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Erich Kästner – Bücher für Kinder und Erwachsene!

Donnerstag, 27. Dezember 2012
4,94 von 5 Punkten, basierend auf 17 Stimmen.

Erich Kästner - Kästner für Kinder. 2 BändeKästner, natürlich, Erich Kästner! Eine blitzartige Erkenntnis, Wissen: Ich werde Kästner lesen!
Eigentlich ist es so, dass ich mir zu Weihnachten, „über die Feiertage“, immer einen großen Roman vornehme, einen Klassiker gern, Krieg und Frieden, Moby Dick, Tom Sawyer und Huckleberry Finn waren einige der Bücher der letzten Jahre (und, nicht unwichtig, alle schon gelesen, also ein Wiederlesen, Heimkommen eigentlich, wenn mans recht bedenkt).
In diesem Jahr war ich nicht etwas unentschlossen, Joseph und seine Brüder, Dichtung und Wahrheit, Madame Bovary waren in der engeren Wahl, als mir eben Kästner einfiel, vielleicht beim am Regal vorbeigehen flüchtig gesehen und später sich aufdrängend, so dass nur eine Möglichkeit bleibt: Kästner lesen!
Ich kenne die Kinderbücher erst seit ich erwachsen bin, er rührt mich ja wirklich zutiefst, und natürlich sind Fabian und auch Drei Männer im Schnee ein immer lohendes Vergnügen.
Drei Bücher wurden dann letztlich (wieder-) gelesen, ich mag ja die illustrierten Kinderbücher  sehr, hier gibt es eine sehr gute Ausgabe für Kinder in 2 Bänden, oder die Erwachsenenromane, am allerbesten natürlich man holt sich gleich alles, ist ja längerfristig unvermeidlich!
Und nach Abschluss der Kästner-Phase bin ich grad hier:
Sean Wilentz – Bob Dylanund Amerika. Sehr, sehr gut, soweit ich das jetzt schon sehen kann, selbst für jemand der etwas mehr weiß über Dylan gibt es hier einige interessante Aspekte und Gedankenwege.

The John Lennon Letters. Erinnerungen in Briefen

Mittwoch, 19. Dezember 2012
4,92 von 5 Punkten, basierend auf 13 Stimmen.

John Lennon - The John Lennon Letters. Erinnerungen in Briefen

Endlich, es ist schon etwas knapp geworden, habe ich das Geschenk gefunden:
The John Lennon Letters. Erinnerungen in Briefen.
Man kann da grausame Fehler machen, ich bin sicher Viele tun das auch, es geht um das Geschenk für mich!
Meist wird man recht erstaunt angesehen, auf die Frage: Was schenkst du dir? Die Leute tun das kaum, sehr schade, wäre eine so gute Gelegenheit.
Jetzt also für mich, entschieden, die Lennon-Briefe.
Zweifel, dass ich das brauche gabs ja eigentlich keine als ich das erste Mal darin geblättert habe, unglaublich sorgfältig hat Hunter Davies in jahrelanger Arbeit Briefe, Karten, Karikaturen von John Lennon gesammelt und daraus ist dieser prächtige Band entstanden. Man sieht die Handschrift, die Zeichnungen, die manchmal sehr aufmerksam und geradezu liebevoll gestalteten Briefe, geschäftlich, emotional, ernsthaft, bissig, ironisch … man kann nicht anders als Lennon zu folgen, mitzugehen, so genau kennenlernen wird man einen wie Lennon sonst kaum: Für Fans ohnehin unverzichtbar, für Neulinge – ich glaub nicht, dass die auskommen werden, zukünftig, ohne wenigstens ein paar der wichtigsten Beatles CDs und natürlich Lennon, eine Sammlung der besten Songs mindestens und das ist ja nur vernünftig!
Tolles Geschenk! Echt! Man muss nur die richtigen Leute kennen!

John Carter Cash – Mein Vater Johnny Cash

Dienstag, 04. Dezember 2012
4,91 von 5 Punkten, basierend auf 11 Stimmen.

John Carter Cash - Mein Vater Johnny Cash.  Die BiografieEinen schweren Johnny Cash Anfall gehabt am Wochenende. Das ist entstanden beim Bücher aufräumen (man könnte manchmal auch von ins-Regal-pressen sprechen), dabei ist mir Mein Vater Johnny Cash von John Carter Cash, dem Sohn den er mit June Carter Cash hatte, in die Hände gefallen.
Der hat für dieses Buch Fotos, Songtexte, Gedichte gesammelt und natürlich seine Erinnerungen und seine recht persönliche Sicht auf den Vater und Musiker Johnny Cash.
Und ganz leicht verliert man sich im Buch, beginnt zu lesen, Bilder zu betrachten, nicht lange und man muss diesen oder jenen Cash-Song hören (es sind viele, und das CD-Regal ist gut gefüllt) und so ist ein Wochenende schnell ein Cash-Wochenende, das ist immer gut, man bekommt eine Menge von Cash und nicht zuletzt bekommt man Rätsel. Weil Cash eine so widersprüchliche Person war, wird immer etwas Rätselhaftes bleiben, die Musik wird nicht alt und nicht lösbare Rätsel halten Hirn und Herz lebendig.

John Carter Cash - Mein Vater Johnny Cash. Die Biografie

 

Fitzgerald Kusz, Krouhä – die Blues&Kusz-CD

Dienstag, 02. Oktober 2012
4,92 von 5 Punkten, basierend auf 12 Stimmen.

Fitzgerald Kusz, Krouhä – die Blues&Kusz-CDFitzgerald Kusz ist der Autor von „Schweig Bub“, das kennt jeder, schon immer. Und tatsächlich finde ich auf seiner Internet-Seite: „33 Jahre – Schweig Bub“. Uraufgeführt vor über 30 Jahren am 6.10.1976 am Schauspiel Nürnberg, und es wird immer noch gespielt! Es wurde übersetzt in „13 deutsche Dialekte von Nord nach Süd, von Plattdeutsch bis Schwyzerdütsch“ (aus einem Interview für dasgedichtblog.de).
Natürlich gibt es eine Reihe weiterer Stücke und Bücher, aber was mir besonders gefällt, ist sein konsequentes Festhalten am Dialekt, er schreibt neben den Stücken immer auch Gedichte in fränkischer Mundart, in seiner Sprache.

The Rolling Stones: 50

Mittwoch, 19. September 2012
5,00 von 5 Punkten, basierend auf 11 Stimmen.

The Rolling Stones: 50. Bildband

The Rolling Stones: 50.
Die Stones feiern sich selbst – 50 Jahre Band-Geschichte verpackt in einen Band mit mehr als 1000 Fotos und Mick Jagger, Keith Richards, Charlie Watts, Ron Wood haben ganz ernsthaft auch selbst daran mitgearbeitet, ausgewählt, steuern Kommentare und Statements bei.
Man muss da gar nicht groß rumreden, das muss man doch haben, oder?
Weil:
Es gibt keine wahrere Aussage als:
Die größte Rock’n'Roll Band der Welt!

Schon recht früh in ihrer Karriere haben Sie in einem ihrer größten Songs auch so etwas wie eine Selbstbeschreibung gegeben:

Please allow me to introduce myself
I’m a man of wealth and taste

Aus:
Sympathy For The Devil (Mick Jagger / Keith Richards) von Beggars Banquet (68)

The Rolling Stones: 50. Bildband

Auf dem nächsten Bild ist die ganze gesellschaftsumwälzende Haltung der Stones deutlich sichtbar -
Was sie natürlich selbstironisch und treffend schon 69 so beschrieben haben:

I got nasty habits, I take tea at three

Ry Cooder – In den Straßen von Los Angeles

Montag, 11. Juni 2012
4,85 von 5 Punkten, basierend auf 13 Stimmen.

Ry Cooder - In den Straßen von Los Angeles. ErzählungenRy CooderIn den Straßen von Los Angeles, das sind Erzählungen, die ich bei einer meiner häufigen Beschäftigungen entdeckt habe: In einer guten Buchhandlung Bücher anschaun, anfassen, anlesen …. (korrekt wäre eigentlich zu sagen, mich gegen Bücher zu wehren, weil der Stapel der ungelesenen ohnehin wächst, die Bodenhaltung für Bücher auch nicht gut ist und die Einsicht, in kurzen Momenten ja vorhanden, dass all diese Bücher niemals gelesen werden können eigentlich zum Verzicht zwingt.
Naja … die Vernunft … aber bei Ry Cooder gibt’s ja ohnehin kein Zögern! )
Ich kenne ihn als Musiker natürlich sehr gut, hab beinahe alle seine CDs, seine Filmmusiken, die CDs bei denen er Gastmusiker ist, man könnte sagen, ich bin ein Fan (natürlich, was für eine Frage, auch die CDs sind so viele geworden im Lauf der Zeit, dass es kaum eine Chance gibt die alle jemals wieder zu hören, vor allem so gründlich zu hören wie sie das verdienen, und wieder und wieder, etwa heute Morgen eine Jimi Hendrix – nur weil ich die seit vierzig Jahren höre, heißt das ja nicht, dass ich mit der Musik fertig wäre, sie ausgeschöpft, erledigt ist, ganz ähnlich, wie die leicht beleidigten Bücher, denen man ja gesagt hat: Wiederlesen! Bestimmt!)

Patti Smith – Just Kids

Donnerstag, 24. Mai 2012
4,69 von 5 Punkten, basierend auf 13 Stimmen.

Patti Smith - Just Kids. Die Geschichte einer FreundschaftPatti Smith hat so etwas wie eine Doppelautobiographie geschrieben, im Buch geht es um sie selbst und um Robert Mapplethorpe.
Ganz untrennbar verbunden haben die beiden sich als sie sich in New York gefunden haben. Natürlich erzählt sie von ihrem Herkommen, von Familie und ihren ersten Jahren, aber die Begegnung mit Mapplethorpe, ihre Liebe und ihr Wissen: wir wollen Kunst machen, sind das große Thema des Buches.
Es gibt wenig Musiker-, Dichter-, Künstler Biographien die beeindruckender wären. Das liegt zum einen an ihrem unbedingten Glauben, dem gegenseitigen bedingungslosen Unterstützen, dem Mittragen der eigenen Entwicklung und der des Gegenüber, die nicht immer leicht war, aber sehr liebevoll und echt.
Sie haben in der Zeit Ende der Sechzigerjahre, Anfang der Siebziger in New York unglaublich viele Künstler getroffen, die entweder schon sehr bekannt waren oder es wurden, vor allem in ihrer Zeit im Chelsea Hotel. Die wunderbare Szene als Kris Kristofferson zum ersten mal Janis Joplin “Me and Bobby McGee” vorgesungen hat, als Patti Jimi Hendrix getroffen hat, vor seinem Studio, und er sagte, er wäre auf dem Weg nach England um auf einem Festival zu spielen, eine Reise von der er nicht mehr zurückkam, Allen Ginsberg, Sam Shepard (der sich ihr als Slim Shadow vorgestellt hat und sie hat eine ganze Weile gebraucht bis sie herausgefunden hat, dass das ein sehr berühmter Dramatiker ist) und natürlich der König der New Yorker Kustszene Andy Warhol.
Sie haben lange gesucht, bis sie herausgefunden haben, wo ihre Hauptfähigkeiten lagen, bis Mapplethorpe zum Fotographen wurde und Patti Smith zur Dichterin und Musikerin, und natürlich ist das Buch auch voller Verlust: Joplin, Hendrix, Jim Morrison, viele sind verstorben und der Hauptteil des Buches endet auch mit dem Tod von Mapplethorpe, aber trotzdem ist es kein deprimierendes Buch.
Patti Smith hat eine dem-Leben-Zugewandtheit, eine Lebensfreude, die, bei aller Düsterkeit, das lesen von Just Kids zu einer großen Freude macht.

Johnny Cash – Geburtstag am 26. Februar 1932

Freitag, 17. Februar 2012
5,00 von 5 Punkten, basierend auf 14 Stimmen.

Johnny Cash. Bildband mit Fotos von Andy Earl

Johnny Cash wäre am 26. Februar 80 Jahre alt geworden, 2003 ist er verstorben.
Geblieben ist er ein Monument amerikanischer Musik. Das könnte im ersten Moment abschrecken, Monumente sind häufig etwas schwer zugänglich und zu Bewahrern des reinen Erbes fühlen sich auch immer gern die Kenner berufen, aber das ist alles nicht so wichtig, was man braucht sind ein paar Johnny Cash CDs (auf jeden Fall die American Recordings, die Rick Rubin in den letzen Lebensjahren mit Cash produziert hat, und natürlich auch Aufnahmen aus den Anfangszeiten der Karriere, und von denen dazwischen natürlich.), vielleicht auch noch die eine oder andere DVD, von den Büchern ist für mich dieser Bildband der interessanteste: Johnny Cash. Fotos von Andy Earl

Andy Earl hat Cash 1994 auf der Australientournee begleitet und 1997 in Nashville besucht, entstanden sind großartige Fotos, die Cash zeigen wie er wohl tatsächlich war: ernst, amüsiert (“verschmitzt” fällt mir ein), für einen Spaß zu haben und natürlich, das war ja sein Leben, ein Showman.

Hier ein paar meiner Lieblingsfotos aus dem Bildband:

Johnny Cash. Bildband mit Fotos von Andy Earl

Hart & Zart

Donnerstag, 24. November 2011
4,79 von 5 Punkten, basierend auf 24 Stimmen.

Neue Volksmusik aus Bayern – Hart & Zart

Eine große Rührung hat mich gepackt, heute Morgen, im Zug, und ich hab sehr intensiv aus dem Fenster schaun müssen, um die Rührung nicht für alle sichtbar werden zu lassen. Ich hab die erste CD der Doppelcd Hart & Zart. Vol. 4 gehört, Details, bei welchem der Songs mich die Rührung so heftig gepackt hat, werde ich natürlich nicht verraten, der Niederbayer “hüpft ja nicht heraushängenden Innereien übers Moos”, wie mal jemand gesagt hat (ich weiß leider nicht mehr wer, aber Danke ).
Die CD ist herausgegeben von der MundArtAgeh e.V. (genau: Verein zur Förderung der Mundart in der zeitgenössischen Popularkultur MundArtAgeh e.V.) und enthält die interessanteste Sammlung von Songs mit bayerischen Mundarttexten (bisschen Österreich ist auch vertreten, die nächste Verwandtschaft halt) die man sich denken kann.

 

Greil Marcus – When That Rough God Goes Riding. Über Van Morrison

Mittwoch, 23. November 2011
4,85 von 5 Punkten, basierend auf 13 Stimmen.

Greil Marcus, verehrender Schreiber über Bob Dylan, begibt sich hier auf die Suche nach, und die Beschreibung von Van Morrison: When That Rough God Goes Riding.
Marcus hat schon immer polarisiert, seine Beschreibung von Musik und ihrer Wirkung, unter Einbeziehung der ganzen Welt, Geschichte, Mystik, Weltall, Liebe, endgültige Erkenntnis, das kann er alles, und mehr, mehr,  in einem Seufzen des Sängers finden, ist nicht jedermanns Sache.
Ich finds wunderbar, lese alles was ich von ihm finden kann und hab größtes Vergnügen damit.
Es ist ja ein einfaches Mittel: man muss ihm nicht in allem folgen, aber man kann prächtig sich selbst, das eigene Hören und Verstehen messen und vielleicht das Wichtigste, man wird gezwungen die Musik wieder einmal genauer anzuhören, hinzuhören, was denn wirklich in der Musik steckt, und jedes Mal wieder wird man Neues drin finden, ohne Zweifel, weil wir hier über Van Morrison reden, einen echten Zauberer.

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