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Mein Patenkind heißt Jumbo

Die Elefanten-Waisen von Tsavo-East. Zahlreiche Farbfotos.
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Produktdetails
Titel: Mein Patenkind heißt Jumbo
Autor/en: Barbara Voigt

ISBN: 3924044767
EAN: 9783924044763
Die Elefanten-Waisen von Tsavo-East.
Zahlreiche Farbfotos.
Tecklenborg Verlag GmbH

Januar 1995 - gebunden - 108 Seiten

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Informativ und berührend - dieses Buch lässt keinen Tierfreund kalt
von Igelmanu - 22.01.2017
»Das Elefantenbaby scheint höchstens drei Wochen alt zu sein, aber wie viele Stunden voller Lebensangst hat es schon hinter sich? Seine Herde muss in Panik davongestürmt sein vor einer der bewaffneten Wilderer- Banden, die zu dieser Zeit in Kenia unter den Elefanten wüten wie die Berserker. In dem ganzen Durcheinander fiel das verschreckte Elefantenkind in einen tiefen Graben - unter der unbarmherzigen Sonne dem Tod bald näher als dem Leben.« Erwachsene Elefanten sind große und starke Tiere, denen eigentlich nur der Mensch gefährlich werden kann. Elefantenbabys hingegen sind hilflos und auf ihre Mutter angewiesen, die ihnen die einzige für ihr empfindliches Verdauungssystem geeignete Ernährung gibt, die sie regelmäßig einstaubt und eine Unterstellmöglichkeit bietet, um die zarte Haut vor dem Verbrennen durch die Sonne zu bewahren und die sie vor Raubtieren schützt. Ein Elefantenbaby, dessen Mutter getötet wurde, ist selber zum Tode verurteilt. Daphne Sheldrick ist in Kenia aufgewachsen und schon als Mädchen begann sie damit, Wildtier-Waisen zu versorgen. Sie zog zahlreiche Antilopen, Zebras, Dikdiks, Büffel und sogar Nashörner groß und entließ sie wieder in die Freiheit. Natürlich wollte sie auch Elefantenbabys retten - aber das gestaltete sich enorm schwierig. Dieses Buch erzählt ihre Geschichte, wobei die kleinen Rüsselträger von Anfang bis Ende im Mittelpunkt stehen. Der Leser erfährt von den Schwierigkeiten, einem Elefantenbaby die Mutter zu ersetzen und den meist schwer traumatisierten Kleinen neuen Lebensmut zu geben. Und schließlich sollen die Elis nicht zu Zootieren werden, sondern frei und wild bleiben. Nicht leicht, aber es funktioniert. Der Verein "Rettet die Elefanten Afrikas e.V." unterstützt seit über 25 Jahren die Arbeit von Daphne Sheldrick und den Keepern, die sich um die kleinen Elis kümmern, bis sie mit etwa acht oder neun Jahren groß genug sind, um sich aus der Waisen-Familie zu verabschieden und sich einer wilden Herde anzuschließen. Die Arbeit wird ausschließlich über Spenden und Sponsoren finanziert, weshalb für die Baby-Elefanten nicht nur die Hilfe vor Ort zählt, sondern auch das Vorhandensein von Pateneltern. Das Buch schildert den Alltag der Keeper mit ihren vierbeinigen Schützlingen. Viele wundervolle Fotos lassen das Herz eines jeden Tierfreundes höherschlagen, die dazu gehörenden Berichte sind einfach schön und abwechselnd ergreifend, beeindruckend oder lustig. Die Berichte stellen aber nur einen Teil des Buchs dar, es gibt auch viele Sachinfos rund um die gesamte Thematik. Das Buch entstand bereits 1995, was für den Leser in drei Punkten wichtig ist. Erstens: Die kleinen vorgestellten Elis sind mittlerweile natürlich nicht mehr klein, wer die sehr informative Webseite des Vereins aufsucht, wird mit Berichten über die aktuell betreuten Babys versorgt. Zweitens und von sehr viel größerer Bedeutung: Im Buch konnte man noch nicht wissen, ob das Projekt langfristig erfolgreich sein wird. Diese Frage kann man mittlerweile getrost mit einem "Ja" beantworten. Und drittens: Man hoffte damals, dass sich die bedrohliche Situation der Elefanten nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen von 1990 in der Zukunft verbessern würde. Leider ist das nicht eingetreten, die Zahl der noch in Afrika lebenden Elefanten sank allein von 2007 bis 2014 um rund 30 % und seitdem jährlich um etwa 8 %. Hauptursache ist nach wie vor die Wilderei. Diese Zahlen machen die Arbeit Daphnes und der Keeper umso wichtiger. Fazit: Informativ und berührend. Dieses Buch lässt keinen Tierfreund kalt. »Elefanten strahlen einen solchen Frieden aus, zeigen so ein soziales Verhalten, dass man sofort anfängt, über sich selbst nachzudenken.« P.S. Mein Patenkind heißt übrigens Tagwa.
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