Manchmal, nicht oft, gibt es Bücher die mich so richtig umhauen.
100 Jahre Einsamkeit von Garcia Marquez, Hosseini’s Drachenläufer … oder Das Geisterhaus von Isabelle Allende.
Dieses Mal hat es mich mit dem neuen Roman von John Green erwischt.
Die Ankündigungen des Hanser Verlags waren schon sehr überschwänglich ausgefallen und die Erwartungen daher natürlich riesengroß.
Nun, der Urlaub war da, das Wetter schön – ab zum Baggersee, den Green im Gepäck.
Vom ersten Augenblick an, hat mich das Buch gefangen genommen.
„Klar, Krebsbücher sind doof“, wie Hazel, die Erzählerin zu Beginn sagt.
John Green schafft es jedoch mit jeder Zeile seinen Figuren ein wahres Leben einzuhauchen.
Man leidet mit, man freut sich mit. Ein Buch mit so viel Lebensweisheit, ungekünstelt, klar in der Sprache und niemals Mitleid heischend.
Hazel Grace, 16 Jahre alt, unheilbar an Krebs erkrankt lernt in einer Selbsthilfegruppe den attraktiven Gus kennen. Auch Gus litt an Krebs und ihm wurde ein Bein amputiert.
Obwohl die Zukunftsaussichten schlimm aussehen und Hazel eigentlich gar nicht will, verlieben sie sich ineinander.
Hazel’s größter Wunsch ist den Autoren ihres Lieblingsbuches zu fragen, wie die Geschichte weitergeht. Gus schafft es ein Treffen zu arrangieren, doch dafür müssen sie nach Amsterdam in Europa. Doch die Reise nimmt einen unerwarteten Verlauf…
Mehr will ich gar nicht verraten, aber Hazel Graze selbst bringt es auf den Punkt:
„Manchmal liest man ein Buch, und es erfüllt einen mit diesem seltsamen Missionstrieb, und du bist überzeugt, dass die kaputte Welt nur geheilt werden kann, wenn alle Menschen dieser Erde dieses eine Buch gelesen haben.“
In diesem Sinne habe ich in unserer Buchhandlung erst mal einen Tisch freigemacht, mit der Einkäuferin besprochen, wie viele Bücher wir bestellen, und es sind viele. Die anderen Bücher von John Green dazugelegt, die übrigens auch sehr lesenswert sind.
Das Schöne daran ist, der Missionstrieb funktioniert. Kollegin für Kollegin, Kollege für Kollege werden von diesem unbändigen Wunsch erfasst : dieses Buch muss noch mehr Leser finden!
Mittlerweile haben wir eine Sammelempfehlung geschrieben, die schon fast wie eine Resolution klingt.
Ich beneide jeden, der die Lektüre noch vor sich hat und werde, was bei mir ganz selten vorkommt, das Buch ganz sicher noch mal lesen.
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Hallo Thomas,
schöne Besprechung, das! Und ein wirklich wunderbares Buch- ich habe geheult und gelacht-wie immer bei John Green… Ich finde, man kann das ganz vielen Leuten empfehlen, denn die universellen Themen Liebe und Tod gehen ja doch jeden an- und es ist auch kultig und jung und nah am Zeitgeist.