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Hallgrímur Helgason – Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen

Geschrieben von gitta goltape am 15.09.2011 in der Kategorie: Allgemein,Literatur,Romane

hallgrímur helgasons –  zehn tipps, das morden zu beenden und mit dem abwasch zu beginnen - erzähler toxic, ist ein kroatischer auftragskiller aus new york. seine tarnung, der job als kellner im restaurant „The Zagreb Samovar“. sein 66. auftrag ändert sein ganzes leben.

ach ja, vorweg noch toxics vorliebe für statistiken. die erste: er zählt die morde, die er begangen hat. die zweite: er bestimmt den attraktivitätsgrad jeder frau, die ihm über den weg läuft mit der frage: “An welchem Tag begänne er von ihr zu träumen, wäre sie das einzige weibliche Wesen in seiner Einheit, die einen Monat lang in den Bergen eingeschlossen ist”.

so, die geschichte:  toxic erledigt also seinen 66. auftrag. und ist wie immer zufrieden mit sich selbst. bis ihm erzählt wird der man, den er erschossen hat, war ein FBI-Mann. auch das noch. jetzt muss er untertauchen. ihm werden falsche papiere gegeben und ein ticket nach kroatien. auf dem flughafen angekommen, checkt er ein. auf dem weg zur passkontrolle sieht er überall polizei, FBI. der ganze flughafen wimmelt nur von denen. oh, was macht er jetzt bloß? er versteckt sich erstmal in der männertoilette um zu überlegen wie er weiter vorgeht. plötzlich geht die tür auf. ein man kommt rein. ohne lange zu überlegen knallte er den kopf des mannes an den spiegel und der ist sofort tot. erst jetzt schaut er ihn sich richtig an. es ist ein prediger, was ein geistlicher??!!?? und er sieht ihm auch etwas ähnlich. eine glatze, groß … er zieht sich schnell um. nimmt dem prediger das ticket und seine utensilien. und läuft zum schalter. vor ort sieht er erst wo der flug hingeht. nach ISLAND!! was steht da: Reykjavík? der name des prediger: “Father Friendly” .. OH
ohne grosse zwischenfälle kommt er in reykjavik an. dort will er sich gleich ein tickt nach zagreb kaufen.  dieses getan, geht er runter in die halle. und was sieht er schon vom weiten. ein grosses plakat mit ‘seinem’ namen. und eine frau und ein man, die ihm zuwinken. willkommen in reykjavik father friendly!! er kommt nicht drumherum die rolle weiterzuspielen. was noch wichtig ist zu wissen, toxic hat seine handwerk im jugoslawienkrieg gelernt hat, das geht aus biografischen mitteilungen hervor, die im ganzen roman verteilt auftauchen.
ich könnte jetzt noch weiteschreiben (zb seine freundin munita, einen immerzu wachen blick für die verlockungen weiblicher erotik, sein auftritt im isländische ‘bibel-tv’,  sein ‘auffliegen’, sein leben in kroatien, der krieg, seine mutter) aber lesen sie es selbst. es lohnt sich.

ein ungewöhnlich witziger krimi, der zwischendurch völlig unerwartet mit tiefgang aufwartet. und nebenbei erfahren wir viel über island, in dem im sommer die sonne nicht unter- und im winter erst garnicht aufgeht und die inselbewohner.

“Helgason hat eine literarische Ethnografie seines Landes geschrieben. Hallgrimur Helgason unternimmt einen höchst vergnügten und unterhaltsamen Vatermord. Er lässt seine dandyhafte Hauptfigur in die Bauernwelt des isländischen Nobelpreisträgers Haldor Laxness geraten, des Übervaters der isländischen Literatur, der sich als spießiger, eine Weile lang stalinfreundlicher Agrareremit erweist.” dradio

ach ja, ISLAND ist messegast bei der frankfurter buchmesse dieses jahr.

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