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Katharina Hagena – Vom Schlafen und Verschwinden

Geschrieben von gitta goltape am 31.10.2012 in der Kategorie: Allgemein,Literatur,Romane

in dem zweiten roman von katharina hagenavom schlafen und verschwinden‘ steht wieder eine familie im mittelpunkt.

ellen feld ist schlafforscherin. sie ist von ihrem eigenen forschungsgegenstand befallen: von schlaflosigkeit. in einer dieser nächte kreisen ihre gedanke um ihr heimatdorf “grund”, eine tragödie, ihre mutter, ihre liebhaber …

in dem buch spricht parallel noch marthe, eine verstörte alte dame, deren sohn lutz vor jahren verschwunden ist. er war ellens erster freund, von dem sie auch noch schwanger wurde.

stück für stück kommen die erinnerungen zusammen. so daß man  abschnitt für abschnitt kapiert, worum es geht und  wie eng die biografien der beiden frauen verbunden sind. beide singen in dem renaissance-chor von elles vater. diese chorproben bringen gegenwart und vergangenheit  zusammen.

eines meiner lieblingsstellen:
“die wörter sind immer schon in anderen wörtern verkapselt. … also nicht allein, dass wir beim sprechen von wörtern andere wörter mit denken, nein, die wörter selbst denken andere wörter mit. zudem ist jedes wort für jeden anders, und so bleibt sprache für immer etwas verstecktes, und niemand weiß, wer sich wem auf welche weise mitteilt.”

 

auch sehr lesenswert: ‘der geschmack von apfelkernen‘.

klappentext:
“Katharina Hagena erzählt von den Frauen einer Familie, mischt die Schicksale dreier Generationen. Als Bertha stirbt, erbt Iris das Haus. Nach vielen Jahren steht Iris wieder im alten Haus der Großmutter, wo sie als Kind in den Sommerferien mit ihrer Kusine Verkleiden spielte. Sie streift durch die Zimmer und den Garten, eine aus der Zeit gefallene Welt, in der rote Johannisbeeren über Nacht weiß und als konservierte Tränen eingekocht werden, in der ein Baum gleich zweimal blüht, Dörfer verschwinden und Frauen aus ihren Fingern Funken schütteln. Doch der Garten ist inzwischen verwildert. Nachdem Bertha vom Apfelbaum gefallen war, wurde sie erst zerstreut, dann vergesslich, und schließlich erkannte sie nichts mehr wieder, nicht einmal ihre drei Töchter. ”

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