Ursula Krechel – Shanghai fern von wo
„Nichts wussten sie von der offenen Stadt, offen für jedes Gewerbe, offen für jede Schande, offen für den, der Geld scheffeln wollte, und offen für den, der verhungern mußte.“ Diese offene Stadt ist Shanghai. Shanghai ist die Stadt am anderen Ende der Welt, ein Ende, welches für einen Neuanfang steht. Shanghai steht für eine mögliche Rettung, denn die Heimat wird von Wahn-Menschen und Psychopathen beherrscht, die aus Menschenhaut Lampenschirme herstellen und vergaste Kinder kremieren.
Shanghai also. Aber warum gerade Shanghai? Warum mussten Juden bis in den Fernen Osten reisen, um den grausamen aber immerhin kultivierten Mördern zu entfliehen? Nun, die Antwort ist mehr als bedrückend. Die meisten Länder hatten strenge Einwanderungsgesetze, die die Aufnahme von Zigtausenden Flüchtlingen erschwerten. In Shanghai jedoch, waren die Einwanderungskriterien nicht sehr streng, eine Visumspflicht gab es nicht und so brachen die verzweifelten Juden Richtung China auf.
navid kermani – dein name – schreibt einen roman in einem roman, eine seelenreise, die lebenserinnerung seines großvaters aus dem iran, sein leben in köln, religion, hölderin, jean paul und vieles vieles mehr. es sind 1232 seiten geworden.
als das buch vom hanser verlag ankam und ich es in den händen hielt, dacht ich mir: oh, was für ein DICKES buch. zur vorbereitung hörte ich am samstag abend den deutschlandfunk. eine leseung und diskussion mit dem autoren.
und jetzt habe ich begonnen dieses buch zu lesen. ich bin in den anfängen. und ich glaube es wird mich eine zeit begleiten.
durch den ‘deutschen buchpreis‘ bin ich auf diesen roman aufmerksam geworden. die longlist kann nicht bunter und unterschiedlicher sein. ich stehe jeden tag vor den büchern und picke mir eins raus und lese ein bißchen rum.
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