Sicher einkaufen
Sicher bezahlen


Wer glaubt, afrikanische Musik bestehe mehr oder weniger aus merkwürdigen Trommelrhythmen und seltsamen Gesängen, der sollte wissen: Es lohnt sich, genauer hinzuhören. Der Kontinent besteht aus 53 Staaten. Schon das sagt fast alles über die unglaubliche Vielfalt der Musik. Jedes Land, jede Zeit, jedes Volk, jede Religion, Kultur, Gesellschaft und Sprache brachte die unterschiedlichsten Stile und Interpreten hervor. Hinzu kamen zahlreiche fremde, vorwiegend europäische oder amerikanische Einflüsse, die Afrika durch Kolonisation, Weltkriege oder Globalisierung erreichten und prägten. Mittlerweile produziert der "schwarze Kontinent" eine bunte Mischung aus Afropop, Soukous, Jazz, Reggae, Rap, Kwaito, Gospel, Highlife, African Folk, Kuduro und Latin.
Einer der bekanntesten afrikanischen Musiker ist Youssou N'Dour, ein senegalesischer Superstar, der seit seinem Duett "7 Seconds" mit der schwedischen Sängerin Neneh Cherry internationalen Ruhm genießt. Ebenso erfolgreich ist die Beninerin Angélique Kidjo, die seit den frühen Achtzigern in Paris lebt und dort bis heute zahlreiche Hits produziert. Ins Ausland zog es noch weitere: Toussy Thalassa, die Leadsängerin der Gruppe Limborg, ging von Mali nach Frankreich, ihr Landsmann Moussa Diallo nach Dänemark, die Kamerunerin Kaïssa nach New York. Die Kombination aus Reggae, HipHop und Rap ist sowohl das Markenzeichen des Deutsch-Nigerianers Adé Bantu als auch das des Südafrikaners MXO, der mit seinem Namen und Aussehen auf US-Gangsta-Rapper macht. Flotte, fröhliche Tanzmusik liefert die Band Le Zagazougou von der Elfenbeinküste, Trance kommt von Nyanyo Addo aus Ghana, Gospel von den Real Happy Singers aus Südafrika und Jazz von Gino Sitson aus Kamerun.
Das Album "African Roots" liefert einen Querschnitt der unglaublichen Vielfalt von Afrikas Musik. Doch trotz aller stilistischen Unterschiede gibt es auch Gemeinsamkeiten: Alle Musiker - ob sie nun aus Ägypten, Ghana, Mosambik oder aus Südafrika kommen - setzen auf starke, wiederkehrende und nicht selten komplizierte Rhythmen und auf volle, bisweilen auch schrille oder raue Gesänge. Außerdem sind bestimmte Instrumente unersetzlich, etwa das Xylophon oder die Percussion. Und damit auch die Trommeln.


Kommentar zu: World Tour II - African Roots