Nach London und Dublin beschreibt Edward Rutherfurd in seinem neuen Buch die Geschichte New York‘s. Dieser lebhafte Familienepos ist im Blessing Verlag auf deutsch erschienen.Es erzählt von den verschiedensten Einwandererfamilien in den unterschiedlichsten Epochen.
1610 verkauften die Alonghin-Indianer, den handeltreibenden Holländern die Halbinsel Manates (oder auch Mana hata). Die Halbinsel lag so günstig, dass sich hier rasch ein Handelsposten, mit einem natürlichem Hafen ansiedelte. Rasch kamen Windmühlen und spitzgieblige Häuser hinzu und schnell war auch der passende Name für das sich entwickelnde Dorf gefunden – Neu Amsterdam.
Der Roman setzt nun 54 Jahre später ein – 1664 – mit der Geschichte der niederländischen Familie van Dyck. Dirk, seine Frau Margaretha und die beiden Kinder. Sie bauen sich mit Hilfe der Indianer ein erfolgreichen Pelzhandel auf. Dirk bleibt oft monatelang, wegen des Tausches – billiger Brandwein gegen wertvolle Pelze – von zu Hause weg. Er ist viel mit den Indianerstämmen der Umgebung unterwegs und beginnt dort eine Liebesbeziehung. Dieser Beziehung mit einer Indianerin, folgt recht bald eine Tochter: Bleiche Feder. Die Mutter von Bleiche Feder stirbt an den eingeschleppten Pocken und das Mädchen lebt erst einmal weiter im Indianerdorf. Dirk versucht sich immer wieder um sie zu kümmern und nimmt sie deswegen irgendwann mit nach Neu Amsterdem, versteckt sie aber weiterhin vor seiner Frau. Margaretha findet dies aber recht schnell heraus und der Haussegen der van Dyck’s hängt schief.
In ihrer einfühlsamen und bewegenden Sprache erzählt Yoko Ogawa in ihrem neuen Roman “Das Geheimnis der Eulerschen Formel” , der im Liebeskind Verlag erschienen ist, eine Geschichte über Freundschaft und Verlust – und über die Schönheit der Mathematik.
Die neue Haushälterin des verschrobenem Mathematikprofessors ist mittlerweile die Neunte, innerhalb kürzester Zeit. Der Professor hat nach einem Unfall 1975 sein Kurzzeitgedachtnis verloren – beziehungsweise es hat nur noch eine Zeitspanne von 80 Minuten. Als Erinnerungsstütze für wichtige Dinge im Alltag, schreibt er diese auf kleine Zettelchen und heftet sie an seinen Anzug, den er jeden Tag trägt.
Unverändert ist jedoch seine Affinität zu Zahlen und den Rätseln der Mathematik. Diese vermittelt er der Haushälterin und ihrem Sohn, den er liebevoll Root ( √¯ ) tauft, weil er einen flachen Kopf hat, der ihn an das Wurzelzeichen erinnert. Die kleinen “Einblicke in Gottes Rechenheft” werden zu etwas Besonderen für Mutter und Sohn. Auch wenn der Professor alles immer wieder schnell vergisst, entsteht so eine Art Freundschaft. Root und der Professor entdecken zusätzlich noch, dass sie beide Fan’s des gleichen Baseballteams – den Hanshin Tigers – sind und so fiebern sie gemeinsam den Spielen und den Matherätseln entgegen. Bis eines Tages die Schwägerin des Professors dem ein plötzliches Ende setzt …
Der erste Roman von Susan Kreller “Elefanten sieht man nicht” ist eine Anspielung auf die englische Redewendung: The elephant in the room. Übersetzt man diese Sprichwort, redet man über ein Thema, das im Raum steht, nicht, weil es unangenehm ist.
Der genannte Elefant entspricht hier dem Problem der Gewalt gegen Kinder.
Die 13-jährige Mascha wird wie jedes Jahr, seit ihre Mutter tot ist, in den Sommerferien bei den Großeltern abgegeben. Sie landet also sechs Wochen im Jahr in einer Siedlung die so spießbürgerlich langweilig ist, dass ihr nichts anderes übrig bleibt, als sich mit ihrem MP3-Player auf den Spielplatz die Zeit zu vertreiben.
Bis Julia und Max auftauchen. Max verhält sich komisch, sehr eigenbrödlerisch und nicht altersgerecht, eher wie ein Kleinkind. Julia redet nicht viel und dann bemerkt Mascha die versteckten blauen Flecke an beiden Kindern.
Jennifer E. Smith’s Jugendbuchroman mit dem wahnsinnig langen Titel “Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick” ist jetzt im Carlsen Verlag erschienen.
Die 17-jährige Hadley wird von ihrer Mutter mehr oder weniger gezwungen zur Hochzeit ihres Vaters und seiner neuen Frau zu fliegen. Nun sitzt sie am New Yorker Flughafen fest, denn sie hat ihren Flug nach London um 4 Minuten verpasst. Dämliche 4 Minuten. Der nächste Flug geht erst am nächsten Morgen.
Hier lernt sie nun unverhofft den netten und süß aussehenden Oliver kennen. Nach unzähligen Stunden des Wartens sitzt der im Flugzeug auch noch neben ihr. Obwohl die Chemie stimmt, ist Hadley mehr mit ihrer Flugangst beschäftigt. Sie versucht diese zu überstehen, indem sie sich ablenkt. Oliver hilft ihr dabei und unterhält sie. Unbemerkt entwickelt sich da etwas zwischen ihnen und für Hadley erscheint der Flug nun gar nicht mehr so schlimm, irgendwann scheint er gar zu kurz. Die ältere Dame die neben den beiden sitzt stellt treffend fest: “So wie einem ein Sieben-Stunden-Flug wie ein ganzes Leben vorkommen kann, wen man jung und verliebt ist”.
In London angekommen verlieren sich beide am Zollschalter aus den Augen, ohne Nachnamen, Telefonnummer oder Adresse ausgetauscht zu haben. Wie findet man sich in einer völlig fremden Stadt wieder?
Der Titel “Das ist ein Buch” von Lane Smith sagt schon sehr viel über den Inhalt aus. Erschienen ist diese Liebeserklärung an das gedruckte Buch beim Hanser Verlag.
Affe und Maus versuchen dem technikaffinem Esel zu erklären was der Unterschied zwischen einem Laptop und einem Buch ist. Zusätzlich erfährt der Leser einiges über das Verständnis der Generation 2.0 und das auch diesen Lesen Spaß machen kann.
Und alles endet damit, dass die Maus den Esel einen Esel nennen darf.
Im Zeitalter des elektronischem Lesens gelingt es Lane Smith auf eine humorvolle weise eine Homage an das “normale” Lesen zu schreiben und zu illustrieren. Eine kleine feine Geschichte für Groß und Klein. Eignet sich auch hervorragend zum Verschenken.
Lustigerweise gibt es das Ganze auch als lustiges Video:
Der Sciencefictionroman Robocalypse von Daniel H. Wilson ist die erste Übersetzung ins Deutsche. Es ist als Broschur im Droemer Verlag erschienen.
Die Wissenschafler rund um Professor Wasserman experimentieren mit ARCHOS, der ersten funktionierenden künstlichen Intelligenz (KI). Bisher löschte man einfach alles, lief etwas schief. Bis zum Tag an dem sie sich die KI weder löschen noch abschalten lassen will und aus dem Labor flüchtet. Nichts ahnend versuchen die Wissenschaftler sie wieder einzufangen, doch ARCHOS lernt wahnsinig schnell. Nach einem kurzen Lernphase hält sie es für angebracht die menschliche Rasse zu erziehen, um die Erde und die Tiere vor ihr zu schützen.
Die Menschheit hat mittlerweile ein ganzes Arsenal von Maschinen in ihr Alltagsleben eingebaut. Das geht los mit der einfachen mechanischen Haushaltshilfe, über die intelligente Roboter-Ersatzehefrau. ARCHOS infiltriert alles, was einen Computerchip beinhaltet und unter ihrer Führung beginnen die Maschinen sich gegen ihre Besitzer zu wenden. Navigationssysteme, Fahrstühle, Autos und computergesteuerte Waffensysteme werden zur tödlichen Gefahr. Ist das das Ende der Menschheit?
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