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Kimberly Derting – Ruf der verlorenen Seelen

Dienstag, 31. Januar 2012
4,78 von 5 Punkten, basierend auf 9 Stimmen.

Derting, Ruf der verlorenen SeelenIm Coppenrath Verlag ist mit „Ruf der verlorenen Seelen“ von Kimberly Derting ein spannender Thriller erschienen, der flott und flüssig zu lesen ist und den Leser sofort in seinen Bann zieht.

Frisch verliebt in ihren besten Freund Jay, ist Violet momentan eigentlich mehr als glücklich. Wäre da nicht ihre übersinnliche Gabe tote Menschen wahrzunehmen, die ihr mal wieder einen Strich durch die Rechnung macht und ihr mehr Probleme bereitet als ihr lieb ist. Bei einer Shoppingtour mit ihrer Freundin Chelsea erspürt Violet einen toten Jungen, in einem Container verborgen. Sie hinterlässt einen anonymen Anruf bei der Polizei. Doch eine Mitarbeiterin des FBIs entlarvt sie und stellt unangenehme Fragen. Woher wusste sie, dass sich in dem verschlossenen Container ein Toter befand? Als dann auch noch seltsame Drohanrufe auf ihrem Handy eingehen und eine tote Katze in einer Kiste neben ihrem Auto abgestellt wird, droht die Situation zu eskalieren, denn Violet hat nicht vor irgendjemand davon zu erzählen. Auch Jay nicht. Sie will nicht, dass sich die anderen Sorgen um sie machen. Ihre Beziehung wird auf eine harte Probe gestellt

Alina Bronsky – Spiegelkind

Montag, 30. Januar 2012
4,39 von 5 Punkten, basierend auf 18 Stimmen.

Mit “Spiegelkind” legt Bestseller-Autorin Alina Bronsky einen Roman im Arena-Verlag vor, der vor allem die Leser packend erzählter All-Age-Literatur begeistern wird. Der erste Teil einer neuen Trilogie ist sprachlich sehr schön erzählt und endlich mal ein Werk, das im Dschungel der massenhaft erscheinenden Dystopie-Romane seit dem Erfolg von Ally Condie (“Cassia & Ky“-Reihe) hervorsticht und es mit eben diesem auf jeden Fall aufnehmen kann!

Juli ist 15 Jahre alt. Und sie lebt mit ihren Eltern und ihren zwei Geschwistern in einer Welt, in der die totale Normalität herrscht. Auffallen ist gefährlich. Wer aus der Reihe fällt, wird verfolgt. Als plötzlich Julis Mutter verschwindet, gerät ihr Leben völlig aus den Fugen. Denn ihre Mutter soll eine Phee sein. Eine, die aus der Gesellschaft ausgeschlossen ist. Eine, die anders ist als alle anderen. Eine, die eine besondere Gabe trägt. Und eine, die Juli unbedingt finden muss. Doch die Suche nach ihrer Mutter wird auch zu einer Suche nach sich selbst…

Lesen.Hören6 – Literaturfest in Mannheim

Montag, 30. Januar 2012
4,17 von 5 Punkten, basierend auf 6 Stimmen.

Katzentatzentanz“Und die Katze tanzt allein, tanzt und tanzt auf einem Bein …”

Lust bei diesem Kinderliederklassiker von Fredrik Vahle mitzutanzen? Das ist möglich: Am Samstag, den 25.2. gibt Fredrik Vahle ein Familienkonzert im Mannheimer Capitol.

Und auch sonst hat das sechste Lesen.Hören Literaturfest ein tolles Kinderprogramm:

Coolman kommt und Tina Zang lässt den Karatehamster toben, Ritter Rost kommt zu Besuch und Jens Schumacher entführt in die Kerker des Schreckens.

Eröffnet wird das 16-tägige Literaturfest vom bekennenden Mannheim-Fan Roger Willemsen. Zwischen all den großen Namen wie Lars Brandt und Denis Scheck steht Lisa-Maria Seydlitz, eine junge Mannheimer Autorin, deren Erstling gleich bei DuMont veröffentlicht wird. Auch das sechste Festival bleibt seinem Stil treu – Neues entdecken und Altbekanntes in neuem Licht sehen.

Tschingis Aitmatow – Frühe Kraniche

Sonntag, 29. Januar 2012
4,40 von 5 Punkten, basierend auf 5 Stimmen.

Tschingis Aitmatow - Frühe KranicheTschingis Aitmatow schreibt in “Frühe Kraniche” über ein kirgisisches Ail (Dorf) in Kriegszeiten. Die Väter verlassen ihre Familie, um an der sowjetischen Front zu dienen; die Zurückgebliebenen warten verzweifelt auf Briefe. Damit die Bewohner nicht verhungern, sollen die Jungen die Aufgaben der Männer übernehmen. Sultanmurat ist noch keine 15, aber wird zum Kommandanten ernannt. Er ist nun dafür verantwortlich, die Pferde zu stärken und sich und seine Schulkameraden auf die beschwerliche Ernte vorzubereiten.
Sultanmurat ist mit seinem Kopf aber eigentlich woanders, nämlich bei der eitlen Myrsagül, in die er sich heimlich verliebt hat. Nebenbei wächst ein früherer Schulfreund zu einem Rivalen heran.
Der Junge kämpft innerlich an gegen die Kälte, die Last der Verantwortung und die Angst, dass der Vater nicht wieder zurückkommt. Er möchte weinen, aber das würde nur Schwäche zeigen…

Der Autor fängt die Atmosphäre perfekt ein, vor dem inneren Auge entstehen faszinierende Bilder!

Aus dem Russischen von Charlotte Kossuth
Unionsverlag, 2011

Rolf Dobelli – Die Kunst des klaren Denkens

Sonntag, 29. Januar 2012
4,50 von 5 Punkten, basierend auf 6 Stimmen.

Rolf Dobellis Buch „Die Kunst des klaren Denkens“ kann man auch als Mutprobe betrachten, und wehe dem, der nicht über sich selbst lachen kann. 52 Denkfehler hält er uns vor, für jeden braucht er nur 3 Seiten. Sympathischer Weise schöpft er seine kleine Geschichten aus seinen eigenen Erlebnissen, dann folgt die Analyse, und zack hat er mich erwischt.  Mein „guter Rat“ an alle Mutigen, lesen Sie das Buch allein und ohne Zeugen!!!
Dabei sind wir in der Evolutionsgeschichte mit einigen Denkfehlern gut gefahren, haben unser Überleben gesichert und  unser Selbstbewusstsein gestärkt. Jetzt kann ich die Konkurrenz  damit aufs Glatteis führen, denn jetzt bin ich gefeit gegen „Swimmer‘s Body Illusion“ oder die „Authority Bias“.
Aber warum hat der Verlag nur all die bekannten Autoritäten wie z .B. Roland Berger oder Ton Büchner auf dem Schutzumschlag abgedruckt, wenn ich keinen Autoritäten Glauben schenken soll? Sogar den Anhang mit der Literaturliste fand ich gut, wo finde ich schon einen Hinweis, dass der Fehler „Es-wird-schlimmer-bevor –es-besser-kommt-Falle“ selbsterklärend ist. Leider ist der Schutzumschlag  langweilig und mein Rat an den Verlag ist: nehmt bei der nächsten Auflage eine Illustration aus dem Buch von Birgit Lang, die finde ich besser, denn  das Buch soll gut sichtbar, gebraucht und zerlesen herumliegen können, damit mir keiner eine Falle stellt.

Ally Condie – Die Flucht

Sonntag, 29. Januar 2012
4,80 von 5 Punkten, basierend auf 10 Stimmen.

Die neue Ally Condie – von vielen Lesern heiß ersehnt und jetzt endlich erschienen. Der zweite Teil der außergewöhnlichen Dystopie-Reihe heißt „Die Flucht“ und ist ebenso bewegend und spannend erzählt wie der erste Teil. Man taucht sofort wieder ein in die faszinierende Welt von Cassia und Ky, deren Geschichte in sich abwechselnden Kapiteln erzählt wird.

Ky kämpft mittlerweile als Soldat in den äußeren Provinzen (siehe Karte weiter unten). Einen Kampf gegen den Feind mit Waffen, die im Grunde nutzlos sind. Einen Kampf, bei dem er eigentlich nur verlieren und sterben kann, so wie schon viele andere “Lockvögel” vor ihm. Doch Ky flüchtet. Mit zwei anderen Soldaten zieht es sie über die große Ebene mitten in die Canyons hinein, in denen sie nach einem Versteck suchen.

Richard C. Morais, Madame Mallory und der kleine indische Küchenchef

Samstag, 28. Januar 2012
4,20 von 5 Punkten, basierend auf 5 Stimmen.
Madame Mallory und der kleine indische Küchenchef

Madame Mallory und der kleine indische Küchenchef

Bitte lesen sie dieses Buch nur wenn sie satt sind!

Hier wird geschnippelt, gebrutzelt, gebacken, gekocht, gewürzt, geliebt, gestritten und versöhnt - und das mit Leidenschaft und immer auf der Suche nach dem absolut perfekten Genuss.

Die Disziplin der französischen Haute Cuisine verkörpert durch Madame Mallory trifft auf die bunte Gewürz-Vielfalt der indischen Küchen verkörpert durch Hassan und seine liebenswert-chaotische  Großfamilie.

“Wie es sich gehörte, aßen wir als Erstes eine Teetasse Marseiller Fischsuppe, ehe wir mit delikaten fingernagelgroßen Venusmuscheln weitermachten …

Als Hauptgericht wählten wir gegrillten Loup de Mer auf Fenchelscheiben, der mit Pernod übergossen wurde, ehe der Oberkellner, ein Geschirrtuch über dem Unterarm, zum Tisch kam und mit einem langen Streichholz theatralisch den Wolfsbarsch flambierte. Die Fenchelstängel und Zitronenscheiben glommen noch, als die Teller vor uns platziert wurden.” (S. 283)

Traumhaft delikate Lektüre für den kleinen Appetit zwischendurch. Und so ganz nebenbei auch eine  Geschichte der Haute Cuisine – von der traditionellen Küche über außereuropäische Einflüsse bis hin zur Molekularküche. Lecker!

Rainer M. Rilke – Die Gedichte

Samstag, 28. Januar 2012
4,83 von 5 Punkten, basierend auf 12 Stimmen.

Rainer M. Rilke – Die GedichteRilke – Kürzlich hab ich in einem Gespräch festgestellt, dass meine immer gern gemachte Aussage, etwa: Rilke, kenn ich kaum, hab ich nie besonders viel gelesen … und ähnliches, vielleicht nicht ganz wahr ist, ich hab ein paar Dinge aufgezählt:
Ich war in der Jindřišská (ich weiß natürlich nicht wie man das schreibt, hab nachgesehn) 17 in Prag, da wo sein Geburtshaus stand, und an einigen anderen Rilke-Plätzen in Prag, ich war in Raron, im Wallis, an seinem Grab, ich war in Duino (kaum zu fassen, dass man da schreiben kann und nicht die Tage auf der Terrasse verbringt, im Garten, hinausschauend aufs Meer).
Tatsächlich hab ich auch ein bisschen was gelesen: Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke, Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge, Briefe an einen jungen Dichter, noch ein paar Briefe, und natürlich Gedichte, es gibt Gedichte, Zeilen, die man einmal liest und nie mehr vergisst:

Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Beredter Norden. Schottische Lyrik seit 1900

Donnerstag, 26. Januar 2012
4,94 von 5 Punkten, basierend auf 16 Stimmen.

Beredter Norden. Schottische Lyrik seit 1900. LyrikanthologieBeredter Norden. Schottische Lyrik seit 1900 – beim Abholen in der Buchhandlung die Frage der Kollegin:
“Wie hast du dieses Buch gefunden? Warum hast du das gekauft?”
Natürlich ist nur eine zusammengesetzte Antwort möglich:
-  ich mag den Verlag ( Edition Rugerup ) und schau deswegen immer nach den Neuerscheinungen. Hauptsächlich gibt’s da zweisprachige Lyrik, da sind großartige Entdeckungen zu machen, die Bücher sind sehr sorgfältig gemacht, ein Verlag bei dem ich ganz ohne Hinderung ein Fan sein kann.
- die Bücher gefallen mir einfach gut, angenehmes Papier, genug Platz für die Gedichte
- Neugierde, ich weiß nicht sehr viel über schottische Lyrik, denk mir sofort: karges Land, ständig Regen, die sitzen viel zuhause und haben Zeit nachzudenken, wenn’s so karg ist, hat man mehr Zeit sich mit den einzelnen Dingen zu beschäftigen, weil man nicht erschlagen wird von bunt und laut und viel
- es ist ein dickes Buch: 550 Seiten, das mag ich schon immer, bei Romanen genauso wie bei Lyrikanthologien
- Lyrikanthologien sind Fundgruben und haben zur Folge, dass man  Autoren entdeckt (und natürlich mehr haben will, wenns irgendwie zu beschaffen ist).

Julie Anne Peters – By the time you read this, I’ll be dead

Dienstag, 24. Januar 2012
4,69 von 5 Punkten, basierend auf 16 Stimmen.

Das Buch “By the time you read this, I’ll be dead” von Julie Anne Peters ist in der Reihe “21st century thrill” im Kosmos Verlag erschienen und erschreckend realistisch erzählt. Es setzt sich mit den leider immer noch sehr aktuellen, hochbrisanten Themen Suizid und Mobbing auseinander.

Die Hauptfigur des Thrillers ist Daelyn. Schon mit 10 Jahren war das etwas übergewichtige Mädchen davon überzeugt: sie muss sich umbringen. Zahlreiche Suizidversuche später (an dieser Stelle beginnt das Buch) wird sie, die mittlerweile 15 ist, von ihren Eltern auf Schritt und Tritt überwacht und muss sich Vertrauen erst wieder erarbeiten. Sprechen kann nicht mehr, bei einem ihrer letzten Versuche (die Daelyn nur als “Versagen” bezeichnet) hat sie ihre Stimmbänder verletzt. Geändert hat sich nichts an ihrem Wunsch zu sterben. Mit äußerst sarkastischem, mit dem Leben bereits abgeschlossenen Blick auf die Dinge erlebt man das junge Mädchen, wie es in Rückblenden von ihrer Vergangenheit erzählt (sie wurde bereits seit dem Kindergarten aufgrund ihres Aussehen gemobbt) und dabei ist ihren diesmal letzten Suizidversuch zu planen. Hierzu meldet sie sich auf einer Internetseite an, die sie 23 Tagen begleitet und über verschiedene Sterbemethoden informiert, ihr aber auch Raum gibt ihre Ängst und Sorgen sich von der Seele zu schreiben. Die einzelnen Kapitel werden passenderweise mit den Überschriften 23 Tage, 22 Tage, 21 Tage bezeichnet und steuern unaufhaltsam auf ihr gewünschtes Todesdatum zu. Einzig Santana, ein Junge, der nicht locker lässt, mit ihr in Kontakt zu treten, könnte sie jetzt  noch aufhalten

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