die letzte nacht im lobster house
vor 13 jahren war stewart o’nan, damals 35, in der liste der 20 besten amerikanischen autoren unter vierzig. es war eine unglaubliche liste: lorrie moore, jeffrey eugenides, jonathan franzen, david guterson, um nur einige zu nennen. fast alle sind realisten mit einem hang zur satire.
o’nan schrieb fleißig weiter, z. b. speed queen, sommer der züge, die armee der superhelden, halloween, engel im schnee, eine gute ehefrau und alle, alle lieben dich.
er wird oft gelobt für ‚seine gewöhnlichen menschen’ in außergewöhnlichen situationen, seine achtung für seine figuren, seine klaren linien und elegante anhäufung von details.
er hat eben dieses talent. und wie manny, seine hauptfigur im neuen roman: ‚die letzte nacht’, hat er keine angst vor harter arbeit. manny, 35, ist manager in einem restaurant der red lobster kette. es ist die letzte schicht der belegschaft, bevor die filiale geschlossen wird. wie so viele frühere bücher von o’nan, spielt auch dieser im winter. o’nan führt uns in ein kleines universum. wie mit einer kamera in der hand, beschreibt er bis ins detail jede bewegung und jeden schritt der mitarbeiter bei deren arbeit. was mir besonders gefiel, wie o’nan die arbeit hinter den kulissen beschreibt. jeder einzelne mitarbeiter hat ‚seinen platz’ in dieser vorstellung: die kellnerinnen jacquie und roz, der ehemalige soldat und koch ty, der bäcker rich und der küchenhelfer leron.
“ein zutiefst bewegender roman darüber, wie wir arbeiten, wie wir leben – und wie wir den nächsten tag erreichen, ohne den verstand zu verlieren“. (stephen king)
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