Vor mir auf dem Tisch liegt die neue Biografie von Bruce Springsteen: “Bruce” von Peter Ames Carlin und während eines Telefonats mit einem Kollegen in Wismar ergibt es sich, dass wir auf „BRUUUCE“ (das hört man, wenn er live spielt, im Stadion, mit dreissig- oder vierzigtausend, oder mehr, Zuschauern, die ihn rufen, ihm zurufen, anrufen, ein eigenartiges Geräusch und richtig laut, aber niemals lauter als der Meister selbst!) zu sprechen kommen. Er hat das Buch schon gelesen und schon ist auch seine Empfehlung da.
Heute also als Gast: Volker Stein, Hugendubel Wismar:
Gerade hat Bruce Springsteen seine Welttournee, die im letzten Jahr anlässlich seines aktuellen Albums „Wrecking Ball“ begann, mit etlichen Terminen 2013 verlängert. Wer sich aktuelle Konzertanschnitte anschaut, glaubt kaum, dass der Mann über 60 ist, alle paar Tage ein 3-4 stündiges Konzert der Superlative abliefert und dabei jedes Mal die Songlisten nach Publikumswünschen verändert.
Dieser Roman hat das Zeug zu einem Klassiker: Tschick von Wolfgang Herrndorf
Tschick und Maik, zwei total gegensätzliche 14-jährige, klauen einen alte Lada und machen sich in den Sommerferien auf, das Leben zu lernen. Auf ihrem Weg ins Erwachsensein überstehen sie gemeinsam die verrücktesten Situationen und am Ende ist nichts mehr so wie es war.
Origialton Maik: „ Die Welt ist schlecht, und der Mensch ist auch schlecht.Das hatten mir meine Eltern erzählt, das hatten mir meine Lehrer erzählt, und das Fernsehen erzählte es auch. Der Mensch ist schlecht. Und vielleicht stimmte das ja auch, und der Mensch war zu 99 Prozent schlecht, Aber das Seltsame war, daß Tschick und ich auf unserer Reise fast ausschließlich dem einen Prozent begegneten, das nicht schlecht war.“
Tolle Figuren, witzige Dialoge und ganz viel menschliche Wärme.
Ein ostdeutsches Roadmovie mit Suchtcharakter.
Ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2011 und geeignet für Leser zwischen 14 und 104!
Wander Woman von Jana Thiele kann man am besten zu den humorvollen aber auch tiefgründigen Reiseberichten stellen, also neben Harpe Kerkeling: Ich bin dann mal weg, ist genau der richtige Platz.
Jana Thiele ist übergewichtig, total unsportlich und hockt am liebsten auf dem Sofa, bis sie irgendwann einen Bandscheibenvorfall hat. Von da an ist in ihrem Leben nichts mehr wie es vorher war. Als Kassenpatient erlebt sie eine Odyssee durch das deutsche Gesundheitswesen, bis sie endlich aus eigener Tasche einen Professor zahlt, der ihr eine brauchbare Diagnose gibt und ihr rät, wandern zu gehen. Wie soll sie wandern gehen, wenn sie es nur unter großen Schmerzen bis zur nächsten U-Bahn schafft? Aber Jana Thiele sieht ein, daß ihr nur Bewegung hilft, also beißt sie die Zähne zusammen und fängt an. Erst nur im Berliner Umland, dann im Harz, in der Sächsischen Schweiz und schließlich im Bayerischen Alpenvorland.
Ich hatte ja schon einen eReader, aber darüber muss man nicht mehr reden, der toline shine spielt schon in einer ganz anderen Liga.
Mir geht es nicht so sehr um viele technische Kleinigkeiten sondern darum, dass der Reader dort wo ich ihn brauche gut funktioniert, dass er handlich ist, gut lesbar, eher intuitiv bedienbar als mit einer langen Anleitung (- die ich dann zur Hälfte nicht verstehe).
Natürlich hab ich ein paar Dinge gleich ausprobiert, wie das mit der Cloud funktioniert, auch wenn ich nicht glaube, dass ich jemals 2000 eBooks auf dem Reader haben werde und Platz schaffen muss (das Angbot im eBook Shop sind 300 000 Titel – allerdings hab ichs nicht gezählt), aber praktischerweise sind die ohnehin in der Cloud und das funktioniert super, auch eBooks aus der Cloud aufs Smartphone zu holen ist einfach. Der Zugang in den Hugendubel-Geschäften funktioniert und die Telekom Hotspots hab ich auch ausprobiert – so viel Neugierde muss sein.
Aber selbstverständlich brauche ich weiterhin gedruckte Bücher, zuhause, aber ich brauche nicht mehr so schwere und große Taschen mit mir herumschleppen!
Markus Stromiedel Der Torwächter Band 2 Die verlorene Stadt
Nachdem der erste Teil der Torwächter Reihe eines meiner Lieblingsbücher des letzten Frühjahrs war, mußte ich natürlich weiterlesen.
Durch einen Krieg, an dessen Ende die Zeit zersplitterte sind 7 Parallelwelten enstanden. Es gibt eine Gilde der Torwächter, die darauf achtet, das Drhan, der Fürst der dunklen Macht, keinen Einfluß auf die Tore hat. Simon ist einer dieser Torwächter, erfährt aber erst im Laufe der Zeit von seiner Begabung. Die einzige Person, die ihn aufkklären könnte ist sein Großvater, doch der ist verschwunden. Ein unglücklicher Zufall gewährt Drahn Zugang zu Simons Welt. Er entkommt in buchstäblich letzter Sekunde und landet auf Avaritia, eine der Parallelwelten. Mit von der Partie ist die Schneeleopardin Ashakida, die die Fähigkeit hat die Zeit kurzfristig anhalten zu können.
Yoko Ono hatte kürzlich Geburtstag, eine ganz unfassbare Anzahl von Jahren soll sie schon gelebt haben, da kümmere ich mich nicht weiter drum aber nehm dennoch den Anlass, ein wenig in Büchern und Filmen zu lesen und zu schauen.
Die DVD – LennonNYC, in dem Yoko eine große Rolle spielt; weil ichs schon immer mochte, so chaotisch das auch war – Live in Toronto ’69 (DVD und die CD); immer wieder einladend natürlich The John Lennon Letters. Erinnerungen in Briefen, und, obwohl erst letztes Jahr gelesen, lese ich mich wieder fest in diesem Buch: Yoko Ono – Die Biografie von Nicola Bardola.
Bardola ist ein Verehrer, ein Bewunderer – was mit sehr gut gefällt, böses gabs genug über Yoko Ono, etwas so zugeneigtes und liebenswürdiges zu lesen gefällt mir jetzt sehr. Aber er ist kein ganz unkritisch alles-ist-großartig Verehrer, er kann schon sagen, wenn etwas (und das ist bei Yoko Ono nicht wenig) allzu sonderbar ist, zu unverständlich, vielleicht jetzt nicht zugänglich, vielleicht nie. Es ist ja einfach so, dass ein Künstler ein Angebot macht, sein Werk, und man mag es, nicht, teilweise, da hat der Künstler keinen Einfluss mehr, das Werk ist draußen in der Welt und muss sich selbst behaupten, und natürlich, wenn es so liebenswürdige Fürsprecher wie Nicola Bardola hat, können Werk und Künstler sich freun.
Am Ende meiner Yoko Ono – Geburtstagsforschungsreise tue ich noch etwas das mir nie leicht gefallen ist – ich höre das, was wohl die erste gemeinsame Arbeit von Yoko und John Lennon war: Unfinished Music Vol. 1 (Two Virgins)
jetzt in der kalten jahreszeit nach einem spaziergang sich auf dem sofa gemütlich machen und eine DVD anschauen.
downton abbey – für alle fans der serie ”das haus am eaton place“.
die geschichte spielt in england anfang des 20.jahrhunderts. das leben der adelsfamilie crawley und deren dienerschaft, die seit generationen dort leben – auf downton abbey.
die kulisse – das große anwesen, in mitten der idyllischen englischen landschaft. wenn sie durch die räume geführt werden, mit all dem prunk, macht es richtig spaß dort zu verweilen.
die menschen können nicht unterschiedlicher sein. angefangen von dem korrektem vater robert crawley, graf von grantham, bis zu der junge naiven küchenhilfe daisy.
Ein Gespräch über die Rolling Stones führt ja fast zwangsläufig zum Briefwechsel zwischen
Peter Handke und Siegfried Unseld, zumindest, wenn man den kürzlich erst gelesen hat, mit der allergrößten Freude, wie hier ja schon erwähnt, und einen Satz von Handke zitieren will: „ … Sprechstück … das von drei oder vier Sprechern gesprochen wird und nach den Klangelementen der Beatmusik, vor allem der „Rolling Stones“ | ( = eine Beatgruppe) | (nicht lachen) gemacht ist.“ (Brief vom 23. November 1965 an Elisabeth Conradi, zu der Zeit Sekretärin von Siegfried Unseld)
Diesen Satz suchen und weiterblättern, später, allein, noch einmal hinein blättern, da und dort hängenbleiben, vor allen auch in den Anmerkungen, in den ausführlichen Zitaten aus der Unseld Chronik, seinen Reisenotizen, immer einmal wieder einen Namen entdecken und an dem hängen bleiben, sogar im Personenregister nach Namen schauen und einzelne Seiten nachlesen und so wieder ein paar erfreuliche Stunden mit Peter Handke und Siegfried Unseld verbringen, das ergibt sich eh – und danach endlich Stones hören:
manuel vazquez montalban gehört für mich zu den besten krimiautoren. er ist in barcelona (eine der schönsten städte der welt) geboren. vazquez montalban war lyriker, romanautor, essayist, kolumnist, gourmet und erfinder des privatdetektivs carvalho. er verstarb leider 2003 auf der rückkehr einer lesereise auf dem flughafen bangkok an einem herzinfarkt.
der inhalt:
“Carvalho auf den Spuren einer ermordeten Frau, die beinahe ein Erotikfilmstar geworden wäre.
Eine argentinische Anthropologin engagiert Carvalho, um nach Helga Mushnik, der früheren Geliebten ihres Ex-Manns, zu suchen. Doch noch ehe Carvalho mit seinen Nachforschungen richtig beginnen kann, wird Helga in der Metro tot aufgefunden – ermordet. Dringend tatverdächtig ist ein Obdachloser, mit dem Helga die letzten Jahre in Barcelona zusammengelebt hat.
Dabei hätte doch alles anders und aus Helga eine Filmdiva werden können: Erfolgreich hatte sie sich damals in ihrer Heimat für die Hauptrolle in der argentinischen Version von Emmanuelle beworben; eine Karriere als Erotikfilmsternchen schien ihr so gut wie sicher . . .
Carvalho kämpft in diesem erstmals übersetzten Roman mit den Tücken eines Faxgeräts (da er das Internet boykottiert), schlägt sich mit den Theorien des semiologiebegeisterten Inspektors Lifante herum und scheucht ein paar unverbesserliche Anhänger der argentinischen Militärdiktatur auf.”
Joanne K. Rowling – Harry Potter – vor einem Jahr hat ein kluger Mensch mir die ersten beiden Bände Harry Potter zum Geburtstag geschenkt. Und ich habe sie gelesen, und noch ein paar, demnächst steht Band 5 an Harry Potter und der Orden des Phönix, und ich spür Vorfreude!
Damals, als die Bücher erschienen sind, hab ich natürlich keine Geschichten aus dem Zauberer-Kinder-Internat gelesen (Ich glaube ich hab damals grad Moby Dick gelesen, kennen Sie Moby Dick? In einer richtig guten Ausgabe, nicht eine gekürzte Kinder-Fisch-Jagd-Geschichte, sondern das ganz Buch? eines der großartigsten Bücher die ich jemals entdeckt und, mehrfach natürlich, gelesen habe. Klar, großartige Bücher gibt es sehr viele, hier ein paar davon: Geschenke).
Es müssen Millionen von Menschen in der Welt völlig ins Potter-Universum abgetaucht sein, ich frage mich, ob die damals 13-,14-,15jährigen, jetzt immer noch Potter mögen oder ihn eher als Jugendsünde abtun.
Ich also, schon erwachsen, habe damit angefangen und bin völlig gefangen davon! Ich lasse mir Zeit, aber nicht zu viel, denn ich habe einen guten Freund, er ist einige Jahre älter als ich und er mag Harry Potter, der mir alle Potter- Filme leihen will, sobald ich mit den Büchern durch bin – ich habe keinen Zweifel, dass mir die auch gefallen werden, ich kenne einige Ausschnitte.
Man muss sich wirklich von den richtigen Leuten beschenken lassen!
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