Les Murray berichtet vom Schwarzen Hund, seiner Depression. Er tut das in einem Essay der nichts auslässt und dennoch nur etwas mehr als 40 Seiten lang ist.
Vom Tod der Mutter, dem Aufwachsen auf dem Land, Schule und Mobbing, katholisch sein und das Verhältnis zum Sex, und mehr, untersuchend, ob dort Ursachen zu finden sein könnten für seine Depression.
Die Depression, die ihn bis zu einem völligen Zusammenbruch mit großer Gewalt und Macht beherrscht hat. Dann kommt tatsächlich Erlösung, Heilung, aber auch die Erkenntnis, dass sie nie ganz gehen wird, aber, dass er sie beherrschen kann, so weit, dass leben möglich ist.
Immer hat er aber auch Gedichte geschrieben, eine Notwendigkeit und sicher auch häufig als Rettung, Rettungsanker, Rettungsmöglichkeit. Diese Gedichte finden sich im zweiten Teil des Buches.
Es sind keine Krankheitsgeschichten, es ist lebendige Lyrik, die zwar als Hintergrund die Krankheit haben mag, die aber viel mehr ist als Krankheitsberichte, sie wären sonst ja kaum interessant für Lyrik-Leser. Und über das merkwürdige Land Australien erfährt man auch eine Menge!
Ich habe Les Murray immer sehr geschätzt als Lyriker und mit diesem Buch zeigt er ein paar der Quellen seiner Gedichte, der Anlässe und Anstöße.
Ich kann’s kaum sagen, Superlative sind ja immer (außer in Zeitungen, im Fernsehen, bei Straßenumfragen, in Gesprächen im Zug, im Bus, in der Werbung …. ) etwas vorsichtig zu gebrauchen, aber hier soll’s sein: er ist einer der größten Dichter der Gegenwart
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