paul watzlawick‘s buch anleitung zum unglücklichsein ist schon ein klassiker und ein kultbuch. jetzt kommt er in die kinos. schon wieder ein buch das verfilmt wird. ich habe mir gleich den trailer angeschaut. er erinnert mich ein bißchen an meinen lieblingsfilm ‘die fabelhafte welt der amelie‘.
in den 80gern erschienen viele ratgeberbücher, meist aus den usa, die zeigen wollten was man noch so aus seinem leben machen kann, wie man alles verbessern kann und wie man glücklich sein kann usw …
dieses buch ist anders. mit viel witz und humor kommt es daher. herr watzlawick zeigt uns, dass wir mit unseren problemen, unserm unglücklichsein auch spielerich umgehen können. er hält uns einen spiegel vors gesicht und zeigt uns was wir GEGEN unser glück tun. obwohl es auch anders geht.
eines der bekanntesten szenen aus dem buch: die geschichte mit dem hammer:
„Ich wurde am, in, als einziges. Mein Vater war, meine Mutter. Bei Kriegsausbruch kam ich, wo ich bis zum. Nach Ende des blieb mein Vater mit mir, was ich bis heute nicht. Er hätte jedoch auch. Jedenfalls ging ich zur und wurde ein halbwegs normales. Das änderte sich, als ich den Beruf eines. Wenn ich auf mein bisheriges zurückblicke, dann muß ich leider sagen.“
Dieser erstaunliche Lebensrückblick könnte nicht präziser sein. Er ist dermaßen genau, dass es schon schmerzt. Hier steht alles geschrieben, das Leben eines Menschen, der das 20. Jahrhundert nicht nur erlebt, sondern auch erlitten hat. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Am 30. September feiert der Literaturbetrieb Jurek Beckers 75. Geburtstag, doch leider ohne den Schriftsteller. Becker verstarb am 14. März 1997. Der allbekannte Krebs nahm uns den Mann weg, der ein gewaltiges Buch hinterlassen hat, das als ein unvergessliches Stück Literatur an ein Vergehen an den Menschen durch den Wahn-Menschen erinnert. Jurek Beckers Jakob der Lügner wurde zweimal verfilmt und selbstverständlich erreichen die Filme nicht einmal im Ansatz die Genialität des Buches.
Adele ist die britische pop- und r&b-sängerin. sie hat einige preise gewonnen: grammys, mtv europe music award, brit awards und noch mehr.
sie trat september 2011 in der Royal Albert Hall auf. ich wäre auch gerne dort gewesen. ich stelle mir vor die stimmung musste bombastisch gewesen sein. aber in der heutigen zeit gibt es ja zu fast allen konzerten DVDs oder CDs.
jetzt wo es langsam kälter und regnerischer wird, kann man es sich zu hause gemütlich machen und sich dieses tolle konzert anschauen.
viel spaß!!
hier schon mal ein vorgeschmack:
http://www.youtube.com/watch?v=54Xh1WbRb7k&feature=related
„Pianomania – Ein Film über Liebe, Perfektion und ein kleines bisschen Wahnsinn“ – Ab einer bestimmten Schwierigkeitsstufe gibt es einfach kein Zurück mehr. Der Übergang ist fließend; wo hört die Genialität auf und ab wann beginnt der Wahn? Oder ist es die Synthese? Der genialische Wahn bzw. das wahnsinnige Geniale? Doch verbindet man mit Lang Lang und Alfred Brendel den Wahn, oder sollte man vielleicht eher von einer höchsten Spezialisierung, eines schwindelerregenden Niveaus sprechen? Fragen über Fragen.
Eines ist jedoch klar; die Musiker, die auf „Pianomania“ zu bestaunen sind, verdienen die Bezeichnung „Künstler“ zu 100%. Erst ihr instrumentales Können und musikalisches Verständnis (!) rechtfertigen die Auszeichnung zum „Künstler“ in der Sparte Musik. Leider wird der Begriff des „Künstlers“ – zumindest in Deutschland – hyperinflationär gebraucht und dadurch total verbraucht. Es ist unverzeihlich und verantwortungslos musikalische Analphabeten, die ihre Instrumente nicht einmal anständig in den Händen halten können, von der Beherrschung des Instruments ist ja noch lange nicht die Rede, als „Künstler“ zu bezeichnen. Wenn diese Nicht-Könner sogenannte „Künstler“ sind, dann ist Lang Lang offensichtlich ein „Nicht-Künstler“.
Man wird ja immer wieder einmal überrascht, bei Heinz Erhardt erwartet man das ja auch. In jedem Gedicht, in den Filmen, ständig muss man damit rechnen, dass es zu höchst seltsamen Momenten kommt, oft braucht es einem Augenblick bis man versteht.
Er hatte großen Erfolg, was ich immer als Zeichen nehme, dass die Menschen, Zuschauer, Zuhörer, viel klüger sind als die Fernseh- und Zeitungsmacher immer mal behaupten, wenn sie verteidigen was sie so im Angebot haben.
Erhardt also, da überrascht es nicht, wenn er überrascht, aber kürzlich kam eine Kollegin hierher, ich kenne sie lange, viele Jahre, sie ist eine Kluge und Liebenswürdige – und an diesem Tag hatte sie auch noch eine Überraschung, einen überraschenden Wunsch!
Sie wollte, dass ich ein Gedicht vorlese, hatte auch schon eine Vorstellung welches, ich habs getan (und sie vielleicht damit auch überrascht) und hier ists:
Die Made
Hinter eines Baumes Rinde
wohnt die Made mit dem Kinde.

Roland Emmerich macht sich in seinem Film Anonymus auf die Suche nach Shakespeare.
Wer war Shakespeare wirklich? Schon seit Erscheinen der vielen Theaterstücke und Gedichte fragten sich alle, ob diese Werke von einem Handschuhmacher geschrieben wurden.
Dieser Film findet Antworten die sich auf die neue Shakespeare Forschung beziehen. Und getreu dem Motto: “All the world’s a stage” , wurde das GLOBE komplett nachgebaut.
Wer Kostümfilme mit sehr guten Schauspielern und einem spannenden Drehbuch liebt, der muss diesen Film anschauen.
Gernot Gricksch – Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe
Jeder wundert sich doch über die Liebe. Robert Zimmermann zwar auch, aber als junger, aufstrebender PC-Spiele-Entwickler hat er Besseres zu tun als auf die Suche nach der Einen zu gehen. Eine (fast) harmlose Currywurst lässt ihn begreifen: Manchmal muss man gar nicht suchen, manchmal wird man von der Liebe gefunden.
In Roberts Fall ist Ketchup der Bote des Schicksals: Eine störrische Currywurst, die partout nicht auf eine Plastikgabel gespießt werden möchte, bekleckert seinen teuren Designeranzug. Um diesen für den wichtigen Geschäftstermin am Abend wieder auf Vordermann zu bringen, sucht Robert eine chemische Schnellreinigung auf. Und da steht sie: Monika. Robert verliebt sich Hals über Kopf. Dass die Frau seiner Träume fast zwanzig Jahre älter ist als er, stört ihn eher wenig.
Ry Cooder – In den Straßen von Los Angeles, das sind Erzählungen, die ich bei einer meiner häufigen Beschäftigungen entdeckt habe: In einer guten Buchhandlung Bücher anschaun, anfassen, anlesen …. (korrekt wäre eigentlich zu sagen, mich gegen Bücher zu wehren, weil der Stapel der ungelesenen ohnehin wächst, die Bodenhaltung für Bücher auch nicht gut ist und die Einsicht, in kurzen Momenten ja vorhanden, dass all diese Bücher niemals gelesen werden können eigentlich zum Verzicht zwingt.
Naja … die Vernunft … aber bei Ry Cooder gibt’s ja ohnehin kein Zögern! )
Ich kenne ihn als Musiker natürlich sehr gut, hab beinahe alle seine CDs, seine Filmmusiken, die CDs bei denen er Gastmusiker ist, man könnte sagen, ich bin ein Fan (natürlich, was für eine Frage, auch die CDs sind so viele geworden im Lauf der Zeit, dass es kaum eine Chance gibt die alle jemals wieder zu hören, vor allem so gründlich zu hören wie sie das verdienen, und wieder und wieder, etwa heute Morgen eine Jimi Hendrix – nur weil ich die seit vierzig Jahren höre, heißt das ja nicht, dass ich mit der Musik fertig wäre, sie ausgeschöpft, erledigt ist, ganz ähnlich, wie die leicht beleidigten Bücher, denen man ja gesagt hat: Wiederlesen! Bestimmt!)
“Ich fahre. Das ist alles, was ich mache. Ich bin nicht dabei wenn du das Ding planst, und auch nicht, wenn du´s den anderen verklickerst. Du sagst mir, wo es losgeht, wohin wir fahren und wo es anschließend hingeht. Du bestimmst die Uhrzeit. Ich beteilige mich an nichts, ich kenne niemanden, ich bin unbewaffnet. Ich fahre.” [S. 20 "Drive" - James Sallis]
Er will fahren. Er will nichts anderes als den vibrierenden Motor seines Chevys unter seinen Gliedern spüren. Driver fährt, etwas anderes will er nicht. Als Stuntfahrer für teure Hollywoodstreifen hat er sich einen großen Namen gemacht und Kohle extra verdient er sich als Fahrer bei Raubüberfällen. Jeder Tag beginnt gleich und endet mit einem Bourbon in einer runtergekommenen Spelunke. Doch bei einem der Überfälle, für die Driver fährt, geht alles schief. Schlagartig befindet sich Driver in einer brutalen Spirale aus Blut, Lügen und den grausamen Machenschaften der Mafia.
Driver sollte bereits tot sein, doch nun dreht er den Spieß um und der Gejagte wird zum Jäger!
James Sallis formuliert kurze, aber rasante Sätze und erzählt in “Drive” die grausame Wirklichkeit der Großstadt und dem nicht mehr existenten amerikanischen Traum. Gewaltig und düster. Ein Thriller für alle die jenigen, die hinter die Fasaden blicken…
Corinna Belz hat mit Ihrem Film Gerhard Richter Painting versucht an den schöpferischen Kern dieses Malers zu kommen und seine Arbeitsweise hinreichend darzustellen, und somit jedermann die aktuelle Kunst und Arbeitsweise und Ausstellungspraxis nahezubringen. Als Zuschauer braucht man Geduld und einen langen Atem, bis der wahre Richter sich doch recht unverkrampft zeigt.
Der Dialog mit der Kamerafrau macht diesen Film aber auch echt und zeigt das Dilemma des nicht filmbaren Funken, der oft im Verborgenen, im Rausch stattfindet, und den jeder Maler alleine erfährt. Die Assistenten spielen im Film eine wichtige Rolle. Es könnte jeder aus dem Zuschauerpublikum sein, der in Richters FarbWelten hereinwächst. Die Bilder sind wie Kinder, die entweder überleben, oder groß dunkel und erwachsen werden.
Für jeden Kunstinteressierten ein absolutes Muss!
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