Unter dem Titel “Das Nichts verstehen” behandelt dieses Spektrum-Taschenbuch von Frank Close die Suche nach dem Vakuum und die Entwicklung der Quantenphysik. Der populärwissenschaftliche Autor hat sich für sein erfolgreiches Bemühen um Allgemeinverständlichkeit in Großbritannien einen Namen gemacht. Als interessiertem, physikalischen Laien ist auch mir angenehm aufgefallen, wie leserlich das wissenschaftlich anspruchsvolle Thema des “leeren Raums” hier vermittelt wird. Deshalb muss durchaus nicht von einer leichten Lektüre die Rede sein. Aber auch das spricht für ein gutes Sachbuch, wenn ein erster Durchgang zu einem erweiterten Vorverständnis verhilft und wahlweise zu dessen Vertiefung ein gründlicheres zweites Lesen der in diesem Fall rund 170 Seiten.
Der achtfache Großvater Hubert Reeves hat Gelegenheit, viel Zeit mit seinen heranwachsenden Enkeln zu verbringen und ihnen Fragen wie diese zu beantworten: Wo ist das Weltall zu Ende? Famos versteht der namhafte frankokanadische Astrophysiker sich darauf, Kindern und Jugendlichen das Universum zu erklären. Wofür vorliegendes Buch aus dem C. H. Beck Verlag das Beweisstück ist. Gut vorstellbar, dass viel ältere Jahrgänge ebenfalls ihre Freude an den sommerabendlichen Liegestuhlgesprächen haben, die hier für jeden wissenschaftlichen Laien festgehalten sind.
Im Buchblock enthält der schön gebundene kleine Band (deutsche Erstausgabe 2012) keine Abbildungen. Nur die typographischen Sternchen um die 140 Seitenzahlen herum weisen anders als wörtlich darauf hin, dass die durchkomponierte Plauderei beim Anblick des Himmels stattfindet. Die Gesprächsform selbst sorgt hier für die nötige und ausgiebige Anschaulichkeit. Nicht nur, wo an geeigneter Stelle ein Bienenkorb oder ein Rosinenkuchen aufgefahren oder dem Lieblingskätzchen Coquecigrue sein Platz in der Geschichte des Universums angewiesen wird. Es reden eben zwei Menschen miteinander, gehen aufeinander ein und verständigen sich. Soweit der Autor im vorliegenden Fall eine Reihe von tatsächlichen Gesprächen bloß nachgebildet hat, zeugt das Ergebnis von einem vorbildlichen Nachempfinden des lebendigen Dialogs zwischen Opa und 14-jähriger Enkelin.
Ich hatte ja schon einen eReader, aber darüber muss man nicht mehr reden, der toline shine spielt schon in einer ganz anderen Liga.
Mir geht es nicht so sehr um viele technische Kleinigkeiten sondern darum, dass der Reader dort wo ich ihn brauche gut funktioniert, dass er handlich ist, gut lesbar, eher intuitiv bedienbar als mit einer langen Anleitung (- die ich dann zur Hälfte nicht verstehe).
Natürlich hab ich ein paar Dinge gleich ausprobiert, wie das mit der Cloud funktioniert, auch wenn ich nicht glaube, dass ich jemals 2000 eBooks auf dem Reader haben werde und Platz schaffen muss (das Angbot im eBook Shop sind 300 000 Titel – allerdings hab ichs nicht gezählt), aber praktischerweise sind die ohnehin in der Cloud und das funktioniert super, auch eBooks aus der Cloud aufs Smartphone zu holen ist einfach. Der Zugang in den Hugendubel-Geschäften funktioniert und die Telekom Hotspots hab ich auch ausprobiert – so viel Neugierde muss sein.
Aber selbstverständlich brauche ich weiterhin gedruckte Bücher, zuhause, aber ich brauche nicht mehr so schwere und große Taschen mit mir herumschleppen!
Hans Kemp’s irrer Bildband “Bikes of Burden” nimmt uns mit in ferne, asiatische Welten, insbesondere nach Vietnam.
Ich war noch nie dort, aber in Asien gelten Zweiräder ja bekanntermaßen als Hauptfortbewegungsmittel. Die Bilder haben mich erst fast erschreckt, ob Wagemut oder Hygiene-Gedanken (oder den Mangel daran…) Unvorstellbar, daß hier in Europa jemand die Schwerkraft derart herausfordert!
Aber es gibt auch witzige, faszinierende Details zu entdecken, und man könnte sich für so manche Kniffe und Tricks für die eigenen Fotos abschauen.
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Ein ideales Geschenk für Asien-Fans, Reise-Freunde, Fahrzeug-Begeisterte, Asienkenner, Fotosammler, Fotografen, schon-alles-Haber etc.
Heinrich Zankl – Kampfhähne der Wissenschaft
In den Wissenschaften zählt ein klarer, unvoreingenommener und rational abwägender Verstand. Erst wenn Ergebnisoffenheit garantiert ist, kann von einer objektiven Wissenschaft gesprochen werden, denn jede Dogmatik sorgt für ein Erstarren und mündet in eine mentale Sackgasse. Diese Sackgassenmentalität ist der Feind jeder konstruktiven Weiterentwicklung, denn, wenn die Wissenschaftsgeschichte eines beweist, dann, dass verkrustete Positionen immer wieder von Pionieren aufgebrochen werden müssen. Außenseiter müssen sich immer wieder opfern, um festgefahrene Denkstrukturen zu überwinden.
Heinrich Zankl zeigt in seiner unterhaltsamen Gesamtschau „Kampfhähne der Wissenschaft“ auf, wie stur und engstirnig selbst die berühmtesten Wissenschaftler sein können. Kontroversen und gegenseitige Theorien mündeten und münden nicht selten in irrationale Feindschaften. Das Buch zeigt die negativen Eigenschaften weltberühmter Persönlichkeiten auf, die irgendwann die Bahnen des wissenschaftlichen Argumentierens und Arbeitens verlassen und sich in den Irrgärten der subjektiv-voreingenommenen Überzeugung verloren haben.
>>mensch_tier<< ist eine bearbeitete Ausgabe von Harmut Kiewerts Diplomarbeit, die er “mit Auszeichnung” verfasst hat. Auf den rechten Buchseiten sieht man seine mit Ölfarben gemalten Bildern von Tieren und Fleisch und deren Bedeutung durch die Ausbeutung. Eindrucksvoll sind sie – und erschütternd ehrlich. Sie geben Anlass zum Nachdenken.
Auf den linken Buchseiten ist der Text: Zunächst Zahlen und Fakten zur Fleischproduktion inkl. aufschlussreichen Statistiken z. B. über den Wasserverbrauch bei der Herstellung verschiedener Nahrungsmittel. Dann geht es um die geschichtliche Entwickung des Mensch-Tier-Verhältnisses und verschiedene Ansichten bekannter Denker.
Wofür der Autor plädiert, gehe über den Tierrechtsgedanken hinaus. Mensch müsse die Herrschaftsverhältnisse generell ändern. Die vegane Lebensweise sei dabei ein wirkungsvoller Schritt.
Im Buchtitel stellt er Mensch und Tier in ihrem Wert gleich, so wie Frauen und Männer/Leser_innen.
Wegen des wissenschaftlichen Charakters ist dieses Buch ein Meilenstein unter den “veganen” Büchern! Es ist neutral und zweifellos glaubwürdig.
Wer möchte nicht einmal für „Acht Wochen verrückt“ sein, um dann als ein erholter Mensch wieder mit dem Leben im Klaren zu sein? Die Phase der vorübergehenden „Verrücktheit“ kann den gehetzten, ausgelaugten, erschöpften und ausgebrannten Neuzeit-Menschen sogar erneuern, die Sicht auf das eigene Leben bewusster klarmachen.
Eva Lohmanns Debüt ist ein kleines, aber tiefgründiges Stück Literatur. Die eingestreuten witzigen Abschnitte sollen den Tiefgang ihres Buches nicht mindern, denn „Acht Wochen verrückt“ ist eine autobiographische Auseinandersetzung, die den selbsterlebten Absturz der menschlichen Psyche gekonnt aufbereitet.
Milena Winter ist solch ein Mensch, die eine seelische Eiszeit durchleidet. Eva Lohmanns alter ego. Ihr Zusammenbruch kündigt sich über Wochen an; zuerst verliert sie die Lust an der Arbeit und am Ende dieser Entwicklung fehlt ihr die Antriebskraft um die elementarsten zwischenmenschlichen Beziehungen aufrecht zu halten. Ihr Lebenstrieb erlahmt. „Ich wusste, dass ich einfach nicht mehr funktionierte.“ Dies wird von einer 27-jährigen festgestellt, die noch das ganze Leben vor sich hat. Die Diagnose ist eindeutig: Depression und Burn-Out. Milena wird in eine psychosomatische Klinik eingeliefert, um im „Land der Verrückten“ ihre Lebenskräfte wiederzufinden. Dort trifft sie nicht nur Patienten, die, wie sie an Depression und Burn-Out leiden, sondern auch Esssüchtige, Magersüchtige und Menschen mit Persönlichkeitsstörungen.
Gruselgeschichten lesen ist eine Sache. Gruselgeschichten erleben schon eine ganz andere. Menschen helfen, die Gruselgeschichten erleben und Spukphänomene erforschen ist noch einmal eine ganz, ganz andere Sache: “Die Geister, die mich riefen. Deutschlands bekanntester Spukforscher erzählt” von Walter von Lucadou, der die deutschlandweit einzigartige Parapsychologische Beratungsstelle in Freiburg betreibt.
An ihn wenden sich Menschen, die Phänomene erleben, die sie sich nicht erklären können: Nächtliche Gestalten, unerklärliche Geräusche, Spuk, Gegenstände, die durch die Luft schweben. Walter von Lucadou nimmt sie ernst – schon alleindas tut den Ratsuchenden gut. Für manche Phänomene weiß er eine Erklärung, für andere nicht. Mit seinen Erklärungen bleibt er mal innerhalb der Grenzen der anerkannten Wissenschaften; doch meist bewegt er sich an ihren Grenzen. Dabei verbindet er Erklärungen aus der Physik mit Theorien aus der Psychologie und ermutigt seine Klienten so, ihre Erlebnisse zu verarbeiten und sich nicht selbst für verrückt zu halten.
“Social Media für Quereinsteiger” ist eine Ideensammlung für Menschen, die Twitter, Facebook, Blogs, Podcasts und Co. beruflich nutzen wollen.
Das Buch richtet sich einmal an Selbstständige, die Social Media für Selbst-PR, Marketing, Vernetzung und Neu-Kunden-Gewinnung nutzen wollen. Sie finden in “Social Media für Quereinsteiger – Best Practice für Marketing, Vertrieb und PR” viele Anregungen:
Muss ich alle Medien bespielen? Wie schaffe ich es, täglich zu bloggen? Soll ich wirklich jede Freundschaftsanfrage bestätigen? Wie funktionieren Back-Links? Welche Software-Tools erleichtern mir meine Online-Arbeit? Kann man wirklich über Twitter Neu-Kunden gewinnen? Ist Vernetzung gleichzusetzen mit neuem Umsatz?
Aber auch wer in einem großen Unternehmen arbeitet findet viele nützliche Tipps für seine Projekte. Ein besonderes Augenmerk richtet Chris Brogan auf die Frage, wie man Social-Media-Projekte in den Arbeitsalltag aller Angestellter einbindet.
Die besondere Stärke von “Social-Media für Quereinsteiger – Best Practice für Marketing, Vertrieb und PR” ist, das Chris Brogan ein breites Spektrum bedient: von der Nur-Ich-Firma zum großen Konzern; von der Technik bis zum Inhalt; von Neukunden-Gewinnung bis Kundenbindung.
Achtung, Achtung: Die Klimakatastrophe wird nicht stattfinden! Küstenbewohner und Eisbären können wieder optimistischer in die Zukunft blicken; das behaupten zumindest Fritz Vahrenholt und Sebastian Lüning in „Die kalte Sonne“.
Das Thema „Klimawandel“ wird höchst emotional diskutiert. Es geht ja immerhin um die Zukunft des Menschen, der ohne Frage in den letzten 150 Jahren exzessiv auf der Erde gewütet hat. Man kann auch ruhig von einer Vergewaltigung der Mutter Erde sprechen, die irgendwann den Mikroben Mensch dafür höchstwahrscheinlich bestrafen wird.
Seit Beginn der industriellen Ära um 1850 stieg die globale Temperatur um 0,8°C; zu 95% durch Klimagase, wie z.B. das Kohlendioxid und zu 5% von der Sonne verursacht. So lautet zumindest die Einschätzung des Weltklimarats IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change). Und genau hier setzt die Kritik von Fritz Vahrenholt und Sebastian Lüning ein, denn das Autorenduo vertritt in „Die kalte Sonne“ eine interessante, wenn sie recht haben sollten, eine furiose Kontraposition; nicht die Klimagase, sondern eine erhöhte Sonnenaktivität und ozeanische Oszillationen haben den Temperaturanstieg der letzten 150 Jahre verursacht. Jedoch sollte erwähnt werden, dass die Autoren eine Beteiligung der Klimagase an der Erwärmung nicht abstreiten, im Gegenteil. Vahrenholt und Lüning bezweifeln nur die führende Rolle des Kohlendioxids bei der globalen Erwärmung.
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