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Pädagogik der freien Lebenszeit

'Freizeit- und Tourismusstudien'. 3. Aufl. 1996. Book.
Buch (kartoniert)
Immer mehr Menschen wachsen in eine Zeit hinein, in der das Leben ge­ nauso stark von der freien Zeit wie von der Arbeitszeit gepragt wird. Sie mtissen lemen, sich rechtzeitig darauf einzurichten. Auch weiBe Wolken werfen Schatten. Den Sonnensei... weiterlesen
Buch

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Produktdetails
Titel: Pädagogik der freien Lebenszeit
Autor/en: Horst W. Opaschowski

ISBN: 3810015636
EAN: 9783810015631
'Freizeit- und Tourismusstudien'.
3. Aufl. 1996.
Book.
VS Verlag für Sozialwissenschaften

31. Januar 1996 - kartoniert - 308 Seiten

Beschreibung

Immer mehr Menschen wachsen in eine Zeit hinein, in der das Leben ge­ nauso stark von der freien Zeit wie von der Arbeitszeit gepragt wird. Sie mtissen lemen, sich rechtzeitig darauf einzurichten. Auch weiBe Wolken werfen Schatten. Den Sonnenseiten einer Verktirzung der Lebensarbeitszeit stehen zunehmend Schattenseiten gegentiber, die von Gesellschaft und Poli­ tik bisher kaum wahrgenommen wurden. Das padagogische Nachdenken in der Offentlichkeit muB verstarkt und in der bildungspolitischen Fachdiskus­ sion verankert werden. Wie sich Arbeitszeitverktirzung und Wertewandel auf unser Menschenbild und den mitmenschlichen Umgang, auf die Erziehung und Bildung der jtingeren Generation, auf Lebenssinn und auBerberufliche Lebensziele auswirken, sind fundamentale padagogische Problem- und Auf­ gabenstellungen fur heute und morgen. Der Band fuhrt in die Theorie des Strukturwandels von Arbeit und Frei­ zeit ein, informiert tiber die Geschichte des padagogischen Freizeitdenkens und enthaIt Analysen tiber Erziehungsziele im Wertewandel. 1m Mittelpunkt stehen Probleme und Aufgaben einer Padagogik der freien Lebenszeit, Kon­ zepte einer spezifischen Didaktik sowie Informationen tiber berufliche Per­ spektiven und Qualifikationsanforderungen in den Freizeitsektoren Sport, Medien, KuItur und Tourismus.

Inhaltsverzeichnis

Einleitung: Pädagogik der freien Lebenszeit - im Spannungsfeld zwischen Freizeit- und Erziehungswissenschaft.
- 1. Handlungsfeld Freizeit.
- 1.1 Freizeitgewohnheiten in den 50er bis 90er Jahren.
- 1.2 Freizeit als Muße- und Eigenzeit.- (1) Mehr Empfindung als Beschäftigung.- (2) Widersprüche und Wertkonflikte.- (3) Defizitäres Freizeitbewußtsein.- (4) Endlich Zeit für sich selbst.- (5) Chance zur Entwicklung eines freizeitkulturellen Lebensstils.
- 1.3 Freizeit als Kontakt- und Sozialzeit.- (1) Jeder Mensch braucht eine Aufgabe.- (2) Eigeninitiative in der Freizeit.- (3) Mehr Initiative als Institutionalisierung.- (4) "Voluntariat"als neue Profession.
- 1.4 Freizeit als Arbeitszeit.- (1) Sich selbst beschäftigen können.- (2) Ein neuer Arbeitsbegriff.- (3) Eine neue Prosumentenkultur.- (4) Die Freizeitarbeit.- (5) Die Grauarbeit.- (6) Die Schwarzarbeit.- (7) Erklärungsansätze für die Entstehung neuer Arbeitsformen.- (8) Eine neue Arbeitsqualität.- (9) Unterwegs zu einer neuen Freizeitarbeitsethik.
- 2. Bildungsfaktor Freizeit.
- 2.1 Freie Lebenszeit als Lern- und Bildungszeit.
- 2.2 Bildungspolitische Konsequenzen.
- 2.3 Bildungschance Freizeit.- (1) Freizeitkulturelle Bildung.- (2) Bildungsbedürfnisse von Erwachsenen im sozialen Wandel.- (3) Das neue Gleichgewicht von Berufs-, Freizeit- und Persönlichkeitsbildung.- (4) Animative Bildungsangebote.- (5) Leitlinien freizeitorientierter Bildungsarbeit.- (6) Das neue Lernen.
- 2.4 Mehr Freizeit - weniger politische Bildung?.
- 3. Theorie von Arbeit und Freizeit.
- 3.1 Plessners Kompensationstheorie vom Sport.
- 3.2 Habermas' Kompensationstheorie von der Freizeit.
- 3.3 Meissners These vom langen Arm des Berufs.
- 3.4 Arbeits- und Freizeitweit: Von der Alternative zur Symbiose.
- 3.5 Grundlagen der Freizeittheorie.- (1) Unterschiedliche Erklärungsansätze.- (2) Freizeit als Teil der Lebenszeit.- (3) Positiver Freizeitbegriff.- (4) Inhaltsstruktur der Freizeit.- (5) Problematisches und assertorisches Freizeitverständnis.
- 3.6 Bedürfnisse in der Freizeit.
- 3.7 Zielfunktionen der Freizeit.
- 3.8 Handlungselemente der Freizeit.
- 3.9 Freizeitsituationen als Handlungsfelder.
- 4. Freizeitverständnis im sozialen Wandel.
- 4.1 Freizeit als Friedenszeit (Mittelalter).
- 4.2 Freizeit als Restzeit (Reformation).
- 4.3 Freizeit als Mußezeit (Schulpädagogik).- (1) Aufteilung des Lebenszusammenhangs der Schüler.- (2) Pflichtschule als Geburtsstätte des Dualismus von Arbeit und Freizeit.- (3) Pestalozzi.- (4) Fröbel.- (5) Lange.
- 4.4 Freizeit als Rüstzeit (Protestantische Seelsorge).- (1) Francke und Zinzendorf.- (2) Schleiermacher und Wichern.
- 4.5 Freizeit als Erholungszeit (Sozialpolitik).- (1) Luther, Calvin, Engels und Marx.- (2) Naumann.- (3) Sozialpädagogische Freizeitbewegung.
- 4.6 Freizeit als pädagogische Herausforderung. Kronzeugen der fünfziger bis siebziger Jahre.- (1) Riesman.- (2) Kahn/Wiener.- (3) Packard.
- 4.7 Zukunftsrisiko Freizeit. Die Sozialverträglichkeit der Freizeitentwicklung steht auf dem Spiel.
- 5. Erziehungsziele im Wertewandel von Arbeit und Freizeit.
- 5.1 Die Gesellschaft ist in Bewegung.- (1) Sozialer Wandel und Wertewandel.- (2) Die "stille Revolution" der Werte.- (3) Die empirischen Nachweise.- (4) Die Wertewandeldiskussion.- (5) Die Bedeutung der Werte.
- 5.2 Neue Erlebnisweisen von Arbeit und Freizeit.
- 5.3 Erziehungsziele als Wertindikatoren.
- 5.4 Menschenbild und Wertorientierung.
- 5.5 Die zweite Generation des Wertewandels.
- 5.6 Folgen des Wertewandels.- (1) Verunsicherung in der Übergangsphase.- (2) "Die neue Unübersichtlichkeit" in der Fachdiskussion.- (3) Jenseits von Prestige und Position: Die sanfte Karriere.- (4) Leistung und Lebensgenuß: Die neue Balance.
- 5.7 Ausblick: Unterwegs zu einer neuen Mußekultur?.- (1) Paul Lafargue: Gesellschaftspolitischer Anwalt des Müßiggangs.- (2) Thorstein Veblen: Sozialkritischer Philosoph der Muße.- (3) Die neue Mußekultur: Motor für soziale Bewegungen.
- 6. Pädagogik der freien Lebenszeit.
- 6.1 Pädagogische Freizeitwissenschaft als Spektrumswissenschaft.
- 6.2 Wissenschaftstheoretische Standortbestimmung.- (1) Querschnitts- und Integrationsaufgabe.- (2) Komplementär- und Brückenfunktion.- (3) Zielorientierte Handlungswissenschaft.- (4) Aspektübergreifender Gegenstandsbereich.
- 6.3 Gesellschaftspolitische Begründung.
- 6.4 Akzeptanzprobleme in den siebziger Jahren.- (1) Antwort auf ungelöste Aufgaben der Gesamtpädagogik.- (2) Freizeitpädagogisches Selbstverständnis im weiteren Sinn.- (3) Freizeitpädagogisches Selbstverständnis im engeren Sinn.- (4) Die marxistische Kritik.
- 6.5 Grundfragen und Grundlagen.- (1) Positives Menschenbild.- (2) Positives Denken.- (3) Ganzheitlicher Ansatz.
- 6.6 Freizeitpädagogische Ziele. Im Zeitvergleich der 70er, 80er und 90er Jahre.
- 6.7 Freizeitpädagogische Kompetenzen.- (1) Interdisziplinäre Kompetenz.- (2) Prospektivische Kompetenz.- (3) Holistische Kompetenz.- (4) Didaktische Kompetenz.
- 6.8 Freizeitpädagogische Methoden.- (1) Informative Beratung.- (2) Kommunikative Animation.- (3) Partizipative Planung.
- 7. Didaktik im Handlungsfeld Freizeit.
- 7.1 Begründung.
- 7.2 Leitprinzipien.- (1) Erreichbarkeit.- (2) Offenheit.- (3) Aufforderungscharakter.- (4) Freie Zeiteinteilung.- (5) Freiwilligkeit.- (6) Zwanglosigkeit.- (7) Wahlmöglichkeit.- (8) Entscheidungsmöglichkeit.- (9) Initiativmöglichkeit.
- 7.3 Leitlinien für Planung und Arrangement.- (1) Wohnungsnah planen.- (2) Gemeinsames Dach schaffen.- (3) Angebotsvielfalt arrangieren.- (4) Schwellenangst überwinden helfen.- (5) Kontaktchancen erleichtern.- (6) Für Vertrauensoasen sorgen.- (7) Soziale Geborgenheit ermöglichen.- (8) Freiräume für Eigeninteressen lassen.- (9) Neue Anregungen spielerisch vermitteln.- (10) In ein persönliches Gespräch kommen.
- 8. Pädagogische Arbeit im Handlungsfeld Freizeit.
- 8.1 Schulische Freizeitpädagogik.- (1) Historische Herleitung.- (2) Ein Thema seit den fünfziger Jahren.- (3) Bildungsdefizite als Herausforderung an die Schule.- (4) Praktische Konsequenzen für das Freizeitlernen in der Schule.- (5) Doppeltes Mandat für eine schulische Freizeitpädagogik.- (6) Freizeit- und Konsumerziehung als fächerübergreifen des Prinzip.- (7) Innovatorische Impulse.- (8) Alternative zur Zwangsbelehrung.- (9) Differenzierung der Lehrerrolle.- (10) Erweiterte Lehrerkompetenz ("Doppelqualifikation").- (11) Aufgabengebiete des Pädagogischen Animators/Freizeitlehrers.- (12) Ausblick: Schule als Lebens- und Erlebnisraum.
- 8.2 Außerschulische Freizeitpädagogik.- (1) Freizeitpädagogische Arbeit. Fallbeispiele.- (2) Freizeitkulturelle Stadtteilarbeit.- (3) Soziale Freizeitarbeit.
- 9. Pädagogische Freizeitberufe. Tätigkeitsfelder, Qualifikationsanforderungen und Zukunftsperspektiven.
- 9.1 Freizeitberufe mit pädagogischer Qualifikation.
- 9.2 Pädagogische Freizeitberufe im Brennpunkt der Diskussion.- (1) Fritz Klatt.- (2) David Riesman.- (3) Lieselott Diem.- (4) Ludwig Mester.- (5) Gottfried G. Herzfeld.- (6) Franz Pöggeler.- (7) Walter Becker.- (8) Fachdiskussion seit den 70er Jahren.- (9) Abgrenzung zur Sozialarbeit.- (10) Der Pädagogische Animator in der Rolle des Anregers.
- 9.3 Professionalisierung im Kontext anderer Berufsbilder.
- 9.4 Berufliche Tätigkeitsfelder im Freizeitbereich.
- 9.5 Adressaten und Zielgruppen.
- 9.6 Freizeitpädagogische Qualifikationsanforderungen.
- 9.7 Freizeitberufe: Dienstleistungen im Freizeitbereich.
- 9.8 Zukunftsperspektive: Neue Sehnsüchte prägen neue Märkte.

Portrait

Prof. Dr. Horst W. Opaschowski, geboren 1941, Zukunftsforscher und Berater für Wirtschaft und Politik, war Wissenschaftlicher Leiter der BAT Stiftung für Zukunftsfragen (ehemals BAT Freizeit-Forschungsinstitut) in Hamburg. Er hat sich im In- und Ausland als Mr. Zukunft (dpa) einen Namen gemacht. Er gilt als Visionär mit Augenmaß und Bodenhaftung. Zugleich agiert er als leidenschaftlicher Anwalt für eine neue Generationengerechtigkeit (Die ZEIT).

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