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Harry Potter – Magische Wesen in 3D

Samstag, 30. Juli 2011
4,50 von 5 Punkten, basierend auf 6 Stimmen.

Das magische Auge

Mit “Harry Potter – Magische Wesen in 3D” ist das magische Auge zurück in Deutschland – es wird wieder geschielt.

Sie erinnern sich?

1994 brachte der Verlag Ars Edition den ersten Band mit dreidimensionalen Illusionsbilder heraus.

Angeblich ist alles ganz einfach:

Einfach mit der Nasenspitze die Bildmitte berühren bis sich eine Blickstarre einstellt. Dann langsam dem Abstand vergrößern. Lange fixieren. Und schon sieht man wunderbare dreidimensionale Überraschungsbilder.

Das habe ich mir erzählen lassen.

Denn ich sehe nichts – nur mit Begeisterung schielende Kunden die entzückt ausrufen: Oh, schau – Hedwig!

Das wiederum sehe ich wirklich gerne!

Magische Wesen

Stéphane Hessel, Gilles Vanderpooten – Engagiert Euch!

Freitag, 29. Juli 2011
4,90 von 5 Punkten, basierend auf 10 Stimmen.

Stéphane Hessel, engagierter Demokrat, spricht mit dem Reporter Gilles Vanderpooten über Engagement, intensiv und eindringlich, so dass der Titel des Buches als Aufforderung daherkommend, einen deutliche Hinweis auf den Inhalt gibt: “Engagiert Euch!
Gut nachvollziehbar ist die Aufforderung die Demokratie zu behüten – was nur geht, wenn sie für alle Bedeutung hat.
Sehr empfehlenswertes kleines Büchlein, das über die Gespräche hinaus, noch etwas sehr Wichtiges enthält.
Ich habe eine Umfrage unter zufällig ausgewählten Personen gemacht und NIEMANDEN gefunden, der diesen Text jemals gelesen hätte (ich habs auch hier erstmals vollständig gelesen), Hessel war Mitverfasser, hier also, ein pdf zum (erstmailigen) lesen oder auch zum Download:

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

Salah Naoura, Tante Mel wird un­sicht­bar – Ein Buch mit Gedankenbotschaften

Freitag, 29. Juli 2011
4,63 von 5 Punkten, basierend auf 8 Stimmen.

Schon wieder ein tolles Buch von Salah Naoura – Tante Mel wird unsichtbar.
Nach Matti und Sami im Frühjahr bei Beltz erzählt er uns diesmal die Geschichte von Lena und ihrer unsichtbaren Tante Mel.
Dabei geht es sehr fantasievoll und warmherzig zu. Die Figuren muß man einfach liebhaben. Lena hat in diesem Buch einiges auszuhalten. Ihre Eltern haben sich gerade getrennt und sie hat keinen Kontakt mehr zu ihrem Papa. In der Schule läuft auch alles schief. Die Oma verschwindet zeitweilig in “Wurmlöchern”, erzählt von alten Zeiten und erkennt die Umwelt nicht mehr. Das allergrößte Unglück allerdings widerfährt Tante Mel. Sie kommt bei einem Autounfall um, denken die Erwachsenen.
Glücklicherweise war Tante Mel, ehemalige Zirkusartistin und jetzige Wahrsagerin während des Unfalls nicht in ihrem Körper. Sie beherrscht die Trennung des Geistes vom Körper und wollte nachschauen, ob sie den Herd vergessen hat auszumachen, als der Unfall passierte. Lenas Lieblingstante ist also nicht tot, sondern unsichtbar. Das stellt sich als ziemlich praktisch heraus, denn als Unsichtbare hat man doch einige Vorteile. Das ist auch dringend nötig, denn Lenas Mama hat sich in einen zwielichtigen Gesellen verliebt. Lena schöpft Verdacht und mit Hilfe von Tante Mel und ihren Zirkusfreunden gelingt es ihr, den Heiratsschwindler zu entlarven und das Familienleben zu retten. Die Geschichte ist originell erzählt und obwohl die übersinnlichen Elemente stark ausgeprägt sind, verliert das Buch nie die Bodenhaftung.
Freundschaft, Schulprobleme, Alzheimer, nervige Eltern und das Erwachsene auch Fehler machen werden glaubwürdig geschildert
Ein rundum gelungenes Buch, das ich sehr gerne weiterempfehle.

Claire Singer: Karlotta verzettelt sich

Freitag, 29. Juli 2011
4,75 von 5 Punkten, basierend auf 4 Stimmen.
Karlotta verzettelt sich

Karlotta verzettelt sich

Karlotta verzettelt sich – das Ferienbuch für Sommermädchen, die schon mal Kribbeln im Bauch und Sand unter den Füßen spüren wollen.
Und für schlaue Kinder , die bei den ganzen Verwicklungen noch den Überblick behalten können.
Das Buch ist schön aufgemacht mit echten Briefen zum Herausnehmen und echten Handybotschaften. Die Gestaltung ist knallig und bunt, genauso wie die Geschichte.
Viele spielen Schicksal in diesem Buch, alles verknotet sich und zum Schluß gibt es ein befreiendes Lachen. Der Auslöser der ganzen Verwickelei ist eine Lügengeschichte eines Jungen , der doch nicht nach Spanien zu den Großeltern fährt, sondern auf einen Campingplatz.
Er erfindet eine andere Geschichte, die durch Zufall wirklich zum Sommerstreich a la’ Shakespeare wird.

Janne Teller: Krieg – stell dir vor, er wäre hier

Freitag, 29. Juli 2011
4,50 von 5 Punkten, basierend auf 4 Stimmen.
Teller: Krieg

Teller: Krieg

Janne Teller erzählte auf einer Lesung, von ihrer Freundin, die anfing sich über die Flüchtlinge aufzuregen und Dinge sagte, das Janne beschloss ein kleines Buch zu schreiben zu einem großen Thema dieser Zeit.
Und weil Frau Teller sehr viel mit sehr wenig sagen kann, gehört sie für mich zu den größten und wichtigsten Stimmen der Literaturszene.
Das Buch ist wie ein Pass gestaltet, prima um ihn zu den Urlaubspapieren zu packen.
Es ist gut, das es so klein und handlich ist, weil man es sowieso öfter lesen wird.
Gerade im Urlaub, in den fremden Gefilden, kann man es sich vorstellen, was wäre, wenn ich jetzt hier leben müsste, weil mein zu Hause sich verändert hat.
Der Verlust der Heimat, die Spielregeln in einer anderen Kultur, die fehlenden Freunde, die Sprachlosigkeit, die Hilflosigkeit und dieses Gefühl des Ausgeliefertseins, die Wut und Trauer, all das rüttelt sehr auf und jedes Wort der Autorin pickst wie eine Nadel.

Baha Taher – Die Oase

Donnerstag, 28. Juli 2011
4,83 von 5 Punkten, basierend auf 6 Stimmen.

Baha Taher – Die Oase. Unionsverlag

Baha Taher ist in der arabischsprachigen Welt ein vielgelesener Autor und hat bereits mehrere Auszeichnungen erhalten. ( 2008 erhielt er den International Prize for Arabic Fiction) Dem Unionsverlag sei Dank ist nun wieder ein Titel in deutscher Sprache erhältlich.
„Die Oase“ ist am 28.7. druckfrisch erschienen und auf jeden Fall ein Geheimtipp für diejenigen, die abseits der allbekannten Pfade den Literatur-Dschungel erkunden möchten.

Taher breitet eine abenteuerlich-dramatische Geschichte aus, die den Leser ins ausgehende 19.Jh. versetzt. Machmud Abdel Sahir wird als Distriktkommisar in die ägyptische Oase Siwa versetzt, um für die britische Besatzungsmacht die Steuern einzutreiben. Es ist eine äußerst gefährliche Mission, denn die Einheimischen, die selbst untereinander verstritten sind, verbünden und wehren sich mit aller Macht gegen die Okkupation.
Machmuds irische Frau Catherine, die mitgereist ist und sich für altertümliche Archäologie interessiert, sorgt mit ihrem emanzipierten Verhalten in der patriarchalisch organisierten Oase für Missverständnisse.
Machmud, der unter vergangene Bürgerkriegserfahrungen leidet und sich im Verlauf der Wochen und Monate immer stärker selbst in Frage stellt, versucht die labile Situation in Siwa mit viel Fingerspitzengefühl und diplomatischem Geschick unter Kontrolle zu bringen, doch die kleinsten Irritationen vertiefen den Graben zwischen den Parteien kontinuierlich.

Charlaine Harris – True Blood

Donnerstag, 28. Juli 2011
4,73 von 5 Punkten, basierend auf 11 Stimmen.

Sookie wer? Über Vampire, Werwölfe, Gestaltwandler und all den Halblingen zwischen Friedhof und Höllenschlund gemütlich beim Kaffee zu plaudern ist selbst in Regensburg fast schon so normal geworden, dass es langweilt. Allzu vertraut sind nicht nur den Buchändlern und Kinobetreibern Bella und Edward und der Rest der hippen Teene Clique aus der Feder von Stephenie Meyer. Ich kam nicht umhin in der Sauna bei 90 Grad einem Gespräch zu folgen, in dem eine Frau ihrem Mann versuchte den Inhalt der Biss Bücher näher zu bringen, über die sie seit einigen Wochen mit ihrer Tochter beim Frühstück diskutierte. Der Mann zuckte an den richtigen Stellen mit den Schultern, warf gekonnt ein “Aha” und “Soso” in die Redepausen und nickte kurz vor dem Höhepunkt auf seinem Handtuch ein. Die Buch- und TV-Serie True Blood von Charlaine Harris sticht jedoch aus dem Sumpf all der Untoten durch Witz, Spannung und nicht zuletzt der liebenswerten Heldin Sookie Stackhouse hervor.
Bei manchen Themen wünscht man sich im Nachhinein, dass man besser den Mund gehalten hätte, anstatt Farbe zu bekennen. Die peinlich berührten, fremdschämenden Blicke des Gegenübers brennen sich wie ein Zeichen in die geschundene Seele ein. Musste ich noch vor Jahren im Untergrund und hinter vorgehaltener Hand nach Freunden suchen, die meine Begeisterung für die Vampirjägerin Buffy teilen, so begegnen einem heute die Untoten und Dämonenfresser an jeder Straßenecke; allen voran natürlich die Herrenrasse der Vampire, in deren Windschatten bizarre Auswüchse die Bücherwelt erobern.
Nie im Leben wäre ich von selbst auf die Idee gekommen, mir ein Buch mit dem Titel Vorübergehend tot zu kaufen, wenn nicht ein

Das Reich der Drachen – Valerio M. Manfredi

Dienstag, 26. Juli 2011
4,73 von 5 Punkten, basierend auf 11 Stimmen.

 Das Reich der Drachen – Valerio M. Manfredi

260 n. Chr.

Zwei Imperien beherrschen die Welt und wissen nichts voneinander: Das römische Reich im Westen, China im Osten.

Durch einen schrecklichen Hinterhalt geraten der römische Cesaer und dessen treue Legionäre in Gefangenschaft. Jahre der Qualen und Sehnsucht nach der Heimat, treiben die geschwächten Männer immer wieder zum täglichen Überlebenskampf an. Aber durch den Mut des tapfersten der Legionäre, Marcus Metello Aquila, gelingt ihnen die Flucht. Doch auch wenn sie der Heimat scheinbar immer näher kommen, gilt es noch eine letzte Aufgabe zu erfüllen und die ersten römischen Soldaten betreten das Reich der Drachen. Durch die Macht ihrer Bruderschaft  und der Kraft der Römer beginnt ein rassanter Kampf um die Zukunft Chinas und gegen Kräfte, die scheinbar unbesiegbar sind.

Ruediger Dahlke, Die Schicksalsgesetze – Spielregeln fürs Leben

Dienstag, 26. Juli 2011
4,40 von 5 Punkten, basierend auf 5 Stimmen.

Dahlke, Schicksalsgesetze

Mit “Die Schicksalsgesetze -Spielregeln fürs Leben. Resonanz, Polarität, Bewusstsein.” legt Ruediger Dahlke die logische Weiterentwicklung seines Klassikers “Krankheit als Weg” vor.

Sein neues Werk ist die Essenz von 25 Jahren Seminartätigkeit und Forschungen. An seinem Schreibstil scheiden sich die Geister – der Leser liebt es oder legt das Buch zur Seite. Dazwischen gibt es anscheinend nichts. Ich mag seine wissenschaftlichen Herangehensweise, die er mit ironischem Humor und vielen Seitenhieben auf das Weltgeschehen im Allgemeinen und den Medizinbetrieb im Besonderen würzt.

Gerade dieser besondere Stil macht Dahlke für mich zum perfekten Autoren für all die Leser, denen The Secret & Co zu amerikanisch-schulterklopfend und Pierre Franckh zu populär-anekdotenhaft ist. Dahlke ist im Vergleich zu diesen Autoren European Old School .

Eva Baronsky – Herr Mozart wacht auf

Dienstag, 26. Juli 2011
4,72 von 5 Punkten, basierend auf 18 Stimmen.

“Herr Mozart wacht auf” – und zwar im 21. Jahrhundert! Diese verrückte Idee liegt dem neuen Roman von Eva Baronsky zugrunde.

Als Wolfgang Amadé Mozart auf seinem Sterbebett liegt und die Augen schließt, ist er sich sicher, sie nie wieder zu öffnen. Die Tatsache, dass er sie doch wieder öffnen darf, verwundert ihn. Doch was noch viel seltsamer ist, ist die Umgebung, in der der berühmte Komponist aufwacht. Das muss seine Heimatstadt Wien sein, ohne Zweifel. Aber… was sind das für seltsame Fuhrwerke, die sich auf den Straßen bewegen? Wo sind die Pferde, ohne die Fortbewegung doch unmöglich ist, versteckt? Und wie kann man den Klang eines gesamten Orchesters auf eine kleine, silbern glänzende Scheibe pressen?

Mozart ist verwirrt – zurecht. Bald schon wird ihm bewusst, dass er eine Zeitreise hinter sich hat. Als er den polnischen Straßengeiger Piotr kennenlernt, scheint er immerhin einen Weggefährten gefunden zu haben. Aber wozu das ganze? Hat Gott einen Plan für ihn? Soll Mozart sein unvollendetes Werk zu Ende bringen? Und was geschieht wenn er die fehlenden Teile seines Requiems komponiert hat?

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