Vorabend, Peter Kurzeck, Märchen & Sagen
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2011, 1015 Seiten, Maße: 14,5 x 20,7 cm, Gebunden, Deutsch
Stroemfeld

ISBN-10: 3866000790
ISBN-13: 9783866000797

Vorabend

Roman. Ausgezeichnet mit dem Grimmelshausen-Preis 2011

Persönliche Empfehlung
von Ralf Schneider, Hugendubel Neukölln Arcaden, Berlin
"Am besten sollte ich hier Kurzeck zitieren, um zu zeigen, warum er mein...  
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Peter Kurzeck "Vorabend", fällt sofort auf, weil es rot und dick ist, 1015 Seiten, es werden also nur die Mutigen zu diesem Buch greifen, was vernünftig ist, bei dem Umfang muss man die eigene Lesefähigkeit gut einschätzen können, sonst wird man womöglich beleidigt aufgeben – was sehr schade wäre! Es ist autobiographische Geschichtsschreibung, von der Nachkriegszeit bis in die Siebziger Jahre. Ein Gesamtbild, die Kleinigkeiten sollen nicht vergessen sein, Einzelheiten werden so zu einem großen Gesamtbild zusammengefügt, man könnte beinahe sagen: es lebt! Alles in Kurzecks eigenem Stil und Ton erzählt, man hört nicht auf! Rot, dick und lohnend!
Ulrike N., Hugendubel München, 18.08.2011 
 
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Beschreibung

Persönliche Empfehlung
von Ralf Schneider, Hugendubel Neukölln Arcaden, Berlin
"Am besten sollte ich hier Kurzeck zitieren, um zu zeigen, warum er mein Lieblingsautor ist. Wie bei Thomas Bernhard genügen schon wenige Sätze, um den ganz und gar unverwechselbaren Ton Kurzecks kennenzulernen und einige weitere Sätze reichen aus, um süchtig zu machen. Ein literarischer Geheimtipp noch immer, aber nicht mehr lange!"

Seit Mitte der neunziger Jahre arbeitet Peter Kurzeck an dem großen autobiographisch-poetischen Projekt "Das alte Jahrhundert". Die ersten vier Bände sind bereits erschienen: Übers Eis (1997), Als Gast (2003), Ein Kirschkern im März (2004) und Oktober und wer wir selbst sind (2007). Über das Autobiographische hinaus entsteht eine faszinierende Zeitgeschichte. (Norbert Wehr im WDR)

Klappentext

"Im Jahr 1982 in Frankfurt-Eschersheim ein langes Wochenende im Herbst. Der Erzähler ist mit Frau und Kind bei Freunden zu Besuch. Vielleicht das letzte Wochenende, bevor die Freunde nach Südfrankreich ziehen. Der Erzähler ist müde. Will schlafen. Um ihn her der Nachmittag und die vertrauten Stimmen und dazu die Stimmen in seinem Kopf. Und dann muß er erzählen! Eine lange Reise. Und wir begleiten ihn in das Land seiner Kindheit. Das Oberhessen aus der Zeit nach dem Krieg und bis in die Siebziger Jahre. Gestern noch hier und jetzt ein versunkenes Land, eine Sage. Man muß die ganze Gegend erzählen, die Zeit! Und dazu die Menschen. Kleinbauern, Handwerker und Gießereiarbeiter. Die Oberdorfwitwen, die alten Leute und ihre Geschichten. Und die Kinder, als wir alle noch Kinder waren. Die alten Kaufläden. Flohmarkt- und Flüchtlingsgeschichten. Wie es bei der Arbeit zugeht.
Lebensläufe, Vergangenheiten, die Zeit. Was die Zeit mit uns macht. Das Fernsehen. Die Liebe. Drei Paargeschichten.Wie man mitten im Pferdefuhrwerk- und Dampflokzeitalter als Sechsjähriger in Lollar am Güterbahnhof bei der amtlichen Waage steht (neben einer großen Pfütze) und weiß vom Hörensagen, die Erde ist eine Kugel. Ein langer Herbstnachmittag und er ist sechs und muß sich alle Stimmen und Farben und jede Einzelheit merken. Und hat keine Wahl, wird ein Dichter. Wenn man auf einem Berg wohnt, führt jeder Heimweg am Ende mühsam bergauf.
Die Nachkriegs-, die Not-, die Hunger-, die Hamster-, die Schwarzmarkt- und dann die neue und immer noch eine neuere neue Zeit. Der Fortschritt. Und fängt dann zu fahren an. Baustellen, der Straßenbau, Autobahnen, Schnellstraßen und Autobahnzubringer. Staatssekretäre, Ehrenjungfrauen und das Weltbild der Igel. Eine vergessene alte Landstraße, die leer in der Sonne liegt. Supermärkte, Einkaufsfahrten, Räubergeschichten, ein gelungener Amoklauf und die langen Sommer der späten Sechziger Jahre. Ein ganzes Zeitalter und jeder Augenblick fängt zu reden an."

Autoren-Porträt

Peter Kurzeck ist 1943 in Böhmen geboren und als Flüchtlingskind in Staufenberg im Kreis Gießen aufgewachsen, lebte seit 1970 lange Jahre in Frankfurt am Main. Heute lebt er in Uzès, Südfrankreich, und in Frankfurt am Main. Verschiedene Literaturpreise und Stipendien: Alfred-Döblin-Preis 1991, Großer Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste 1999, Hans-Erich-Nossack-Preis 2000, Stadtschreiber von Bergen 2000/2001. 2008 erhielt Peter Kurzeck den Georg-Christoph-Lichtenberg-Preis.

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Hugendubel München, 18.08.2011
Peter Kurzeck "Vorabend", fällt sofort auf, weil es rot und dick ist, 1015 Seiten, es werden also nur die Mutigen zu diesem Buch greifen, was vernünftig ist, bei dem Umfang muss man die eigene Lesefähigkeit gut einschätzen können, sonst wird man womöglich beleidigt aufgeben – was sehr schade wäre!
Es ist autobiographische Geschichtsschreibung, von der Nachkriegszeit bis in die Siebziger Jahre. Ein Gesamtbild, die Kleinigkeiten sollen nicht vergessen sein, Einzelheiten werden so zu einem großen Gesamtbild zusammengefügt, man könnte beinahe sagen: es lebt!
Alles in Kurzecks eigenem Stil und Ton erzählt, man hört nicht auf! Rot, dick und lohnend!
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