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Hodolitsch Blog

Nanu, wer bloggt denn HIER?

Willkommen, im HodolitschBlog, just zwischen dem BuchBlog und dem Gedicht des Tages. Erwarten darf man BuchBlog-ähnliches: Vielfältig, ohne Einschränkung, Kürzung oder Änderung, über alle Themen.

 

Doch soll es noch ein wenig weiter gehen. Ein Besuch auf der Buchmesse vielleicht. Das (Buch-) Thema des Tages. Ein Autor meldet sich im Interview zu Wort. Und wo ist manchmal der allseitsbekannte (Bücher-) Wurm drin? Fragen über Fragen. Doch das Bücherversum ist so vielfältig, so unendlich, dass auch 100 Blogs nicht ausreichen würden, um seine Vielfalt abzubilden. Aber man darf Fixsterne aufzeigen und Vorschläge machen. So war es schon immer, und wird es immer sein.

 

Wer sich geneigt fühlt zu kommentieren, zu kritisieren und sich zu echauffieren, sei herzlich dazu eingeladen. An einem Tisch mit vier Menschen hat man meist ebensoviele Meinungen. Aber warum auch nicht?

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05.02.2010 - Kopfzahl-Paranoia
Kategorie: Wirtschaft

Der wichtigsten Satz steht wie so oft am Schluss.

 

„Ein Wechsel der Personen, die den Mist gebaut haben, wäre das Mindeste.“ Den hat sich allerdings nicht die Autorin ausgedacht, sondern der Ökonom Kurt Rothschild . Sie selbst liefert den Unterbau der Geschichte um geldgeile Konzerne, kostenfanatische Manager und darunter leidende Mitarbeiter. Das Ganze auf gut 200 Seiten mit einem Hang zum recht Oberflächlichen und Allgemeinen, was aber wohl auch mit daran liegt, dass sie als „Insiderin“ Angst hat erkannt zu werden. Das lässt sich nachvollziehen. Zudem ist das Metier dass „Frau Weinberger “ beackert ohne Frage eine der wichtigsten Fragen der hiesigen Finanzwelt: Wie weit dürfen Zahlen gehen?

Fragt man in BWL ´er oder Beraterkreisen, kann man ohne Frage gar nicht genug davon haben. Weltumspannende Finanzsysteme errechnen die Effektivität eines Mitarbeiters noch bis auf die fünfte Nachkommastelle, bei Bedarf auch seinen Klopapierverbrauch. Dass man vor lauter Zahlen und Controlling irgendwann den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht, scheint sich hingegen noch nicht recht herumgesprochen zu haben. Dass man vor lauter Kontrollieren, Effizienzsteigerung und Blick auf effektive Konzernstrukturen nur zu gern denjenigen übersieht, der letztendlich die Rechnung bezahlt (der Kunde!) ebenso wenig.

Ohne Frage ist ein gutes Finanzsystem mit soliden Kenzahlen Voraussetzung um vernünftig agieren zu können. Aber bei all der Statistik , der errechneten Ziffern und in Wahrscheinlichkeit ausgedrückten Datenreihen vergisst man allzu oft, dass es sich dabei lediglich um Richtwerte handelt. Der „Wert“ eines Kunden lässt sich allenfalls näherungsweise bestimmen, der Erwartungswert einer Aktie kann Meter neben dem tatsächlichen Ereignis liegen und eine noch so solide Planung der Zukunft ist wertlos, weil sich die Zukunft nun einmal nicht vorrausagen lässt. Dennoch hat man immer häufiger den Eindruck, dass sich so mancher Herr der Zahlen in der Lage sieht mithilfe komplexer Matrizen Wahrscheinlichkeiten / zukünftigen Erwartungen und unsicheren Investitionen ein Schnippchen zu schlagen.

Die Zahl bedeutet alles, der Mensch so gut wie nichts. Und Zahlen lügen niemals. Falsch. Man muss weder BWL studieren, noch eine einzige Vorlesung in Statistik besuchen um zu wissen, dass die Interpretation einer Zahl im Auge des Betrachters liegt. Alles ist relativ. Und man muss noch nicht einmal Einstein sein um das zu verstehen.

Nun sucht Frau Weinberger “ aber nicht nur mit dem kurzfristigen Renditestreben von Management, CEOs oder Aktionären abzurechnen, darüber hinaus ergreift sie Partei für all diejenigen, die unter dieser Fehlausrichtung zu leiden haben. Die Mitarbeiter. Natürlich sucht jedes Unternehmen im gutplatzierten Stellenmarkt nach „Querdenkern“ und „Innovation“, doch die Wahrheit sieht hinter den verspiegelten Fenstern nur sehr viel trister aus. Ziviler Gehorsam , nach oben buckeln und nach unten treten ist in der der Firmenrealität sehr viel wichtiger als das gerühmte „anders Denken“. Wer will schon seine Methoden in Frage gestellt haben?

Stattdessen werkeln die Mitarbeiter unter immer neuen Managern, Umstrukturierungen, Budgetkürzungen, sollen mit der Hälfte des Mitteinsatzes plötzlich das Doppelte erwirtschaften. Dass sich das nur auf Kosten langfristigen Erfolges machen lässt lehrt der Karstadt-Konzern mustergültig, der mal eben gigantische Renditen erzielte, die darauf folgenden Jahre aber konsequent dem Abgrund entgegen schlitterte. Wachstum und Innovation lassen sich nicht aus dem NICHTS generieren, es bedarf einigen Aufwands ein langfristig effektives Umfeld zu schaffen. Das aber schadet den kurzfristigen Renditen. Und ist somit für die leitende Elite nicht relevant.

Die Mitarbeiter ziehen die Konsequenzen. Wer kann geht woanders hin, wer nicht kann geht ins innerbetriebliche Exil, macht Dienst nach Vorschrift, versucht nicht aufzufallen und nach den Pfeifen der (aktuellen) Chefs zu tanzen. Noch scheint so mancher Konzern die Fluktuation seiner besten Köpfe nicht bemerkt zu haben. Denn diese Leute lassen sich nicht durch lächerliche Bonus-Systeme halten. Diese Menschen (an sich alle, aber hier noch viel stärker) wollen einen SINN in ihrer Tätigkeit sehen. Und wenn der fehlt, dann sind sie auch nicht länger bereit einen Großteil ihres Lebens mit einer Aktivität (=Arbeit) zu verbringen, die ihrem persönlichen Werteverständnis entgegenläuft. Ganz getreu nach Sprenger : Die Menschen sind nicht länger bereit ihre Anschauungen und Moralvorstellungen an den Werkstoren abzugeben.

Was an Kopfzahl-Paranoia nervt sind die immer gleichen Worthülsen wenn sie ihre Mit-Manager zitiert. Klingt beim ersten und zweiten Mal noch wichtig, beim Dritten fragt man sich unweigerlich ob sie einen Witz erzählen will. „Manager A und B gehen zusammen in eine Kneipe. Sagt A zu B...“

Trotzdem lesenswert für alle, die schon lange das Gefühl haben, es liefe nach Hamlet etwas faul im Staate Dänemarks...

Katharina Weinberger - Kopfzahl-Paranoia - Von der Selbstzerstörung der Konzerne
Verfasst von Georg Hodolitsch
05.02.2010 um 15:25 UhrKommentar schreiben
 
03.02.2010 - John Niven - Kill your Friends
Kategorie: Romane

Der nette Junge von nebenan...

 

„Das Musikgeschäft ist eine grausame und hirnlose Geldkloake, ein langer Korridor aus Plastik, in dem Diebe und Zuhälter tun und lassen, was sie wollen, und gute Menschen vor die Hunde gehen.

Im Übrigen hat es auch eine negative Seite.“ (Hunter S. Thompson )

Dieser Mann sollte es wissen. Doch auch ohne perfide Kenntnisse zum Thema Drogenmissbrauch fällt dem geneigten Leser auf, dass irgendetwas im Argen liegt. Eine Bösartigkeit, derer man seit dem Besuch von Patrick Bateman nicht mehr begegnen musste. Doch in diesen Tagen bemüht sich Steven Stelfox um das Erbe des American Psycho. Obgleich nicht zwischen Wallstreet und Serienkillerambitionen hin und hergerissen, aber in einem großen Plattenkonzern A&R Manager, was als Ausgangslage kaum weniger geeignet ist vollkommen durchzudrehen.

Wer diese Tage den Fernseher bemüht und sich mühsam durch die nicht endend wollende Serie steriler MTV oder VIVA Videos quält, deren einziger Inhalt nur noch aus futuristischen Pappmachewänden oder sehr, sehr, sehr, sehr leicht bekleideten... äh... Damen(!?) besteht, wird verstehen, warum man gerade als A&R Manager, der eine Vorauswahl zu treffen hat, wen oder was wir überhaupt zu Gesicht bekommen, ohne Frage gar nicht anders werden kann, als ein selbstverliebtes, arrogantes, zynisches Mega-Arschloch.

Denn: Wenn man einen Act signed, der diesen Namen zumindest ein paar Monate verdient, damit eine Menge Geld scheffelt und der Firma somit Milliardenumsätze beschert, ist das ein Beweis für das eigene Können. Wenn man hingegen Tag für Tag mit Schrott von absolut untalentierten, talentlosen und lediglich auf Ruhm und Reichtum fixierten Schwachmaten zu hören bekommt, aus deren Mitte man auch noch einen nicht ganz so unfähigen „Künstler“ erheben soll, bleibt kaum ein anderer Ausweg als alles zu hassen und sich auf die wirklich wichtigen Dinge des Lebens zu konzentrieren: Drogen & Sex. Steven hat das perfektioniert. Und man kann ihm diesbezüglich gar nicht böse sein. Viel eher müsste man fragen, warum ihm die Firma ein derartiges Jahresgehalt zahlt, nur um sich durch einen Haufen von musikmachenden Idioten zu wühlen und womöglich den „Geschmack“ der Gesellschaft zu antizipieren um den Menschen etwas exakt darauf Zugeschnittenes zu präsentieren. Blankpoliert und ohne Rückgrat.

Natürlich klingt das gegenüber den Künstlern und Medien immer etwas netter, man spricht von „künstlerischer Freiheit und langfristige Unterstützung von Künstlern“. Wenn Steven es mit der Wahrheit versuchen müsste, würde es allerdings ganz anders klingen:

„Wir stellen eure Platten her und bringen sie in die beschissenen Läden. Wir geben unser Bestes, keinen Penny zu riskieren, bevor wir uns nicht sicher sind, ihn mit Zinsen zurückzubekommen. Wir zweifeln alles an, was ihr tut, und mischen uns, wann immer wir können, in den künstlerischen Prozess ein. Wir editieren und remixen eure Songs ohne eure Einwilligung. Wir zwingen euch, in miesen, entwürdigenden Kindersendungen aufzutreten, wo ihr Max, dem Dachs, die Pfote schütteln müsst und einem Teenie-Moderator mit dem Begriffsvermögen eines mit Ritalin abgefüllten Kleinkindes eure Weltsicht erklären sollt. Wir halten euch auf Trab, bis ihr nicht mehr aufstehen könnt. Gemeinsam mit euren Verlegern werden wir uns nach Kräften bemühen, eure Musik für Werbekampagnen jedes erdenklichen Unternehmens – von Banken bis zu multinationalen Petrochemie-Konzernen – zu lizensieren. (Wir würden sie auch an Walfangflotten und Waffenhändler verkaufen, wenn die im Fernsehen werben dürften.) Wir werden sämtliche Kosten, die ihr verursacht, auf euch abwälzen und euch für jeden unserer Verluste verantwortlich machen, von den Heftklammern, die euren verbrecherischen Vertrag zusammenhalten, bis zur Cola, die ihr aus dem Bürokühlschrank genommen habt. Und wenn das alles nichts bringt, werdet ihr schneller fallengelassen als das Höschen einer Hafenhure beim Einlaufen eines Ozeanriesen.“

Ohne Frage macht das selbst den beharrlichsten Idealisten zu einem bedingungslosen Kapitalisten, der für eine Ausweitung seiner Boni über Leichen gehen würde. Moral ist was für Verlierer. Und doch gibt es zwischen dem tagtäglichen lügen, betrügen und übers Ohr hauen und dem bedingungslosen Chaos zu welchem man gezwungen wird wenn man mit dem Rücken an der Wand steht noch einen Unterschied: Nicht alle sind wahnsinnig genug das durchzuziehen, doch Steven ist bereit für die Beibehaltung seines ruchloses Lebens über Leichen zu gehen, Aufgeben? Niemals, nicht in 1000 Jahren und sowieso überhaupt nicht. Als sich allmählich eine neue Generation Mitarbeiter durchzusetzen beginn, die zumindest vordergründig auf Integrität und harter Arbeit zu beruhen scheint und Steven seinen Job in der Firma in Gefahr sieht, beginnt er eine Orgie der Zerstörung, die einem geplanten aber außer Kontrolle geratenen Amoklauf eines Dutzends Serienmörder in nichts nachsteht.

Selten ist ein Charakter derartig menschenverachtend, gefühlskalt und brutal. Selbst Patrick Bateman nimmt man an manchen Stellen noch so etwas wie „Menschlichkeit“ ab. Steven Stelfox fehlt selbst das. Stattdessen bietet er knapp vierhundert Seiten Gewalt, Pornographie und triefende Verachtung vor jedwedem was einem Menschen heilig sein könnte. Man könnte sagen, dass Hunter S. Thompson mit seinem Zitat über die Musikbranche eben den winzigen Teil des Eisbergs beschrieben hat, der über dem Wasser glitzert. Doch die Wahrheit ist manchmal so schockierend, abstoßend und widerlich, dass man sie gar nicht kennen möchte.

Wer kann, der bleibe bei seinem Mickey-Mouse-Universum im rosa Plüsch-Look.

John Niven - Kill Your Friends
Verfasst von Georg Hodolitsch
03.02.2010 um 10:52 UhrKommentar schreiben
 
30.01.2010 - Thomas Wieczorek - Die Dilettanten
Kategorie: Wirtschaft

Der Unterüberschrift hilft uns weiter!

 

Sonst stünden wir am Ende im Regen und müssten scharfsinnig überlegen WER denn diese Dilettanten sind, von denen hier so großspurig die Rede ist. Die Wirtschaftsbosse ? Angestellte der Ratingagenturen? Der Finanzminister? Die Riege der Manager ? Fast. Und natürlich auch richtig. Aber in erster Linie und heute sind es die Großen und Kleinen der Politik: „Wie unfähig unsere Politiker wirklich sind“. Von und mit - wie könnte es anders sein - Thomas Wieczorek .

Man darf ihm eine nicht unbedeutende Menge an Ausdauer zugestehen. Nicht erst seit gestern notiert, kommentiert und echauffiert sich Wieczorek an der Unfähigkeit verschiedenster Gesellschaftsgruppen seien es Manager , Beamte , Spekulanten, Banker oder Medienvertreter. Das klingt natürlich erst einmal recht populistisch, denn über die Unfähigkeit dieser Individuen könnte vermutlich jedweder Deutsche – ach was... jeder Inder, Westaustralier oder Südostnordamerikaner ein Liedchen singen. Dass dieses Melodienstück nicht bei jedem fachkundig recherchiert und mit Vorurteilen und Halbwissen angereichert wäre, versteht sich von selbst.

Dementsprechend liegt genau hier – wie der versierte Marketing-Futzi sagen würde – Wieczoreks USP (unique selling proposition)– sein Alleinstellungsmerkmal, DIE Eigenschaft seines Seins, die ihn von allen anderen unterscheidet, die nur mit allen anderen quaken, weil es grad IN ist und auswendiggelerntes Halbwissen (Bullshit) zum Besten geben, weil sich’s halt gut anhört. Er kann also was er tut und vollbringt dieses, vor allem in letzter Zeit, recht beständig. Ein Platz auf der Spiegel Bestseller Liste hat sicherlich nichts mit Qualität, Können oder gar Intellekt zu tun, aber ein wenig Wieczorek schadet dem populistischen Großangebot keineswegs.

Heute lernen wir also unsere Politiker kennen.

Natürlich passen auf 319 Seiten nicht ALLE teutschen Dilettanten , machthungrigen Halbwisser und skrupellosen Dumpfbeutel, aber eine ganze Menge, und zumindest al diejenigen Wichtigen, die ihr Volk mit bestem Wissen und Gewissen den steilen Abhang zum Totalchaos hinuntertreiben: Angela Merkel , Guido Westerwelle , Jürgen Trittin, aber auch aufgeblasene Generalsekretäre, Unfähigkeitsansammlungen aus der zweiten bis dritten Reihe und sämtliche (Ex-)Minister, die beizeiten auch gerne einmal am Wählerwillen vorbei in Ämter einziehen – denn, so wissen wir – der Wähler weiß doch selber nicht was er will, und wenn er was nicht will ist es uns auch egal!

Ohne Frage hat jeder eine zumindest wage Vorstellung davon mit welcher „Sachkompetenz“ sich so mancher Politiker tagein durch seinen Verantwortungsbereich schummelt, doch beizeiten und vor allem während der Lektüre der Dilettanten beschleicht einen das ungute Gefühl, dass hier was faul ist im Staate BRD und diese Fäulnis stinkt bis zum Himmel. Natürlich möchte man manches eigentlich gar nicht wissen, man würde sich nur „unnötig“ darüber erregen, wo man doch nichts dagegen unternehmen kann und manches ist so unappetitlich wie der Chemiedreck im Jogurt .

Andererseits scheint die Politik ein Job zu sein in dem man trotz Sachkenntnis gegen Null und Napoleonkomplex ganz fleißig mitmischen kann. Täten unseren Herren & Damen Politiker gewöhnlichen Dienst, so müsste man vermuten, dass jedweder Chef sich spätestens nach zwei Wochen fragen würde, WAS ZUM TEUFEL der oder die da eigentlich macht!

Aber nicht so in der Politik! Wer auf einem Ministerposten nichts taugt, bekommt eben den nächsten, wer Steuergelder willkürlich, absichtlich und in gigantischer Höhe vor den Augen der Öffentlichkeit aus dem Fenster wirft, wird nicht etwa bestraft, nein er darf einfach weitermachen. Vermutlich würde die feige Öffentlichkeit erst aus der gelangweilten Alltäglichkeitsstarre erwachen wenn man in Berlin beschließen würde die Gehwege rund um das Kanzleramt mit 100 EUR Scheinen zu pflastern. In gewisser Weise ist das ohnehin schon der Fall, nur dass man keine öffentlichen Straßen mit Banknoten zu verschönern sucht, sondern die Innenseite des eigenen Portemonnaies. Dementsprechend ließt sich so mancher Fakt über die Hüter unserer Demokratie wie der Entwicklungsbericht aus einem Drittweltland mit Kriminalitäts- und Korruptionsraten in Höhe der absoluten Gewissheit.

- So mancher Politiker sitzt in derart vielen Aufsichtsräten, ist freier Berater von so unsäglich vielen Unternehmen, dass man sich fragen muss, wie dieser Abgeordnete überhaupt noch Zeit findet zumindest gelegentlich im Bundestag vorbeizuschauen.

- Die gebrochenen Wahlversprechen auf Papier jedweder Parteien ließen sich in der Summe wohl ein Dutzend Mal um den Äquator wickeln und es bliebe immer noch genug jeden Politiker dieser Republik als Geschenk zu verpacken (das man dann auf Ebay versteigern könnte).

- Das angebliche „Fachwissen“ übersteigt kaum das eines Durchschnittsbürgers, der hin und wieder Spiegel, Stern oder den Focus aufschlägt. Aber wie kann man jemandem beispielsweise zum Finanzminister machen, der womöglich eine Bilanz mal aus der Ferne gesehen hat und die GuV für eine rechte Gruppierung hält?

Die Frage ist nun:

Warum werden Menschen für Dinge bezahlt, die sie größtenteils nicht können, nicht machen, uns dreist ins Gesicht lügen, dass sie es doch täten und hinterher zugeben, dass es erstens dreimal so teuer war wie veranschlagt und zweitens trotzdem nicht geklappt hat, obwohl ein paar Millionen Euro Steuergelder quasi verbrannt wurden.

Zeigt das nicht lediglich, dass wir genau diese Regierung mit diesen erbärmlichen Dilettanten verdient haben, weil es uns offensichtlich egal ist was sie tut?

Thomas Wieczorek - Die Dilettanten
Verfasst von Georg Hodolitsch
30.01.2010 um 06:44 UhrKommentar schreiben
 
28.01.2010 - Edward St. Aubyn - Muttermilch
Kategorie: Romane

Natürlich und selbstverfreilich steht die Intelligenz des eigenen Kindes außer Frage!

 

Wo andere Bälger noch nicht einmal Grundschulniveau erreichen, wäre das Eigene längst in der Lage den GMAT mit mindestens 900 Punkten abzulegen oder je nach Neigung Bundeskanzler, Waffenlobbyist oder Freiheitskämpfer zu werden.

Und selbst wenn derartig hohe Ziele nicht schon am nächsten Morgen nach Knoppers und Cornflakes zu erreichen sind, so ist es doch trotzdem nur logisch das Kind nach Fußball, Musikunterricht, Hochbegabtenbetreuung, erstem Praktikum noch zur Kindergartenzeit und ähnlichem toujours auf sein anstehendes Leben vorzubereiten, wo ohne Frage Großes winkt, denn... „das Kind ist ja schon soooooo weit“

Entgegen dem Wunschdenken, so mancher Erzeuger, dass Minus mal Minus ja auch irgendwann einmal ein großes PLUS ergeben muss, stehen zuweilen die jeweiligen Ambitionen des Nachwuchses, der statt beständigem Training für seine Zukunftskarriere bisweilen auch gern einmal Kind sein möchte. Doch DIESEN Wunsch in unserer Leistungsgesellschaft zu äußern grenzt fast an Sakrileg . So bekommt der Sprössling schon mit vier nicht etwa DAS Sachbuch, das seinem Alter entspräche, NEIN, die Lektüre muss mindestens für angehende Gymnasiasten sein, denn... wir erinnern uns... „das Kind ist ja schon soooooo weit“

Nun kommt es aber bisweilen vor, dass es tatsächlich, neben dem Wunder des Lebens, zu einem Wunder der Intelligenz kommt und Klein-Peter den Papa schon mit drei ganz unverfänglich nach der speziellen Relativitätstheorie fragt. Ebern jenes bekommt Patrick zu spüren, dem geneigten Leser nicht unbekannt als fünfjähriger Junge aus Schöne Verhältnisse , heroinabhängiger aber wohlsituierter Mitzwanziger aus Schlechte Neuigkeiten und beständig betrunkener Einzelgänger zwischen degenerierten Herzögen und adelsgeilen Emporkömmlingen aus Nette Aussichten . Akut verheiratet und „Besitzer“ zweiter Kinder hier und jetzt in Muttermilch .

Als weiterhin dem Wahnsinn zugeneigter Familienvater mit einem Hang zu Ehebruch, Alkoholmissbrauch und Sarkasmus schwebt Patrick in einem Nichts aus Enttäuschung, Wut, Versagensangst und Existenznot. Seine Kinder scheinen seine überbordende Intelligenz aber gleichzeitig auch Schwermütigkeit schon im Alter von gerade einmal drei Jahren aufgesogen zu haben, seine Frau hat das eheliche Sexualleben zugunsten der Kinder aufgegeben und Patricks Mutter Eleanor verrottet zunehmend Alzheimergeplagt und infolge exzessiven Alkoholkonsums langsam in einem Krankenhaus.

Ohne Frage gestaltet sich das Dasein dementsprechend schwierig. Noch dazu scheint das gesamt Erbe im Rachen einen New-Age-Guru zu verschwinden. Durchaus möglich, dass man somit hin und wieder die Beherrschung verliert, Gott und die gesamte Himmelsschar mit einem lauten „Warum????“ belästigt und sich fragt was das Leben wohl noch an Spaß zu bieten hat. Diesbezüglich weiß man natürlich um die unteure Kreativität des Schicksals, wenn es darum geht die Menschen zu quälen, und doch lässt sich nur eine Sache mit absoluter Sicherheit sagen:

Der Wahnsinn der auch in Patricks Adern fließt, vorher in denen seines Vaters, der diesem Umstand auch kraftvoll ausnutzte und seinem Sohn das Leben zur Hölle macht, steckt nun ohne Zweifel auch in den Köpfen seiner beiden Söhne. Und somit bleibt ohne Frage weiteres Unglück gewährleistet. Denn: Zwei Kinder, die derartig intelligent durch die Welt wandeln, können unmöglich die Ziellinie überqueren ohne vorher eine Millionen Mal angeeckt zu sein oder den ganzen zurückgelegten Weg als einen einzigen Scherbenhaufen zu hinterlassen.

Erfreulich daran dürfte lediglich die Tatsache sein, dass der geneigte Leser somit auf weitere Abenteuer um die Familie Melrose hoffen darf. Der Weg in Richtung Hölle ist also noch nicht zuende.

Edward St. Aubyn ist ohne Frage eines der größten Erzähltalente dieser Epoche. Rabenschwarzer Humor und trockenster Sarkasmus. Jeder seiner Sätze hätte es verdient in einem Museum ausgestellt zu werden.

Edward St. Aubyn - Muttermilch
Verfasst von Georg HodolitschKommentare lesen (1)
28.01.2010 um 12:40 UhrKommentar schreiben
 
22.01.2010 - Harry G. Frankfurt
Kategorie: Philosophie

Bullshit – absoluter Bullshit!

 

Man möchte dieses Wort in geradezu inflationärer Weise benutzen. Beispielsweise wenn Eckart von Hirschhausen (Selbsternannter Glücks-Doktor), Roland Berger (Unternehmensberater), Gregor Gysi (Linken-Chef), Angie Sebrich (ehemalige MTV-Kommunikationschefin) und Christian Lindner (Generalsekretär der FDP) bei Maybritt Illner sitzen und über „Kohle, Konsum, Karriere - Wie krisenfest ist unser Glück?“ diskutieren.

Natürlich wäre ganz zu Beginn die Frage, warum man ein wenig Kompetenz mit derartigen Pseudo-Experten mischt, dem Publikum am fleißig vorgaukelt dies sei eine Expertenrunde. Doch stattdessen wagt man lieber ein stetes hin oder her zwischen berechtigten Fragen (Wie kann ein derart reiches Land wie die BRD Kinderarmut tolerieren?) und besinnlichem Geschwafel über die Breite von Radwegen in Dänemark und dem damit verbundenen Glücksgefühl.

Nun versucht Harry G. Frankfurt aber in seinem winzig-winzig kleinen Standartwerk den Begriff Bullshit zu definieren, ihn abzugrenzen vom Blödsinnquatschen, dem Rumpalavern und dem Heiße-Luft-Produzieren. Denn nach Frankfurts Meinung ist der Begriff Bullshit ab sofort und definitionsgemäß nur noch für folgende Art der Unwahrheit zu benutzen: Der geistigen Luft Verschmutzung, die einer produziert, wenn er mit (gefährlichem) Halbwissen, aufgeschnappten Meinungen und auswendig gelernten Gedanken paellawert was das Zeug hält – und billigend in Kauf nimmt, dass alles falsch ist. Doch er möchte den Eindruck von Kompetenz erwecken, sei es auch auf Kosten der Wahrheit, diese ist dem Bullshiter nämlich herzlich egal.

Nun muss man zumindest einem Teil der oben genanten Persönlichkeiten Sachkenntnis zugestehen, auf der anderen Seite auch etwas, das mit der herkömmlichen Definition von Bullshit nicht einher gehen kann: Glatte Lüge, Volksverdummung und absichtliches am Thema vorbeireden um nicht in die Bredouille zu kommen auch erklären zu müssen wieso die eigene Partei (eigene Person) zu derartig fragwürdigen Entscheidungen gekommen ist.

Entgegen aller Definitionen, Konventionen und gesellschaftlicher Standards, sei es Tugend Moral oder ähnliche, längst nicht mehr gebräuchliche Normalmaße des guten Benehmens: Herzlichen Glückwunsch Maybritt Illner für ein großartiges Stück BULLSHIT!

Harry G. Frankfurt - Bullshit
Verfasst von Georg Hodolitsch
22.01.2010 um 06:30 UhrKommentar schreiben
 
18.01.2010 - Jakob Hein - Mein erstes T-Shirt
Kategorie: Romane

Wer nicht viel Zeit hat dem mag das entgegenkommen.

 

Auf 150 Seiten gut 26 Kleingeschichten, so dass weder ein Abitur in Mathematik, noch ein grundlegendes wirtschaftswissenschaftliches Studium vonnöten ist, um zu errechnen, dass die Geschichten wohl im Schnitt nicht einmal sechs Seiten füllen. Toilettenlektüre – sagen die einen. Zuweilen langweilig – sagen die zweiten. Und „Herr Jensen steigt aus“ war besser – die dritten. Womit dann wohl alle recht hätten.

Mit „Herr Jensen steigt aus“ tat Jakob Hein das, was er wahrlich unschlagbar am besten kann: Knochentrocken die Absurditäten des alltäglichen Daseins auf die Bühne zerren und im Scheinwerferlicht mit dem Skalpell zerlegen. Was er anlässlich „Mein erstes T-Shirt“ vollführt, ist kaum mehr als ein willkürliches Aneinanderreihen verschiedentlicher DDR-Jugenderinnerungen, zwischen Cola, Netzhemd und Westfernsehen, abgeschmeckt mit ein wenig Rum, Whiskey und anderen „Wichtigkeiten“ des Daseins. Seinen von der SZ so gerühmtem „Sinn für Situationskomik“ hat er wohl bei dieser Gelegenheit zu Hause gelassen, es dümpelt träge vor sich hin, hier ein Winzigwitz, dort eine Altanekdote, doch so richtig in Fahrt kommt er nicht. Da ist es schön, dass die Kleingeschichten so schnell zuende gehen.

Womöglich hätte man vorne drauf schreiben müssen: Nicht für Wessis! Denn dann würde das Büchlein WOMÖGLICH nur in die richtigen Hände gelangen, all jene, die das selbst erduldet haben würden sagen: JA, so war das damals. Und alle diejenigen welchen von der anderen Seite der Mauer hätten nichts verpasst, außer eine Kleinansammlung minder amüsanter Kurzgeschichten. Vermutlich wäre der „Hinweis“ aber als Diskriminierung aufgefallen, man kann da heutzutage ja nicht vorsichtig genug sein, es gibt kaum mehr Wörter, an denen sich keiner stößt, irgendwann besteht die deutsche Sprache womöglich nur noch aus Füll- und Verbindungswörtern, die so unverbindlich und farblos sind, wie eine Rede von Angela Merkel.

Der das Buch womöglich gefallen würde. Schließlich hat sie ihre Jugend ebenso in Reichweite des Hein´schen Einflusses verbracht, vielleicht auch Altpapier und Glas gesammelt und die Seltsamkeiten von Schule, Staat & Gesellschaft live miterlebt.

Wer sonst noch kann
Erprobe sich nicht zwangsweise an
Mein erstes T-Shirt

Jakob Hein - Mein erstes T-Shirt
Verfasst von Georg Hodolitsch
18.01.2010 um 05:41 UhrKommentar schreiben
 
15.01.2010 - Peter Drucker - Management - Band 1
Kategorie: Wirtschaft

Ja und Amen!

 

Höchste Zeit für etwas Neues!

Oh mein Gott, ja! Etwas Außergewöhnliches, bis dato noch niemals Vorgekommenes, womöglich nur ein blasser Trend, nicht einmal eine Tendenz, aber mit dem Wert darüber ein Buch zu schreiben, der fixen Idee das Wort „Methode“ anzuhängen und das Ganze als Management -Ratgeber zu verkaufen.

Damit wäre der Schwachsinn für heute abgehandelt.
Zurück zum Tagesgeschäft.

Es gibt heute nur noch wenige Bereiche in denen es nach wie vor möglich ist mit gefährlichem Halbwissen, glatter Lüge und geballter Inkompetenz „Fachbücher“ zu verfassen, die nicht sofort und umgehend als Schund oder Schwachsinn enttarnt werden. Der Erste Bereich ist die Esoterik . Der zweite Management .

Was bisweilen in den Regalen unter diesem Überbegriff zu finden ist, spottet jeder Beschreibung, versteckt sich hinter quasi-witzigen Tiernahmen, die den Büchern und Prinzipien ihren Namen leihen müssen. Mit jeder Runde Novitäten gibt es etwas Neues, einen aktuellen Trend oder eine absolut neue Entwicklung. Dass es womöglich nur EINE, wahrlich nur eine Einzige Möglichkeit gibt RICHTIG zu managen wird gerne übersehen, denn wie ließe sich sonst die Flut von Neuveröffentlichungen rechtfertigen, die den Markt überschwemmen, schick aufgemacht und dennoch entbehrlich.

Management ist je nach Definition so alt wie die Menschheit oder erst ein Problem der Industrialisierung, in der es plötzlich notwendig war Großkonzerne zu managen, die eine Größe und Komplexität erreicht hatten, die es zunehmend schwieriger machte den ganzen Apparat mit seinen womöglich Hunderten von Niederlassungen oder Hunderttausenden von Mitarbeitern zu koordinieren. Aber auch wenn man die „Geburtsstunde“ zu unterschiedlichen Epochen ansetzt unterscheiden sich die grundlegenden Managementaufgaben eines damaligen Managers nicht von dem eines heutigen. Womöglich hat der Manager von heute Möglichkeiten von denen der damalige nicht einmal zu träumen wagte, dennoch darf man davon ausgehen, dass ein guter Manager zu verschiedenen Zeiten in essentiellen Bereichen dasselbe tut.

Manager sind verantwortlich die richtigen Leute, zur richtigen Zeit, mit den richtigen Fähigkeiten an der richtige Stelle zu positionieren, sie gemäß ihrer Stärken zu fördern, fordern, Ziele vorzugeben und diese hinsichtlich ihrer Ergebnisse zu kontrollieren. Das ist so einfach und essentiell, das es sowohl vor 200 Jahren wie heute seine Gültigkeit hat. Und doch wird jeder Teil dieser These so gerne vergessen:

Man setzt die falschen Leute (wohlgemerkt „falsch“ nicht „inkompetent“) an eine Stelle, wundert sich über schlechte Ergebnisse und gibt die Schuld daran NICHT sich selbst, obgleich man diese Fehlbesetzung zu verantworten hat, sondern eben dem falschen Mitarbeiter für die Stelle. Man fordert Menschen zu übermenschlichen Leistungen auch in Bereichen in denen diese ganz klar Schwächen haben, anstatt sie in Positionen bringen, wo diese Schwächen soweit als nur möglich irrelevant sind. Das ist unmenschlich. Man versucht Mitarbeiter an Organisationsstrukturen und Stellen anzupassen, anstatt es anders herum zu machen. Man formuliert die falschen Ziele und wundert sich warum sie nicht erreicht werden oder selbst wenn sie es werden, warum es nicht zum Unternehmenserfolg beiträgt.

Insofern ist das was Peter Drucker vor geraumer Zeit verfasst und so brillant zu Papier gebracht hat, auch noch nach Jahren aktuell, wesentlicher richtiger als ein Großteil der reißerisch aufgehübschten Literatur des Genres und endlich wieder gesammelt zu haben. Wer sich bis vor kurzem für das Werk des österreichisch-amerikanischen Vordenkers interessierte kam am Gebrauchtmarkt nicht vorbei oder musste auf die englischen Originale zurückgreifen. Das ist jetzt gegessen, und man tut gut daran sich nicht nur den Schuber dekorativ ins Arbeitszimmer zu stellen, sondern schon einmal Band 1 herauszuholen um wieder einmal in den Genuss von ausgezeichneter Literatur zu kommen.

Was Drucker in Band 1 seines zweibändigen Gesamtwerks abhandelt ist ebenso essentiell wie auch nach Jahren noch hochaktuell. Ein gutes Beispiel dafür sich von der Vorstellung zu lösen, Bücher die ein paar Jahre älter sind, seien nicht mehr relevant, da veraltet. Mitnichten und eher im Gegenteil. Drucker befast sich grundlegend mit den Aufgaben des Managements, angefangen mit dem was ein Unternehmen sein, tun und wie es agieren sollte. Doch Drucker bleibt nicht nur bei den üblichen Wirtschaftssubjekten, sondern dehnt seine Betrachtungen ebenso auf den Bereich Staat, Bildung, Nonprofit-Organisationen, etc. aus, um zu zeigen, dass Management nicht auf den Bereich des Wirtschaftens zu beschränken ist, sondern quasi in jedwedem Bereich einer Gesellschaft zu finden ist.

Würde nur die Hälfte der führenden Manager die Tugenden der Bescheidenheit und langfristige Ergebnisverantwortung für sich entdecken, Management wieder endlich als das begreifen, was es im Grunde ist, bräuchte es weder sich ständig wiederholende Ethik-Diskussionen noch Manager -Haftung.

Wer an Drucker vorbeiliest, hat in seiner Ausbildung etwas Wesentliches übergangen, wenn nicht sogar DAS Wesentlichste.

Peter F. Drucker - Management
Verfasst von Georg Hodolitsch
15.01.2010 um 07:28 UhrKommentar schreiben
 
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