ich habe gerade angefangen das buch von j. r. moehringer ‘knapp am herz vorbei‘ zu lesen. und bin sehr begeistert!! sie kennen ihn vielleicht von seinem buch ‘tender bar.
die geschichte beginnt weihnachten 1969 in new york. der bankräuber willie sutton wird nach siebzehn jahren haft entlassen. eine meute reporter wartet draußen auf ihn. aber nur einer hat die rechte auf ‘sein leben’. mit ‘schreiber’ und einem fotografen fährt sutton die stationen (er hat sie auf einer karte gekennzeichnet mit buchstaben und zahlen) seines lebens ab. und so entsteht die geschichte des willie stutton.
moehringer schreibt eine fiktive biografie eingebettet in einen roman. wir wissen nie was ist fiktion und was ist die wahrheit.
wir gehen zurück in seine kindheit im irischen viertel new yorks. sein erster raub. daraus sind hunderte geworden ohne das je ein schuss fiel. und ohne liebe geht es natürlich nicht. es fällt immer der name bess. diese frau hat ihm sein herz gebrochen.
Hmm, Joey Goebel… Ach, wie habe ich mich gefreut, als ich ihn endlich wieder in einer Diogenes-Vorschau entdeckt habe. Und wie erst, als ich schließlich das Leseexemplar in Händen hielt! Sie kennen ihn hoffentlich auch schon von einem oder gar mehreren seiner früheren Romane. Falls nicht, sollten Sie dringend, wirklich dringend “Vincent” lesen – oder eben sein neuestes Werk “Ich gegen Osborne“, das ich Ihnen hier gerne vorstellen möchte.
James Weinbach: Verschroben, intelligent, gebeutelt vom Leben und der Liebe, Schüler an der Osborne-High, und das im letzten Jahr. James ist ein Außenseiter, macht sich gewissermaßen selbst zu einem, und ist sogar ein bisschen stolz darauf. Denn in seinen Augen ist der Rest der Schülerschaft völlig verdummt, ihr ganzes Leben scheint sich nur um Sex und Drogen zu drehen, während er sich an alten Werten orientiert. Erst recht jetzt, in der Woche nach dem Spring Break. Der einzige Lichtblick in seinem tristen Alltag ist Chloe, ein Mädchen, das ebenso wenig zu den anderen passen will wie er selbst. Sie ist es, der er sein Herz schenkt, sie ist es, die er um ein Date bitten will. Doch Chloe, die James in- und auswendig zu kennen dachte, hat auf einmal neue Schuhe. Und nicht nur das, sie ist auch sonst irgendwie komisch…
Nur eine Liste ist ein Jugendbuch von Siobhan Vivian für Mädchen zwischen 12 und 14 Jahren.
An der Mount Washington High School hängt zu Beginn eines jeden Schuljahres eine Liste mit den schönsten und häßlichsten Mädchen jeder Klassenstufe, versehen mit einem fiesen Kommentar, der die Entscheidung begründet und offiziell beglaubigt mit dem Stempel der Schule. Niemand weiß, wer die Liste verfaßt, aber sie hängt überall und alle Schüler kennen sie. Auch in diesem Jahr hängt sie wieder aus und die Story wird aus der Sicht der acht Mädchen auf der Liste erzählt. Schön, denkt man sich, die Hübschen fühlen sich toll, die Häßlichen leiden, aber weit gefehlt! Nach einiger Zeit merkt man, daß die Hübschen genauso leiden wie die Häßlichen, so z. B. Bridget, die Hübscheste der Elften, die sich daraufhin weiter krank hungert, oder Lauren, die plötzlich ganz viele Freundinnen hat und gar nicht weiß, wie sie damit umgehen soll. Schlimm ist es natürlich auch für die Häßlichen, so z.B. Danielle, die als Dan the Man bezeichnet wird und nun ständig beweisen muß, daß sie ein Mädchen ist. Der Zickenkrieg spitzt sich zum Homecoming Ball weiter zu, und der Knaller ist, wenn man am Ende erfährt, wer die Liste geschrieben hat.
Dance of Shadows von Yelena Black ist ein Jugendbuch für Jugendliche ab 14. Der Verlag Ars Edition, bisher mehr durch Pappen und Bücher für Kleinkinder bekannt, hat ein neues Label für Jugendliche geschaffen, das sich Bloomoon nennt und und ist gleich mit Dance of Shadows als Jugendbuch-Tipp des Monats bei Hugendubel eingestiegen. Keine schlechte Wahl, wie sich beim Lesen herausstellte.
Die 15 jährige Vanessa Adler hat einen der begehrten Plätze an der New Yorker Ballett Akademie ergattert. Aber anders als die anderen Schüler und Schülerinnen, die darauf brennen Karriere zu machen, ist ihr Erfolg ziemlich egal, sie verfolgt nur ein Ziel. Sie will herausfinden, was damals mit ihrer Schwester Margret geschah, die auch an der Akademie war und plötzlich spurlos verschwand. Der Schulalltag läßt sich gut an, sie findet sofort ein paar nette Freunde, drei Mädchen und einen Jungen. Außerdem bekundet Josef, der Tanzmeister Interesse an ihr und stellt sie sogar als Primaballerina für die erste Ballettvorstellung auf. Doch dann wird alles immer unheimlicher, als eine ihrer Freundinnen verschwindet, ohne eine Nachricht zu hinterlassen, und sie erfährt, daß Margret nicht die einzige Primaballerina für das Ballett “Der Feuervogel” war, die spurlos verschwunden ist. Sie verliebt sich rettungslos in ihren gutaussehenden Tanzpartner Zep, aber kann sie ihm trauen? Und dann ist da noch dieser Justin, der sie pausenlos beobachtet und angeblich mit ihrer Schwester befreundet war…..
Unter dem Vulkan ist ganz zufällig zu mir gelangt: jemand hat es mir geschenkt (kluger Kerl, der!). Ich hatte in einem Gespräch ein Buch von Paul Auster erwähnt und bis es dann so weit war, hatte Auster sich wohl in Malcolm Lowry verwandelt.
Gar nicht gepasst hat mir das in meinen Leseplan, aber wenigsten das Vorwort wollte ich lesen, jetzt gleich, den Rest später, denn, dass ichs lesen wollte war klar, etwa 25 Jahre dem ersten Mal wieder. aber da gabs kein Halten mehr, nach dem Vorwort gings einfach weiter.
Was für eine gewaltige Ansammlung von Worten, was für ein Strom von Bildern, Gedanken, Wort-Bild- Gedankenverbindungen.
Natürlich ist die Geschichte vom Ende des Konsuls eine unvergessliche, die Geschichten vom Lieben, von der Unmöglichkeit des Liebens, der Hoffnung, Verzweiflung, der Suche, die politische Situation, wir befinden uns in Mexiko, Europa droht den Nazis in die Hände zu fallen, Männergeschichten, Frauengeschichten und die Schwierigkeiten die es bringt, wenn Männer und Frauen aufeinandertreffen, Alkohol, das große Thema, die Grausamkeit von Feinden und Freunden und dem Sterben.
Ich glaube jetzt, dass das ein Buch ist, das man tatsächlich alle 20 Jahre lesen sollte, da steht jedes Mal mehr drin!
Worum geht es in “Gute Geister” von Kathryn Stockett?
Amerika, Südstaaten, in den 60er Jahren : Martin Luther King hat einen Traum, die Fernbedienung und Farbfernseher halten Einzug im Alltagsleben. Für Schwarze gibt es eigene Supermärkte, die der Weißen dürfen sie nicht betreten. Die unfassbaren Zustände, die hier dargestellt werden! Bei fast allen weißen Familien sind schwarze Hausmädchen beschäftigt, erziehen die Kinder, putzen, bedienen, für geringe Gehälter, mit langen Arbeitszeiten. Und bekommen eigene Toiletten außerhalb der Wohnung – damit sie keine Krankheiten verbreiten!
Erzählt wird aus den verschiedenen Blickwinkeln zweier solcher schwarzen „Hilfen“ und einer jungen Weißen, die nicht gewillt ist, diese Dinge beim alten zu belassen, sondern etwas zu verändern, so entsteht ein vielseitiger Eindruck, eine Mischung aus Sympathie, Witz, Befremdung und Hoffnung.
Ich war völlig in die Handlung versunken und habe alle Charaktere vor mir gesehen. Lange schon habe ich mich nicht so intensiv in eine Geschichte eingelesen. Trotz des ernsten Themas liest es sich amüsant und kurzweilig, auch für anspruchsvolle Leser sehr zufriedenstellend.
Dieser wunderbare Roman ist für alle ein Muß, die seinerzeit „Grüne Tomaten“ von Fanny Flagg geliebt haben! Auch zu Gute Geister gibt es einen Oscar-gekrönten Film, „The Help“.
Nach “Ein Akt der Gewalt” der neue Roman des amerikanischen Schriftstellers Ryan David Jahn – und wieder hat er einen großen Wurf gelandet. “Der Cop” ist harte, verruchte, bösartige, amerikanische Literatur, und damit definitiv nichts für schwache Nerven.
Sieben Jahre ist es her, dass Maggie entführt wurde, und seither hat sich einiges in Ian Hunts Leben verändert – leider nicht unbedingt zum Positiven. Sieben Jahre lang war er der einzige, der an ihr Überleben geglaubt hat – keiner hat auf ihn geachtet. Sieben Jahre lang hat er ihre Stimme nicht gehört – bis sie plötzlich in der Notrufzentrale anruft und ausgerechnet ihn am Apparat hat… Ian mobilisiert alle Kräfte, um seine Tochter aus den Fängen ihres Entführers zu befreien, und tritt damit eine Lawine an Gewalt und Tod los, die nicht nur ihn zu überrollen droht. Doch Maggie ist das einzige, was ihm geblieben ist, und er hat nicht vor, sie noch einmal zu verlieren…
vor einer woche war ich im amerikahaus hier in münchen. einer meiner lieblingsautoren war gekommen. nathan englander, Worüber wir reden, wenn wir über Anne Frank reden: “Er wurde 1970 in New York geboren und wuchs in einer jüdischen Gemeinde in Long Island auf. Er studierte in Jerusalem und in New York Englische Literatur und Jüdische Geschichte und lebte anschließend einige Zeit in Argentinien und in Israel. Neben dem Schreiben arbeitete er auch als Fotograf und Filmemacher. Nathan Englander ist Autor des Erzählbands “Zur Linderung unerträglichen Verlangens” und des Romans “Das Ministerium für besondere Fälle”. Er lebt in New York.”
für mich gehört er zu den wichtigen amerikanischen autoren wie philip roth, jonathan safran foer, michael chabon, dave eggers und jonathan franzen.
ein bekannter hatte mich gefragt, ob ich nicht lust hätte beim interview dabei zu sein. und da kam er auch. ein ganz sympathischer und auskunftsfreudigen autor. er erzählte zum beispiel, das er nicht als ein jüdischer schriftsteller gesehen werden will. ein teil aus dem interview:
In seinem neuen Buch “Das Schicksal ist ein mieser Verräter” erzählt John Green eine Geschichte über die Liebe, Freundschaft. den Zusammenhalt einer Familie und vor allem über eine Sache: Krebs. Bewegend erschafft Green eine Atmosphäre, die den Leser gefangen nimmt, mit seinen Gefühlen spielt und ihm die Tränen in die Augen treibt.
Seine Erzählkunst kommt ohne Schnörkel oder Verschönerungen von Tatsachen aus – die Sätze sind klar, präzise und manchmal sehr vehement und eindringlich geschrieben, doch genau davon lebt diese Geschichte und macht sie zu dem was sie ist: Eine Erzählung, die gelesen werden will!
“Ich erzählte Augustus die Grundzügen meines Wunders: Als ich 13 Jahre alt war, wurde bei mir Schilddrüsenkrebs im vierten Stadium diagnostiziert. (Ich erzählte ihm nicht, dass die Diagnose drei Monate nach meiner ersten Periode kam, es war wie: Glückwunsch! Du bist eine Frau. Jetzt stirb.)”
Das Schicksal ist ein mieser Verräter von John Green ist eine tragische Liebesgeschichte ohne Schmalz für Jugendliche ab 14.
Die sechzehnjährige Hazel hat Schilddrüsenkrebs mit Metastasen in der Lunge. Jeder Atemzug ist für sie eine Qual, sie bekommt zusätzlichen Sauerstoff über eine Flasche, die sie auf einem Wagen ständig hinter sich her zieht. Da sie ziemlich deprimiert ist und kaum noch das Haus verläßt, nötigen ihre Eltern sie, an einer Selbsthilfegruppe für krebskranke Jugendliche teilzunehmen. Eigentlich deprimiert sie die Selbsthilfegruppe noch mehr, bis sie Augustus kennenlernt. Augustus ist 18 Jahre und hat durch ein Osteosarkom sein halbes Bein verloren. Er ist trotzdem ziemlich gut drauf und sie lernen sich kennen, weil Augustus sie bei ihrer ersten gemeinsamen Sitzung pausenlos anstarrt. Hazel lernt diesem Jungen zu vertrauen, er ist zwar ganz anders als sie, liest auch ganz andere Bücher, trotzdem fühlt sie, daß er sie auf eine merkwürdige Weise versteht, was sie vorher noch mit keinem anderen Menschen hatte.
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