Eine große Liebe, gelebt gegen die ganze Welt
Persönliche Empfehlung
von Gitta Goltape, Hugendubel Fünf Höfe, München:
"In seinem neuen Roman erzählt Alex Capus über die Liebe, über das 20. Jahrhundert. Wunderbar und poetisch, melancholisch und anspruchsvoll. Ich wurde sofort „ins Buch gezogen". Jede freie Minute wollte ich weiterlesen. Wir begleiten Léon und Louise siebzig Jahre ihres Lebens, die sie getrennt und auch als Liebespärchen verbracht haben."
Eine große Liebe, gelebt gegen die ganze Welt
Zwei junge Leute verlieben sich, aber der Krieg bringt sie auseinander: Das ist die Geschichte von Léon und Louise.
Sie beginnt mit ihrer Begegnung im Ersten Weltkrieg in Frankreich an der Atlantikküste, doch dann trennt sie ein Fliegerangriff mit Gewalt. Sie halten einander für tot, Léon heiratet, Louise geht ihren eigenen Weg - bis sie sich 1928 zufällig in der Pariser Métro wiederbegegnen.
Alex Capus erzählt mit wunderbarer Leichtigkeit und grosser Intensität von der Liebe in einem Jahrhundert der Kriege, von diesem Paar, das gegen alle Konventionen an seiner Liebe festhält und ein eigensinniges, manchmal unerhört komisches Doppelleben führt.
Die Geschichte einer grosse Liebe, gelebt gegen die ganze Welt.
"Das Buch des Frühjahrs: Eine wunderschöne Geschichte, bei der man zutiefst bedauert, dass sie schon zu Ende ist. Und sich heimlich wünscht, dass einem im nächsten Leben einer wie Léon begegnen möge. Oder eine wie Louise." Christine Westermann, WDR, 27.02.11 "Die Geschichte einer Liebe, die sich gegen die Weltgeschichte durchsetzen muss. ... Ein fein gearbeitetes Stück Literatur über Glücksverlangen, Sich-Bescheiden und Davonkommen." Martin Ebel, Tages-Anzeiger, 22.02.11 "Dieses Buch wählt
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sich seine Leser aus: Alex Capus hat mit "Léon und Louise" die bezaubernde Geschichte einer Liebe über die Zeiten hin geschrieben. ... Es geht um viel mehr als eine Liebe im besetzten Paris. ... Eine wunderschöne Geschichte, deren Kraft in ihrer Sprache liegt, zugleich jedoch in all den Dingen, die nicht in die Sprache gezerrt sind." Rose-Maria Gropp, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.03.11 "Alex Capus schildert diese ebenso tragischen wie komischen Begebenheiten vor dem Hintergrund der europäischen Geschichte ... Es gelingen ihm fabelhafte Charakterzeichnungen, und mit Feingefühl erkundet sein Roman die traurige Geometrie einer Dreiecksgeschichte, die sogar Léons zart-robuster Ehefrau ein kleines Glücksgefühl beschert." Roman Bucheli, Neue Zürcher Zeitung, 19.03.11 "Ein Paar zum Verlieben." Angela Wittmann, Brigitte, 11/2011 "Unter allen Liebespaaren, glücklichen und unglücklichen, die uns die Literatur je ans Herz gelegt hat, sind Léon und Louise eines der originellsten und überzeugendsten Exemplare." Kristina Maidt-Zinke, Süddeutsche Zeitung, 07.09.11
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Léon und Louise von Alex Capus
2. Kapitel
Zu der Zeit, da mein Großvater Louise Janvier kennenlernte,
war er siebzehn Jahre alt. Ich stelle ihn mir gern
als ganz jungen Mann vor, wie er im Frühling 1918 in Cherbourg
seinen Koffer aus verstärkter Pappe aufs Fahrrad
band und das Haus seines Vaters für immer verließ.
Was ich über ihn als jungen Mann weiß, ist nicht sehr viel.
Auf
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Alex Capus, geboren 1961 in Frankreich, studierte Geschichte, Philosophie und Ethnologie in Basel und arbeitete während und nach seinem Studium als Journalist und Redakteur bei verschiedenen Tageszeitungen und bei der Schweizer Depeschenagentur. 1994 veröffentlichte Alex Capus seinen ersten Erzählband, dem seitdem neun weitere Bücher mit Kurzgeschichten, historischen Reportagen und Romanen folgten. Capus verbindet sorgfältig recherchierte Fakten mit fiktiven Erzählebenen, in denen er die persönlichen
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Schicksale seiner Protagonisten einfühlsam beschreibt. Seine Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt; für seine schriftstellerische Arbeit erhielt er zahlreiche Preise. Daneben hat Capus auch als kongenialer Übersetzer von Romanen des US-amerikanischen Autors John Fante gewirkt. Alex Capus lebt als freier Schriftsteller mit seiner Familie in Olten/Schweiz.
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Eine wundervoller Roman, der nicht zu sehr auf die Kriegsereignisse eingeht, sie aber auch nicht ausblendet. Im Vordergrund steht die Geschichte von Léon. Amüsant fand ich sein Gespräch mit seiner Frau, als sie unter ihren Hormonen wegen der Schwangerschaft litt. In diesem Buch geht es um wahre Gefühle und Verbundenheit, nicht um ausgekleidete Liebesromanzen.
Fazit: Wenn dieser junge Mann neben mir säße und mir die Geschichte seines Großvaters erzählen würde, zweifelte ich keine Minute an der Wahrheit.
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Eine Liebesgeschichte ohne Kitsch ; kurzweilig, lebendig, sprachlich fein gearbeitet.
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