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Eoin Colfer – Der Tod ist ein bleibender Schaden

Samstag, 17. März 2012
3,63 von 5 Punkten, basierend auf 8 Stimmen.

Eoin Colfer, Der Tod ist ein bleibender Schaden, Krimi Die Entstehung von “Der Tod ist ein bleibender Schaden” von Eoin Colfer kann ich mir eigentlich nur durch Triebstau nach dem Verfassen sehr vieler, sehr erfolgreicher Kinderbücher erklären. In diesem ironischen Hard-Boiled Krimi erscheinen all die Figuren, die in einem Jugendbuch niemals auftreten dürften – Colfers Kinder dürfen die Krimi-Komödie angeblich auch erst ab 16 Jahren lesen.

Dan McEvoy arbeitet als knallharter Türsteher im schlechtesten Club der Stadt und bemüht sich, sich dümmer zu geben als er eigentlich ist. Zuvor war er Soldat, was ihm ein Kriegstrauma einbrachte und mangelndes Selbstwertgefühl, weil er ja eigentlich “nur” im Libanon bei den Friedenstruppen war. Sein einziger Freund ist ein Botox-Doktor ohne Lizenz, der ihn zu einer Haartransplantion überredet. Jetzt sollte es auch mit Conni klappen, der einzig anständigen Hostess aus dem Club, die er vor einem schmierigen Anwalt rettet, der die Club-Regel “Anfassen verboten!” in “Lecken erlaubt!” umdeutet. Doch kurz darauf ist Conni tot … und viele Leichen werden folgen.

Christiane Spies – Mondherz

Freitag, 16. März 2012
4,60 von 5 Punkten, basierend auf 5 Stimmen.

Christiane Spies - MondherzIn Mondherz von Christiane Spies begeben wir uns auf die historische Spurensuche im mittelalterlichen Budapest und die Eroberungszüge der Osmanen.  Vor dem Hintergrund der Kriegsschauplätze wird Veronika, eine junge Adlige, durch einen Biss in einen Werwolf verwandelt. Sie hadert mit ihrem Schicksal, dennoch versucht sie mit ihrem neuen Leben zurechtzukommen. Allerdings weiß sie nicht, dass sie im Mittelpunkt einer uralten Prophezeiung ist, die besagt, dass sie einst das Schicksal der Wölfe ins Positive verkehren kann.

Und natürlich wäre dieses Buch ohne den geeigneten Helden in Gestalt des stillen, aber sehr willensstarken Tutoren sehr einseitig geraten. Wer sich jetzt allerdings darauf einstellen möchte, dass dieses Buch wieder eine Geschichte a la “Biss” wäre, dem sei gesagt, dass der Werwolf-Faktor in diesem Buch tatsächlich eine fast untergeordnete Rolle spielt, vorrangig sind die Ereignisse in Ungarn während der Eroberungszüge. Die Kriegsszenen sind sehr anschaulich, manchmal fast ein wenig zu stark beschrieben worden (kann man daran erkennen, dass ich sehr ungern Kriegsszenerien mag?). Angenehm auch, dass der romantische Faktor nicht so überwiegt und das Buch durchaus auch als historischer Roman durchgehen kann.

Yasmina Khadra – “Die Attentäterin”

Freitag, 16. März 2012
4,14 von 5 Punkten, basierend auf 7 Stimmen.

Yasmina Khadra – Die AttentäterinDie Attentäterin des algerischen Schriftstellers Yasmina Khadra (Mohammed Moulessehoul) ist eine höchst brisante Geschichte über das wirkliche Kennen des Nächsten im Nahostkonflikt.

Dabei schafft es Khadra, durch seine fast objektive Bestandsaufnahme, keinerlei Stellung zu beziehen für eine der beiden Seiten.

Amin ist ein angesehener Chirurg in einem Tel Aviver Krankenhaus. Eines Tages wird er jedoch von zwei Polizisten in Empfang genommen, als er eigentlich seine Arbeit beginnen möchte. Sie erklären ihm, dass seine Ehefrau einen Selbstmordanschlag auf ein Restaurant verübt hat, in dem gerade ein Kindergeburtstag gefeiert wurde.  Ohnmächtig versucht Amin,  die Hintergründe und Drahtzieher zu entlarven und dabei erkennt er, dass er seine Frau nicht so gekannt hat,  wie er dachte. Aus den Dingen, die sie ihm nicht sagte und den rätselhaften Kommentaren der Familie versucht er jetzt Licht in die Angelegenheit zu bringen, wohl wissend, dass er in Lebensgefahr schwebt.

Bedrückend und beängstigend realistisch.

Ein Känguru mit Stöckelschuh. Neue Gedichte für Kinder

Freitag, 16. März 2012
4,85 von 5 Punkten, basierend auf 13 Stimmen.

Ein Känguru mit Stöckelschuh. Neue Gedichte für Kinder

Halt! Es gibt Bücher, die rufen Buchhandelsschlenderern zu: Halt! Das Bild, der Titel: Ein Känguru mit Stöckelschuh – da kommt man nicht vorbei. Kann sein, es ist das Bild (die Illustrationen sind von Heidrun Boddin), aber natürlich wird man sofort aufmerksam bei diesem Titel: Ein Känguru mit Stöckelschuh, und der Untertitel Neue Gedichte für Kinder, macht mich noch mehr neugierig.
Wenn man sich also an dem Gedanken vorbeigedrängelt hat in welcher seltsamen Gegend der Autor wohl lebt, in der er Kängurus sieht, die auch noch Stöckelschuh tragen, dann kann man endlich reinschauen, ins Buch, um herauszufinden, ob die Erwartungen erfüllt werden. Kindergedichte sollen Spaß machen, Unsinn treiben, fantasievoll sein, spielerisch, vielleicht so: Kind liest das Gedicht (oder bekommt es vorgelesen!) und man sieht wie das Kind in die Hände klatscht und jauchzt vor Vergnügen.
So soll es sein, und so ist es, außer dem Jauchzen,

So schmeckt ein Stern – Norwegische Lyrik des 20. Jahrhunderts

Mittwoch, 14. März 2012
4,67 von 5 Punkten, basierend auf 15 Stimmen.

So schmeckt ein Stern - Norwegische Lyrik des 20. Jahrhunderts. Anthologie, LyrikanthologieSo schmeckt ein Stern – Norwegische Lyrik des 20. Jahrhunderts – Die Fakten sind schnell aufgezählt: Eine zweisprachige Lyrikanthologie die vierzig norwegische Dichter des 20. Jahrhunderts enthält, ausgewählt und übersetzt von Klaus Anders und Andreas Struve, erschienen in der Edition Rugerup (deren Programm man ohnehin immer sorgfältig beobachten muss, weil da einfach gute (und schöne) Bücher erscheinen).
Norweger also, man kennt eher Romane, interessante Autoren die Menge, auf die Schnelle fallen mir ein Herbjoerg Wassmo, Per Petterson, Erik Fosnes Hansen und der unglaublich fleißige Ingvar Ambjørnsen, die norwegischen Lyriker kenn ich kaum, Grund genug genauer hinein zu lesen.

Thich Nhat Hanh, Versöhnung mit dem inneren Kind

Mittwoch, 14. März 2012
3,77 von 5 Punkten, basierend auf 13 Stimmen.

Thich Nhat Hanh, Versöhnung mit dem inneren Kind - Von der heilenden Kraft der Achtsamkeit Thich Nhat Than ist sozusagen der Dichter unter den buddhistischen Autoren – allein das macht die Lektüre von “Versöhnung mit dem inneren Kind” zum Vergnügen. Erst war ich über die Wahl des Themas verblüfft – aber ja, auch das lässt sich mit buddhistischen Methoden der Achtsamkeit und der Meditation lösen.

“Kind, kannst Du nicht einmal etwas vernünftig machen!?” Es sind Sätze aus der Kindheit wie dieser, die tief in einem Menschen hängen bleiben. Dort nisten sie sich ein und erzeugen Verhaltensmuster, die man als Erwachsener so gar nicht brauchen kann. Um an die Auslöser heranzukommen haben die Psychologen John Bradshaw und Erika Chopich/ Margaret Paul das Modell des Inneren Kind entwickelt.

In “Versöhnung mit dem inneren Kind” lehrt Thich Nhat Hanh uns, wie wir unser inneres Kind kennenlernen und lebendig werden lassen können. Die Meditation bietet uns einen geschützten Raum, in dem wir unseren Verletzungen aus der Kindheit nachspüren können und sie durch Mitgefühl und Nicht-Anhaften auflösen können. Dies ist ein gangbarer Weg für jeden – egal welche Religion er als die seine bezeichnet.

Jennifer E. Smith – Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick

Dienstag, 13. März 2012
4,67 von 5 Punkten, basierend auf 6 Stimmen.

Jennifer E. Smith - Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten BlickJennifer E. Smith’s Jugendbuchroman mit dem wahnsinnig langen Titel “Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick” ist jetzt im Carlsen Verlag erschienen.

Die 17-jährige Hadley wird von ihrer Mutter mehr oder weniger gezwungen zur Hochzeit ihres Vaters und seiner neuen Frau zu fliegen. Nun sitzt sie am New Yorker Flughafen fest, denn sie hat ihren Flug nach London um 4 Minuten verpasst. Dämliche 4 Minuten. Der nächste Flug geht erst am nächsten Morgen.
Hier lernt sie nun unverhofft den netten und süß aussehenden Oliver kennen. Nach unzähligen Stunden des Wartens sitzt der im Flugzeug auch noch neben ihr. Obwohl die Chemie stimmt, ist Hadley mehr mit ihrer Flugangst beschäftigt. Sie versucht diese zu überstehen, indem sie sich ablenkt. Oliver hilft ihr dabei und unterhält sie. Unbemerkt entwickelt sich da etwas zwischen ihnen und für Hadley erscheint der Flug nun gar nicht mehr so schlimm, irgendwann scheint er gar zu kurz. Die ältere Dame die neben den beiden sitzt stellt treffend fest: “So wie einem ein Sieben-Stunden-Flug wie ein ganzes Leben vorkommen kann, wen man jung und verliebt ist”.
In London angekommen verlieren sich beide am Zollschalter aus den Augen, ohne Nachnamen, Telefonnummer oder Adresse ausgetauscht zu haben. Wie findet man sich in einer völlig fremden Stadt wieder?

Dirk Stermann – 6 Österreicher unter den ersten 5

Dienstag, 13. März 2012
4,50 von 5 Punkten, basierend auf 8 Stimmen.

Stermann, Sechs Österreicher unter den ersten fünf Dirk, “mit weichem D wie Damentoilette”, heißt der Held aus Dirk Stermanns Roman einer Ent-piefke-nisierung “6 Österreicher unter den ersten 5″. Dirk möchte im Ausland studieren und Wien klingt für ihn wie ein guter Kompromiss, fällt hier doch wenigstens das Sprachproblem weg.

Denkt er.

Tatsächlich verstehen die Wiener – und Tiroler und Kärntner und Vorarlberger und wen er sonst noch alles kennen lernt – ihn sehr gut; er versteht sie allerdings nur bedingt. Allein dadurch ist der Anekdoten-Roman “6 Österreicher unter den ersten 5″ schon sehr lustig. Noch witziger wird das Ganze dadurch, das Dirk so gar keine Meinung zu Österreich hat – aber jeder Österreicher eine sehr deutliche Meinung zu Deutschland.

Die er dem Piefke aus Nord-Rhein-West-Bochum sehr vehement oder auch sehr lallend kund tut.

Nach Aussage meiner Kontaktperson aus Österreich – ja, für hugendubel.de/Blog wird nach allen Regeln der Kunst recherchiert – ist Stermann in Österreich Kult.

Kirsten Boie – Der Junge, der Gedanken lesen konnte

Sonntag, 11. März 2012
3,86 von 5 Punkten, basierend auf 7 Stimmen.

Kirsten Boie - Der Junge, der Gedanken lesen konnteDer Junge, der Gedanken lesen konnte ist ein Jugendkrimi von Kirsten Boie, der auf geniale Weise Lebensphilosophie und Krimistory miteinander verknüpft.

Valentin ist allein mit seiner Mutter von Rußland nach Deutschland gekommen. Hier leben sie in einem tristen Mietshaus, seine Mutter arbeitet den ganzen Tag und Valentin ist in den Sommerferien sich selbst überlassen. Der Friedhof in der Nähe seiner Wohnanlage zieht ihn magisch an, denn hier ist es kühl und schattig, außerdem treiben sich hier die merkwürdigsten Leute herum. Zum Beispiel Dicke Frau, eine Pennerin, die den ganzen Tag über den Verlust ihrer Dollarmünze trauert, die Schilinskys, die die von ihnen gekaufte Grabstelle als Schrebergarten nutzen und jeden Tag dort Picknick machen, der Friedhofsgärtner Bronislaw und der nette alte Herr Schmidt mit seinem Hund Jiffel. Ideal für einen Hobbydetektiv wie Valentin, der zudem noch Gedanken lesen kann. Denn immer, wenn Valentin einen Menschen direkt anschaut, fällt er sozusagen in dessen Kopf, d.h. er sieht die Gedanken dieses Menschen als Bild. Das kann schon ganz schön verwirrend sein. Aber die Bilder, die er im Kopf des Friedhofsverwalters sieht, machen ihm Angst. Als dann auch noch Bronislaw niedergeschlagen wird, gerät Valentin Hals über Kopf in eine Kriminalgeschichte, bei der es um Juwelenraub geht. Zum Glück hilft ihm der türkische Nachbarsjunge Mesut bei seinen Ermittlungen. Wie gut, daß Mesuts Bruder bei der Polizei ist, sonst würde die Geschichte für die beiden gar nicht gut ausgehen!

Stefan Marquard und Steffen Henssler – Schnell Blitzschnell kochen

Sonntag, 11. März 2012
4,71 von 5 Punkten, basierend auf 7 Stimmen.
Marquard, Stefan: Blitzküche

cooler Typ der super kochen kann

Männer, die kochen. finde ich unwiderstehlich und jetzt muss ich mich zwischen Stefan Marquard und Steffen Henssler entscheiden.  Beide bieten mit „ Blitzküche“ und „Schnell Schneller Henssler“ Rezepte zwischen 10 und 30 Minuten Zubereitungszeit. Sorry Steffen, du bist ein Supertyp, aber für mich liegt der Stefan vor, weil  er vielseitiger ist. Seine Tipps wie  ich Nudeln, Kartoffeln oder Gemüse vorbereiten  und ohne Qualitätsverlust aufbewahren kann, stammen wahrscheinlich aus  der Profiküche, kommen mir aber sehr gelegen. Der Hamburger  Henssler bietet dagegen nur eine Gemüsebrühe zum Vorbereiten an und greift ansonsten auf fertige Fonds zurück. Was würde „Foodwatch“ dazu sagen? Marquard kitzelt die Geschmacksnerven auf der Zunge mit salzig, scharf, sauer, süss und knusprig. Besonders schön zu  sehen auf S. 125 die Ochsen-Lollis.

steffen henssler, schnell schneller henssler

Frauentyp mit Desserts

Manche Rezepte greifen auf die am „Produktionstag“ vorgefertigten Basics zurück, andere gehen auch ohne grosse Vorbereitung oder Schnellkochtopf. Ja, den holt der Franke aus der Versenkung  und setzt ihn kreativ ein, aber ich habe festgestellt, dass es auch ohne diesen Topf schnell geht. Gut gefallen haben mir auch die Fotos mit der Übersicht für die Zutaten als Ergänzung zum Rezept. Steffen dagegen  punktet mit Desserts, mur diese brauche ich in der Alltagsküche nicht.
Henssler  bietet nicht die klassische Einteilung, wie Marquard: Salat, Suppe, Nudeln, Fisch und Fleisch, sondern sortiert seine  Rezepte nur nach Zubereitungszeit. Dieses Manko hätte der Verlag mit einem  entsprechendem  Register ausgleichen können.  Bei Marquard könnte das Register um die Zubereitungszeiten ergänzt werden. Ich will doch nicht die gewonnene Zeit mit der Suche nach dem passenden Rezept verschwenden. Soviel  Blitzschnell muss sein!

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