Auf der Leipziger Buchmesse legte mir der Unionsverlag das Buch “Tamta Melaschwili – Abzählen” ans Herz. 103 Seiten. Schnell gelesen … hab ich gedacht.
Drei Tage werden hier beschrieben und was es heißt in einer Kriegszone, einer gottverlassenen Konfliktzone zu leben. Als Heranwachsende mit Alten und Krüppeln. Was in Friedenszeiten Recht war gilt nicht mehr. Diese neue Welt, die entsteht hat Melaschwili sprachlich einfach neu erfunden. Es liest sich alles ganz fremd und eigen und sprachlich wuchtig, so das selbst Vielleser eine große Überraschung erleben werden.
Gewalt kennt keine Grenzen, Gewalt kennt keine Nationalität … sie ist überall gleich vernichtend und die größte menschliche Tragödie.
Das Buch ist schwere Kost und die Worte bekommen eine völlig neue Raumwirkung, so wie Melaschwili die Wörter setzt.
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