Für mich ist das immer noch eine völlig faszinierende Geschichte und zum 60. Jahrestag erscheint dieses großartige Buch: Die Eroberung des Mount Everest – George Lowe, Huw Lewis-Jones.
Am 29. Mai 1953 haben Sir Edmund Hillary und sein Sherpa Norbu Tenzing Norgay den Gipfel des Mount Everest erreicht und diese beiden Namen gehören seither zum allgemeinen und ganz selbstverständlichen Bildungsgut. Aber es gab noch mehr Begleiter wie beispielsweise George Lowe der in großartigen Photographien die Erstbesteigung dokumentiert hat. Bisher unveröffentlichte Fotos, Landschaftsaufnahmen, Porträts und dazu die Erinnerungen von George Lowe ergeben einen intensiven und bleibenden Eindruck.
Berg, Schnee, Abenteuer und ein unfassbares Geschehen – das Buch muss man ja sehen!
Der achtfache Großvater Hubert Reeves hat Gelegenheit, viel Zeit mit seinen heranwachsenden Enkeln zu verbringen und ihnen Fragen wie diese zu beantworten: Wo ist das Weltall zu Ende? Famos versteht der namhafte frankokanadische Astrophysiker sich darauf, Kindern und Jugendlichen das Universum zu erklären. Wofür vorliegendes Buch aus dem C. H. Beck Verlag das Beweisstück ist. Gut vorstellbar, dass viel ältere Jahrgänge ebenfalls ihre Freude an den sommerabendlichen Liegestuhlgesprächen haben, die hier für jeden wissenschaftlichen Laien festgehalten sind.
Im Buchblock enthält der schön gebundene kleine Band (deutsche Erstausgabe 2012) keine Abbildungen. Nur die typographischen Sternchen um die 140 Seitenzahlen herum weisen anders als wörtlich darauf hin, dass die durchkomponierte Plauderei beim Anblick des Himmels stattfindet. Die Gesprächsform selbst sorgt hier für die nötige und ausgiebige Anschaulichkeit. Nicht nur, wo an geeigneter Stelle ein Bienenkorb oder ein Rosinenkuchen aufgefahren oder dem Lieblingskätzchen Coquecigrue sein Platz in der Geschichte des Universums angewiesen wird. Es reden eben zwei Menschen miteinander, gehen aufeinander ein und verständigen sich. Soweit der Autor im vorliegenden Fall eine Reihe von tatsächlichen Gesprächen bloß nachgebildet hat, zeugt das Ergebnis von einem vorbildlichen Nachempfinden des lebendigen Dialogs zwischen Opa und 14-jähriger Enkelin.
Große Kunst mit kleinen Fehlern:
Thomas R. Hoffmann – “Das sieht doch keine Sau”
Johann Wolfgang von Goethe hatte zwei linke Füße. Das glauben Sie nicht? Ein berühmtes Gemälde des Malers Johann Heinrich Wilhelm Tischbein, das den legendären Dichter während seiner Italienreise zeigt, ist der Beweis. Oder war der Künstler schlichtweg nicht in der Lage, einen rechten Fuß zu zeichnen?
Knapp zwanzig Bilder namhafter Maler aus Vergangenheit und Gegenwart hat sich Autor und Kunsthistoriker Thomas R. Hoffmann ganz genau angesehen. Ob Meisterwerke von Paul Cézanne, Caspar David Friedrich oder Peter Paul Rubens – neben der auf den ersten Blick wahrnehmbaren Perfektion sind auch Makel erkennbar.
Die Phrase “Ist das Kunst oder kann das weg?” bekommt bei dem Street Artist Banksy und dem Aktionskünstler Joseph Beuys sogar eine allzu wörtliche Bedeutung. Mit viel Kompetenz und Witz führt Hoffmann den Leser durch zahlreiche Epochen und deren berühmteste Kunst-Fehler.
LANDMARK NOTES- Arts, Crafts and Coffee. Notizbuch für München – ein Zufallsfund, und ganz großartig passend: Ein Besuch, der das Buch als Begrüßungsgeschenk überreicht bekommt.
Man könnte denken, dass mit einem Stadtführer ein Besuch gut alleine in der Stadt zurechtkommt und die Besuchsverpflichtungen dadurch weniger werden, könnte man so denken, ja, aber die LANDMARK NOTES sind ja kein klassischer Stadtführer sondern ein besonderer, ich zitiere einfach von der Internet- Seite:
Notizbuch, Reisetagebuch und Stadtführer in einem. München anders sehen: Junge Künstler, junges Design und Kunsthandwerk, versteckte Läden und wunderbare Cafés. Ein Streifzug durch außergewöhnliche Locations in München mit ganz viel Platz für eigene Notizen und Gedanken…
Das Buch steckt voller Überraschungen und ist sicher nicht nur für Besucher in München interessant, auch für München-Bewohner bietet sich da allerhand Unbekanntes und Entdeckenswertes.
Es ist ein richtiges Vergnügen darin zu blättern und wenn erst einmal die eigenen Einträge das Buch füllen wird ein ganz einmaliges und individuelles Erinnerungsstück daraus.
Die Herausgeberin, Susanne Perk-Kuhlmann, ist auch die Herausgeberin des Designguide München & Umland (www.designguide089.de ), ausgewiesene Kennerin also, hat hier ein verspieltes, überraschendes, nützliches und großartig selbst mitzugestaltendes Buch entwickelt das die eigenen Stadtentdeckungen noch ein Stück spannender und interessanter macht.
Wildlife. Fotografien des Jahres ist da und ist wie jedes Jahr unbedingt sehenswert!
Natürlich sind auch die Fakten beeindruckend: dass aus Tausenden von Teilnehmern am Wettbewerb „Wildlife Photographer of the Year“ ausgewählt wird, dass etwa 80 Photographen ausgewählt werden, „deren charakteristische Bildsprache und außergewöhnliche Motive herausstechen.“ (entnehme ich dem Info-Text auf der Verlagsseite des Knesebeck Verlages), dass das Natural History Museum in London als Herausgeber fungiert, das eine Sammlung von 70 Millionen Exponaten beherbergt … das ist alles sehr beeindruckend, wär mit aber nicht so wichtig, wenn nicht die Fotos einfach großartig wären! Sind, jedes Jahr wieder, weswegen bei mir zu Hause eine ganze Reihe dieser Tier-Jahres-Fotobände stehen, die auch immer wieder einmal betrachtet werden, sattsehen an diesen großartigen Aufnahmen wird man sich nie.
Da wäre vielleicht auch eine beeindruckende Zahl: wie oft diese Bilder angesehen wurden und werden.
Natürlich ist das Buch ein perfektes Geschenk das man sich selbst macht, aber tatsächlich, ich habs versucht, man kanns verschenken und die Freude der Beschenkten ist groß!

Thilo Bubek(Deutschland) – Kategorie: Sieger Kategorie Die Wildnis
Polarlicht über dem Eis
Aufgenommen auf der Kvaløya-Insel im Norden Norwegens. Die Auroren bzw. Nordlichter entstanden in der Ferne und kamen allmählich näher, bis sie schließlich in riesigen, dramatischen leuchtenden Bögen quer über den Himmel blitzten. „Auroren bewegen sich rasch, und daher wählte ich eine ziemlich hohe ISO, um durch die schnelle Aufnahme von sechs Bildern ein Panorama zu schaffen”, sagt Thilo.
Hans Kemp’s irrer Bildband “Bikes of Burden” nimmt uns mit in ferne, asiatische Welten, insbesondere nach Vietnam.
Ich war noch nie dort, aber in Asien gelten Zweiräder ja bekanntermaßen als Hauptfortbewegungsmittel. Die Bilder haben mich erst fast erschreckt, ob Wagemut oder Hygiene-Gedanken (oder den Mangel daran…) Unvorstellbar, daß hier in Europa jemand die Schwerkraft derart herausfordert!
Aber es gibt auch witzige, faszinierende Details zu entdecken, und man könnte sich für so manche Kniffe und Tricks für die eigenen Fotos abschauen.
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Ein ideales Geschenk für Asien-Fans, Reise-Freunde, Fahrzeug-Begeisterte, Asienkenner, Fotosammler, Fotografen, schon-alles-Haber etc.
Die Kuh Lieselotte hat bereits eine grosse Fangemeinde und die dürfte mit dem neuen Buch “Lieselotte versteckt sich“ noch grösser werden. Bei mir jedenfalls herrscht schon lange das Lieselotte-Fieber. Leider, oder „Gott sei Dank“, braucht Alexander Steffensmeier immer so lange, bis ein neues Buch erscheint.
Die eigenwillige Kuh spielt diesmal verstecken und das Ganze endet mit Pflaumenkuchen auf einem Baum, weil die Aussicht über die Felder und den idyllischen Bauernhof von dort so schön ist. Der Postbote (Running Gag bei Lieselotte) ist diesmal der Held. Ich will nicht zu viel verraten, denn jedesmal finde ich diese Mischung aus Geschichte und Wimmelbilderbuch so bezaubernd und zum Lachen, dass ich allen, Erwachsenen wie auch Kindern, die Lieselotte Abenteuer ans Herz lege. Die Miniausgaben vermitteln leider nur den halben Spass, weil die Bilder zu kleinteilig werden. Schliesslich gibt sich der Illustrator so viel Mühe die Tiere, ihre Umgebung und die Bäuerin in kleinen Szenen und lustigen Situationen zu zeichnen.
Dieses Buch – Katzen. Französische Landsitze und ihre Bewohner fotografiert von Rachael Hale McKenna – sehen, das Cover anschauen (beinahe hätte ich gesagt: anstarren), das Buch aufschlagen und sofort wissen: das Buch will ich, das geht sehr schnell, das ist eine ganz natürliche, zwangsläufige Aktion!
Die Fotos sind so liebenswürdig und wahr, dass jeder, der Katzen mag, sofort verloren ist.
Natürlich ist die Umgebung „Französische Landsitze“ wie der Titel schon sagt, ebenfalls sehenswert, aber der vollständige Titel ist ja „ … und ihre Bewohner“, und da werden die wahren Herren des Hauses gezeigt. Katzen sehen ja immer so aus als wüssten sie, dass sie fotografiert werden und wären, je nach Temperament und Laune, in der richtigen Fotografierhaltung, aber das stimmt natürlich nicht, sie sind einfach so fotografierenswert, und wenn eine Künstlerin wie Rachael Hale McKenna das mit so viel Liebe und Zuneigung und Können tut, dann kommt dabei der großartigste Band zustande den man finden kann.
Natürlich, auch der Text ist wichtig, Rachael Hale McKenna erzählt von den Aufnahmen, es gibt Zitate zu Katzen, kommt alles nach und nach, das Buch ist ja schon glücklich zuhause, da wo es hin gehört!
Die “Kamasutraküche” vom Otus Verlag ist mehr als nur ein Kochbuch, es widmet sich ganz und gar der Sinneslust in allen Bereichen.
Seit einem Jahr beschert uns der Otus Verlag etwas anderes geratene Kochbücher. Themen wie Hexen, Engel, Teufel oder Magie werden vorangestellt und mit dementsprechenden Rezepten uns nahe gebracht.
In der “Kamasutraküche” geht nun der Verlag einen Schritt weiter.
Der erste Teil besteht aus der Beschreibung und Anleitung des perfekten Verführens nach dem Kamasutra. Der zweite Teil widmet sich den sinnlichen Düften und ihrer Herstellung, sowohl als Parfüm, Badezusatz oder Massgeöl. Im dritten Teil werden wir in die Geheimnisse und Handhabung der Partner- und Einzelmassage für Mann und Frau eingeweiht. Zu guter Letzt gibt es dann im vierten Teil aphrodisierende Rezepte.
Wie immer reichen die Schwierigkeitsstufen von leicht bis schwer, das Beschaffen der Zutaten von billig bis teuer.
Eine Seite für jeden Tag des Jahres, und darauf zehn Zeilen – mehr braucht das 10Jahresbuch von Ars Edition nicht, um mich zu überzeugen (von den sehr schönen Zitaten und Weisheiten, die jede Seite schmücken, einmal abgesehen).
Kennen Sie das auch: Sie würden wirklich gerne Tagebuch schreiben, aber bereits nach einer Woche fällt es Ihnen schwer, täglich einen kleinen Aufsatz zu Papier zu bringen? Dann wird schnell einmal ein Tag ausgelassen, dann eine Woche – und schon ist das Thema Tagebuch (und damit das Buch selbst) wieder vom Tisch. Kenne ich. Doch dann bin ich dank der Empfehlung eines Kollegen auf diese wunderschöne Entdeckung gestoßen: Das 10Jahresbuch, ein in blaues Leinen gebundenes (was übrigens den Preis durchaus rechtfertigt!) Buch, das für jeden Tag des Jahres nur ein paar Zeilen bereithält, und das 10 ganze Jahre lang. Hier ist höchstens Platz für einen oder zwei gewichtige Sätze, Sie müssen keine Romane schreiben, um den Tag in Erinnerung behalten zu können.
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