Worum geht es in “Gute Geister” von Kathryn Stockett?
Amerika, Südstaaten, in den 60er Jahren : Martin Luther King hat einen Traum, die Fernbedienung und Farbfernseher halten Einzug im Alltagsleben. Für Schwarze gibt es eigene Supermärkte, die der Weißen dürfen sie nicht betreten. Die unfassbaren Zustände, die hier dargestellt werden! Bei fast allen weißen Familien sind schwarze Hausmädchen beschäftigt, erziehen die Kinder, putzen, bedienen, für geringe Gehälter, mit langen Arbeitszeiten. Und bekommen eigene Toiletten außerhalb der Wohnung – damit sie keine Krankheiten verbreiten!
Erzählt wird aus den verschiedenen Blickwinkeln zweier solcher schwarzen „Hilfen“ und einer jungen Weißen, die nicht gewillt ist, diese Dinge beim alten zu belassen, sondern etwas zu verändern, so entsteht ein vielseitiger Eindruck, eine Mischung aus Sympathie, Witz, Befremdung und Hoffnung.
Ich war völlig in die Handlung versunken und habe alle Charaktere vor mir gesehen. Lange schon habe ich mich nicht so intensiv in eine Geschichte eingelesen. Trotz des ernsten Themas liest es sich amüsant und kurzweilig, auch für anspruchsvolle Leser sehr zufriedenstellend.
Dieser wunderbare Roman ist für alle ein Muß, die seinerzeit „Grüne Tomaten“ von Fanny Flagg geliebt haben! Auch zu Gute Geister gibt es einen Oscar-gekrönten Film, „The Help“.
« Der Weihnachts-Schnarchbär – Lauren Oliver – Pandemonium »
| Blog: |
| Hugendubel Buch-Blog |
Topics: |
| Bücher, Literatur, Lesen |
© 2010 H. Hugendubel GmbH & Co. KG München