Es war ein schlechter Tag für Conor Woodman, als er die Kündigungen in einer nicht mehr rentablen Fabrik aussprechen musste. Immer 20 Leute ins Büro rufen, kündigen, ab die nächsten – den ganzen Tag lang. Es war ein guter Tag für Conor Woodman, als er die Kündigungen aussprechen musste, denn an diesem Tag beschloss er, der am Anfang einer vielversprechenden Karriere stand, selbst zu kündigen.
Seine Entscheidung steht fest: raus aus der abstrakten Welt der Großfinanz, hin zu den Ursprüngen des Handels.
Er plant eine Weltreise entlang der alten Handelsrouten. Auf jeder Etappe möchte er etwas kaufen und verkaufen – Kamele und Pferde, Teppiche und Kaffee, Tee und Jade. Die Zeit ist knapp bemessen und die Händler haben das Feilschen seit Generationen trainiert. Conor Woodman hingegen ist ein Frischling mit heller Hautfarbe und 50.000 Dollar Budget. Keine leichte Aufgabe, die er sich selbst gestellt hat, denn es gibt so vieles, was er nicht weiß: Nach welchen Regeln wird in welchem Land gefeilscht, wie transportiere ich meine Ware günstig, wo sind meine Käufer, welche Qualitätsmerkmale sind ihnen wichtig, habe ich überhaupt gute Ware erstanden …
So viel sei vorab verraten: Nicht alles gelingt ihm, aber er wird einen Gewinn nach Hause bringen. Doch der größte Gewinn ist Lebenserfahrung und einen ganz anderen Blick auf unsere Weltwirtschaft! Und daran lässt er den Leser teilhaben.
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