Thorwald Dethlefsen, einer holistisch-humanistischen Psychologie verpflichtet, un der Mediziner Rüdiger Dahlke zeigen mit diesem bahnbrechenden Werk einen Weg zum tieferen Begreifen von Krankheit. So geht es den Autoren darum zu zeigen, was Infektionen, Kopfschmerzen, Unfälle, Herz- und Magenschmerzen, aber auch die großen, nicht immer tabuisierten Leiden wie Krebs und Aids uns sagen wollen. Denn alle Symptome haben einen tieferen Sinn für unser Leben: Sie übermitteln uns wertvolle Botschaften aus dem seelischen Bereich. Das Verständnis der verschiedenen Krankheitsbilder eröffnet jedem von uns einen neuen, besseren Weg, sich selbst zu finden.
Thorwald Dethlefsen, geb. 1946, ist Diplompsychologe, Psychotherapeut und einer der bekanntesten Vertreter der esoterischen Psychologie. Seine Bücher erschienen in Millionenauflagen und sind in die wichtigsten Sprachen übersetzt. Der Autor lebt in München.Dr. med. Ruediger Dahlke, Jahrgang 1951, studierte Medizin in München. Weiterbildung zum Arzt für Naturheilweisen, in Psychotherapie und Homöopathie. Seit 1978 ist er als Psychotherapeut, Fasten-Arzt und Seminarleiter tätig. Als Autor und
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Referent ist er eine Instanz im Bereich der Psychosomatischen Medizin und Gesundheitsbewegung. Im Heil-Kunde-Zentrum Johanniskirchen/Niederbayern wird seine Arbeit seit 15 Jahren in die Praxis umgesetzt. Seine Fasten-Seminare "Körper - Tempel der Seele" (für Einsteiger) und "Fasten, Schweigen, Meditieren" (für Fortgeschrittene) erfreuen sich regen Zuspruchs.
Kurzansicht
Interview mit Rüdiger Dahlke
In Ihren zahlreichen Büchern widmen
Sie sich der Entschlüsselung der geistig-seelischen Hintergründe
verschiedenster Krankheitsbilder. Wie haben Sie diese Deutungen entwickelt, wie
all diese Erkenntnisse gewonnen?
Im Wesentlichen haben mir Patienten mit ihren Kranken- bzw.
Lebensgeschichten dabei auf die Sprünge geholfen. Es war auf die Dauer
unübersehbar, dass Krankheitsbilder
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Aufforderungscharakter hatten und die
Betroffenen zur Entwicklung anstießen. Hinzu kam mein Interesse für Meditation,
das mir half, die Seelenbilderwelten ernst und für Heilungsprozesse in Anspruch
zu nehmen. Schließlich hat mir auch die spirituelle Philosophie weitergeholfen,
etwa Paracelsus und sein Satz, dass die Innenwelt der Außenwelt entspricht.
Wie erklären Sie sich
das Interesse von Ärzten und Patienten an Ihrem ganzheitlichen Ansatz? Wie
verstehen Sie selbst Ihre Arbeit? Gab es für Sie einen speziellen Anstoß, sich
in diese Richtung zu bewegen?
Das Interesse an meinem Ansatz, Krankheitsbilder zu deuten,
begann ganz eindeutig bei den Patienten. Von ihnen kamen die wichtigsten
Anstöße. Die Ärzte boykottierten den für sie neuen Zugang zunächst sogar. Als
Nächstes haben sich Heilpraktiker dafür interessiert, die ich in vielen
Fortbildungen geschult habe. Irgendwann hatte sich die erste Million meiner
Bücher verkauft. Damit wuchs auch das Interesse daran. Inzwischen ist es -
erfreulicherweise - so, dass auch die Ärzte immer zahlreicher in die Ausbildung
der Archetypischen Medizin kommen - zumal sie schon vereinzelt von den
Ärztekammern anerkannt wird. Im Juli dieses Jahres wird es zum Beispiel eine
dreitägige Einführung in die Krankheitsdeutung für Ärzte geben, die nicht nur
von der Ärztekammer Niedersachsens zur Fortbildung anerkannt ist, sondern auch
in deren Räumen stattfindet. Das aber ist noch ein recht neues Phänomen. Im
Ausland übrigens war die Offenheit von Anfang an auch unter Ärzten größer.
Mittlerweile gibt es Übersetzungen meiner Bücher in 20 Sprachen, und mich
erreichen aus aller Welt Anfragen zu dem Thema.
Ich selbst verstehe die Arbeit der Krankheitsbilder-Deutung
als Brückenschlag zwischen Körper und Seele wie auch zwischen Schulmedizin und
ganzheitlicher Psychosomatik.
Krankheiten können
Hinweise darauf geben, dass der Mensch nicht im Gleichgewicht ist. Gibt es also
keinerlei Zufälle?
Aus meinem Weltverständnis ist Zufall das, was einem
gesetzmäßig zufällt. Diese Gesetze zu verstehen, ist eines der Anliegen der
Archetypischen Medizin. Der Zusammenhang zwischen Körperregionen und Organen
und seelischen Themen ist für mich offenkundig gesetzmäßig und wird im Übrigen
ja von Hunderttausenden überprüft. Ein Buch wie "Krankheit als
Symbol" ist mittlerweile in der 13. Auflage erschienen.
Was glauben Sie,
besitzt jeder Mensch die Möglichkeit, Verantwortung für die Heilung seiner
Krankheiten zu übernehmen?
Nein, diese Möglichkeit besitzt ein Kleinkind natürlich kaum
und ein Neugeborenes gar nicht. Hier könnten nur die betroffenen Eltern
einspringen und ihrerseits Verantwortung übernehmen. So lassen sich Antworten
auf die spezielle Herausforderung einer Krankheit finden. Die allermeisten
Erwachsenen haben nach meinen Erfahrungen gute Chancen, in Eigenverantwortung
mit ihren Krankheitsbildern fertig zu werden. Sie müssen sie annehmen und
einordnen können, was alles viel leichter macht.
Sie meditieren seit
vielen Jahren und haben zahlreiche Meditations-CDs zu einzelnen Themen
herausgebraucht. Was bedeutet Meditation für Sie? Welche Rolle spielt sie für
die Heilung?
Für mich ist Medi-tation nicht nur vom Wortstamm her
verwandt mit Medi-zin. Es ist eine wundervolle Möglichkeit, die eigene Mitte zu
finden und sich und seine Umwelt besser verstehen und annehmen zu lernen. Ich
habe in den letzten 40 Jahren kaum einen Tag ohne Meditation verbracht und möchte
das auch in Zukunft nicht. Für die Heilung von Krankheiten ist Meditation für
mich fast unabdingbar. Denn allein intellektuelles Verständnis, also etwa das
Nachschlagen in "Krankheit als Symbol", ist leider nur ein erster
Schritt. Der entscheidende Schritt ist, das Ganze in der inneren
Seelenbilderwelt zu verarbeiten. Das aber leisten die Meditationen auf den CDs
mehr als die Bücher.
Neben den Klassikern
"Krankheit als Weg" und "Krankheit als Sprache der Seele"
haben Sie viele Bücher zu einzelnen Problembereichen veröffentlicht. Woran
arbeiten Sie gegenwärtig, was interessiert Sie zurzeit besonders?
An einem Buch wie "Krankheit als Symbol" arbeite
ich ständig weiter. Denn nach meiner Einschätzung hat alles, was Form und
Gestalt hat, auch einen Inhalt und somit einen Sinn. Ganz konkret habe ich
gerade "Schlaf - die bessere Hälfte des Lebens" fertig gestellt. Im
Augenblick bin ich dabei, ein Buch über Ernährung zu schreiben. Aber schwanger
gehe ich immer mit verschiedenen Themen. So würde es mich reizen, mal ein Buch
über den umgekehrten Weg zu schreiben, wie man nämlich über den Körper die
Seele beeinflussen kann. Und natürlich reizt es mich, in einem Buch darüber
nachzudenken, wie sich aus dem gängigen Krankheitssystem doch noch ein
Gesundheitssystem machen ließe.
Die Fragen stellte Ulrike Künnecke,
Literaturtest.
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Kommentar zu: Krankheit als Weg