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Hodolitsch Blog

Nanu, wer bloggt denn HIER?

Willkommen, im HodolitschBlog, just zwischen dem BuchBlog und dem Gedicht des Tages. Erwarten darf man BuchBlog-ähnliches: Vielfältig, ohne Einschränkung, Kürzung oder Änderung, über alle Themen.

 

Doch soll es noch ein wenig weiter gehen. Ein Besuch auf der Buchmesse vielleicht. Das (Buch-) Thema des Tages. Ein Autor meldet sich im Interview zu Wort. Und wo ist manchmal der allseitsbekannte (Bücher-) Wurm drin? Fragen über Fragen. Doch das Bücherversum ist so vielfältig, so unendlich, dass auch 100 Blogs nicht ausreichen würden, um seine Vielfalt abzubilden. Aber man darf Fixsterne aufzeigen und Vorschläge machen. So war es schon immer, und wird es immer sein.

 

Wer sich geneigt fühlt zu kommentieren, zu kritisieren und sich zu echauffieren, sei herzlich dazu eingeladen. An einem Tisch mit vier Menschen hat man meist ebensoviele Meinungen. Aber warum auch nicht?

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11.03.2010 - John Green - Margos Spuren
Kategorie: Jugendbuch

Ein Plastikmädchen in einer falschen Stadt

 

Dass man sich immer ein zweites Mal begegnet ist kein Geheimnis. Netterweise hat John Green ebenso für ein zweites Mal gesorgt. Ein weiteres Date sozusagen. Wer sich unlängst in Alaska verliebte, gleichsam hilflos wie begeistert wie ein Trabant um dieses Sonnensystem kreiste, mit einer stummen Faszination, die einem unablässig den Mund offen stehen lässt, trifft nun auf ein weiteres dieser Zauberwesen: Margo .

Impulsiv und unnahbar, irgendwie geheimnisvoll und jenseits aller Konventionen und trotzdem irgendwie die coolste der Schule, zwei Welten, die man in der tristen Realität des Schulalltags eigentlich nicht als vereinbar betrachtet, scheinen hier perfekt nebeneinander her zu existieren. Bewundert und gefürchtet, Geachtet und Gediegen. Mit einem ausgeprägten Sinnen für Gerechtigkeit, wenn es um die Benachteiligung kleiner Worte geht.

Quentin hat das Glück, obgleich der geringen Wahrscheinlichkeit nach statistischen Grundsätzen , dass seine und Margos Eltern in jungen Kinderjahren just nebeneinanderziehen, so dass er sich rühmen kann schon seit Kindertagen in sie verliebt zu sein. Doch zwischen Pubertät und dem erwachsen sein, verliert sich diese Freundschaft und mehr bleibt Quentin nicht als das unglaubliche Wesen Margo aus der Ferne zu bewundern, während er auf der NERD-Seite des Lebens fernab jeglicher grundsätzlich anerkannter Coolness um den Fixstern kreist.

Und plötzlich steht sie mitten in der Nacht vor seinem Fenster.

Von gerade einmal Mitternacht bis Sonnenaufgang hilft er ihr bei einem nächtlichen Raubzug, bei dem gemeine Ex-Freunde und miese Freundinnen die Hauptrolle spielen und in den Genuss der unbändigen Wut von Margo Roth Spiegelman kommen. Und am nächsten Morgen ist sie verschwunden. Und am nächsten. Und am darauf folgenden.

An sich nichts besonderes, wenn man eben Margo ist, die Konventionen missachtet und mit der herrschenden Moral und Tugend ohnehin auf Kriegsfuß steht. Doch aus Tagen werden Wochen und wo einstmals das glänzende Licht über die drögen Flure des Schulalltags fegte, ist jetzt nichts mehr. Das Leben geht irgendwie weiter, der Abschlussball naht, doch all das scheint irgendwie nicht wichtig genug, denn das Licht allen Lebens fehlt.

Und plötzlich taucht ein Hinweis auf.

Nur ein Poster, aber es führt zu einer weiteren Spur, und zur nächsten und zur übernächsten. Schnipsel, wie bei einer High-Class-Schnitzeljagd für absolut Fortgeschrittene. Quentin folgt und erfährt mehr über das überirdische Wesen Margo , als in seinem ganzen bisherigen Leben. Doch immer noch bleibt die Frage: Warum einfach verschwunden, warum einfach weg, mit welchem Ziel? Quentin sucht weiter nach Anhaltspunkten und findet sich urplötzlich auf einem 24-stündigen Road Trip an einen Ort, den es gar nicht gibt. Zusammen mit drei Freunden und gut 200 Dosen Bier.

Und wie es der Zufall will, kommt alles anders. Mit Margo , dem Leben, dem Lachen und dem Tod vor Augen. Man muss John Green lassen, dass er nach wie vor kaum weiter Abseits des typischen Hollywood-Endes sein kann.

Und das ist gut so .

John Green - Margos Spuren
Verfasst von Georg Hodolitsch
11.03.2010 um 07:00 UhrKommentar schreiben
 
11.03.2010 - Chuck Norris wird 70
Kategorie: Aktuell

Der Mann aller Männer feiert Geburtstag

 

Es ist ein Versäumnis unbekannter - ja geradezu utopischer Ausmaße, es bis jetzt nicht auf den Titelseiten aller Tagzeitungen berücksichtigt zu haben, und man fest damit rechnen mit einem Roundhouse-Kick dafür zu bestraft werden, was ohne Zweifel kein Vergnügen ist, und selbst die Süddeutsche Zeitung konnte nicht anders, als dem männlichsten Mann des gesamten Universums, sämtlicher darin befindlicher Galaxien und was auch immer noch zu entdecken ist, zum Geburtstag zu gratulieren: Chuck Norris . 70 junge Jahre wird der Legendärste aller Legenden alt und noch immer heißt es:

»Chuck Norris hat bis Unendlich gezählt... 2 mal.«

»Gott sprach: Es werde Licht! Chuck Norris antwortet: Sag bitte!«

»Chuck Norris kann einen Flummi an die Decke schmeißen. Draußen.«

»Chuck Norris isst keinen Honig,Chuck Norris kaut Bienen!«

Und wer es immer noch nicht glaubt:

01. Auf www.google.de gehen
02. "Find Chuck Norris " eingeben
03. "Auf gut Glück" klicken
04. Laufen!

Noch mehr Legende ist einfach nicht drin!

Ian Spector - The Truth about Chuck Norris
Verfasst von Georg Hodolitsch
11.03.2010 um 06:27 UhrKommentar schreiben
 
09.03.2010 - Wie gut ist Ihre Allgemeinbildung?
Kategorie: Neues aus der BloggerWelt

Wissenswert und wahrlich wurscht

 

Der Spiegel testet unsere Allgemeinbildung! Dies könnte ein Feiertag, zumindest aber ein denkwürdiges Ereignis mitsamt Wikipedia-Eintrag der lächerlichen Menschheitsgeschichte werden. Zudem ist es kaum erstaunlich und nur ein weiteres Glied in der schier unendlichen Kette aus Versuchen uns zur Wissengessellschaft zu erklären, die mit Worten und Wissen die Welt aus den Angeln hebt, wie das einst Archimedes postulierte (und noch dazu einen festen Punkt im Weltall und so etwas Unsinniges wie einen Hebel verlangte), doch angesichts seiner Aversion gegen römische Soldaten, die betrunken in seine Kreise tapsen, vergessen wir den antiken Denker für eine Weile und kehren zum Kern der Sache zurück: Dem Wissen an sich.

Der Wahn um Bildung, Bologna und Pisa und alle anderen noch zukünftig zugunsten der Bildung verwursteten Städte der Weltgeschichte bleibt entfacht, kein Ende ist in Sicht, abgesehen von der Sinnhaftigkeit derlei Unternehmungen. War es doch vor lächerlichen Hundert Jahren noch drin sämtliche Fächer der Universitätsgeschichte gleichsam sorgfältig zu studieren, so kann man heutzutage kaum mehr den Bruchteil eines einzigen Faches vollständig erfassen und somit so sicher wie das ewige Amen in der Kirche als Fachidiot enden. Das ist nicht schön, aber eine unangenehme Nebenwirkung auf dem Beipackzettel der Wissensgesellschaft.

Dennoch bleiben Fragen offen. WAS ist denn nun eigentlich diese unsägliche Allgemeinbildung? (Wo kommt sie her, wo geht sie hin?) WARUM lohnt es sich sie großflächig in Form verschiedentlicher (vermutlich von Praktikanten zusammengeschusterten) Wissenstests abzufragen und WER der sich selbst testenden denkt selbst katastrophalen Ergebnissen daran sich einen Schwanitz zu kaufen, um eifrig zu pauken und beim nächsten Mal besser abzuschneiden, wobei doch klar sein dürfte, dass auch der nächste (als solches titulierte) Wissens-Test mindestens genauso schlecht ausfallen wird. WER (also zur Hölle) maßt sich nun eigentlich an (verdammt nochmal), festzulegen, denn nun eigentlich Bildung und Allgemeinwissen ist und was nicht?

Der Vorname von Angela Merkel? Die Fließrichtung des Rheins? Alle Platinplatzierungen von Amy Winehouse? Das Periodensystem? Wo ist das verdammte Mittel, der Erwartungswert, der sich ganz einfach errechnen lässt um endlich Klarheit zu gewinnen? Nicht in Sicht. Somit bleibt die Erkenntnis, dass jeder Wissens-Test nur ein willkürlicher Fragenkatalog von ungefährer Güte bleibt, mal schlechter, mal besser, aber beständig ersonnen und ersponnen von Menschen die tatsächlich noch der Meinung sind, das Problem Allgemeinwissen ließe sich tatsächlich auf eine allgemeingültige und verbindliche anerkannte Art lösen.

Na dann mal viel Spaß!

Wie gut ist Ihre Allgemeinbildung?
Verfasst von Georg Hodolitsch
09.03.2010 um 06:55 UhrKommentar schreiben
 
09.03.2010 - Copy Man
Kategorie: Neues aus der BücherWelt

Für kurz mal zwischendurch

 

...gerade auf Spiegel online entdeckt: Die Jungs & Mädels testen Praktika-Literatur. Gleich sechsmal zugeschlagen haben sie (wahrscheinlich bei Amazon) und giften nun ein bißchen. Selbsterregend ist es nur fair die Autoren zu verteidigen, vor allem, wenn Markus Henriks - Copy Man zuhause liegt und darauf wartet in Angriff genommen zu werden. Doch nicht die (vielleicht berechtigte) Kritik angesichts der Bücher gibt Anlass sich zu echauffieren, sondern der sorgsam unter der Nörgelei geschaltete Link:

"Einfach und bequem direkt im SPIEGEL- Shop bestellen" Irgendwie nimmt man sich damit jedes Stückchen Glaubwürdigkeit: Zuerst das Buch beschmimpfen und hinterher verkaufen wollen. Jaja...

Markus Henrik - Copy Man
Verfasst von Georg Hodolitsch
09.03.2010 um 06:14 UhrKommentar schreiben
 
06.03.2010 - Robert Löhr - Das Hamlet-Komplott
Kategorie: Romane

"So beeil Er sich doch!“

 

..., würde einen Goethe ungeduldig heißen, Kleist mit in den Taschen vergrabenen Händen danebenstehen und nicken. Von Tieck käme ebenso ein Wort der Zustimmung und selbst Schlegel würde die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wüsste er, dass man den neuen Löhr noch nicht in den Fingern hatte.

Zu Recht, wenn man fragt, denn was der Freiherr und seine Kumpanen zwischen Fronten, Frauen und Franzosen erleben, ist ohne Frage ein weiteres mal Stoff genug JEDEN wachen Geist zu erfreuen, dazu muss man weder die Iphigenie leiden können noch Romantiker der alten Schule sein. Schon eher ein Freund eines Dichter-Denker-Degen-Romans und hin und wieder bewandert in der deutschen Geschichte. Aber auch ohne Kenntnisse der Landesgrenzen anno dazumal, als Goethe noch auf Erden wanderte, wird man seine blanke Freude haben, die Dichter & Denker sind wieder auf großer Reise!

Ein Brief von Kleist , der darin um Hülfe bittet, ruft die Gefährten auf den Plan, und man macht sich auf den Weg den rauen Recken aus den Kerkern zu befreien, mit recht wenig freilich, aber unter dem Deckmantel einer Schauspielgesellschaft mitsamt einer Gräfin und einer Schauspielerdame im Gepäck. Was folgt, hätte selbst Goethe nicht in stürmischsten Drängertagen zu träumen gewagt: Quer durchs Land vom Bodensee in Richtung in Richtung Preußen , ein Kleinod im Gepäck für das so mancher Teutscher sein Leben geben würde: Die tausendjährige Reichskrone. Somit nur eine Frage der Zeit bis die Gefährten Gott und die Welt auf den Fersen haben, denn das Interesse daran scheint jeglichen Manne ins Blut gegangen zu sein:

Napoleon , der sich damit zum Kaiser über das gesamtdeutsche Reich krönen will, die Bayern (mit eben dem Franzosenkaiser verbündet) um dem Korsen eine Freude zu machen, die Österreicher, weil man annimmt die Krone sei in Wien sicher und natürlich jedweder goldgierige Schmied, der die Krone schlicht einschmelzen und damit ein Vermögen generieren würde. Die Aufgabe unerkannt zu bleiben scheint somit unlösbar und bisweilen steht alles auf der Kante und droht abzustürzen. Doch wären es nicht die größten Dichter und Denker überhaupt, wenn man sich nicht zu helfen wüsst, sei es dass es notwendig wird schauspielerisch zu improvisieren um mitten in einem Heereslager nicht von Soldaten enttarnt zu werden oder Meisterleistungen in Flucht und Kampf zu zeigen um den Häschern zu entkommen, die von allen Seiten herandrängen.

Doch keine Flucht währt ewig und als man dem Kaiser der Franzosen Höchstselbst gegenüber im heimatlichen Gärtchen gegenübersteht, scheint jedwede Flucht ausgeschlossen, die Krone verloren und das Reich eines weiteren Schatzes beraubt. Oder etwa nicht? Diesbezüglich hat Löhr einen Spannungsbogen mitsamt höchst erstaunlichem Ende erdacht, der wahrlich ein grandioser Schachzug ist – keinen Deut weniger. Was hingegen die „restlichen“ Seiten angeht, so muss man tadeln, selbst einer wie Goethe ist kein Garant für unablässig Spannung.

Zwar knüpft Löhr nahtlos an Das Erlkönig-Manöver an, aber wo sich in diesem letztgenannten Goethe , Friedrich Schiller , Achim von Arnim , Bettine Brentano sowie Heinrich von Kleist und Alexander von Humboldt munter balgen, so ist der Spaß und das Amüsement im Hamlet -Komplott weit in den Hintergrund gerückt und das beständige von hier nach dort und immer weiter hat beizeiten den üblen Nachgeschmack einer durch und durch chaotischen Reise – einem Hamlet -Kompott ähnlicher als man vielleicht möchte.

Raten kann man zur Lektüre dennoch in jedem aller Fälle, einen derartigen Klüngel hochwohlgeborener Deutscher durch das gespaltene Deutschland reisen zu sehen, mit nichts als zwei alten Kleppern du einem alten Karren der des Abends zur Bühne wird und Hamlet auf eine urteutsche Art gegeben wird... wo sieht man derartiges schon sonst?

Robert Löhr - Das Hamlet-Komplott
Verfasst von Georg Hodolitsch
06.03.2010 um 08:03 UhrKommentar schreiben
 
03.03.2010 - Cory Doctorow - Little Brother
Kategorie: Neues aus der BücherWelt

Heute unter FAZ.de

 

Gerade heute unter FAZ.de besprochen - Cory Doctorow - Little Brother, die ersten Seiten lesen sich gut, das Buch ist bei Rowohlt erschienen, bisher gibt es schon zwei Titel von Cory Doctorow, erschienen bei Heyne: Backup und Upload.

"w1n5t0n" - eigentlich Marcus, 17 Jahre, Internet-Crack. Terroristen verüben einen Anschlag in San Francisco und plötzlich werden er und seine Freunde von einem übereifrigen Department of Homeland Security verhaftet, tagelang verhört und gedemütigt. Als er wieder frei kommt, hat sich San Francisco in einen Überwachungsstaat verwandelt, in dem jeder Bürger als potentieller Terrorist betrachtet wird.

Er beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel, sabotiert die Überwachungsversuche der Regierung und gewinnt immer mehr junge Menschen für seine Bewegung. Am Ende trägt er die Früchte seiner Arbeit... aber was genau heißt das?

Bestellen und auch lesen.
Bestellen kann jeder - lesen nicht.

Cory Doctorow - Little Brother
Verfasst von Georg Hodolitsch
03.03.2010 um 07:02 UhrKommentar schreiben
 
12.02.2010 - Walter Moers - Die 13 1/2 Leben
Kategorie: Fantasy/Science Fiction

Ein Blaubär auf großer Fahrt

 

„Ein Leben beginnt gewöhnlich mit der Geburt – meins nicht.“ Ein erster Satz wie er sein muss. Knackig, kurz und mit der Tendenz sich in alles weitere was da kommt zu stürzen und erst nach 700 Seiten zu merken, dass man fertig ist. Tatsächlich hat Moers diese teuflische Kunst perfektioniert, und wer das Auenland schon nicht mehr sehen kann, nebenbei längst alle Regierungsbezirke von Mittelerde bereist hat und sich nach neuem sehnt, kann gleich die Koffer packen um mit nach Zamonien aufzubrechen, der Welt in der so gut wie nichts nicht möglich ist.

Für gewöhnlich fängt man fürfreilich von vorne an und genießt zuerst den Blaubären , ehe man sich in der Stadt der träumenden Bücher verirrt oder dem Schrecksenmeister beim Zubereiten seiner Tagessuppe über die Schulter sieht. Aber andersherum geht es auch, und so wohnt man den ersten 13 1/2 Leben eines zu Begin noch recht kleinen, dann aber doch bald ausgewachsenen Blaubären bei, der selbst Hildegunst von Mythenmetz Konkurrenz in Sachen Abenteuer macht. Doch Zamonien ist groß genug für eine ganze Hand voll Abenteurer.

So folgen wir dem blauen Bären , während er bis zur Scheitelspitze in Abenteuern watet, wie andere im freundlichen Treibsand, Abenteuer, die sich selbst ein Indiana Jones nur wünschen kann. Zwergpiraten und Tratschwellen, Klabauergeister und der Tyrannowalfisch Rex, die Feinschmeckerinsel, nicht zu vergessen Deus X. Machina der Pterodaktylus Salvatus und die Finsterberge, Doch wer ein Entdecker und Draufgänger wie der Blaubär ist, erlebt noch weiteres, geht beim klügsten Kopf von Zamonien in die Lehre (Professor Nachtigaller), besiegt bösartige Spinnen im großen Wald, durchquert die süße Wüste oder einen Bollog-Kopf, wenn er nicht gerade von einem Tornado gefangen wird oder in der Hauptstadt Atlantis als Lügengladiator arbeitet.

Und noch immer ist das Abenteuer nicht zu Ende, wer schon mehr als 13 1/2 Leben hat, der sollte auch alle Nase lang damit zu tun haben keines zu verlieren. Kritiker neigen dazu die ohne Frage erlebten Geschichten des Blaubären als bloßes Seemannsgarn abzutun, haben jedoch kaum einmal ihren Schreibtisch verlassen, geschweige denn auch nur eine Sekunde auf der Moloch als Kohleschipper gearbeitet oder regelmäßig dem Tod ins Auge geblickt. Die Arroganz der Unwissenden also! Wer könnte zweifeln, wenn er selbst dabei war? Wie könnte derart Fantastisches erlogen sein? Beweise finden sich an allen Ecken und Enden! Selbst der „Untergang“ von Atlantis ist nun nicht länger ungeklärt, der Blaubär hat es miterlebt.

Alles schon so oft gesagt, und eine Behauptung wird auch kein Stückchen wahrer, auch wenn man sie widerholt. Aber Fakten sind eben doch Fakten. Die 13 1/2 Leben des Käp´n Blaubär ist Lektüre wie man sie nur selten findet.

Walter Moers - Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär
Verfasst von Georg Hodolitsch
12.02.2010 um 22:00 UhrKommentar schreiben
 
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