Wer einmal aus dem Blechnapf frißt, Hans Fallada, Weltliteratur
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Wer einmal aus dem Blechnapf frißt, Hans Fallada, Weltliteratur
2011, 583 Seiten, Maße: 11,8 x 19,2 cm, Taschenbuch, Deutsch
Aufbau TB

ISBN-10: 3746626781
ISBN-13: 9783746626789

Wer einmal aus dem Blechnapf frißt

Roman

Falladas tragikomischer Pechvogel Der Häftling Kufalt kann sein fünfjähriges Gefängnisleben nicht mit der Gefängniskluft abstreifen. Es bleibt an ihm haften, begleitet ihn auf Schritt und Tritt wie unsichtbar an ihn...  
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Schnell kapiert man, dass Willi Kufalt ein Pechvogel ist. Nach fünf Jahren Gefängnis ist er endlich wieder frei; doch ein Einstieg ist das normale Leben, das er sich wünscht, mag einfach nicht gelingen. „Wer einmal aus dem Blecknapf frisst“ heißt konkret: Wer einmal im Gefängnis war, hat draußen keine Chance mehr sich zu etablieren. Die Vorurteile der Gesellschaft machen ihn für immer zum Gefangenen. Der kluge junge Mann will aber nicht aufgeben. Und genauso will der Leser, dass ihm endlich etwas gelingt. Die Geschichte spielt im Berlin und Hamburg der 20er Jahre. Hans Falladas Erzählstil ist einmalig: Die teils platt-deutschen Dialoge lassen den Leser die Atmosphäre spüren. Für den Protagonisten ist eine Schreibmaschine etwas ganz Besonderes – ein Gefühl, das auf den Leser überschwappt. Aber was man beim Lesen wohl am stärksten empfindet, das sind Mitleid und Hoffnung für Kufalt.
Philine E., Hugendubel München, 29.09.2011 
 
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Beschreibung

Falladas tragikomischer Pechvogel Der Häftling Kufalt kann sein fünfjähriges Gefängnisleben nicht mit der Gefängniskluft abstreifen. Es bleibt an ihm haften, begleitet ihn auf Schritt und Tritt wie unsichtbar an ihn gekettet. Sein Leidensweg ins bürgerliche Dasein ist von den Vorurteilen seiner Umwelt begleitet. Es platzt die Verlobung und sein Traum von der ehrbaren Existenz. Er, der ewige Pechvogel, bleibt ein Versager für die Bürger und für die Ganoven. Erleichtert geht er zurück ins Gefängnis: Nun hat er Ruhe - er ist zu Hause. »Nicht aus Freude am Abenteuerlichen, nicht als echte Milieuschilderung wirklicher 'Unterwelt' wird der Roman geschrieben, sondern um zu zeigen, wie der heutige Strafvollzug und die heutige Gesellschaft den einmal Gestrauchelten zu immer neuen Verbrechen zwingt. Die Strafe macht ihn untüchtig zum tätigen Leben des Bürgers, die Gesellschaft will ihn nicht in diesem tätigen Leben. Der kleine Lump Kufalt strampelt sich ab, noch in seinen schlimmsten Viechereien schimmert eine Goldader Menschentum ..., aber doch, aber doch, unentrinnbar, gegen seinen Willen, ohne seinen Willen, wird er das, was die Umwelt will, daß er es wird: ein bißchen Kot, eine Mikrobe, bösartig, die man vernichten muß.« Hans Fallada im Exposé zum Roman (1932)

Klappentext

Der Häftling Kufalt kann sein fünfjähriges Gefängnisleben nicht mit der Gefängniskluft abstreifen. Es bleibt an ihm haften, begleitet ihn auf Schritt und Tritt wie unsichtbar an ihn gekettet. Sein Leidensweg ins bürgerliche Dasein ist von den Vorurteilen seiner Umwelt begleitet. Es platzt die Verlobung und sein Traum von der ehrbaren Existenz. Er, der ewige Pechvogel, bleibt ein Versager für die Bürger und für die Ganoven.
Erleichtert geht er zurück ins Gefängnis: Nun hat er Ruhe - er ist zu Hause.
"Nicht aus Freude am Abenteuerlichen, nicht als echte Milieuschilderung wirklicher 'Unterwelt' wird der Roman geschrieben, sondern um zu zeigen, wie der heutige Strafvollzug und die heutige Gesellschaft den einmal Gestrauchelten zu immer neuen Verbrechen zwingt. Die Strafe macht ihn untüchtig zum tätigen Leben des Bürgers, die Gesellschaft will ihn nicht in diesem tätigen Leben. Der kleine Lump Kufalt strampelt sich ab, noch in seinen schlimmsten Viechereien schimmert eine Goldader Menschentum ..., aber doch, aber doch, unentrinnbar, gegen seinen Willen, ohne seinen Willen, wird er das, was die Umwelt will, daß er es wird: ein bißchen Kot, eine Mikrobe, bösartig, die man vernichten muß."
Hans Fallada im Exposé zum Roman (1932)

Autoren-Porträt

Rudolf Ditzen alias Hans Falalda , geb. 1893 in Greifswald als Sohn eines hohen Justizbeamten, besuchte ohne Abschluss das humanistische Gymnasium und absolvierte eine landwirtschaftliche Lehre. Von 1915-25 war er Rendant auf Rittergütern, Hofinspektor, Buchhalter, von 1928-31 Adressenschreiber, Annoncensammler, Verlagsangestellter. 1920 Roman-Debüt 'Der junge Goedeschal', eit 1931 freiberuflicher Schriftsteller. Mit dem vielfach übersetzten Roman 'Kleiner Mann was nun?' (1932) wurde Fallada

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Schnell kapiert man, dass Willi Kufalt ein Pechvogel ist. Nach fünf Jahren Gefängnis ist er endlich wieder frei; doch ein Einstieg ist das normale Leben, das er sich wünscht, mag einfach nicht gelingen. „Wer einmal aus dem Blecknapf frisst“ heißt konkret: Wer einmal im Gefängnis war, hat draußen keine Chance mehr sich zu etablieren. Die Vorurteile der Gesellschaft machen ihn für immer zum Gefangenen.
Der kluge junge Mann will aber nicht aufgeben. Und genauso will der Leser, dass ihm endlich etwas gelingt.
Die Geschichte spielt im Berlin und Hamburg der 20er Jahre. Hans Falladas Erzählstil ist einmalig: Die teils platt-deutschen Dialoge lassen den Leser die Atmosphäre spüren. Für den Protagonisten ist eine Schreibmaschine etwas ganz Besonderes – ein Gefühl, das auf den Leser überschwappt. Aber was man beim Lesen wohl am stärksten empfindet, das sind Mitleid und Hoffnung für Kufalt.
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