Arthur Schopenhauer gibt Ratschläge für ein vernünftiges Leben: Aphorismen zur Lebensweisheit.
Das ist ein Buch das mich schon lange begleitet, eine seiner Hauptaufgaben ist das Verkürzen von Wartezeit. Ich habe immer ein kleines Buch in der Tasche, weil Wartezeiten schnell entstehen und die großen Bücher manchmal etwas unhandlich sind. Taschenbücher sind leider auch oft sehr groß geworden und meine geschätzte Vorstellung, dass Taschenbücher bedeuten, dass man sie in die Tasche stecken kann, ist nicht immer zutreffend. Aber: Reclams Universal-Bibliothek ist klein geblieben, meine bevorzugte Farbe ist das gelb und Inhalte gibt es in einer Fülle, die kaum vergleichbar ist.
Schopenhauer ist ein beinharter Realist, manche sagen Pessimist, und zeigt ohne zu beschönigen, wie die Welt eingerichtet ist, nein, wie die Menschen die Welt eingerichtet haben.
Er beschreibt etwa:
Von dem, was einer ist
Von dem, was einer hat
Von dem, was einer vorstellt
“Godspeed – Die Suche” von Beth Revis ist der zweite Teil der Godspeed-Trilogie über das Leben in einem Raumschiff auf dem Weg zu einem neuen Planeten. Romantik meets Science-Fiction meets Gesellschaftskritik. Temporeich und fesselnd erzählt! Was die Spannung angeht, setzt der zweite Band sogar noch mal eins oben drauf – echt klasse! Für Jugendliche ab 14 und Erwachsene.
Junior muss erkennen, dass es um das Raumschiff noch viel schlechter steht, als er angenommen hat. Sie fliegen nicht zu langsam und ihnen geht auch nicht der Treibstoff aus, wie der Älteste vor seinem Tod immer erzählt hat. Und sie fliegen auch nicht zu schnell, wie Junior in der Versammlung mit den Techniker verlauten lässt, so dass sie gar nicht mehr bremsen könnten, wenn sie Zentauris erreicht hätten. Nein, sie fliegen nämlich überhaupt nicht – schon seit wer weiß wie vielen Jahren haben sie sich gar nicht mehr von der Stelle bewegt! Das Raumchiff scheint sogar allmählich auseinanderzufallen. Dann hackt sich auch noch irgendjemand in das System ein und ruft per Bildschirmbotschaft zu einer Revolution auf – es gäbe keinen Anführer mehr, sie alle sollten sich selbst regieren! Zunächst kann Junior dem noch Einhalt gebieten, doch dann werden die Rufe der Unzufriedenheit immer größer….
Das neue Buch von John Green “Das Schicksal ist ein mieser Verräter” (Hanser-Verlag) handelt von zwei krebskranken Jugendlichen, zwischen denen sich eine zarte Liebe entwickelt. Hierbei trifft Tragik auf humorvolle Momente. In den USA wurde der Roman bereits vor Erscheinen ein absoluter Bestseller: der Autor kündigte nämlich an, dass jeder Vorbesteller von ihm ein handsigniertes Exemplar erhält. Das waren dann schließlich 150.000 Exemplare! Was John Green dann gemacht hat, erfährst du ganz am Ende der Rezension. Geeignet ist dieses Buch sowohl für Erwachsene, als auch für Jugendliche ab 14 Jahren.
Hazel ist 16 Jahre alt. Und sie hat Krebs. Es fing an in der Schilddrüse, als sie 13 war. Dann haben sich auch Metastasen in der Lunge gebildet, so dass sie ständig eine Sauerstoffflasche mit sich herumschleppen muß. Zur Schule geht sie seit drei Jahren nicht mehr. Weil sie neuerdings laut der Meinung ihrer Mutter und der ihres Hausarztes an einer Depression leidet, muss sie nun einmal in der Woche eine Selbsthilfegruppe besuchen, die aus lauter Krebskranken besteht. Dort lernt sie eines Tages nach einigen ermüdenden Teilnahmen Augustus, genannt Gus, kennen, der seinerseits beschlossen hat, mit allen nun völlig offen umzugehen. Wünsche, Gedanken werden direkt und ohne Umschweife geäußert, denn vielleicht hat man ja sowieso nicht mehr lange zu leben. Gus leidet an Knochenkrebs und hat ein Bein aus Holz. Trotzdem kann er Auto fahren, wenn auch auf sehr turbulente Art und Weise, was Hazel zu spüren bekommt, als er sie kurz nach ihrer ersten gemeinsamen Selbsthilfegruppenstunde einlädt bei ihm zu Hause einen Film anzugucken. Die beiden freunden sich an und schwärmen schon bald für…
In seinem neuen Buch “Das Schicksal ist ein mieser Verräter” erzählt John Green eine Geschichte über die Liebe, Freundschaft. den Zusammenhalt einer Familie und vor allem über eine Sache: Krebs. Bewegend erschafft Green eine Atmosphäre, die den Leser gefangen nimmt, mit seinen Gefühlen spielt und ihm die Tränen in die Augen treibt.
Seine Erzählkunst kommt ohne Schnörkel oder Verschönerungen von Tatsachen aus – die Sätze sind klar, präzise und manchmal sehr vehement und eindringlich geschrieben, doch genau davon lebt diese Geschichte und macht sie zu dem was sie ist: Eine Erzählung, die gelesen werden will!
“Ich erzählte Augustus die Grundzügen meines Wunders: Als ich 13 Jahre alt war, wurde bei mir Schilddrüsenkrebs im vierten Stadium diagnostiziert. (Ich erzählte ihm nicht, dass die Diagnose drei Monate nach meiner ersten Periode kam, es war wie: Glückwunsch! Du bist eine Frau. Jetzt stirb.)”
Das Schicksal ist ein mieser Verräter von John Green ist eine tragische Liebesgeschichte ohne Schmalz für Jugendliche ab 14.
Die sechzehnjährige Hazel hat Schilddrüsenkrebs mit Metastasen in der Lunge. Jeder Atemzug ist für sie eine Qual, sie bekommt zusätzlichen Sauerstoff über eine Flasche, die sie auf einem Wagen ständig hinter sich her zieht. Da sie ziemlich deprimiert ist und kaum noch das Haus verläßt, nötigen ihre Eltern sie, an einer Selbsthilfegruppe für krebskranke Jugendliche teilzunehmen. Eigentlich deprimiert sie die Selbsthilfegruppe noch mehr, bis sie Augustus kennenlernt. Augustus ist 18 Jahre und hat durch ein Osteosarkom sein halbes Bein verloren. Er ist trotzdem ziemlich gut drauf und sie lernen sich kennen, weil Augustus sie bei ihrer ersten gemeinsamen Sitzung pausenlos anstarrt. Hazel lernt diesem Jungen zu vertrauen, er ist zwar ganz anders als sie, liest auch ganz andere Bücher, trotzdem fühlt sie, daß er sie auf eine merkwürdige Weise versteht, was sie vorher noch mit keinem anderen Menschen hatte.
“[Er leistet] sich nur einen einzigen Luxus: Er kauft Bücher [...] doch am Ende sind Bücher kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit, und Lesen ist eine Sucht von der er keinesfalls geheilt werden möchte.” (s. 11)
In Paul Austers neuem Buch “Sunset Park” treffen junge Leute zusammen, die ihren Platz in der Welt nicht finden können – finanzielle Probleme und Selbstzweifel machen es ihnen schwer:
Miles Heller hat zwei Geheimnisse, die ihn veranlassen, ständig seinen Wohnort zu wechseln. Nun gerät er nach Sunset Park in New York, Brooklyn. Er zieht in ein eigentlich leerstehendes, tatsächlich besetztes Haus. Es war Bing Nathans Idee, das Haus zu beziehen. Er ist ein junger Mann, der versucht, sein Geld mit dem Reparieren von alten, kaputten Sachen zu verdienen. Dort wohnen auch eine Künstlerin ohne Aussichten, eine Studentin mit mehreren Jobs und weitere junge Leute, für die eine Wohnungssuche wegen der Wirtschaftskrise aussichtlichslos ist. Manche von ihnen leben dort aber in ständigem Stress, von der Polizei rausgeschmissen zu werden. Sie sind alle gut ausgebildete Leute, aber haben trotzdem keine Aussichten.
Es ist mal wieder so weit: Die deutschsprachige Literaturszene darf ein neues Sibylle Berg-Buch in den Händen halten. Nicht wenige werden sogar die Stirn runzeln, denn bereits der Titel „Vielen Dank für das Leben“ lässt eine zahnlose, pseudo-optimistische Schrift vermuten. Vielleicht nur eine falsche Fährte? Eine Berg´sche Falle? Die gute junge Sibylle Berg ist ja nicht unbedingt für ihre Berechenbarkeit bekannt. Dass der Schutzumschlag mit dem romantischen Gemälde „Blick auf Dresden bei Sonnenuntergang“ von Carl Gustav Carus zusätzlich zum Titel eine gewisse Harmonie und friedvolle Stimmung aufkommen lässt kann nicht bestritten werden. Und dann geht es los…
Bereits die erste Seite wird die Beunruhigten beruhigen: Sibylle Berg bleibt auch weiterhin die Sibylle Berg, die wir alle liebhaben. Sibylle Bergs Lebenseinstellung sei Dank. „Vielen Dank für das Leben“ ist ein radikales Buch, für jeden Optimisten ganz sicher eine ungeheure Zumutung. Das neue Buch verspricht Gift und Galle in einer Berg´schen Überdosis.
don winslow wurde für seinen roman tage der toten mit dem deutschen krimipreis kategorie international 2011, ausgezeichnet
don winslow kann schreiben. ich hatte diesen krimi schon die ganze zeit bei mir rumliegen. sommerzeit, badezeit, lesezeit. so nahm ich das buch mit.
ob sie es glauben wollen oder nicht, ich bin nicht ins wasser gegangen. ein so spannendes buch hatte ich schon lange nicht mehr gelesen.
ein krimi, ein thriller, ein sachbuch? don winslow hat gut recherchiert, hat gerichtsakten , unterlagen der CIA und amerikanischen behörden gelesen. es ist ein buch geworden über den krieg gegen die drogen, in südamerika, mexiko, amerika. ein krieg, den amerika immer verloren hat. ein harter thriller, sehr düster, intelligent, schonungslos, detailliert, realistisch. die dialoge kurz und präzise.
Die “Kamasutraküche” vom Otus Verlag ist mehr als nur ein Kochbuch, es widmet sich ganz und gar der Sinneslust in allen Bereichen.
Seit einem Jahr beschert uns der Otus Verlag etwas anderes geratene Kochbücher. Themen wie Hexen, Engel, Teufel oder Magie werden vorangestellt und mit dementsprechenden Rezepten uns nahe gebracht.
In der “Kamasutraküche” geht nun der Verlag einen Schritt weiter.
Der erste Teil besteht aus der Beschreibung und Anleitung des perfekten Verführens nach dem Kamasutra. Der zweite Teil widmet sich den sinnlichen Düften und ihrer Herstellung, sowohl als Parfüm, Badezusatz oder Massgeöl. Im dritten Teil werden wir in die Geheimnisse und Handhabung der Partner- und Einzelmassage für Mann und Frau eingeweiht. Zu guter Letzt gibt es dann im vierten Teil aphrodisierende Rezepte.
Wie immer reichen die Schwierigkeitsstufen von leicht bis schwer, das Beschaffen der Zutaten von billig bis teuer.
Sagenhaft!!! VERGESST “Panem“! VERGESST “Bis(s)“!
LEST “Ich fürchte mich nicht” von Tahereh Mafi!!! Ein sprachgewaltiges Buch, das so herausragend geschrieben ist, dass man sich am liebsten sätzeweise alles unterstreichen möchte!! Dazu noch spannend, mitreißend und äußerst sinnlich! Eine Dystopie über das große Gefühl der Liebe und die gefährlichen Mechanismen der Macht.
Eine Welt in der Zukunft, in der die Natur am Sterben ist. Es gibt keine Vögel mehr, Blumen sind eine Seltenheit und die Ozonschicht wurde komplett zerstört. Tiere und Menschen leiden an Hunger, atmen schlechte Luft ein und wohnen in einer Landschaft, in der es immer weniger grün gibt. Die Jahreszeiten sind verschwunden. Mal gibt es im ”Winter” 30°C und gleich darauf wieder extremen Schneefall. Öffentliche Verkehrsmittel fahren auch nicht mehr und nur noch ein einziger Autohersteller existiert, der seine Fahrzeuge zu überteuerten Preisen anbietet. Ein neues Regime strebt nach der Beherrschung der – in 3333 Sektoren eingeteilten – Welt. Es will eine neue Form der Gesellschaft schaffen, in der nur die Stärksten überleben, Alte und Kranke einfach aussortiert werden. Da nichts mehr an die Fehler der Vergangenheit erinnern soll, werden alle Bücher, alle Kunst vernichtet. Religionen wurde ebenfalls ausgemerzt, sie haben ohnehin nichts gebracht. Auch eine neue Sprache soll geschaffen werden.
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