“Naokos Lächeln” vom Regisseuer Tran Anh Hung kommt nächsten Donnerstag, am 30.6. in die deutschen Kinos. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Buch von Haruki Murakami, das weltweit (in 33 Sprachen übersetzt) von Millionen Menschen geliebt wird.
“Im Kern ist Naokos Lächeln für mich eine Geschichte über all die unzähligen Dinge, die jeder Mensch im Leben durchmachen muss. Dazu gehören die unerfüllten Sehnsüchte der Jugend, radikaler Protest, die Entscheidung zwischen Leben und Tod, der Prozess des Erwachsenwerdens. Der Roman mit seiner chaotischen Verbindung von Gewalttätigkeit und Eleganz ist zugleich kraftvoll und einfühlsam, voller Sinnlichkeit und Poesie. Er verbindet eine große Vielfalt von Themen, die geradezu nach einer Verfilmung schreien. Ich hoffe, dass die Verfilmung zu einer noch breiteren Anerkennung der Schönheit und des Reichtums dieses Romans führen wird”, so der Regisseur.
Den Inhalt dieser wunderbaren Liebesgeschichte habe ich bereits hier beschrieben.
(Der Untertitel heißt “Nur eine Liebesgeschichte“, weil es für Murakami lediglich eine Liebesgeschichte ist und nicht vielleicht auch eine politische
wegen des Hintergrunds der demonstrierenden Studenten in den 80ern.)
Der Regissuer Tran Anh Hung hat seine Verfilmung sehr nah am Original gehalten. Ein Unterschied ist jedoch, dass der Film in der Gegenwart spielt – und nicht wie im Buch in der Erinnerung des Protagonisten Toru Watanabe.
Als Tran Anh Hung Murakami seine erste Drehbuch-Version gezeigt hat, schrieb Murakami viele Anmerkungen dazu und auch Dialoge, die nicht im Buch existieren. “Ich glaube, dass Haruki gemerkt hat, dass ich die Essenz seines Buches erfasst hatte”, sagte der Regisseur, nachdem er für seine zweite Drehbuch-Version die Zustimmung des Autors bekam.
Ein ganz wichtiges Thema im Film (und im Buch) ist die Sinnlichkeit, wobei der Regisseur stark darauf geachtet habe, dass das “Publikum den Sex als mehr wahrnimmt, als nur ein einfaches Vergnügen”.
Im Interview mit Pandora Film sagte der Schauspieler (von Toru Watanabe) Kenichi Matsuyama: “Ich bin mir ganz sicher, dass da etwas entstanden ist, das die Menschen auf der ganzen Welt genießen werden.” Kiki Mizohara (Midori) sagte: “Tran Anh Hungs Naokos Lächeln [ist] etwas so atemberaubend Schönes geworden, in einem einzigartigen Stil, mit ungeheuer sinnlichen Bildern, dass es das Bild, das man vor dem Sehen des Films [nach dem Lesen des Buchs] hatte, auf eine gute Weise verändern wird.”
Der in Frankreich lebende, vietnamesische Regisseur scheint ein sehr guter zu sein: Er erhielt schon einige bedeutende Auszeichnungen. Zum Beispiel wurde sein Debutfilm “Der Duft der grünen Papayas” für den Oscar für den besten fremdsprachigen Film nominiert.
Für Tran Anh Hung war es selbstverständlich, seinen Film in Japan mit japanischen Schauspielern zu drehen, weil er nur dort die richtige Athmosphäre einfangen konnte.
Der Soundtrack ist von Jonny Greenwood, dem Keyboarder und Gitarristen (und Gründungsmitglied) der britischen Alternativ-Rockband Radiohead.
Teil 2 folgt sobald ich den Film gesehen habe…
« Anna Trökes – Das große Yoga-Buch – Kader Abdolah – Das Haus an der Moschee »
Noch keine Kommentare
| Blog: |
| Hugendubel Buch-Blog |
Topics: |
| Bücher, Literatur, Lesen |
© 2010 H. Hugendubel GmbH & Co. KG München