Zum Online-Shop von Hugendubel.de

Andreas Leffler “Schlachtentänzer”

Donnerstag, 24. Januar 2013
4,67 von 5 Punkten, basierend auf 12 Stimmen.

Es gibt Bücher, da würde ich glatt dran vorbeilaufen. Und leider auch vieles verpassen. “Schlachtentänzer” von Andreas Leffler kann auch zu dieser Kategorie gezählt werden.

Zunächst einmal: die Geschichte spielt in den Vorzeiten der Französischen Revolution und ehrlich: es gibt nicht viele Bücher, die sich mit diesem Thema beschäftigen.

Unsere Hauptfigur ist Janus, ein preussischer Offizier, der in vieler Herren Dienst stand und zwar auf dem Schlachtfeld. Bei einer Schlacht muss er den gewaltsamen Tod seines besten Freundes miterleben und gibt seine Soldatenkarriere auf. Fünf Jahre später erleben wir ihn, wie er sich um den Verstand trinkt und bei den Frauen wirklich gar nichts anbrennen lässt.  Sein so recht abwechslungsarmer Tagesablauf nimmt eine jähe Wendung, als  ein Fremder seine Mithilfe erbittet und einen Tag später vergiftet wird – vor Janus’ Augen. Vor seinem Tod gibt er ihm eine Aufgabe und eine rätselhafte Kette mit auf den Weg zu einer geheimnisvollen Insel und einen Trupp Attentäter…

Irma Rombauer “Joy of cooking”

Mittwoch, 16. Januar 2013
5,00 von 5 Punkten, basierend auf 5 Stimmen.

Irma Rombauer - Joy of cooking“Joy of cooking” – Nie hätte ich es mir zu träumen gewagt, mal ein Kochbuch zu rezensieren. Und wahrscheinlich werden das hier auch gleich zwei Rezensionen, denn ich werde noch gleich die Geschichte erzählen, wie ich auf dieses Kochbuch gestossen bin.
Vor zwei Jahren bekam ich einen Roman in die Hände von Darien Lee, “Je süsser das Leben” (für einen Kuchenfan wie mich eine reine Qual und PS: das dort drin beschriebene Freundschaftsbrot der Amish ist im Grunde genommen der “Hermann”-Teig ) und in diesem  Buch wurde eben jenes Kochbuch einer Romanfigur geschenkt. Das war so nett beschrieben und geisterte so lange in meinem Hinterkopf herum, dass ich es mir endlich kaufen wollte.

F.Paul Wilson “Die Gruft”

Mittwoch, 05. Dezember 2012
4,33 von 5 Punkten, basierend auf 6 Stimmen.

Handyman Jack bringt die Dinge in Ordnung. Eigentlich existiert eine Berufsbezeichnung für seinen Job nicht. Seine Nummer steht in keinem Telefonbuch und trotzdem hat er alle Hände voll zu tun. Doch man soll ihm bloss keine nervigen Reparaturanfragen für diverse Haushaltsgegenstände aufs Band quatschen, er wird sowieso nie zurückrufen …
Sein bester Freund ist Abe, den man mit Entenkuchen bestechen kann und der ein Anarchist mit abstruden Verschwörungstheorien ist,  von dem Jack selber sagt: “Wenn Abe ihm die Welt erklärt hätte, würde sich ein Ertrinkender über sein Schicksal freuen.”  Jack selber existiert nicht für die Behörden, denn er möchte “das Finanzamt nicht mit unnötigen Informationen belasten”, denn oft genug hat er mit kriminellen Machenschaften jenseits der Gesetze zu tun.

Im ersten Fall soll er die Halskette für einen indischen Diplomaten besorgen, dessen Schwester überfallen worden ist. Zur gleichen Zeit bittet ihn seine Exfreundin Gia, ihre vermisste Tante aufzuspüren. Erst später wird klar, dass beide eigentlich lapidaren Einzelfälle zusammenhängen und Jack bekommt es mit Kreaturen zu tun, von denen er glaubte, so etwas könne nicht existieren.

Frankh Thilliez – “Der rote Engel”

Donnerstag, 22. November 2012
4,83 von 5 Punkten, basierend auf 6 Stimmen.

Endlich habe ich es schwarz auf weiss: Cody McFadyen ist tatsächlich so spannend wie ein offener Pappkarton. Und bewiesen hat es: Franck Thilliez.

Essen konnte ich beim Lesen vergessen (obwohl man ja nicht essen sollte, offenes Buch und Krümel und so) und wahrscheinlich werde ich wahre Albträume erleben. Macht nix. Als ich das erste Mal “Öffne die Augen” von Frankh Thilliez durchgelesen hatte, war ich angefixt. Allerdings ist “Öffne die Augen” noch recht handzahm, in “Der rote Engel” wird es wirklich sadistisch. Nicht nur das Thilliez ein Fan von akribischen Tatortbeschreibungen ist, und zwar in einer Grausamkeit, die ich bisher noch nicht erlebt hatte, sondern auch dass in diesem Roman die volle Bandbreite der SM-Kultur zu erleben ist.

Anne Bishop – Die schwarzen Juwelen

Donnerstag, 11. Oktober 2012
4,50 von 5 Punkten, basierend auf 6 Stimmen.

Die Schwarzen Juwelen von Anne BishopStop! Ehe Sie voller Entsetzen weiterblättern, weil Sie der Meinung sind, dass ich hier eine Vampirette (also eine Schmonzette, die mit Vampiren bestückt ist…) besprechen möchte (vielen Dank, lieber Graphiker für das völlig zusammenhanglose Cover!),  versichere ich Ihnen von ganzem Herzen: es spielen mitnichten Vampire, Werwölfe, Gestaltwandler etc mit. Diese Reihe gibt es auch schon ein wenig länger, nämlich seit 1998 und hat es, dem Heyne-Verlag sei’s gedankt, nach Deutschland geschafft.

Die schwarzen Juwelen” von Anne Bishop umfasst als Reihe  mittlerweile 9 Bände (der letzte ist noch nicht auf deutsch erschienen). Dieser Band enthält jetzt die ersten drei Bände (“Dunkelheit”,” Dämmerung” und “Schatten”),  die sich um Jaenelle Angelline, Saetan SaDiablo und seine Söhne Daemon und Lucivar drehen.

Im Reiche Tereille herrscht die Hohepriesterin Dorothea SaDiablo auf äußerst brutale und grausame Weise und versklavt dort die Kriegerprinzen, die meist gebrochen werden. Daemon und Lucivar erleiden mittlerweile schon 1700 Jahre die Spielchen der Hexen und sehnen sich, genau wie der Höllenfürst auch,  nach der einen Hexe, die die Angehörigen des Blutes von Makel befreien kann. Diese taucht dann in Gestalt der siebenjährigen Jaenelle auf…

Claudia Kasper – Naturseife, das reine Vergnügen

Dienstag, 03. Juli 2012
4,38 von 5 Punkten, basierend auf 8 Stimmen.

Wer sich mit dem Seifensieden als neues Hobby beschäftigen möchte, dem sei Naturseife, ein reines Vergnügen” von Claudia Kasper empfohlen.

Als mein Sohn aus dem Kindergarten mit einer selbstgemachten Seife für den Muttertag nach Hause kam, dachte ich mir: Klasse, wenn das dein Sohn kann, kannst du das auch.

Und wie man als Buchhändlerin so ist, beginnt man, gründlich zu recherchieren…

Seifensieden ist nicht ganz so schwierig, wie es aussieht, wenn man denn alle Sicherheitsvorkehrungen beachtet. Chemieunterricht light eben (was hätte ich nicht alles für gegeben, wenn der Chemieunterricht in der Schule so abgelaufen wäre…)

Claudia Kasper betreibt dieses wunderbare Hobby schon seit einigen Jahren und teilt ihre Erfahrungen auf ihrer Website. 

Dabei sind die unterschiedlichsten Rezepte entstanden, die hier natürlich vorgestellt werden. Dieses Buch, das im Freya-Verlag erschien, ist – nebenbei bemerkt – auch die Bibel für SeifensiederInnen und im Unterschied zu den anderen Büchern, die sich mit dem Thema beschäftigen, wird der Leser von vornherein auf die Sicherheit beim Seifensieden eingeschworen, zumal mit Natronlauge gearbeitet wird. Deshalb sind die anderen Bücher, die sich mit dem Seifensieden beschäftigen, zwar nett anzuschauen, aber für den Seifensieder – abgesehen von den Rezepten – nicht unbedingt empfehlenswert.

Christiane Spies – Mondherz

Freitag, 16. März 2012
4,60 von 5 Punkten, basierend auf 5 Stimmen.

Christiane Spies - MondherzIn Mondherz von Christiane Spies begeben wir uns auf die historische Spurensuche im mittelalterlichen Budapest und die Eroberungszüge der Osmanen.  Vor dem Hintergrund der Kriegsschauplätze wird Veronika, eine junge Adlige, durch einen Biss in einen Werwolf verwandelt. Sie hadert mit ihrem Schicksal, dennoch versucht sie mit ihrem neuen Leben zurechtzukommen. Allerdings weiß sie nicht, dass sie im Mittelpunkt einer uralten Prophezeiung ist, die besagt, dass sie einst das Schicksal der Wölfe ins Positive verkehren kann.

Und natürlich wäre dieses Buch ohne den geeigneten Helden in Gestalt des stillen, aber sehr willensstarken Tutoren sehr einseitig geraten. Wer sich jetzt allerdings darauf einstellen möchte, dass dieses Buch wieder eine Geschichte a la “Biss” wäre, dem sei gesagt, dass der Werwolf-Faktor in diesem Buch tatsächlich eine fast untergeordnete Rolle spielt, vorrangig sind die Ereignisse in Ungarn während der Eroberungszüge. Die Kriegsszenen sind sehr anschaulich, manchmal fast ein wenig zu stark beschrieben worden (kann man daran erkennen, dass ich sehr ungern Kriegsszenerien mag?). Angenehm auch, dass der romantische Faktor nicht so überwiegt und das Buch durchaus auch als historischer Roman durchgehen kann.

Yasmina Khadra – “Die Attentäterin”

Freitag, 16. März 2012
4,14 von 5 Punkten, basierend auf 7 Stimmen.

Yasmina Khadra – Die AttentäterinDie Attentäterin des algerischen Schriftstellers Yasmina Khadra (Mohammed Moulessehoul) ist eine höchst brisante Geschichte über das wirkliche Kennen des Nächsten im Nahostkonflikt.

Dabei schafft es Khadra, durch seine fast objektive Bestandsaufnahme, keinerlei Stellung zu beziehen für eine der beiden Seiten.

Amin ist ein angesehener Chirurg in einem Tel Aviver Krankenhaus. Eines Tages wird er jedoch von zwei Polizisten in Empfang genommen, als er eigentlich seine Arbeit beginnen möchte. Sie erklären ihm, dass seine Ehefrau einen Selbstmordanschlag auf ein Restaurant verübt hat, in dem gerade ein Kindergeburtstag gefeiert wurde.  Ohnmächtig versucht Amin,  die Hintergründe und Drahtzieher zu entlarven und dabei erkennt er, dass er seine Frau nicht so gekannt hat,  wie er dachte. Aus den Dingen, die sie ihm nicht sagte und den rätselhaften Kommentaren der Familie versucht er jetzt Licht in die Angelegenheit zu bringen, wohl wissend, dass er in Lebensgefahr schwebt.

Bedrückend und beängstigend realistisch.

Suche

Facebook & Twitter

  • Hugendubel bei FacebookHugendubel bei Twitter

Herzlich Willkommen!

  • Im Hugendubel Blog schreiben Mitarbeiter der Buchhandlung Hugendubel über Bücher: Neuerscheinungen, Lieblings- bücher, Geheimtipps, über Themen, Trends und Fakten.

Archiv

Empfohlene Links