von Molterossa, in dessen Diensten sie nun steht. Sie versuchen Caterina auf ihre Seite zu ziehen, die sich nicht nur als Kriegerin, sondern auch als Verhandlungsführerin bewähren muss. Doch unter der Rüstung der Kämpferin schlägt das Herz einer liebeshungrigen Frau, die den Werbungen des Feindes zu erliegen droht ...
Die Löwin von
Iny Lorentz
LESEPROBE
Caterina wollte den Becher zum Mund
führen, hielt aber mitten in der Bewegung inne und musterte ihren Gastgeber,
als suche sie auf seinem Gesicht nach Spuren beginnenden Wahnsinns.
»Verzeiht, Rechlingen,
aber das könnt Ihr doch nicht ernst gemeint haben!«
Hartmann Trefflich, der wie eine
fette Kröte auf seinem Stuhl hockte, ballte
...
Im Jahre 2003 veröffentlichte Iny Lorentz ihren ersten historischen Roman: „Die Kastratin“. Es folgten in rasantem Tempo weitere Titel, darunter Bestseller wie „Die Wanderhure“, „Die Feuerbraut“ und „Die Tochter der Wanderhure“. „Ganz nebenbei“ verfasst Iny Lorentz noch unter verschiedenen Pseudonymen Fantasy-Romane und sogar Heimatliteratur.
Bevor der Leser sich ob dieses Fleißes nun allzu sehr wundert, sei verraten:
...
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Iny musste die Arbeit nicht allein erledigen, ihr Mann Elmar war und ist immer dabei. „Iny Lorentz“ ist ein Pseudonym, hinter dem sich das Schriftstellerehepaar Iny und Elmar verbirgt. Der Verlag kreierte aus ihrem Vornamen und dem Namen von Elmars Vater den Künstlernamen, kurz und einprägsam.
Iny wurde 1949 in Köln geboren, wo sie die Schule besuchte und eine Ausbildung als Arzthelferin absolvierte. Nach dem Abitur im Abendgymnasium begann sie ein Medizinstudium, das sie aber aus finanziellen Gründen abbrechen musste. Sie wurde Programmiererin und zog 1980 nach München, um bei einer großen Versicherung zu arbeiten. Ihr Ehemann Elmar arbeitete seit 1981 ebenfalls dort. Er ist gebürtiger Bayer und stammt aus einem kleinen Bauerndorf mit gerade einmal fünf Höfen.
Beiden gemeinsam ist die große Leidenschaft für das Geschichtenerzählen. Elmar begann bereits in der Schule mit dem Schreiben, die Religionslehrerin erkannte und förderte sein Talent. Iny veröffentlichte schon in jungen Jahren Kurzgeschichten in Zeitschriften. Schließlich trafen sich die verwandten Seelen in einem Fantasy-Club und heirateten 1982, um von da an alles gemeinsam zu machen, auch das Schreiben. Zunächst arbeiteten sie viele Jahre abends und im Urlaub an ihren Büchern, nach den ersten Erfolgen widmeten sie sich dann ganz dem Schreiben.
Wie schon die Titel verraten (u. a. „Die Goldhändlerin“, „Die Pilgerin“, „Die Löwin“) sind immer Frauen die Hauptfiguren der historischen Romane. Iny und Elmar finden es einfach reizvoll, die „Geschichten von der schwächeren Seite aus aufzuzeigen, und über lange Jahrhunderte stellten Frauen aller Klassen diese schwächere Seite dar“. Man darf jedenfalls hoffen, dass noch viele weitere Geschichten folgen werden...
Kurzansicht
Interview mit Iny Lorentz
"Die Löwin" heißt Ihr neuer
Roman. Er entführt uns in das Italien des 14. Jahrhunderts. Zwischen den vielen
Herrschern gärt es. Das Edelfräulein Caterina gerät mit ihrem Söldnerheer
mitten in die chaotischen Zustände. Wer ist diese Caterina? Wie kommt es, dass
eine Frau zu dieser Zeit ein Heer führt?
Caterina
ist eine schwäbische Ritterstochter, deren Vater
...
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als Condottiere
(Söldnerführer) in Italien lebt und der seine Tochter auf einer verfallenden
Burg schutzlos zurückgelassen hat. Als ein unstandesgemäßer Nachbar Caterina zu
einer Heirat mit seinem Sohn zwingen will, flieht sie zu ihrem Vater. Der aber
ist inzwischen ermordet worden. Das Heer, in dem viele Schwaben dienen, ist
sein einziges Vermächtnis an seine Tochter. Caterina wird nicht freiwillig zur
Heerführerin, aber sie will die Truppe weder einem windigen Verwandten
überlassen noch zusehen, wie sie auseinanderfällt. Zudem ist das Heer ihr
einziger Schutz.
Italien gibt in dieser
Epoche eine spektakuläre Kulisse ab für die großen Themen Ihrer Romane - für
Krieg, Karrieren, Liebe, Verrat und Schuld. Wie aber kam es zur Entscheidung
für Italien als Handlungsort? Wie sah dieses Mal Ihre Recherche aus?
Die Condottieri und ihre Art, Krieg zu
führen, gab es nur in Italien, also war die Entscheidung für die geplante
Geschichte auch die für Land und Leute. Wir hatten schon einige Schauplätze des
Romans auf früheren Reisen besucht und kannten das Thema. Daher mussten wir nur
einiges mit Sachbüchern, DVD's über Landschaft und Kunstschätze und mit
Informationen aus dem Internet auffrischen.
Wieder steht eine Heldin im
Mittelpunkt der Geschichte. Warum sind es immer wieder Frauenschicksale, die
Ihre Mittelalter-Geschichten transportieren. Warum haben gerade diese das Zeug
dazu, die Geschichten zu tragen?
Frauen unterlagen stärkeren Zwängen und waren
zumindest vor dem Gesetz keine vollwertigen Personen. Brachen sie freiwillig
oder gezwungen aus den von Brauch und Sitte vorgeschriebenen Bahnen aus,
bekamen sie dies viel stärker zu spüren als Männer. So kann man viele Umstände
des damaligen Lebens an Frauen besser demonstrieren.
Sie sind "groß geworden" im
Fantasy-Bereich, haben Anthologien herausgebracht, Fanzines geschrieben. Wie
kamen Sie zum historischen Roman? Gibt es zwischen beiden Genres besonders
viele Anknüpfungspunkte?
Wir haben selbst keine Anthologien
herausgegeben, sondern SF- und Fantasy-Stories für bekannte Herausgeber geschrieben.
Gleichzeitig waren wir im Fantasy-Fandom aktiv. Hätte es damals ein Fandom
Historischer Romane gegeben, wären wir darin Mitglied geworden, denn
ursprünglich haben wir historische Romane gelesen, die zumeist im neunzehnten
und beginnenden zwanzigsten Jahrhundert geschrieben worden waren.
...dabei schreiben Sie weiterhin -
unter dem Pseudonym "Mara Volkers" Fanatasy-Geschichten. Wird das auch so
bleiben?
'Mara Volkers' schreibt keine
Fantasy, sondern historische Phantastik. Es ist nicht unsere 'Hauptschiene',
aber wir werden auch weitere Bücher in dieser Art schreiben. Ein Roman ist
bereits erschienen, ein weiteres Manuskript liegt inzwischen dem Verlag vor,
und das nächste ist in Arbeit.
Mittlerweile dürften Sie an die
drei Millionen Bücher verkauft haben. Was erfahren Sie von Ihren Lesern, warum
greifen diese so gern zu Ihren historischen Romanen? Was machen Sie anders als
die "Konkurrenz"?
Ob die von Ihnen genannten drei
Millionen schon erreicht sind, werden wir wohl bald von unseren Agentinnen
erfahren. Möglich ist es, denn zum jetzigen Zeitpunkt stehen vier unserer
Bücher auf den Bestsellerlisten. Wir freuen uns natürlich sehr, dass wir so
vielen Leser/innen mit unseren Büchern ein paar schöne Stunden bereiten
konnten. Wie wir gehört haben, empfinden viele Leser/innen unsere Romane als
hautnah und spannend, eben als Geschichten zum Miterleben. Ob wir etwas anders
machen als unsere KollegInnen können wir jedoch nicht sagen.
Die Fragen stellte Henrik Flor,
Literaturtest.
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