Hotel des Etrangers, Joachim Sartorius
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Hotel des Etrangers, Joachim Sartorius
2008, 76 Seiten, Maße: 13 x 21 cm, Gebunden, Deutsch
KIEPENHEUER & WITSCH

ISBN-10: 3462040324
ISBN-13: 9783462040326

Hotel des Etrangers

Gedichte

Reisen, Erinnern, Meditieren - neue Gedichte von Joachim Sartorius. "Seine Verse sind sehr emotional und dabei sehr intellektuell. Sie gehen präzise aufs Ganze, als sei die Nagelprobe auf die Liebe in der Poesie zu machen. Und umgekehrt."...  
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Beschreibung

Reisen, Erinnern, Meditieren - neue Gedichte von Joachim Sartorius. "Seine Verse sind sehr emotional und dabei sehr intellektuell. Sie gehen präzise aufs Ganze, als sei die Nagelprobe auf die Liebe in der Poesie zu machen. Und umgekehrt." Angelika Overath, Neue Züricher Zeitung Nach fünf Jahren legt Joachim Sartorius einen neuen Gedichtband vor. Er bleibt darin seinen großen Themen treu. Das sind die Sinnlichkeit und die Vergänglichkeit, die körperliche Liebe und ihr großer Bruder, der Tod. So mündet dieser Band in einen Totentanz, in eine furiose Fahrt ins Totenreich. Trost spendet die Kunst. Viele der neuen Gedichte befassen sich mit realen oder imaginierten Bildern und singen Hymnen auf die visionäre Kraft der Malerei. Wieder ist der Orient präsent. Die 'Städte des Ostens' sind fremde Orte, Grenzübergänge zu intimen Topographien; sie führen in ein riskantes, exquisites Metapherngelände. Das Reisen, das schmerzlich intensive Erinnern und das Meditieren 'Am Arbeitsplatz' sind für Joachim Sartorius allesamt vielschichtiger Ausdruck für das Schreiben und geben Antwort auf die von ihm hartnäckig gestellte Frage nach dem besonderen Ort, den das Gedicht bereit stellt. CREDO Und die Nächte, waren sie nicht lang? Dehnten sie sich nicht ringsum in die Von Sonne verprügelte Steppe? Ich kaufte Salzbarren, weiß wie Schneezikaden, Gebetsknochen. So gerüstet reisten wir. Die Sternengreise über uns, fünfmal schwerer als die Sonne, stäubten. Wir rissen uns am Kameldorn wund und glaubten an kommende Quellgebiete, bis wie von Nichts das Nichts sich öffnete.

Klappentext

Reisen, Erinnern, Meditieren - Gedichte von Joachim Sartorius. Er bleibt darin seinen großen Themen treu. Das sind die Sinnlichkeit und die Vergänglichkeit, die körperliche Liebe und ihr großer Bruder, der Tod. So mündet dieser Band in einen Totentanz, in eine furiose Fahrt ins Totenreich. Trost spendet die Kunst. Viele der neuen Gedichte befassen sich mit realen oder imaginierten Bildern und singen Hymnen auf die visionäre Kraft der Malerei. Wieder ist der Orient präsent. Die 'Städte des Ostens' sind fremde Orte, Grenzübergänge zu intimen Topographien; sie führen in ein riskantes, exquisites Metapherngelände. Das Reisen, das schmerzlich intensive Erinnern und das Meditieren 'Am Arbeitsplatz' sind für Joachim Sartorius allesamt vielschichtiger Ausdruck für das Schreiben und geben Antwort auf die von ihm hartnäckig gestellte Frage nach dem besonderen Ort, den das Gedicht bereit stellt.
CREDO

Und die Nächte, waren sie nicht lang?
Dehnten sie sich nicht ringsum in die von Sonne verprügelte Steppe?
Ich kaufteSalzbarren, weiß wie Schneezikaden, Gebetsknochen. So gerüstet reisten wir. Die Sternengreise über uns, fünfmal schwerer als die Sonne, stäubten.Wir rissen uns am Kameldorn wund und glaubten an kommende Quellgebiete, bis wie von Nichts das Nichts sich öffnete.

Rezension

"Seine Verse sind sehr emotional und dabei sehr intellektuell. Sie gehen präzise aufs Ganze, als sei die Nagelprobe auf die Liebe in der Poesie zu machen. Und umgekehrt." (Angelika Overath, Neue Züricher Zeitung)

Autoren-Porträt

Joachim Sartorius, geboren 1946, wuchs in Tunis auf und lebt heute - nach langen Aufenthalten in New York, Istanbul und Nicosia - in Berlin. Seit 2001 leitet er die Berliner Festspiele. Sein lyrisches Werk wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt. Er veröffentlichte mehrere, in Zusammenarbeit mit Künstlern entstandene Bücher und ist Herausgeber der Werkausgaben von Malcolm Lowry und William Carlos Williams sowie verschiedener Anthologien. Auszeichnung 1998 für seine Übersetzung amerikanischer Lyrik von John Ashbery und Wallace Stevens mit dem Paul-Scheerbart-Preis sowie mit zahlreichen Stipendien ausgezeichnet.

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