Sire, ich eile, Hans-Joachim Schädlich, Unterhaltungsliteratur
2012, 143 Seiten, Maße: 13,5 x 21,1 cm, Gebunden, Deutsch
Rowohlt, Reinbek

ISBN-10: 3498064169
ISBN-13: 9783498064167

Sire, ich eile

Voltaire bei Friedrich II. Eine Novelle

Voltaire und Friedrich - ein unlösbarer Konflikt.
Für alle Leser von Hans-Joachim Schädlich ist ein neues Buch ein freudiges Ereignis. In "Sire, ich eile. Voltaire bei Friedrich II." zeigt Schädlich den notwendigen Konflikt zwischen Friedrich II., der Voltaire schon als Kronprinz eingeladen hatte, und dem Philosophen. Nach dem Tod seiner Geliebten reist Voltaire tatsächlich nach Preußen und die erhoffte gegenseitige Befruchtung muss ausbleiben. Friedrich II. ist nicht der freigeistige Philosoph den Voltaire erhofft hat und er flieht. Ein Buch, das einige unserer Vorstellungen über Friedrich II. zurechtrücken hilft und das natürlich, wie alles von Schädlich, literarisch herausragend ist.
Kevin B., Hugendubel Darmstadt, 19.01.2012 
 
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Klappentext

Enttäuscht vom Desinteresse des Versailler Hofes, erschüttert vom Tod seiner geliebten Émilie du Ch
telet, gibt Voltaire 1750 dem Drängen des preußischen Königs nach: der 56-Jährige geht an den Hof des um achtzehn Jahre jüngeren Friedrich. Anders als Émilie hält er an der Wunschvorstellung fest, der König sei der Philosoph auf dem Thron. Friedrich, der den berühmten Franzosen seit 1736 in Briefen umwirbt, verspricht sich von Voltaires Aufenthalt in Potsdam und Berlin nicht nur die Mehrung seines Ruhmes. Er hofft auf einen geistvollen Gesprächspartner und auf einen Korrektor seiner eigenen poetischen und philosophischen Schriften. Bald erweist sich, dass Voltaire und Friedrich nach Temperament und Lebensgewohnheiten unverträglich sind. Es kommt zum Bruch.

Voltaire ist in Gefahr, er will fort und macht sich auf die Reise. Die preußischen Beauftragten in der Freien Reichsstadt Frankfurt aber halten ihn auf Befehl Friedrichs fest: Er wird unter Hausarrest gestellt, sein Gepäck wird beschlagnahmt, er erfährt Erniedrigung und Willkür. Friedrich und Voltaire sehen sich nie wieder. Hans Joachim Schädlich führt mit äußerster Verknappung, jedoch historisch präzise, nicht nur die Unvereinbarkeit von freiheitlichem Geist und absolutistischer Macht vor Augen er rückt auch Voltaires berühmte Gefährtin Émilie du Ch
telet ins Bild und eine große aufgeklärte Liebe.

Autoren-Porträt

Hans-Joachim Schädlich, geboren 1935 in Reichenbach (Vogtland), studierte Gemanistik in Berlin und Leipzig und promovierte mit einer Arbeit über "Die Phonologie des Ostvogtländischen" (1966). Von 1959 bis 1976 war er an der Ostberliner Akademie der Wissenschaften tätig, anschließend als freier Übersetzer. In der DDR nicht veröffentlicht und als Unterzeichner der Biermann-Resolution attackiert, konnte Schädlich im Dezember 1976 ausreisen. 1988 Literaturpreis für Kurzprosa, Hamburg, Thomas-Dehler-Preis

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Für alle Leser von Hans-Joachim Schädlich ist ein neues Buch ein freudiges Ereignis. In "Sire, ich eile. Voltaire bei Friedrich II." zeigt Schädlich den notwendigen Konflikt zwischen Friedrich II., der Voltaire schon als Kronprinz eingeladen hatte, und dem Philosophen.
Nach dem Tod seiner Geliebten reist Voltaire tatsächlich nach Preußen und die erhoffte gegenseitige Befruchtung muss ausbleiben. Friedrich II. ist nicht der freigeistige Philosoph den Voltaire erhofft hat und er flieht.
Ein Buch, das einige unserer Vorstellungen über Friedrich II. zurechtrücken hilft und das natürlich, wie alles von Schädlich, literarisch herausragend ist.
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