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Ben Aaronovitch – Schwarzer Mond über Soho

Samstag, 15. September 2012
5,00 von 5 Punkten, basierend auf 3 Stimmen.

Ben Aaronovitch – Schwarzer Mond über Soho. London & Fantasy & Krimi Jazz-Musiker, die unteren mysteriösen Umständen kurz nach dem Auftritt sterben – in “Schwarzer Mond über Soho”  taucht Ben Aaronovitch ganz tief in die Jazz- und Club-Szene Londons ein. Da magische Kreaturen lange leben geht es nicht nur um die Clubs von heute – sondern auch um die Zeit des Swings. Was passiert eigentlich, wenn eine Fliegerbombe im zweiten Weltkrieg einen vollbesetzten Club trifft, in dem die Musiker gerade ihr Konzert des Jahrhunderts geben? Wenn sie auf der Bühne spielen, als gäbe es kein Morgen und das Publikum ganz im nahezu magischen Klang des Jazz aufgeht?

Ben Aaronovitch hat das so seine ganz eigenen Ideen - und erfindet eine magische Kreatur, die ich so noch nicht kannte *wer keinen Hinweis auf die Handlung möchte, jetzt bitte wegschauen* der Jazzvampir *jetzt kann wieder weitergelesen werden*

“Schwarzer Mond über Soho” ist genauso gelungen wie sein Vorgänger “Die Flüsse von London”.  Etwas Fantasy, etwas Krimi,  Humor, noch mehr britischer Humor und ganz viel London – all das zeichnet die Serie aus.

S.B. Hayes – Die Besessene

Mittwoch, 29. August 2012
4,64 von 5 Punkten, basierend auf 14 Stimmen.

“Die Besessene” von S.B. Hayes ist ein raffiniert erzählter Psychothriller, der eine Spannung entstehen lässt, der man – hat man erst einmal angefangen zu lesen – sich nicht mehr so leicht entziehen kann! Für Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren.

Eines Tages taucht sie auf: Geneviève, das Mädchen mit den seltsamen grünen Augen. Katy hat ihren Blick erwidert, als sie im Bus saß und ein anderer mit der ihr fremden Insassin an ihr vorbeifuhr. Und von da an scheint Geneviève überall dort zu sein, wo Katy auch ist: als sie mit ihrer neuen Liebe Merlin einen Kaffee trinken geht, als sie mit ihren zwei besten Freundinnen Zeit auf einem Flohmarkt verbringt. Sogar ihrer Mutter scheint sie an der Haustüre Schmuck verkauft zu haben. Doch was noch viel mysteriöser ist, ist, dass Geneviève Katy mit ihrem Namen anspricht und offen zu gibt, eine Menge über sie zu wissen. “Ich bin dein schlimmster Alptraum!” wispert das fremde Mädchen ihr geradezu lautlos zu. Und dann beginnt für Katy wirklich ein Alptraum,…

Jasper Fforde – Wo ist Thursday Next?

Samstag, 25. August 2012
4,75 von 5 Punkten, basierend auf 4 Stimmen.

Jasper Fforde, Wo ist Thursday Next? Der 6. Fall Mit dem lang erwarteten 6. Fall der Thursday Next Reihe von Jasper Fforde wird vieles klarer.  In “Wo ist Thursday Next?” wird endlich detailliert erklärt, wie die BuchWelt funktioniert. So viel Logik war noch nie!

Aber keine Sorge, alles andere bleibt. Auch diese Folge ist völlig schräg und abgefahrenein Universum für sich. Die 6. Folge der Thursday-Next-Serie wirkt, als hätte der Autor “zu viele Bindestriche geraucht und zu tief in die Schnapszeichen geschaut.”

Während der große Gattungsrat viel über eBooks und ihre zukünftige Bedeutung diskutiert, steht ein Krieg der Genre an: die scharfen Romane gegen FemLit und Dogma. Comedy sieht darin eine Chance und meldet Gebietsansprüche für die  schlüpfrigen Witze an. Da behauptet der Anführer der scharfen Romane, dass er im Besitz einer schmutzigen Bombe sei, die Tausende von losen Blättern mit unnötigen Sex-Szenen in allen veröffentlichten Büchern verstreuen würde. Die Lage ist ernst! Nur Thursday Next kann hier noch vermitteln.

Pantalon – Das 7-Minuten-Programm zur Motivation – Nicht warten – starten!

Dienstag, 21. August 2012
4,00 von 5 Punkten, basierend auf 7 Stimmen.

Pantalon, Nicht warten, starten - DTV Mit “Nicht warten -starten!” ist Michael Pantalon ein einfaches, schlüssiges 7-Minuten-Programm zur Motivation gelungen. Egal, ob sie selbst mehr Sport treiben wollen, ihre Kinder ihre Zimmer aufräumen sollen, ihr Kollege nicht immer zu spät kommen soll oder ihr bester Freund mit dem Rauchen aufhören soll – “Nicht warten – starten!” bietet wissenschaftlich fundierte, krisen-erprobte Techniken zur Selbst-Motivation.

Instant Influence nennt Pantalon diese Technik. Sie basiert auf der  wissenschaftlich nachgewiesenen Beobachtung, dass mit Druck erzeugte Verhaltensänderungen nicht sehr stabil sind. Besser ist es, die Autonomie zu stärken und nach dem Funken Motivation zu suchen, den jeder irgendwo ganz tief in sich trägt.

Daraus hat Michael Pantalon in seinem Buch “Nicht warten – starten!” ein Programm zur Motivation entwickelt, dass aus 6 Schritten besteht:

Elizabeth Scott – Love just happens

Dienstag, 07. August 2012
4,91 von 5 Punkten, basierend auf 11 Stimmen.

Elizabeth Scott - Love just happens - JugendbuchElizabeth Scott hat nach ihrem Erfolgstitel “Love you hate you miss” erneut ein Jugendbuch geschrieben, das unter die Haut geht:  “Love just happens” ist ein Roman über eine verbotenen Liebe. Eine fesselnde Geschichte, die man so schnell nicht mehr aus der Hand legen wird! Für Jugendliche ab 14.

Die 17-jährige Sarah hält sich für ein Monster. Denn sie ist verliebt in den Freund ihrer besten Freundin Brianna. Eigentlich mochte sie Ryan schon seit langer Zeit. Damals in der 8.Klasse hat er sie sogar gefragt, ob sie mit ihm auf eine Schulparty geht. Doch laut Brianna war Ryan zu jener Zeit noch “unter Sarahs Würde” und sie erzählte überall herum, dass diese nur aus Mitleid zugesagt hätte (die Feier fand ohne Ryan statt, weil er spontan auf eine Beerdigung musste). Doch nun Jahre später treffen Sarah und Ryan auf einer Sommerparty aufeinander und ihr fällt auf, wie sehr er sich verändert hat. Wie blendend und gut er auf einmal aussieht! Das entgeht allerdings auch Brianna nicht, die Ryan sofort in Beschlag nimmt und ihn vor aller Augen küsst. Seitdem sind die Zwei ein Paar und Sarah todunglücklich. Denn die modelähnliche Brianna kriegt alles,…

Ben Aaronovitch: Schwarzer Mond über Soho

Mittwoch, 27. Juni 2012
5,00 von 5 Punkten, basierend auf 7 Stimmen.

Ben Aaronovitch hat mit “Schwarzer Mond über Soho” eine gelungene Fortsetzung um den Magier-Lehrling Peter Grant geschrieben. Gleichzeitg ist das Buch eine Hommage an den Jazz und die großartigen Musiker, die ihn lebten und leben.

Dieses Abenteuer führt den jungen Constable in die Jazzclubs von Soho, in denen auffällig viele Musiker unerwartet zu Tode kommen. Und als wäre das noch nicht genug, muss Peter auch noch ein Wesen jagen das Männer mordet. Dies bringt ihn auf die Spur eines mächtigen dunklen Magiers. Oder hängen die beiden Fälle vielleicht doch zusammen?

Wer Peter Grant aus “Die Flüssen von London” kennt, weiß, dass selbiger von einem Fettnapf in den anderen stolpert, so dass man auch in dieser Geschichte viel schmunzeln muss.

Ein sympathischer Antiheld, eine verrückte Geschichte zwischen Krimi und Fantasy und die Liebe zur Musik machen dieses Buch zu einem lesenswerten Spaß – ironisch, witzig und spannend.

Yves Grevet – Méto (Das Haus)

Mittwoch, 04. April 2012
4,27 von 5 Punkten, basierend auf 15 Stimmen.

Yves Grevet - Méto (Das Haus)Yves Grevet hat mit “Méto – Das Haus” einen faszinierenden Roman herausgebracht, der wie ein Kammerspiel wirkt und den Leser sofort in seinen Bann ziehen wird. Dieses Buch ist der erste Teil einer dreiteilige Reihe, die in Frankreich auf Anhieb ein Bestseller wurde -  zu Recht!

Sie leben in einem Haus. 64 Jungen. Eingesperrt. Bewacht. Sie wissen nicht, woher sie kommen. Sie haben keine Erinnerung an früher. Eltern – Vater, Mutter, diese Begriffe kennen sie nicht. Sie werden von Menschen bewacht, die sich Cäsar 1, Cäsar 2, Cäsar 3 usw nennen. Sie haben Schulunterricht, üben sich in unterschiedlichen Sportarten und leben nach äußerst strengen Regeln. Wer gegen diese Regeln verstößt, wird bestraft. Im Extremfall sogar die ganze Gruppe. Wer irgendwann zu groß wird und nicht mehr sein Bett paßt, verlässt das Haus, sobald sein Bett auseinanderbricht. Was danach kommt? Das weiß niemand. Doch ein Junge namens Méto hat beschlossen nicht länger still zu halten. Er will ausbrechen aus dem System. Er plant die Revolution…

Yasmina Khadra – “Die Attentäterin”

Freitag, 16. März 2012
4,14 von 5 Punkten, basierend auf 7 Stimmen.

Yasmina Khadra – Die AttentäterinDie Attentäterin des algerischen Schriftstellers Yasmina Khadra (Mohammed Moulessehoul) ist eine höchst brisante Geschichte über das wirkliche Kennen des Nächsten im Nahostkonflikt.

Dabei schafft es Khadra, durch seine fast objektive Bestandsaufnahme, keinerlei Stellung zu beziehen für eine der beiden Seiten.

Amin ist ein angesehener Chirurg in einem Tel Aviver Krankenhaus. Eines Tages wird er jedoch von zwei Polizisten in Empfang genommen, als er eigentlich seine Arbeit beginnen möchte. Sie erklären ihm, dass seine Ehefrau einen Selbstmordanschlag auf ein Restaurant verübt hat, in dem gerade ein Kindergeburtstag gefeiert wurde.  Ohnmächtig versucht Amin,  die Hintergründe und Drahtzieher zu entlarven und dabei erkennt er, dass er seine Frau nicht so gekannt hat,  wie er dachte. Aus den Dingen, die sie ihm nicht sagte und den rätselhaften Kommentaren der Familie versucht er jetzt Licht in die Angelegenheit zu bringen, wohl wissend, dass er in Lebensgefahr schwebt.

Bedrückend und beängstigend realistisch.

Ben Aaronovitch, Die Flüsse von London

Mittwoch, 22. Februar 2012
4,78 von 5 Punkten, basierend auf 9 Stimmen.

Ben Aaronovitch, Die Flüße von London, DTV, Fantasy, Humor

Ich mag Neil Gaiman. Ich mag Terry Pratchett. Ich mag Jasper Fforde. Jetzt mag ich auch Ben Aaronovitch.

Peter Grant heißt der Held aus “Die Flüsse von London”. Seine Vorgesetzten sehen in ihm einen aufrichtigen, etwas verträumten jungen Mann, der im entscheidenden Augenblick immer etwas geistesabwesend ist. Deswegen ist die einzige Karriere, die sie sich für ihn als Polzisten vorstellen können, eine Schreibstubenlaufbahn. Möglicherweise hat das auch was mit seiner Hautfarbe und der Tatsache, dass sein Vater ein erfolgloser, drogenabhängiger Jazz-Musiker ist, zu tun. Peter selbst hat ein ganz anderes Bild von sich selbst. Als es ihm gelingt, nach einem Mord einen Geist als Zeugen zu vernehmen, bekommt er einen neuen Vorgesetzten: einen Magier …

Diana Gabaldon ist jetzt nicht gerade eine Autorin, auf deren Urteil ich viel Wert lege. Aber wo sie recht hat, hat sie recht:

“So stellt man es sich vor, wenn Harry Potter erwachsen geworden und zur Polizei gegangen wäre. Eine einzige große, witzige, fantasievolle Kapriole.”

Conor Woodman, Bazar statt Börse

Montag, 02. Januar 2012
4,75 von 5 Punkten, basierend auf 4 Stimmen.

Bazar statt Börse Es war ein schlechter Tag für Conor Woodman, als er die Kündigungen in einer nicht mehr rentablen Fabrik aussprechen musste. Immer 20 Leute ins Büro rufen, kündigen, ab die nächsten – den ganzen Tag lang. Es war ein guter Tag für Conor Woodman, als er die Kündigungen aussprechen musste, denn an diesem Tag beschloss er, der am Anfang einer vielversprechenden Karriere stand, selbst zu kündigen.

Seine Entscheidung steht fest: raus aus der abstrakten Welt der Großfinanz, hin zu den Ursprüngen des Handels.

Er plant eine Weltreise entlang der alten Handelsrouten.  Auf jeder Etappe möchte er etwas kaufen und verkaufen – Kamele und Pferde, Teppiche und Kaffee, Tee und Jade. Die Zeit ist knapp bemessen und die Händler haben das Feilschen seit Generationen trainiert. Conor Woodman hingegen ist ein Frischling mit heller Hautfarbe und 50.000 Dollar Budget. Keine leichte Aufgabe, die er sich selbst gestellt hat, denn es gibt so vieles, was er nicht weiß: Nach welchen Regeln wird in welchem Land gefeilscht, wie transportiere ich meine Ware günstig, wo sind meine Käufer, welche Qualitätsmerkmale sind ihnen wichtig, habe ich überhaupt gute Ware erstanden …

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