Das Bildnis der Baronin, Pierre Assouline, Familienromane
2010, 317 Seiten, Maße: 14,7 x 22 cm, Gebunden, Deutsch
Übersetzung: Ueberle-Pfaff, Maja
Blessing

ISBN-10: 3896673793
ISBN-13: 9783896673794

Das Bildnis der Baronin

Roman. Ausgezeichnet mit dem Prix de la langue française 2007

Persönliche Empfehlung
von Bettina Zipp, Hugendubel Marienplatz, München

"Assouline ist eine feinfühlige Vermischung von Fiktion und Geschichte...  
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Paris im 19. Jahrhundert so lebendig wird die Stadt und die Menschen, dass man vergessen kann, dass es eine Fiktion ist. Betty de Rothschild, die noch Armut und Vorurteile erlebt hat, in Frankfurt, in Wien, ist jetzt die Ehefrau des reichsten Bankiers und wird zur Mäzenin. Balzac, Chopin, Heinrich Heine Rossini gehören zu ihrem Kreis. Das ist ausgezeichnet geschrieben und man lernt auf eine sehr unterhaltende Weise etwas über die Geschichte des 19. Jahrhunderts.
Heike E., Hugendubel Berlin, 04.08.2011 
 
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Beschreibung

Persönliche Empfehlung
von Bettina Zipp, Hugendubel Marienplatz, München

"Assouline ist eine feinfühlige Vermischung von Fiktion und Geschichte gelungen."

Ein glänzender literarischer Grenzgang zwischen romanhafter Fantasie und historischen Fakten. Im Herbst 1886 finden sich drei Rothschild-Brüder mit ihrer Schwester und einem Notar in einem Palais in Paris zusammen. Hier wird das Testament verlesen, in dem ihre vor einer Woche verstorbene Mutter genauestens festgelegt hat, wer was erbt, vom Jagdschloss über das Weingut bis zum Silberbesteck. Auf Wunsch der Geschwister findet das Zeremoniell in Gegenwart des Porträts statt, das der berühmte Ingres vor vierzig Jahren von ihrer Mutter gemalt hat und das Betty Rothschild als 40-Jährige zeigt. Was niemand - außer einem Bediensteten - ahnt: Bettys Geist, ihr Wesen, ihre Beobachtungskraft sind in das farbenprächtige Porträt übergegangen. Die Baronin ist tot, aber als Bild lebt sie weiter, hört und sieht alles, was rund um sie geschieht. Betty Rothschild hatte noch die Armut des Judenghettos in Frankfurt, die Vorurteile in Wien durchlitten, bevor sie in Paris an der Seite des reichsten Bankiers zu einer Mäzenatin wurde. Sie knüpfte Freundschaften mit dem selbstironischen Rossini, dem undankbaren Balzac und dem hochsensiblen Chopin. Zu Heinrich Heine war ihr Verhältnis so eng, dass ihr eine Affäre mit dem ewig klammen deutschen Dichter nachgesagt wurde. Kein Wunder, denn Bettys Ehe wurde nicht im Namen der Liebe, sondern der Geldvermehrung geschlossen. Pierre Assouline erzählt feinfühlig das Leben dieser Frau voller Widersprüche und entfaltet zugleich das Porträt einer jüdischen Familie, die in alle großen Ereignisse und Umwälzungen ihrer Epoche verstrickt war: von der Julirevolution über den Bau der Eisenbahn bis zu Frankreichs Besetzung durch Bismarck.

Klappentext

Ein glänzender literarischer Grenzgang zwischen romanhafter Fantasie und historischen Fakten
Im Herbst 1886 finden sich drei Rothschild-Brüder mit ihrer Schwester und einem Notar in einem Palais in Paris zusammen. Hier wird das Testament verlesen, in dem ihre vor einer Woche verstorbene Mutter genauestens festgelegt hat, wer was erbt, vom Jagdschloss über das Weingut bis zum Silberbesteck. Auf Wunsch der Geschwister findet das Zeremoniell in Gegenwart des Porträts statt, das der berühmte Ingres vor vierzig Jahren von ihrer Mutter gemalt hat und das Betty Rothschild als 40-Jährige zeigt. Was niemand außer einem Bediensteten ahnt: Bettys Geist, ihr Wesen, ihre Beobachtungskraft sind in das farbenprächtige Porträt übergegangen. Die Baronin ist tot, aber als Bild lebt sie weiter, hört und sieht alles, was rund um sie geschieht.
Betty Rothschild hatte noch die Armut des Judenghettos in Frankfurt, die Vorurteile in Wien durchlitten, bevor sie in Paris an der Seite des reichsten Bankiers zu einer Mäzenatin wurde. Sie knüpfte Freundschaften mit dem selbstironischen Rossini, dem undankbaren Balzac und dem hochsensiblen Chopin. Zu Heinrich Heine war ihr Verhältnis so eng, dass ihr eine Affäre mit dem ewig klammen deutschen Dichter nachgesagt wurde. Kein Wunder, denn Bettys Ehe wurde nicht im Namen der Liebe, sondern der Geldvermehrung geschlossen.
Pierre Assouline erzählt feinfühlig das Leben dieser Frau voller Widersprüche und entfaltet zugleich das Porträt einer jüdischen Familie, die in alle großen Ereignisse und Umwälzungen ihrer Epoche verstrickt war: von der Julirevolution über den Bau der Eisenbahn bis zu Frankreichs Besetzung durch Bismarck.

Rezension

"Die Grenzen zwischen Fiktion und Historie vermischt gekonnt der Journalist Pierre Assouline, der intensiv über die Rothschild-Dynastie recherchiert hat. Feinfühlig und mit enormer erzählerischer Kraft entfaltet Assouline in Das Bildnis der Baronin das Porträt einer jüdischen Familie, die in alle großen Ereignisse ihrer Epoche verstrickt war ..."

Leseprobe

Nichts tröstet, weil nichts ein Leben ersetzen kann. Selbst erzwungene Abschiede werden als Verlassenwerden erlebt. Dennoch quälen mich keine Schuldgefühle im Augenblick meines Todes. Trotz des Aufruhrs um mich herum bin ich friedlich und heiter gestimmt. Hinter den mühsam unterdrückten Tränen und dem immer noch zu lauten Geflüster erahne ich die tiefe Niedergeschlagenheit meiner Kinder und das stumme Unglück ihrer Kinder. Sie waren der einzige Grund für das letzte Aufflackern meiner Besorgnis.

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Autoren-Porträt

Pierre Assouline wurde 1953 in Casablanca geboren. Er entstammt einer sephardischen Familie, sein Vater kämpfte in der Resistance. Assouline ist Redaktionschef der Zeitschrift "Lire". Er schrieb Biographien, z. B. über Georges Simenon, Jean Jardin, Herge, Gaston Gallimard, Daniel-Henry Kahnweiler, und Dokumentationen z. B. über Lourdes und "Le dernier des Camondo" über eine legendäre sephardische Bankiersdynastie. Seine Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt. "In meinen Augen ist das

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Autoren-Interview



Interview mit Pierre Assouline

Warum spielt das berühmte Rothschild-Bild von Ingres in Ihrem Roman eine so große Rolle?

Pierre Assouline: Ich habe auch früher schon über Bilder und Malerei geschrieben. Was Frauenporträts betrifft, ist Ingres im 19. Jahrhundert der bedeutendste Künstler. Ich schaute mir seine Bilder immer wieder an, war gefangen von den Gesichtern. Bei einem Bild fühlte ich mich von der dargestellten

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, Hugendubel Berlin, 04.08.2011
Paris im 19. Jahrhundert so lebendig wird die Stadt und die Menschen, dass man vergessen kann, dass es eine Fiktion ist.
Betty de Rothschild, die noch Armut und Vorurteile erlebt hat, in Frankfurt, in Wien, ist jetzt die Ehefrau des reichsten Bankiers und wird zur Mäzenin. Balzac, Chopin, Heinrich Heine Rossini gehören zu ihrem Kreis.
Das ist ausgezeichnet geschrieben und man lernt auf eine sehr unterhaltende Weise etwas über die Geschichte des 19. Jahrhunderts.
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