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Stieg Larsson Verblendung Verdammnis Vergebung

Mittwoch, 11. Mai 2011
4,44 von 5 Punkten, basierend auf 18 Stimmen.

VerblendungVerdammnisVergebungVersenkung

Klar, Stieg Larsson (Verblendung Verdammnis Vergebung – und NATÜRLICH bei Hugendubel IMMER noch erhältlich), bekannt auch unter dem Namen Millennium Trilogie, ist durch und es ist sicherlich völlig überflüssig über die o. g. Trilogie noch ein Wort zu verlieren, es fand sie ja sowieso jede/r – ähnlich wie beim Phänomen Fußball quer durch alle Schichten und Altersgruppen – gut.

Trotzdem möchte ich noch einmal eine Lanze brechen für die Schöpfung eine der schönsten und eigenwilligsten weiblichen Heldinnen (und bewusst dopple ich hier den Hinweis aufs Geschlecht), denn – wie vielleicht schon das eine oder andere Mal erwähnt – es mangelt in der mir bekannten (zugegeben: meine Kenntnis ist lückenhaft und vollkommen willkürlich erworben) Literaturwelt an Heldinnen, an den weiblichen. Natürlich natürlich, es gab und gibt auch weiterhin die interessante, raffiniert gestaltete, komplexe, vielschichtige Frauenfigur, sichersicher – aber eine Heldin ist eine Heldin, eine die kämpft und siegt und einsam ist und sich tapfer nichts draus macht und Rache übt und schießen und Karate kann, sie ist ein Archetyp, kein richtiger Mensch und doch so, dass die Identifikation gelingt und Freude macht. Wo können wir Mädchen das denn? Pippi Langstrumpf… Nun, es gibt noch ein paar mehr – auf jeden Fall haben wir hier eine, die taugt, die ist zeitgemäß und ich möchte sie gleichzeitig zur Freundin und sie sein. Na, vielleicht lieber sie sein, als sie zur Freundin.

Abbas Khider – Die Orangen des Präsidenten

Dienstag, 10. Mai 2011
4,09 von 5 Punkten, basierend auf 22 Stimmen.

Abbas Khider - Die Orangen des Präsidenten - RomanNach dem iranischen Buch “Der Colonel” habe ich ein Buch über das Nachbarland Irak gelesen und deren Szenerien sind vergleichbar: Länder im Krieg und ihre leidenden Menschen. “Die Orangen des Präsidenten” von Abbas Khider spielt von 1989 bis 1991, im Golfkrieg.

Mahdi Hamama (benannt nach Tauben) träumt, wie seine Freunde, vom Fliegen. Doch blöde Umstände bringen ihn in ein Gefängnis für politische Straftäter, d. h. Leute, die sich einer Gruppe anschließen, die mit ihrer Meinung gegen die Regierung arbeitet. Nachdem er viele Male gefoltert wurde, konnte endlich seine Unschuld festgestellt werden. Dennoch macht sich niemand die Mühe, ihn freizulassen, sondern wurde “sicherheitshalber” noch festgehalten. Zusammen mit den anderen Gefangenen muss er hungern und zusehen, wie manche den Tod wählen oder von alleine sterben. Immer wieder muss er die grausamen Schreie der Gefolterten mit anhören. Und dort, unter der Erde, wo kein Sonnenlicht hinfindet und manchmal der Strom ausfällt, quälen ihn zusätzlich im Schlaf Wanzen und Krätzmilben. Der Junge stumpft immer mehr ab und verliert seine Lebensfreude. “Doch jemanden töten wollen? [...] So weit hatten sie mich gebracht; ich war geistig bereits zu dem geworden, das ich am meisten verachtete.” (s.72) Was ihm jedoch noch Kraft gibt, ist Geschichten zu erzählen und zu hören und an die Wand geschriebene Worte.

Mahmud Doulatabadi – Der Colonel

Montag, 09. Mai 2011
4,38 von 5 Punkten, basierend auf 26 Stimmen.

Mahmud Doulatabadi - Der Colonel - Roman“Was diesen Roman in der neuen persischen Literatur einzigartig macht, ist seine Deutlichkeit. Der Autor verschont nichts und niemanden, deckt moralische und gesellschaftliche Tabus auf, selbst die, die in einer islamischen Gesellschaft als heilig betrachtet werden. Aber er zeigt auch tiefer liegende Widersprüche auf, die eine Gesellschaft zum Scheitern verurteilen”, schrieb der Übersetzer von Mahmud Doulatabadis “Der Colonel“.

Der alte iranische Colonel erinnert sich an die vergangenen Jahrzehnte: Machtwechsel, Krieg und Gewalt. Alle seine Kinder sind auf unterschiedliche Art Opfer der Revolution geworden. Selbst seine 13-jährige Tochter ist getötet worden. Und der als einziger noch lebende Sohn Amir hat sich voller Schuldgefühle und Albträume in den Keller zurückgezogen. “Ich existiere nur, um meine Nichtexistenz zu verkünden. Meine letzte Kunst besteht darin, meinen Tod selbst zu bestimmen, um anderen die Hoffnung, mich töten zu können, zu nehmen. Nur so kann ich ich mich rächen gegen das Grauen, das uns widerfahren ist.” (s. 114/115) Indem der Colonel, der Mörder seiner eigenen Frau, sich seine toten Familienmitglieder lebend vorstellt, wird der Schmerz nur noch größer.

Hagen Seidel – Arcandors Ab­sturz: Wie man einen Milliardenkonzern ruiniert:

Montag, 09. Mai 2011
4,29 von 5 Punkten, basierend auf 17 Stimmen.
Arcandors Absurz - Hagen Seidel

Arcandors Absurz - Hagen Seidel

Der Abgesang – zuweilen auch Untergang, das letzte Atmen oder Aufbäumen vor dem unvermeidlichen Ende genannt – kommt bisweilen mit Pauken und Trompeten.

So lange auch der Aufbau gedauert hat, so sehr man sich um ein Werk verschiedentlicher Couleur verdient gemacht hat, so ist das Ende meist mehr mit Aufmerksamkeit bedacht als der Anfang, wenn auch nicht mit ähnlichem Wohlwollen. Kaum einer stand daneben als man die Titanic zusammenschraubte, kaum war aber der Untergang da waren es recht viele die sich am liebsten die Taucherbrille umgeschnallt hätten um auf dem Grund des Ozeans ein wenig mit DEM Schiff zu weinen, das angeblich unsinkbar ist und trotzdem zwischen Korallen und Fischen vermodert. Allen Beteuerungen und ingenieur´schen Größenwahn zum Trotz.

Eugen Roth hat das netterweise – wenn auch in etwas anderer Form –  hervorragend kurz für die Menschheit zusammengefasst.

Zu fällen einen schönen Baum
braucht’ s eine halbe Stunde kaum.
Zu wachsen, bis man ihn bewundert,
braucht er, bedenk es, ein Jahrhundert.

Anthony Mccarten – Englischer Harem

Montag, 09. Mai 2011
4,91 von 5 Punkten, basierend auf 23 Stimmen.

dies ist das zweite buch des neuseeländischen autoren/drehbuchschreibers anthony mccarten.
und was für eins! bekannt wurde er mit dem buch superhero.

in diesem heiteren, provokativen und hochaktuellen roman übers essen, die liebe und den islam entblößt mccarten die missverständnisse in unserer multikultigesellschaft.

die supermarktkassenangestellte tracy pringle hat eine große fantasie und lebt in tagträumen. an ihrer kasse kommen die verschiedensten menschen vorbei, nervende mütter mit ihren schreienden kindern, überarbeitete büroangestellte, aber als lord byron, lawrence von arabien und prinzessin leila. kein wunder also, dass sie nicht bemerkt wie ihre majestät persönlich eine torte mitgehen lässt. offensichtlich sieht der supermarktmanager dies anders und kündigt tracy den job.

in einem persischen restaurant findet sie arbeit und landet kopfüber in einer anderen kultur, religion, sprache.

der besitzer sam sahar hat zwei frauen, nach dem islamischen recht stehen ihm bis zu vier frauen zu. nun tritt noch tracy in sein (ehe)leben…

Philip Waechter – ich

Sonntag, 08. Mai 2011
4,82 von 5 Punkten, basierend auf 22 Stimmen.

Philip Waechter “ich”, “Ab 3 Jahren” steht dabei, das ist absolut möglich, ab 3 Jahren, die Kinder werden das größte Vergnügen an den ausgesprochen liebenswerten Zeichnungen haben, werden den Bären – “ich” – lieben und das Buch mit ins Bett nehmen wollen.

Wenn ich überlege, grad wollt ich noch dazu sagen, dass es für Erwachsene ebenso hinreißend wirkt, dass “Ab 3 Jahren” ja keine Grenze nach oben setzt, da fällt mir auf, dass es exakt gleich für alle gilt:
die Kinder alle werden das größte Vergnügen an den ausgesprochen liebenswerten Zeichnungen haben, werden den Bären – “ich” – lieben und das Buch mit ins Bett nehmen wollen.”
Also los!

Anton G. Leitner – Die Wahrheit über Uncle Spam und andere Enthüllungsgedichte

Freitag, 06. Mai 2011
4,54 von 5 Punkten, basierend auf 24 Stimmen.

Anton G. Leitner – Die Wahrheit über Uncle Spam und andere EnthüllungsgedichteDie Wahrheit über Uncle Spam und andere Enthüllungsgedichte” heißt der neue Gedichtband von Anton G. Leitner, eben erschienen, grad rechtzeitig zu seinem 50. Geburtstag.
Enthüllen, auf seine ganz eigene Art, will Leitner nicht unbedingt die ungewöhnlichen, gut versteckten Geheimnisse, sondern den alltäglichen Wahn- und Unsinn, der uns umgibt, an uns nagt, manchen Ausfall provoziert, aber meist einfach hingenommen wird, gewöhnt man sich doch an alles und im Untergrund rumorts.
Dieses untergründige Rumoren bringt Leitner auf den Punkt, aufs einzelne Wort manchmal, so genau, zeigt uns, erinnert uns, erschreckt manchmal – Denken und Lachen sind, glaub ich, die zwei wichtigsten Wirkungen die sein Buch hat.

Hier ein Beispiel:

Er, trunken:

Wasser
Sucht

Findet immer
Einen

Weg.

und weils so gut gefällt noch eins:

Kleine Dicke im Wald

Dreht mit Knopf
Im Ohr ihre Runden

Sagt sie Hallo
Sie schreit seine

Prostata macht es
Nicht mehr lange

Bald muß er
Unters Messer und

Jonathan Franzen – Freiheit

Freitag, 06. Mai 2011
3,95 von 5 Punkten, basierend auf 19 Stimmen.

Jonathan Franzen - Freiheit, RomanFreiheit” von Jonathan Franzen ist ein Familienportrait über drei Generationen. Es zeigt eine typische Familie, wobei die Mutter Patty, der Vater Walter, dessen bester Freund Richard und der Sohn Joey im Fokus stehen. Alle haben Schwierigkeiten mit ihren Eltern und tun sich schwer, ihren Platz im Leben zu finden. Dabei sind sie immer nach der Suche nach Freiheit, aber verwechseln sie mit finanzieller Unabhängigkeit, Eigenständigkeit, Glück, keine eheliche Bindung zu haben und frei von Verantwortung zu sein.

Ria – Die Lichtklan Chroniken : Same der Hoffnung

Donnerstag, 05. Mai 2011
4,37 von 5 Punkten, basierend auf 19 Stimmen.

Ein junges deutsches Comic-Team (Thorsten Kiecker & Fabian Schlaga) lädt ein zu einer Reise in eine Welt voller Abenteuer und Wunder. Mit dem ersten Band der Lichtklan Chroniken: Same der Hoffnung, ist Ihnen ein fulminantes Werk gelungen!

Der Splitter Verlag ist seinem Credo mal wieder gerecht geworden:
“Erzählkunst in bestmöglicher Ausstattung zum erschwinglichen Preis bieten und sie mit innovativen Ideen und interessanten Formaten an die Leser zu bringen.”

Genanntem Leser wird ein bildgewaltiges Epos geboten. Eine liebevoll gestaltete fiktive Schöpfung, wie sie nur einem besonderen Geist entspringen kann. Bis ins kleinste Detail erstreckt sich eine wunderbare Welt, welche ein solch intensives Farbspektrum aufzeigt, dass man jedes einzelne Panel fast schon akribisch unter die Lupe nimmt, um auch ja nichts zu verpassen. Auch die Mimik jedes einzelnen Charakters – eine Ansammlung unterschiedlichster Emotionen – gestaltet das Erlebnis des Comic-lesens noch intensiver..

..ein zarter Lichtfunke zur letzten Hoffnung..

seht selbst:

Philip Kotler – Die neue Dimension des Marketings

Donnerstag, 05. Mai 2011
4,71 von 5 Punkten, basierend auf 14 Stimmen.
Philip Kotler - Die neue Dimension des Marketings

Philip Kotler - Die neue Dimension des Marketings

Einmal mehr gilt es so gut wie alles zu vergessen was man bisher zu eben diesem Thema gehört hat.

In diesem Fall zum Thema MARKETING. Das fällt so manchem gar nicht so schwer, denn nichts möchte man womöglich lieber vergessen als das blöde Blondchen aus der MARKETING-Abteilung.

Eingeläutet wird diese Tage aber nicht nur das Osterfest, nebst des Faust´schen Frühmorgens-Osterspaziergangs inklusive Famulus Wagner, nein sondern auch Die neue Dimension des Marketings. Wo sich das Web noch mit 2.0 begnügen muss und das iPad just dem 1.0 entschwand, ist das MARKETING schon weiter. Gar nicht komisch, gibt es ja auch schon seit gut 60 Jahren.

Dennoch bleibt es an einem der ganz Großen eben diesen neuen Zustand zu erklären und so hat sich Philip Kotler daran gemacht Die neue Dimension des Marketings zu sezieren. Was er auf gut 200 Seiten tut ist in weiten Teilen zumindest aus der Theorie bekannt, in einigen interessant, in manchen sehr überraschend – gleichsam hervorragend gelungen und mit dem Rest…. Werden eben die 200 Seiten aufgefüllt. Trotzdem lohnt es sich, denn das Buch bietet einen entscheidenden Zusatznutzen:

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