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Mit den Holthamer op dat sööte Geheemnis

Gedichte plattdüütsch und hochdeutsch. Plattdeutsche Literatur der Gegenwart.
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Produktdetails
Titel: Mit den Holthamer op dat sööte Geheemnis
Autor/en: Erich Fried

ISBN: 3931903257
EAN: 9783931903251
Gedichte plattdüütsch und hochdeutsch. Plattdeutsche Literatur der Gegenwart.
Herausgegeben von Marlies Jensen
Agimos Verlag

Januar 2001 - gebunden - 146 Seiten

Portrait

Zu Beginn seiner Karriere als Autor befasste sich der Österreicher Erich Fried mit einer stark archaisierenden Lyrikform, erst später wurde er ein politisch engagierter Lyriker. Dort sah man dann auch den Einfluss Brechts auf seine Arbeit deutlich werden, die durch analytische Situationsbeschreibungen und eine scharfe Anklage jeglicher Form der Unterdrückung bestimmt wurde. Dieses fast sozialistische Gedankengut prägt auch seine Erzählungen und Hörspiele. Erich Fried emigrierte 1938 aus seiner Geburtsstadt Wien nach London, wo er sich bei der BBC einen Namen machte und Mitglied der Gruppe 47 wurde. 1987 erhielt er ein Jahr vor seinem Tod den Büchner-Preis.

Pressestimmen

Erich Fried hat die "Gedichte gegen das Vergessen" geschrieben, und sein Vergessen bezog sich für ihn, den Juden, der in London im Exil lebte, mehr auf das politische Vergessen, dem er seine Sprache entgegensetzte.

Gegen ein ganz anderes Vergessen setzt sich seit einigen Jahren der im schleswig-holsteinischen Kiel ansässige Agimos-Verlag zur Wehr: gegen das Vergessen der plattdeutschen Sprache. Trotz Ohnsorg im Fernsehen, trotz der vielfältigen Bemühungen, norddeutschen Kindern die eigentliche Stimme ihrer Heimat näherzubringen - aus dem Täglichen ist sie oft genug verschwunden, und die schmucken Dörfer des Nordens sind auch nicht mehr, was sie vor 50 Jahren noch gewesen sein mochten; nur hier und da können sie als Rückzugsgebiete, als untergehende Inseln dieser Sprache gelten, seit sich in den Amtsstuben das Hochdeutsche breit macht.

Dabei wäre es so schade, wenn diese Sprache verlorenginge, denn sie ist im Gegensatz zum Bayrischen oder - seit 15 Jahren - dem Sächsischen durchaus mehr als bloß eine Mundart, an der man im Ausland den Landsmann erkennt.

Was aber geschieht, wenn wir "unseren Fried", der doch so leicht ins Ohr geht und den schon alle mitsingen können, falls man im Gespräch einmal auf die Zeile "Es ist, was es ist ..." kommt und es einem leiernd entgegenschallt: " ... sagt die Liebe." - was geschieht, wenn es plötzlich heißt:
Dat is wat dat is
seggt de Leev

Man glaubt, nicht recht zu hören. "De Leev" ist etwas anderes als "die Liebe". So verwandelt sich sicher geglaubtes Wortgut vor den eigenen Augen und - sofern man sich den Dienst antut, laut zu lesen - auch vor den eigenen Ohren und gibt Schichten frei, die vorher nicht mal ansatzweise zu ahnen waren. "Unsinn" ist etwas anderes als "dumm Tüüg".

Und diese verzaubernde Entdeckungsreise setzt sich fort durch das ganze Buch. Meine Hochachtung gilt der Arbeit der Übersetzerin. Ihr ist gelungen, Fried zu übersetzen, ohne sich durch das plattdeutsche sozusagen ohnsorgmäßig anzukumpeln. Es ist eine ernste Sache, aber welches Gedicht auch immer man aufschlägt: gemildert durch heimatliche Klänge bleibt ein Lächeln über diese wie neu erscheinenden Gedichte. Wer hätte gedacht, dass beim ollen Fried noch so viel zu holen gewesen wäre.

Nur bei Gestaltung der Titelseite waren die Herausgeber nicht gut beraten. "Fried mit den zwei Brillen" sieht doch sehr nach hausgemacht aus, und genau diesen Aspekt, der dem Plattdeutschen gelegentlich anhängt, erfüllt das Buch nicht. Große Gedichte in einer großen Sprache hätten auch eine große Titelillustration verdient.

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