Ausgezeichnet

Sicher einkaufen
Sicher bezahlen


Von Abendbrot bis Zerrissenheit. 2 Autoren erkunden liebevoll und kritisch, kenntnisreich und ohne Berührungsängste, was das eigentlich ist: die deutsche Seele. Sie spüren sie auf in so unterschiedlichen Begriffen wie »Männerchor«, »Abgrund« und »Fahrvergnügen«. In
60 Kapiteln entsteht auf diese Weise eine tiefgründige und facettenreiche Kulturgeschichte des Deutschen. Ein sinnliches, reich bebildertes Buch, das die deutsche Seele endlich einmal nicht seziert sondern sie anspricht.

Von Gemütlichkeit und Grundgesetz, von Abendbrot bis Zerrissenheit. Alles was deutsch ist.
So ein Buch hat es noch nicht gegeben. Zwei Autoren, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, erkunden liebevoll und kritisch, kenntnisreich und ohne Berührungsängste, was das eigentlich ist, die deutsche Seele. Sie spüren sie auf in so unterschiedlichen Begriffen wie "Abendbrot" und "Wanderlust", "Männerchor" und "Fahrvergnügen", "Abgrund" und "Zerrissenheit". In sechzig Kapiteln entsteht auf diese Weise eine tiefgründige und facettenreiche Kulturgeschichte des Deutschen.
Alle Debatten über Deutschland landen am selben Punkt im Abseits: Darf man das überhaupt öffentlich sagen, etwas sei »deutsch« oder "typisch deutsch"? Kann man sich mit dem Deutschsein heute endlich versöhnen? Man muss es sogar, meinen Thea Dorn und Richard Wagner. Sie verspüren eine große Sehnsucht danach, das eigene Land wirklich kennen zu lernen, und machen Inventur in den Beständen der deutschen Seele. IhrBuch ist eine erkenntnisreiche und unterhaltsame Reise an die Wurzeln unseres nationalen Erbes und geht durchaus ans Eingemachte. Obwohl es sich auch als Enzyklopädie lesen lässt, sind die Texte nicht aus nüchterner Distanz geschrieben. Auf diese Weise entstehen leidenschaftliche Plädoyers für bestimmte Merkmale des Deutschen, für ein damit verbundenes Lebensgefühl. Diese "Liebeserklärung" der Autoren ist ein sinnliches, reich bebildertes Buch, das die deutsche Seele einmal nicht seziert, sondern sie anspricht.
Dabei gibt es so Vieles, was Deutsche mit Anderen gemeinsam haben. Zum Beispiel gab es hierzulande immer auch den Wunsch nach politischer Teilhabe, einen gewissen Freiheitsdrang, sogar einen ausgeprägten Individualismus. Kann es nicht sein, dass man die eigenen Wurzeln eher regional verortet - bspw. als Ostdeutscher, Sachse, Vogtländer usw. - und andererseits seine geistige Heimat in Bereichen findet, die teils schon seit längerem übernational definiert sind, etwa "Katholizismus", "überzeugter Europäer", "Occupy-Bewegung" etc.? Wer sich ständig abgrenzen musst, wird bald gegen Alles sein – wollen wir das?
Also bitte nicht nur nach deutschen Besonderheiten suchen, sonst fehlt die richtige gedankliche Einordnung.
diese Bewertung hilfreich
für Sie hilfeich?