Hugendubel.de - Das Lesen ist schön

Warenkorb

€ 0,00 0 Buch dabei,
portofrei

Schon tot

Roman. Aus d. Amerikan. v. Bettina Abarbanell und Fritz Mergel. Originaltitel: Already Dead. A California…
Buch (gebunden)
Einen Sommer lang liegt die kalifornische Küste nördlich von San Francisco
unter Nebel begraben - die Klippen, die Berge, die Wälder mit ihren riesigen
Redwoodbäumen, die Flüsse und die Strände. Und in Point Arena ... weiterlesen
Dieses Buch ist auch verfügbar als:
Buch

24,90*

inkl. MwSt.
Portofrei
vorbestellbar
Schon tot als Buch
Produktdetails
Titel: Schon tot
Autor/en: Denis Johnson

ISBN: 3828601219
EAN: 9783828601215
Roman. Aus d. Amerikan. v. Bettina Abarbanell und Fritz Mergel.
Originaltitel: Already Dead. A California Gothic.
Empfohlen Ab 16 Jahre.
2. Auflage.
Übersetzt von Bettina Abarbanell, Fritz Mergel
Fest, Alexander Verlag

September 2000 - gebunden - 640 Seiten

Beschreibung

Einen Sommer lang liegt die kalifornische Küste nördlich von San Francisco
unter Nebel begraben - die Klippen, die Berge, die Wälder mit ihren riesigen
Redwoodbäumen, die Flüsse und die Strände. Und in Point Arena tun sich
merkwürdige Dinge. Ein Fremder taucht auf, und obwohl er das Leben der
Menschen allenfalls zu streifen scheint, ist nachher alles verändert. "Schon
tot" ist Kriminalgeschichte, Gespensterroman, vor allem aber ein sprachmächtiges
Erzählwerk eines der größten amerikanischen Schriftsteller der Gegenwart.

Portrait

1947 in Bombay geboren, studierte in Cambridge Geschichte. Mit seinem Roman "Mitternachtskinder" (1983) wurde er weltberühmt. Seine Bücher erhielten renommierte internationale Auszeichnungen und sind in über zwei dutzend Sprachen übersetzt worden. Zuletzt wurde ihm 1996 der Aristeion-Literaturpreis der EU für sein Gesamtwerk zuerkannt.

Pressestimmen

Kalifornische Gotik 55 Zeilen genügten einem Bill Knott, und sein "Poème noir" war fertig. Das Gedicht, ähnlich einer Moritat, ist der Monolog eines Toten. In harschen, schnellen Worten erinnert er sich an die Verkettung von Gräueltaten, denen er zum Opfer fiel. Im Grunde ein flotter Krimi-Plot. Den Schriftsteller Denis Johnson inspirierte das unheimliche Stück zu einem 632 Seiten schweren Brocken. "Schon tot" ist der fünfte Roman des 1949 geborenen Amerikaners. Im Original mit dem Zusatz "A California Gothic" versehen, verweist er auf den angelsächsischen Schauerroman. Und tatsächlich: Wie in englischen Hochmooren ziehen auch nördlich von San Francisco, in Point Arena, ungewöhnlich dicke Nebelschwaden auf. Dieser entlegene Winkel, auch die "Verlorene Küste" genannt, zieht glücklose Gestalten magisch an: Aussteiger und New-Age-Freaks haben sich in die mächtigen Redwood-Wälder zurückgezogen und hadern nun mit Paranoia, Übervätern und dem amerikanischen System, legen sich zu Frauen in Hippie-Gewändern, die an Hexen glauben oder - an Gott. Johnson zitiert sie herbei wie ruhelose Geister, addiert dazu Cops auf Abwegen, Drogendealer und ihre Schergen. Keiner scheint bei klarem Verstand, selbst der mächtige Großgrundbesitzer Fairchild nicht, der im Sterben liegt. Amoralisch und selbstgerecht hat er stets über alle triumphiert, auch über das Scheitern seiner Söhne: Bill ist ein Psycho-Wrack, und Nelson, Haupterzähler der Geschichte, ein Loser. Meist jagt er mit seinem alten Porsche die schroffe Küste entlang - die Angst im Nacken: vor dem Vater und diversen Killern, vor der Entdeckung seiner Marihuana-Pflanzung und davor, dass sich seine Frau Winona scheiden lässt. Dann wird er mittellos sein, denn ihr gehört sein Erbteil - ein letzter perfider Streich des Vaters. Es ist August 1990, Amerika kämpft am Golf, als der Anti-Held Van Ness die neblige Szenerie betritt. Eine Figur von außerhalb, die an der Küste ihre letzte Läuterung im Tod sucht. Pech, dass Nelson ihn retten wird. Er schafft einen Dämon, der Nietzsche fabuliert und Leichen nicht zählt. Wechselnde Perspektiven und Erzähler, Rückblicke und Briefpassagen - Denis Johnson unterteilt seinen dicht gewebten, sprachgewaltigen Stoff in drei Bücher und 16 Zeiteinheiten. Um das Geschehen einzuordnen, erhält der Leser Zeitangaben und eine Landkarte von Mendocino County. Nützt aber wenig, denn Johnson verirrt sich, berauscht von seinen schönen Worten, auf erzählerischen Umwegen, mäandert durch das Leben seiner Figuren und treibt den Stoff ins Uferlose. Wie Zombies hasten seine Charaktere durch eine urtümliche Landschaft, ohne jemals anzukommen. Sie sind von einer erschreckenden Leere, die nichts zu füllen vermag - weder Sex, noch Drogen, noch Religion, von bürgerlichen Ambitionen ganz zu schweigen. Halt suchen sie trotzdem, verheddern sich in einem Netz aus Zen, Schamanentum, Mystik und mittelalterlichem Hexenglauben. Johnson webt noch Fäden von Psychologie, Philosophie, Quantenphysik und Verschwörungstheorie hinein. Schauderhaft - passend zum Genre des phantastischen Romans à la Shelley und Co. Damals wie heute schrecken barbarische Morde und eine alles zersetzende Amoralität. Schuld? Letzte Wahrheit? Das Ende der Geschichte, die Überwindung des Todes? Neue Lebensformeln kann Johnson bei seinem Streifzug durch die Denkmodelle auch nicht bieten, dafür jedoch skurrile Geschichten im Überfluss. (C) SPIEGEL ONLINE - Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet AG
Servicehotline
089 - 70 80 99 47

Mo. - Fr. 8.00 - 20.00 Uhr
Sa. 10.00 - 20.00 Uhr
Filialhotline
089 - 30 75 75 75

Mo. - Sa. 9.00 - 20.00 Uhr
Bleiben Sie in Kontakt:
Sicher & bequem bezahlen:
akzeptierte Zahlungsarten: Überweisung, offene Rechnung,
Visa, Master Card, American Express, Paypal
Zustellung durch:
* Alle Preise verstehen sich inkl. der gesetzlichen MwSt. Informationen über den Versand und anfallende Versandkosten finden Sie hier.
** im Vergleich zum dargestellten Vergleichspreis.