Neue Volksmusik aus Bayern – Hart & Zart
Eine große Rührung hat mich gepackt, heute Morgen, im Zug, und ich hab sehr intensiv aus dem Fenster schaun müssen, um die Rührung nicht für alle sichtbar werden zu lassen. Ich hab die erste CD der Doppelcd Hart & Zart. Vol. 4 gehört, Details, bei welchem der Songs mich die Rührung so heftig gepackt hat, werde ich natürlich nicht verraten, der Niederbayer “hüpft ja nicht heraushängenden Innereien übers Moos”, wie mal jemand gesagt hat (ich weiß leider nicht mehr wer, aber Danke ).
Die CD ist herausgegeben von der MundArtAgeh e.V. (genau: Verein zur Förderung der Mundart in der zeitgenössischen Popularkultur MundArtAgeh e.V.) und enthält die interessanteste Sammlung von Songs mit bayerischen Mundarttexten (bisschen Österreich ist auch vertreten, die nächste Verwandtschaft halt) die man sich denken kann.
Aber das ist schon untertrieben, weil es ja schon Vol. 4 ist und die drei vorhergehenden CDs nicht weniger interessant waren.
Das Großartigste ist die Entdeckung, wie ausgezeichnet die Musiker sind, wie professionell, wie überraschend, wie jeder denkbare Stil aufs Beste vertreten ist, dass es überall in Bayern wirklich großartige Bands und Songs gibt. Blues, Rock, Punk, Salsa, Liedermacher … es gibt fast nichts was es nicht gibt. Natürlich, bei allen Anthologien oder Samplern wird es immer auch Teile geben, die weniger gefallen, aber als Ganzes: Gesamtkunstwerke!
Mundartsongs leiden gelegentlich daran, dass hörbar jemand getextet hat, der keine Mundart spricht, ders übersetzt aus dem Hochdeutschen (und das vielleicht noch nicht mal selbst weiß), das ist gelegentlich störend, das sperrt sich gegen die reine Hörfreude. Manchmal ergibt das eine recht verkrampfte Kunstsprache – a gramf hoid, aber was solls, hören! Her! Und mehr!
Die reine Freude steckt in den Texten auch noch, so witzig, hintergründig, spielerisch, vergnügt, melancholisch (in einem so schönen Land wohnend – da müssen die Leute ja melancholisch sein), eine grandiose Vielfalt auch bei den Texten.
Natürlich ists eine teure Angelegenheit, nicht, dass die CDs teuer wären, aber man findet natürlich Bands und Sänger (das ist vielleicht noch anzumerken: manche von den Sängern gehen wohl doch viel ins Wirtshaus, hört man) von denen man mehr hören möchte und praktischerweise gibt’s auf der Internetseite der MundArtAgeh e.V. jede Menge Infos und all die CDs und all die Bands werden vorgestellt, und es gibt Termine und überhaupt ist das eine klasse Seite, aber wie gesagt, das geht ins Geld, aber der Gewinn, ist viel größer – eine Menge richtig guter Bayerischer Musik, da macht man sich ja eh Geschenke (verschenken kann mans auch, hab ich getan, große Freude ausgelöst damit), die nicht in Geld zu berechnen sind.
Ich vermeide jetzt hier einzelne Bands zu nennen, weder im Guten noch im Schlechten, außer vielleicht die “Letzte Bestellung”, weil ich da einfach ein Fan bin, die allerbeste Gitarrenarbeit und die wunderbar ernst-absurden Texte, die die Herren Thomas Pielmeier und Christian Veith abliefern, gehören einfach erwähnt, soll halt jemand anderes Andere erwähnen, das geht, ich nicht, ich bin damit ganz zufrieden: Letzte Bestellung!
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Now we know who the ssebnile one is here. Great post! 406915
servus,
“latürnich” ist “Moped aus der Hölle” auf der liste, aber ich brauch immer ein wenig, werd ja mit der musik nicht so schnell fertig, hör die immer wieder. nur weil ich manche seit 30 jahren kenne (oder mehr, wenn man sich vorstellt, dass Blood On The Tracks von Bob Dylan 74 erschienen ist, also fast taufrisch ist, ist klar, dass da viel zu tun ist, mit dem wiederhören, und die stapel wachsen in regale und schachteln hinein … ) und immer noch neues drin finde, kann ich die nicht , ja, wie soll mans nennen? aufs altenteil schieben? geht nicht, im regal langsam dahinsterben lassen … geht alles nicht sie lebt ja noch und mit lebendigen sachen muss man gut umgehn.
gestern wars tatsächlich wieder die Letzte Bestelleung, die haben bei “Sauweda” nochmal eins draufgelegt, klasse! der letzte song ist ein würdiger abschluss, so wie seinerzeit Johnny Cash auf American IV: The Man Comes Around mit We’ll Meet Again einen würdevollen und sehr mutigen abschluss gefunden hat (gar nicht ironisch gemeint, packt mich jedes mal) , finden die hier auch ein klasse ende, wobei der erste song eh schon zu den sehr guten gehört.
man könnt meinen es sei ein scherz, aber ist es nicht, ernsthaft wahr. Ich wälz mich aufm boden vor vergnügen (schau scha wieda aus wiara sau), und gleichzeitig ists unglaublich rührend wie schlicht die großen wahrheiten daherkommen ….
Servus Siegfried. Ist ja erfreulich, dass mal einer die schönen MundArtAgeh-Sämpler zu Recht bejubelt. Aber dabei darf latürnich (Zitat Obelix) die ganz neue Scheibe aus dem Haus MundArtAgeh nicht vergessen werden: die CD “Moped aus der Hölle” versammelt meist exklusives Liedgut zum Thema Rock’n\'Motorradl, und ist die meiner Meinung nach bisher gelungenste Zusammenstellung von Rockmusik bayerischer Provenienz. Und die Letzte Bestllung ist mit einem Über-Lied (“Jetz bist hi”) auch wieder dabei!
Hart& Zart 1-4 sind alle absolut hörenswert ich lass sie immer wieder laufen aber auch der Mundart Ageh Sämpler MOPED aus der HÖLLE ist der wahnsinn.
dort gehts ums Thema Moped oder Motorrad fahrenund alle 20 Titel sind von Bayrischen Bands und Liedermachern ganz im MUNDART AGEH Stiel. die letzte Bestellung ist auch mit drauf. also unbedingt auch besorgen Das ultimative Geschenk für alle Biker und die dies werden wollen. Servus Zapa.