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Die Zeit der Ruhelosen

Originaltitel: L'Insouciance.
Buch (gebunden)
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Furios erzählt Karine Tuil von Menschen, die getrieben sind von dem Wunsch nach Anerkennung, Geld und Macht - und beinah tragisch daran scheitern. Ein grandioses Gesellschaftspanorama unserer Zeit.
Der Aufstieg des brillanten Managers Fran... weiterlesen
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Die Zeit der Ruhelosen als Buch
Produktdetails
Titel: Die Zeit der Ruhelosen
Autor/en: Karine Tuil

ISBN: 3550081758
EAN: 9783550081750
Originaltitel: L'Insouciance.
Übersetzt von Maja Ueberle-Pfaff
Ullstein Verlag GmbH

10. März 2017 - gebunden - 504 Seiten

Beschreibung

Furios erzählt Karine Tuil von Menschen, die getrieben sind von dem Wunsch nach Anerkennung, Geld und Macht - und beinah tragisch daran scheitern. Ein grandioses Gesellschaftspanorama unserer Zeit.
Der Aufstieg des brillanten Managers François Vély scheint unaufhaltsam. Bis seine Exfrau sich aus dem Fenster stürzt, als sie erfährt, dass er wieder heiraten will. Der Tragödie folgt die Entdeckung, dass seine neue Lebensgefährtin in eine Affäre mit einem Offizier verstrickt ist, der völlig traumatisiert aus Afghanistan heimkehrt. Außerdem wird Vély ein Mediencoup zum Verhängnis, man bezichtigt ihn des Rassismus und Sexismus. Als er persönlich und beruflich am Ende ist, ergreift ausgerechnet der Politiker Osman Diboula Partei für ihn - dabei ist Diboula bekannt als Wortführer gegen eine weiße gesellschaftliche Elite. Wenige Wochen später kommt es im Irak zu einer Begegnung aller Beteiligten, die für Vély fatale Konsequenzen hat.
 
. Nominiert für den Prix Goncourt, wochenlang auf der Bestsellerliste - eine der relevantesten französischen Autorinnen
. Lesung auf der lit.COLOGNE
. Ein kluger, hochaktueller Gesellschaftsroman über den gnadenlosen Wettbewerb um Macht und sozialen Aufstieg

Portrait

Karine Tuil wurde 1972 geboren, studierte Jura und lebt als freie Autorin in Paris. Sie veröffentlichte in Frankreich bisher vier Romane. "Der Rabbi und die Braut" wurde für den Prix Goncourt nominiert und mit dem Prix Wizo 2002 ausgezeichnet.

Pressestimmen

"Sie hat eins der besten und spannendsten Bücher dieses Frühjahrs geschrieben.", FAS, Julia Encke, 19.03.2017

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Bewertungen unserer Kunden
Wirtschaftsgipfel
von Anyah Fredriksson - 02.04.2017
Romain Roller hat es als Soldat schon an schlimme, krisenreiche Plätze dieser Erde gebracht, er war im Kosovo, an der Elfenbeinküste, doch zerbrochen ist er am Einsatz in Afghanistan. Nun ist er auf dem Heimweg, in Zypern soll er sich erholen von den Kriegswirren. Hier lernt er die Journalistin Marion Decker kennen und beginnt eine Affäre mit ihr. Er weiß nicht, dass sie verheiratet ist, mit einem der erfolgreichsten und mächtigsten Manager Frankreichs - François Vély. Der, jüdischstämmige Mann, wird selbst gerade in einen Skandal verwickelt. Für ein Hochglanzmagazin posiert er vor einer Statue und wird als Rassist beschimpft. Von unerwarteter Seite erhält er jedoch Unterstützung: Osman Diboula. Ein Jugendfreund Romains, der inzwischen Kariere in der Politik gemacht hat. Auch er hat Probleme, fühlt sich im Élysée gemobbt. Sie alle treffen aufeinander im Irak auf einem Wirtschaftsgipfel. Eine grandios erzählte Geschichte, fulminant, ergreifend. "Die Zeit der Ruhelosen" könnte auch eine Momentaufnahme unserer Zeit sein, alles muss schneller gehen, jeder möchte mehr Erfolg, mehr Geld. Im norwegischen Fernsehen gibt es bereits Entschleunigungsprogramme, wo den Zuschauern ein langsam fahrender Zug über 24 Stunden gezeigt wird. Doch so weit sind Karine Tuils Figuren noch lange nicht, sie stecken mitten in der Ruhelosigkeit. Gekonnte hat die Autorin ihren Charakteren Leben eingehaucht und lässt sie alle perfekt miteinander spielen. Die Sprache ist schön und ansprechend. Sehr gerne vergebe ich diesem Werk seine wohlverdienten fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es absolut weiter. Den Leser erwartet eine Geschichte, die auf höchstem Niveau erzählt wird. Keine leichte Kost für mal eben zwischendurch; dieses Buch bedeutet ein wenig Arbeit und Zeit. Aber dafür wird der Leser belohnt und hält ein Buch in den Händen, das man so schnell nicht wieder vergisst.
Die Zeit der Ruhelosen
von Miss.mesmerized - 26.03.2017
Drei Männer, drei Schicksale. Romain Roller kehrt mit seinem Team aus Afghanistan zurück. Sie sind in einen Hinterhalt geraten und er konnte seine Männer nicht beschützen. Der Stress des Auslandseinsatzes, die permanente Gefahr und die Selbstvorwürfe werfen den jungen Vater völlig aus der Bahn. Eine Rückkehr in das alte Leben schein unmöglich. Sicher fühlt er sich nur bei der Journalistin Marion Decker, mit der er ein Verhältnis anfängt. Diese ist an einer Beziehung mit ihm jedoch nicht wirklich interessiert, steckt ihr Mann gerade im größten Skandal seines Lebens. Der erfolgreiche Manager François Vély will in den kleinen Kreis der Großen und Mächtigen vordringen, doch nach einem Interview steht der Vorwurf von Rassismus im Raum, dem er kaum etwas entgegensetzen kann. Seine jüdische Herkunft, die er eigentlich erfolgreich verdrängt hatte, rückt zunehmend in den Fokus der Medien, die nach weiteren Skandalen gieren. Genauso am Ende scheint Osman Diboula. Einst Lieblingsschüler des Präsidenten, der junge Mann aus der Banlieue, der so schön die Toleranz der hohen Politiker demonstrieren konnte, ist in Ungnade gefallen und wird aus dem Elysée gedrängt. Ein brillanter Coup soll ihn zurück an die Spitze katapultieren: er ergreift öffentlich Partei für Vély und steht plötzlich im Zentrum des Interesses. Die Wege der drei Männer am Scheideweg ihres Lebens kreuzen und verflechten sich zunehmend und sie rasen unaufhörlich auf den großen Knall zu. Karine Tuils neuer Roman greift gleich mehrere aktuelle politische Themen auf und verarbeitet diese gelungen literarisch. Das Posttraumatische Stresssyndrom, an dem Romain Roller ganz offenkundig leidet, wird hierbei sehr greifbar dargestellt. Die Regierung scheint zu glauben, dass drei Tage im Luxushotel den Soldaten reichen, um sich wieder zu akklimatisieren und in die Normalität zurückzukehren. Dass diese unfähig sind, jemals wieder normal in die Gesellschaft einzugliedern, wird am Beispiel Romains besonders deutlich. Wer den Krieg nicht erlebt hat, kann kaum nachvollziehen, was ihn bewegt und warum er nicht einfach zu Frau und Kind ins traute Heim zurückgehen und tun kann, als wäre nichts gewesen. Die Flucht wieder in den Krieg scheint die einzige logische Konsequenz. Das Paar Osman Diboula und seine Freundin und spätere Ehefrau sind symptomatisch für die französische Gesellschaft mit ihren abgeschotteten Eliten. Ein Vordringen ins Zentrum der Macht ist an den richtigen Background und die richtigen Schulen geknüpft. Fremde will man da nicht, einzelne als Vorzeigebeispiel für die ach so hohe Toleranz werden genauso schnell fallengelassen wie sie aufsteigen konnten. Osmans Erfahrungen für den Kellner oder Fahrer gehalten zu werden aufgrund seiner Hautfarbe sind direkt der Realität entnommen und verdeutlichen, dass auch im 21. Jahrhundert immer noch dieselben Muster wirken. Zuletzt Vély, der den rasanten Absturz eines Wirtschaftsbosses repräsentiert. Die Medien und ihre unermüdliche Suche nach verwertbarem Material für ihre Gazetten sind ein wichtiger Machtfaktor, der auch die ganz Großen zu Fall bringen kann. Für mich eine traurige Figur, verfügt er doch nicht über Mittel, sein Privat- oder Berufsleben selbstständig wieder auf die Reihe zu bringen. Dass er am Ende auch noch für etwas bezahlen muss, dass er nie war - geradezu klassisch tragisch. Ein Roman mit vielen Facetten und Denkanstößen, der geschickt und glaubwürdig konstruiert ist, indem er die Figuren immer wieder zusammenführt und sie doch keine Gemeinschaft bilden lässt, obwohl die drei Männer gleichsam tief in der Krise stecken. Messerscharfe Beobachtungen Frankreichs und der französischen Gesellschaft prägen die Erzählung. Die Figuren sind fast Karikaturen ihrer gesellschaftlichen Funktion, können aber so umso drastischer die Verfehlungen repräsentieren und umso deutlicher machen, wie Leichtsinnigkeit (an dieser Stelle ist der französische Titel weitaus passender als der deutsche: "L¿Insouciance") das fragile Gebilde des öffentlichen Ansehens zum Einsturz bringen kann. Keine heitere, unbeschwerte französische Lektüre - aber das Land befindet sich kurz vor der Präsidentschaftswahl 2017 auch nicht in einem heiter-unbeschwerten Zustand, sondern wird von Karine Tuil erbarmungslos eingefangen in seinem aktuellen Sein.
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von Anonym - 11.04.2017
Die Ruhelosen, Menschen die getrieben sind von Ehrgeiz, Perfektion, Kampfgeist, sind in dem Roman von Karine Tuil der erfolgreiche, von sich überzeugte Geschäftsmann Francois Vely, der nach dem Selbstmordtod seiner Frau inzwischen mit Marion, einer Schriftstellerin verheiratet ist. Sein Vater Paul trug bei seiner Geburt den Namen Levy, die gesamte Familie wurde von den Nazis umgebracht, nur Paul überlebte. Da ihm die Religion nie wichtig war und er mit einer Katholikin verheiratet war wurde Francois im christlichen Glauben erzogen. Doch Jahre später holt ihn die jüdische Vergangenheit ein. Ein weiterer Protagonist ist Romain, gerade erst traumatisiert aus Afghanistan zurück. Bei einem Erholungsaufenthalt auf Zypern lernt er Marion kennen und lieben. Doch beide sind anderweitig gebunden. Osman Diboula stammt aus armen Verhältnissen, aufgewachsen im Randgebiet von Paris. Seine Eltern sorgten für eine gute Ausbildung, er arbeitete sich hoch bis in den Elyseepalast in dem er auf Sonia trifft, wie er schwarzer Hautfarbe, jedoch mit einem gänzlich anderen Hintergrund. Er, der als Sozialarbeiter versuchte, hoffnungslosen Menschen eine Zukunft zu geben soll nun im Außenministerium politisch aktiv werden. Verschiedenste Biografien und Persönlichkeiten werden in diesen Roman beschrieben, allen eint der Wunsch nach Erfolg, die Welt zu verbessern und persönlichem Glück. Anspruchsvoll und doch leicht lesbar, teilweise erschütternd und immer nachdenklich machend, ist dieses ein ganz hervorragend geschriebener Roman.
leider nichts für mich
von XY - 09.06.2017
Nach dem Lesen der Inhaltsangabe war ich mir sicher, dass dies ein Buch sein könnte, dass mir gefällt, doch leider habe ich mich da ein wenig getäuscht. Das Buch war leider überhaupt nichts für mich. Ich konnte keine Spannung aufbauen und die Handlung hat mich irgendwie so gar nicht interessiert... Sehr schade, denn ich hatte schon recht hohe Erwartungen an das Buch durch das Thema und die Inhaltsbeschreibung, doch leider wurde diese nicht wirklich erfüllt. Das Cover fand ich interessant und vielversprechend. Den Anfang des Buch fand ich noch interessant, leider ging das nur wenige Seiten so. Und nach ca der Hälfte hab ich das Buch ehrlich gesagt weggelegt und auch nicht wieder in die Hände genommen!
Der Wendepunkt im Leben
von büchernarr - 24.03.2017
Eine anspruchsvolle Lektüre über die überraschende Wendungen im Leben. Es wird die Geschichte dreier Männer erzählt, deren Lebensgeschichten sich im Laufe des Buches in irgendeiner Art und Weise zusammenfügen, obwohl sie anfangs wenig miteinander gemein haben. Roman Rollar kehrt nach einem Militäreinsatz mit phyhischem Trauma zurück und kann sich nur schwer im sozialen Leben wieder einfinden. Osman Diboula, ein farbiger Politiker, ist soweit erfolgreich, seiner dunklen Hautfarbe aber wegen stösst er auf gewisse Barrieren, die in Endeffekt auch seine Ehe zerstören. Und Marion Vély, reich erzogen, ein Jude, der dies zu verleugnen versucht und erfolgreicher Unternehmer. Er verliebt sich in eine Frau, die ihn aber im Laufe des Buches verachtet, und welche eine Vergangenheit mit Roman hatte. Dies ist nur der Gipfel seines Unglücks, denn es folgen viele Weitere und seine Leben wird ruiniert, sei es durch den Tod seiner Ex-Frau oder einer Kampagne gegen ihn, die seinem Ruf unmittelbar schadet. Gleichzeitig ist das Buch mit vielen Ereignissen bereichert, die es und die problematische Atmosphäre perfekt ergänzen, wie der Sturz der Twin Towers in New York, der Krieg in Afganistan und im Irak, sowie die Schwierigkeiten die jeder von ihnen in verschiedenen Lebensphasen gegenübertreten muss. Als sie sich später unter bestimmten Verhältnissen in den Irak gegenübertreten, kommt es zu einem wichtigen Wendepunkt. Ein Buch, das man nicht so leicht aus der Hand legen kann.
Frankreich im Ausnahmezustand
von Xirxe - 02.04.2017
Der Großteil Europas blickt voller Furcht auf Frankreich, wo am 23. April 2017 die Präsidentschaftswahlen stattfinden werden. Denn es ist nicht ausgeschlossen, dass die Rechtspopulistin Le Pen die Wahl gewinnen könnte und das zweite Land wäre, das den Ausstieg aus der EU beschließen würde. Frankreichs Gesellschaft steht kopf und allerorts wird diskutiert, wie es soweit kommen konnte. In einem ähnlichen Zustand befinden sich auch die Protagonisten dieses Buches der französischen Autorin Karine Tuil, die alle drei glaubten, sich in ihrem Leben eingerichtet zu haben, das ewig so weitergehen würde: Francois Vély, ein reicher brillianter Manager, dem nach einem scheinbar erst einmal eher nebensächlichen Skandal plötzlich der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Osman Diboula, ein farbiger Sozialarbeiter, der in der Politik Karriere machte und plötzlich abserviert wird. Und Romain Roller, Soldat, der nach diversen Auslandseinsätzen nach seinem Afghanistanaufenthalt völlig gebrochen zurückkehrt und ein Verhältnis mit der Frau von Vély beginnt, ohne dies am Anfang jedoch zu wissen. Es sind drei völlig unterschiedliche Konflikte, in denen diese Männer stecken; doch was sie verbindet, ist ihr jeweils einsamer Kampf, sich daraus zu befreien und immer wieder einen neuen Rückschlag zu erleiden. Denn selbst als sich Alles (mehr oder weniger) in Wohlgefallen aufgelöst hat, wird es wohl nur ein vorübergehender Ruhezustand sein. Die Unsicherheiten und Ängste werden sie ein Leben lang begleiten - die Sorglosigkeit (so der Originaltitel) ihres bisherigen Lebens ist vorbei. Tuil stellt ein detailliertes Abbild eines Teils der Gesellschaft dar, wobei es sich bei Osman Diboula und Francois Vély um eher typisch französische Vertreter ihrer Art handelt. Diboula hat sich aus den Banlieues von Paris auf die Ebene der Karrieristen der französischen Eliteuni ENA hochgearbeitet; etwas, das in dieser Form in Deutschland nicht existiert. Vermutlich ebensowenig wie dass ein Wirtschaftsboss wie Vély wegen seiner jüdischen Abstammung sozial hingerichtet würde. Dennoch lässt sich dieser Roman in Vielem sicherlich auf Deutschland ebenso wie auf andere Länder übertragen: Die Fähigkeiten der modernen Medien, Menschen in kürzester Zeit zu demontieren und zu ruinieren; wie Macht Menschen korrumpiert und sie rücksichtslos alles hinter sich lassen, was ihnen einmal wichtig war; wie der Krieg Menschen zerstört - und zwar nicht nur im physischen sondern auch im psychischen Sinn. Es ist kein schönes Bild, was Karine Tuil hier entwirft - aber auf jeden Fall ein erhellendes, das vielleicht ein bisschen Licht in das Dunkel bringt: Weshalb die Welt so ist wie sie ist. Nur eine Frage lässt mir keine Ruhe: Weshalb sind die drei Hauptfiguren dieser Autorin Männer? Kommen Frauen mit der nicht mehr vorhandenen Sorglosigkeit besser klar? Sind sie die ständige Unsicherheit schon länger gewohnt?
eindrucksvoller Einblick
von vielleser18 - 16.04.2017
Im Roman von Karine Tuil stehen vier Menschen im Vordergrund. Romain Roller, Soldat der französischen Armee und traumatisierter Afghanistan-Heimkehrer. Francoise Vely, reicher Unternehmer, mit einem außergewöhnlichen Kunstinteresse und jüdischen Wurzeln,und seine zweite Frau Marion. Die Beziehung der beiden fing durch den Selbstmord von Francoise erster Frau kurz vor der Heirat an zu bröckeln. Der Vierte, der hier im Blickpunkt steht, ist der farbige Mitarbeiter im Elysee-Palast, Osman Diboula. Aufgewachsen im sozialen Brennpunkt, im Banlieue, den Vororten Paris, hat Osman als Streetworker, Vermittler und Schlichter auf sich aufmerksam gemacht und danach eine steile Karriere im politischen Geschäft begonnen. Anfangs erzählt die Autorin abwechselnd in öfters kurzen Abschnitten von den vier Hauptprotagonisten, die sich anfangs weder kennen noch sonstige Berührungspunkte haben. Doch sie haben eines gemein: richtig glücklich und zufrieden mit sich und seinem Leben ist keiner. Es geht um die Suche nach Macht, weil manche der Protagonisten das Gefühl haben, nur dann glücklich/anerkannt/zufrieden zu sein. Es geht um die eigenen Wurzeln (bei Osman Diboula, aber auch bei Francoise Vely), die man abschütteln möchte, weil man dazu gehören möchte, nicht anders sein will. Es geht auch um das eigene Gewissen. Um das Abschütteln der Vergangenheit, nur mit dem Blick nach vorne zu leben. Ist das möglich ? Es geht um Beziehungen, Liebe und Ehen. Ehen, die aufgrund der Verschiedenheit der Ehepartner oder auch durch die Selbstsucht der Protagonisten zum Scheitern verurteilt sind. Es geht aber auch um die sozialen Netzwerke, Meinungsmache, Medien. Und um ihre Macht, die das Leben eines Einzelnen nicht nur verändern können. Und es ist eine Suche nach einem glücklichen Leben, das eigentlich jeder der Protagonisten sich wünscht. Als Leser verfolgt man gespannt ihre Anstrengungen, ihre Fehltritte, ihre Entscheidungen. Manchmal kann man als Leser Symphatiepunkte verteilen um diese im nächsten Augenblick wieder zu streichen. Es gibt bei den Protagonisten keine eindeutigen Helden oder Antihelden - irgendwie steckt in jedem beides. Anfangs sind es vier Erzählstränge, die aber nach und nach sich immer mehr verwickeln, nach und nach berühren sich die Leben der vier Protagonisten, am Ende kennen sich alle Protagonisten und sind in unterschiedlichen Konstellationen auch voneinander abhängig. Am Ende muss man tief durchatmen und das Ganze Geschehen, die ganze Geschichte erst einmal sacken lassen. Der Schreibstil ist sehr flüssig, wenn man sich mit den Protagonisten vertraut gemacht hat, ist man gespannt auf den Fortgang. Auch wenn alles aus der Erzählwarte eher kühl, diagnostisch, seziert erzählt wird, verfolgt man als Leser gespannt das Auf und Ab der Protagonisten mit. Irgendwie herrscht in ihrem Leben auch nie Ruhe, es ist immer Entwicklung, immer Bewegung - egal in welche Richtung - vorhanden. Die Zeit der Ruhelosen - ein Roman aus unserer heutigen Zeit, den ich empfehle kann.
Getriebene
von leseratte1310 - 27.03.2017
Es beginnt ein Jahr vor 9/11. Die Euphorie von zwei Menschen, die einen der begehrten Jobs im World Trade Center bekommen haben, wird deutlich. Wenn sie wüssten, was sie ein Jahr später erwartet. Dann lernen wir drei unterschiedliche Menschen kennen, die sehr unterschiedliche Leben haben und denen gemein ist, dass sie nach Anerkennung streben und weiterkommen wollen. François Vély ist ein erfolgreicher Manager, dessen weiterer Aufstieg von einer Medienkampagne ausgebremst wird, in der ihm vorgeworfen wird, er sei rassistisch und beute Menschen aus. Seine Frau verliebt sich in Romain Roller. Romain Roller wurde Soldat, weil er, der aus einem Armenviertel stammt, keine anderen Perspektiven hatte. Doch traumatisiert kehrt er von seinen Kriegseinsätzen nach Frankreich zurück Osman Diboula stammt ebenfalls aus einem Armenviertel, hat es aber geschafft nach oben zu kommen. Nun gehört er im Kreis um den französischen Präsidenten an, doch seine Position ist nicht sicher. Die Autorin schreibt nüchtern und dennoch eindringlich und zeigt ein realistisches Bild der französischen Gesellschaft. Die Herkunft der Menschen sorgt für ihre Positionen in der Gesellschaft, und die Grenzen in dieser Klassengesellschaft sind nur schwer zu überwinden. Rassismus ist immer wieder ein Thema, das in alle Richtungen funktioniert. Es macht betroffen, wenn einem so vor Augen geführt wird, wie die Menschen getrieben werden von ihren Sehnsüchten und dem Wunsch nach Anerkennung und Erfolg. Auf der Strecke bleiben dabei häufig Menschlichkeit und Moral. Ein guter gesellschaftskritischer Roman, der nachdenklich stimmt.
Die Aasgeier auf der politischen Bühne
von jenvo82 - 24.03.2017
"Wenn man an der Macht war, wandte man die Regeln der Kriegskunst an. Man griff zu den Waffen, wenn man erobern wollte, und tat dies auch, um sich seinen Platz zu sichern. Man ließ geliebte Menschen fallen. Man verriet, man verletzte. Man tötete, auch das. Unser Leben gegen euren Tod." Inhalt Drei Menschen kämpfen hier den Kampf ihres Lebens, jeder auf seiner eigenen Bühne, mit ganz persönlichen Dramen, inneren Ängsten, äußeren Beschränkungen und ständig unter der Beobachtung einer ominösen Menschenmenge, die stets die Opposition bildet und doch nie ganz in Erscheinung tritt. Der Unternehmer Vély, der Kunst liebt und als geborener Jude nicht bedenkt, welche Folgen es hat, als er sich auf einem Stuhl in Form einer nackten schwarzen Frau setzt. Der traumatisierte Afghanistan-Soldat Romain, der nur Frieden findet, wenn er Vélys Frau besitzt und der farbige Politiker Osman, dessen politische Felle immer mehr davonschwimmen, nachdem er ein echtes Problem mit rassistischen Bemerkungen zu haben scheint. Sie alle spielen eine Rolle, stehen im Rampenlicht der Öffentlichkeit und fühlen sich doch unendlich einsam. Als sie gemeinsam auf einer Tagung im Irak sind, zerstört der Zufall ihr Leben auf ganz andere Art und Weise, als sie bis dato dachten ¿ Meinung Die französische Autorin Karine Tuil setzt sich in diesem weltpolitischen Roman mit großer Aktualität ein kleines Denkmal, denn sie sensibilisiert den Leser für die unsichtbaren, zweitrangigen Belange, mit denen sich Menschen im Rampenlicht tagtäglich auseinandersetzen müssen. Ganz offensichtlich wählt sie die Politik als Auslöser dafür, wie vielfältig und intensiv ein persönliches Schicksal verlaufen kann, welches nur dadurch entsteht, dass ihre Protagonisten dem Rampenlicht zugewandt sind, manch einer ganz bewusst, ein anderer nur durch sein Erscheinen zur falschen Zeit am falschen Ort. Sie thematisiert dabei viele gesellschaftsrelevante Begriffe wie Moral, Loyalität, Verrat, Macht und Erfolgsstreben, zeigt aber gleichzeitig, welchem Werteverfall die breite Masse ausgesetzt ist. Angefangen von öffentlichen Beleidigungen, Diffamierungen in der Presse und Ausgrenzung aus einem sehr fragwürdigen Freundeskreis, der sich nicht mehr an Menschlichkeit, sondern Prestige orientiert. Doch im gleichen Atemzug geht sie auch in die Tiefe und erörtert, wie sich der Charakter einer Person ändert, wenn sie meint ihr Wert reduziert sich auf das Bild der Anderen. Ein sehr gekonnter Einstieg und ein hochdramatisches Finale lassen das Buch zu einem spannenden Schmöker werden, dem auch ein etwas schwächerer Mittelteil nur bedingt etwas anhaben kann. Leichte Probleme hatte ich eine Weile mit den drei Protagonisten, deren Einzelschicksale zwar sehr detailliert und umfassend beschrieben werden, deren Zusammenspiel aber wirklich erst im letzten Drittel des Romans ersichtlich wird. So kam mir der Text nicht ganz so flüssig und chronologisch sinnvoll vor, die verschiedenen Handlungsstränge hatten zeitweise keinen gemeinsamen Nenner, dies soll mein Hauptkritikpunkt bleiben in einer Story, die mich in ihrer Gesamtheit überzeugen konnte. Fazit Ich vergebe 4 Lesesterne für diesen differenzierten, aktuellen, doch zeitlosen Roman über Menschen, die in ihrem Leben falsche Akzente gesetzt haben und in Folge mehrerer Dramen den festen Boden unter den Füßen verlieren. Menschen, die innere Zerrissenheit spüren und der Übermacht ihres geschaffenen Gesellschaftsbildes nicht mehr gerecht werden können. Sehr treffend formuliert, sehr raffiniert geschrieben und mit viel Stoff zum Nachdenken. Empfehlenswert für alle Leser, die sich mit Sachverhalten gedanklich auseinandersetzen und einen Blick hinter die Kulissen des schönen Scheins werfen möchten.
Ungeahnte Entwicklungen
von Buecherfreund - 27.05.2017
Die Zeit der Ruhelosen wird aus drei Perspektiven geschrieben: der Offizier Romain Roller, der gerade zutiefst traumatisiert aus Afghanistan zurückgekommen ist, der erfolgreiche Unternehmer Francois Vely, dessen gesamtes Leben durch einen Faux-Pas vor dem Aus steht und Osman Diboula, der sich aus dem Pariser Problemviertel Banlieue hochgearbeitet hat und mittlerweile zum engsten Stab um den Präsidenten gehört. Doch auch seine Karriere ist gefährdet. Jede dieser drei Figuren hat eine Vergangenheit, die sie stark geprägt hat. Und jede dieser Figuren muss sich nun durch Schicksalsschläge oder eigenem Unvermögen zurück in die Gesellschaft kämpfen und ihren Platz behaupten. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da ich die Charaktere gut ausgearbeitet fand und sie mir auch alle in ihrer eigenen Art und Weise sympathisch waren, so dass ich wirklich mit ihnen mitleiden konnte. Es war interessant zu sehen, wie sich die Geschichten der drei sich anfangs völlig fremden Charaktere im Laufe der Zeit immer weiter ineinander verwoben haben. Die Charaktere haben eine Entwicklung durchgemacht, die nachvollziehbar, aber dennoch nicht von Anfang an zu erwarten war. Diese Entwicklung erklärt auch die Länge des Buches. Für Leser, die viel Spannung und Handlung in einem Buch erwarten, könnten manche Passagen vielleicht langatmig sein, doch mir kam es nicht so vor, da mich so vielschichtige Charaktere, die sich stetig weiter entwickeln, interessieren. Ich würde das Buch auf jeden Fall weiter empfehlen, aber nur an Leser, denen auch die Charaktere und nicht nur die Spannung in einem Buch wichtig sind.
Bewegende Gesellschaftsstudie
von Langeweile - 01.05.2017
Im Mittelpunkt dieses bewegenden Gesellschaftsromans stehen drei Männer, deren Wege sich immer wieder kreuzen. Da ist zunächst Romain,der nach seiner Rückkehr aus Afghanistan immer wieder mit den schlimmen Ereignissen konfrontiert wird. Er leidet unter großen Schuldgefühlen und Versagensängsten, weil er meint, seine Truppe nicht ausreichend geschützt zu haben. Eine Rückkehr in sein früheres Leben zu Frau und Kind scheint nicht möglich. Auch eine Affäre mit einer ebenfalls verheirateten Frau , steht unter keinem guten Stern. Der zweite Protagonist ist Osman Diboula, ein Politiker, der in Schwierigkeiten gerät. Außerdem gibt es in seinem Privatleben Probleme, welchen er sich stellen muss. François Vely, ein Geschäftsmann mit jüdischen Wurzeln , gerät durch einen privaten Skandal ins geschäftliche und private Abseits. Alle drei treffen sich auf unterschiedlichen Ebenen immer wieder. Was sie außerdem eint, ist die Tatsache, dass sie auf unterschiedliche Weise versuchen, ihre Vergangenheit abzuschütteln. Obwohl die Autorin sich eines nüchternen und schnörkellosen Schreibstils bedient , schafft sie es, eine emotionale Gesellschaftsstudie zu übermitteln. Die kurzen prägnanten Kapitel , sind im Wechsel den einzelnen Protagonisten zugeordnet. Die schlimmen Kriegserlebnisse und die emotionalen Verwicklungen im Privatleben werden ausführlich beschrieben. Es ist gut gelungen, der Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten und sie zum Nachdenken zu zwingen. Ein Buch , was mich sehr bewegt hat.
Tiefgreifend, emotionsgeladen & kritisch.. Ein toller Roman, der absolut in die
von Nepomurks - 15.03.2017
Karine Tuil legt nun mit "Die Zeit der Ruhelosen" ihren neuesten Roman vor. In Frankreich bereits ein viel diskutierter Bestseller, wird man wohl auch hierzulande nicht um dieses, thematisch sehr aktuelle und tiefgründige Werk herumkommen. Bereits der Beginn des Romans ist sehr emotionsgeladen und fesselnd. Es wird hier zunächst sehr eindrücklich und ungeschminkt aus einer Introspektive heraus die psychische Belastung der kämpfenden Soldaten in Afghanistan beschrieben. Stilistisch auf eine Art und Weise, die dem Leser eigentlich nur die Tränen in die Augen treiben kann. Doch dann gleich der erste abrupte Bruch: im nächsten Schritt findet man sich bereits im gegenwärtigen Paris bei einem der Hauptprotagonisten wieder: Francois Vély. Wechselnde Perspektiven und Erzählstränge werden den Leser von nun an durch den Roman begleiten und machen den Inhalt, bzw. Verlauf abwechslungsreich. Man kommt sehr gut in die Erzählung hinein, jedoch ist "Die Zeit der Ruhelosen" meiner Meinung nach kein Roman, den man mal kurz nebenher lesen kann oder sollte. Der Schreibstil ist oftmals verzwickt und inhaltlich recht tiefgreifend, manches mal gar weitreichend, so dass man doch mit voller Aufmerksamkeit und Konzentration an das Buch herangehen sollte. Spannend ist die gesamte Erzählung - ohne Zweifel. Die Hauptprotagonisten wirken durchweg sehr authentisch und sind in sich stimmig und gut konzipiert. Die verschiedenen Erzählstränge treffen irgendwann aufeinander und verweben sich miteinander. Ich fand Tuils Schreibstil sehr beeindruckend, nicht zuletzt wegen der immer wieder herauslesbaren Kritik. Der Roman bietet bei korrekter Auslegung wahrlich viel Brisanz und gibt politisch viele nachdenklich stimmende Aussagen zu unserer Zeit und den aktuellen gesellschaftlichen Umbrüchen wieder. Die Verstrickungen und kritischen Inhalte fand ich wirklich gut verarbeitet und durchweg ansprechend, sie stellen beim Lesen aber meiner Meinung nach auch immer wieder eine gewisse Herausforderung dar! Dramatik, beißende Situationskomik und unerwartete Wendungen hat der Roman definitiv zur Genüge zu bieten, dabei bleiben die Figuren und Inhalte immerzu äußerst interessant! Also kein schlichter Roman, sondern ein umfassend kritisches Werk, das auf ganz eigene Weise unsere Zeit widerspiegelt und nicht mit vielfältig tiefgründigen Verläufen & Aussagen geizt. Somit nicht unbedingt ein stilles Buch , sondern eher eines, das noch länger nachhallt und dem Leser inhaltlich nicht aus dem Kopf gehen will. Mir gefiel es sehr! Deshalb 5 Sterne.
Ein Spinnennetz
von melange - 09.04.2017
Zum Inhalt: Drei Männer in Frankreich befinden sich an ihrem persönlichen Scheideweg: Francois - ein erfolgreicher Manager, begeht einen Fauxpas, der die Inquisition der politischen Korrektheit auf den Plan ruft. Seine Frau Marion hat ein Verhältnis mit Romain - Afghanistan-Heimkehrer, traumatisiert von den Erlebnissen dort und zu einem normalen Leben in Paris unfähig, immer noch befreundet mit Osman - ein französischer Farbiger, der es in den Dunstkreis des Präsidenten gebracht hat, nur um dort umso schmerzhafter auf den Boden der Tatsachen zurückzufallen, dass in der Politik keine Freundschaften, sondern Seilschaften zählen. Deshalb bemüht er sich um Francois - und der Kreis schließt sich. Mein Eindruck: Wie ein Spinnennetz hat die Autorin ihre Geschichte gewoben, - so exakt, so fein, so präzise und so tödlich. Ihr Buch teilt sie in vier große Abschnitte, welche ihrerseits Kapitel von zumeist relativ wenigen Seiten enthalten. Diese Kapitel schildern die Sicht einer der drei Hauptpersonen, auch dann, wenn mehrere der Männer in ihnen agieren. So bleibt das Buch immer spannend, immer in Bewegung, selbst, wenn gar nicht so viel passiert. Ein weiteres Plus ist die Fähigkeit von Tuil, Sympathien für ihre Figuren zu wecken. Egal wie schäbig sich einer der drei verhält, - immer kann man ihn verstehen bzw. steht fassungslos vor der Wucht der Ereignisse, die ihn treffen und hat danach zumindest Mitleid. Die starken Nebencharaktere sind nie nur Staffage, sondern bringen die Geschichte voran, schenken neue Perspektiven und zeigen echte Persönlichkeit - im Guten wie im Schlechten. Zu guter Letzt sei noch der Schreibstil Tuils gelobt. Sie weiß, die Wörter zu setzen, - ohne zu langweilen, aber auch nicht zu überfordern. So fliegt man förmlich durch die Geschichte und ist trotz der vielen Seiten überrascht, wie schnell sie ihr differenziertes Ende findet. Mein Fazit: Großartig! Ohne Wenn und Aber!
Macht und Anerkennung
von schliesi - 06.04.2017
Inhalt und meine Meinung: Karine Tuil wirft in ihrem Roman den Blick auf drei völlig unterschiedliche Menschen und Lebensweisen, die alle miteinander verknüpft sind. Der Manager eines Telekommunikationsunternehmens Francois Vély, der einen rasanten Aufstieg hinter sich hat, gerät dank eines Mediencoups in eine schier unaufhaltsame Abwärtsspirale. Der Abstieg beginnt schon damit, dass sich seine Exfrau aus dem Fenster stürzt als er ihr eröffnet, dass er wieder heiraten will. Seine neue Frau Marion, die aus schwierigen familiären Verhältnissen stammt, beginnt unterdessen eine Affäre mit dem Offizier Romain Roller, der gerade aus dem Afghanistan-Krieg heimgekehrt ist. Er versucht sein Trauma in den Griff zu bekommen und wieder im Leben Fuß zu fassen und Halt zu finden, dies ist für ihn eine große persönliche Herausforderung. Der Politiker Osman Diboula ist die dritte Hauptfigur im Roman, er stammt aus einem Pariser Problemviertel und war früher Sozialarbeiter. Diboula hat auch den schnellen Aufstieg und Fall selbst erlebt und ergreift in der Debatte um Rassismus und Sexismus ausgerechnet für Francois Vély Partei. Schließlich treffen alle im Irak aufeinander, eine Begegnung die für alle Beteiligten schwerwiegende Konsequenzen haben wird. Dieses kritische Gesellschaftsdrama von Karine Tuil hat mich von Beginn an sehr gut unterhalten. Ich konnte mich schnell in die Handlung einfinden. Besonders gut hat mir die Aufteilung der Kapitel gefallen, so wusste man als Leser immer sofort, mit welchem Teil des verwobenen Handlungsstranges man es gerade zu tun hatte. Die Autorin beschreibt anschaulich und mit gutem Gespür und Feingefühl die Ereignisse und Hintergründe. Ein Roman über die gesellschaftliche Stellung, Diskriminierung und Rassismus, vom schnellen Aufstieg und genauso schnellen rasanten Fall. Ein kritisch beäugtes, tiefgründig, durchdachtes und gut recherchiertes Drama der Gesellschaft.
Erschreckend nah an der Wahrheit
von Philo - 23.03.2017
Die Autorin hat ein ehrliches und erschreckend realistisches Buch über die Zustände in der Welt geschrieben und insbesondere Frankreich den Spiegel vorgehalten. Beginnend mit der Katastrophe vom 11. September 2001, der das World Trade Center in New York mitsamt den darin arbeitenden Menschen zum Opfer fiel, zeichnet die Autorin ein Bild der Folgen hieraus, die niemanden unberührt lassen können. Als Folge des 11. September und den von Präsident Bush erklärten Krieg gegen die Taliban in Afghanistan sind auch französische Soldaten dort im Einsatz. Hierzu gehört auch Romain Roller mit seinen Kameraden. Seine Schilderung über das Kriegsgeschehen in Afghanistan hat mich entsetzt und betroffen gemacht. Romain Roller gerät in einen Hinterhalt. Viele seiner Kameraden verlieren ihr Leben oder werden schwer verletzt. Die Autorin beschreibt sehr einfühlsam und nachvollziehbar den weiteren Lebensweg von Romain Roller, der sich zu Hause nicht mehr in sein altes Leben und seine Familie einfügen kann und an seinen seelischen Verletzungen zu zerbrechen droht. Wäre da nicht Marion Decker, die er nach seinem Afghanistaneinsatz kennenlernt, und von der er glaubt, daß nur sie ihn aus seiner Depression retten kann. Aber Marion ist verheiratet mit einem reichen Wirtschaftsmanager, dem schon alles in die Wiege gelegt wurde und dessen Weg als Eliteschüler vorgezeichnet ist. Ohne jedes Gefühl für die Benachteiligten in dieser Gesellschaft und den Jugendlichen in den Banlieus der Großstädte- Hier kommt es zu schweren Krawallen, in denen sich Osman Diboula als Schlichter hervortut und zum Sprachrohr zur Regierung wird. Der Präsident holt ihn in den Elyseepalast und Osman steigt zu einem ranghohen Mitarbeiter des Präsidenten auf. Daß dies nur Schein ist, muß Osman erfahren, als er sich wegen seiner Hautfarbe gegen einen hohen Beamten im Elyseepalast zur Wehr setzt und vom Präsidenten sofort fallengelassen wird. Er begreift, daß er wegen seiner schlechteren Ausbildung und seiner Hautfarbe niemals Zugang zu den politischen Keisen haben wird. Zu Recht weist die Autorin darauf hin, daß die Differenzen zwischen den politisch Verantwortlichen und den Menschen des Landes niemals beigelegt werden können. Der elitären Oberschicht fehlt jeder Bezug zum normalen Leben der Bevölkerung. Im Buch werden die Leben der drei Protagonisten miteinander verbunden, und gemeinsam werden sie sich im Irak alle noch einmal begegnen. Hier wird sich ihr Schicksal besiegeln. Selten hat mich ein Buch so gefesselt. Hier beschreibt eine Autorin die Zustände, die ich alle nachvollziehen kann, schließlich lebe ich in dieser Zeit und habe alle diese Vorkommnisse nicht miterlebt, aber davon Kenntnis und das ist schon erschreckend genug. Karine Tuil hat ein Zeitdokument geschaffen, daß viele Leser verdient. Mich wird das Buch noch lange beschäftigen. Man kann es nicht einfach so zur Seite legen.
Der Aufstieg und die Niederlage
von marpije - 13.03.2017
Macht, Geld und Anerkennung drei wichtige Sachen in Leben von Romain Roller, Osman Diboula und Francois Vely. . Romain Roller ist gerade aus Afghanistan zurück gekehrt wo er im Krieg seine Leute verloren hat , er ist innerlich gebrochen und hat Probleme mit Anpassung ins normale Leben. Osman Diboula , ein Sozialarbeiter aus der Armenviertel , er hat sich sehr hoch gearbeitet bis zum engste Kreis von Präsident. Francois Vely , ein reicher Unternehmer und leidenschaftliche Kunstsammler , alle der Männer waren ganz oben wo Glanz und macht alttäglich ist , alle drei Männer sind plötzlich nach unten geschleudert und mit die neue Lebensweise haben große Probleme. Der Soldat beginnt eine Affäre mit Journalistin Marion Decker, die Ehefrau von der reichen Unternehmer , steckenden in großen Problemen , Osman schreibt ein Artikel über Vely um ihn zu helfen  - alle drei suchen auf einen neuen Weg zum Aufstieg, alle drei treffen sich im Irak... Ein komplexer Gesellschaftsroman wo die drei Männer unterscheiden sich mit Alter, Herkunft und Geld, aber die drei haben auch etwas gemeinsames  - die sind Opfer von System , Romain ist Kriegsopfer, Osman ein Rassizmusopfer und der Velly ist Opfer von Gesellschaft in welchen ein Foto in Zeitung reicht zum Vernichtung. Neben die Männer sind Frauen, starke und mächtige, die  steuern das Leben von die drei. Die Protagonisten sind gut ausgearbeitet , die Gefühle von der Aufstieg und von die Niederlage sind spürbar, genauso wie die Emotionen aus den privat Leben wo die Liebesbeziehungen schwierig und komplieziert sind. Die Stimmung ist sehr beklemmend, hier ist keine Freude oder Fröhlichkeit, nur hart Kampf ums überleben. Der Schreibstil, ab und zu langatmig, ist sehr akkurat und trifft genau der Punkt von die schwieriger  Sache , deutlich nüchtern und stoisch, die Autorin beschreibt der Weg nach unten präzis und prägnant. Ein Buch über Macht und Ehrgeiz , Niederlage und Scheitern , wo die Personen nur ein Beispiel für ein Gesellschaft mit festen Klassenrahmen sind und der Schicksal ist unvorhersehbar .
Konstante - Enttäuschung
von D. Brown - 21.03.2017
Die einzige Konstante im Leben ist die Enttäuschung. Diesen Satz gibt Paul Vely seinem Sohn Francois Vely mit auf seinen Weg als dieser ihn besucht um Trost und Unterstützung zu finden. Francois Vely französischer Telekommunikationsmagnat im freien Fall, seit dieser sich für ein Interview hat abbilden lassen, das den Zorn der öffentlichen Meinunung auf sich gezogen hat weil er sich auf einem Stuhl fotografieren ließ, der eigentlich ein Kunstwerk darstellt - die Skulptur einer nackten farbigen Frau in gebückter Stellung. Schon früher hatte er Aufsehen erregt als sich seine zweite Exfrau in den Tod stürzte als sie von seiner erneuten dritten Heirat mit einer zwanzig Jahre jüngeren Frau erfuhr. Doch Francois lebt in einer anderen sehr privilegierten Welt, die begründet von seinem Vater Paul Vely, eigentlich Paul Levy, ihn von den Niederungen eines normalen Lebens bisher immer schützte. Das ist nun vorbei. Karin Tuil erzählt in ihrem neuesten Roman vom Aufeinanderprallen der verschiedenen Welten unserer heutigen Zeit. Alle ihre Protagonisten streben nach Ansehen,Macht und Anerkennung. Ob Francois Vely, Osman Diboul, Romain Roller oder viele andere, sie alle befinden sich auf dem Karussell mit hoher Geschwindigkeit, das sie in ein besseres Leben führen soll. Doch eben diese Geschwindigkeit sorgt dafür, dass man nie zur Ruhe kommt - ob in den feinen Pariser Arrondisments oder in den Banlieus oder in den Kriegswirren Afghanistans. Durch feinste Unwuchten geraten alle in einen Sog, der mindestens einen von ihnen das Leben kosten wird. Karin Tuil hat einen Roman geschrieben der den Leser sofort in seinen Bann zieht, und uns zeigt wie schnell das Leben eines Menschen nichts mehr wert sein kann, oder schon von Geburt an nie etwas wert wahr. Grandios und absolut lesenwert!
Verlust der Unbeschwertheit
von cosmea - 19.03.2017
"Die Zeit der Ruhelosen" ("L¿Insouciance") ist Karine Tuils zehnter Roman. Im Mittelpunkt stehen vier Personen, deren Wege sich schicksalhaft kreuzen. Francois Vély, ein schwerreicher Unternehmer mit jüdischen Wurzeln, ist seit kurzer Zeit mit der Journalistin Marion Decker verheiratet. Romain Roller ist Soldat. Er kehrt von einem Einsatz in Afghanistan zurück, bei dem er mit seiner Truppe in einen Hinterhalt der Taliban geriet und mehrere Männer verlor.Er kommt äußerlich unverletzt, jedoch schwer traumatisiert zurück. Osman Diboula entstammt einer Einwandererfamilie von der Elfenbeinküste. Er wuchs in Clichy-sous-Bois auf, einer Banlieue, die durch die schweren Krawalle von 2005 zu trauriger Berühmtheit gelangte. Osman Diboula war Sozialarbeiter und vermittelte erfolgreich in dem Konflikt. Er steigt daraufhin zum Berater des konservativen Präsidenten auf, wird aber ständig mit rassistischen Äußerungen konfrontiert. Dem schnellen Aufstieg folgt ein rapider Absturz. Auch alle anderen Personen geraten binnen kurzem in eine Abwärtsspirale, die ihre Existenz bedroht. Vély wird aufgrund eines Werbefotos in den sozialen Netzwerken und der Presse als Rassist verunglimpft, und antisemitische Beschimpfungen lassen nicht lang auf sich warten. Ausgerechnet Osman Diboula verteidigt ihn in einem vielbeachteten Zeitungsartikel und kehrt rehabilitiert in die Politik zurück. Marion Decker beginnt in einem Luxushotel auf Zypern eine Affaire mit Romain Roller. Ihre junge Ehe wurde durch den Selbstmord der Ex-Frau von Francois überschattet. Die vier Protagonisten treffen im Irak zusammen, wo sich die Dinge noch einmal dramatisch zuspitzen. Für alle geht es "abwärts, immer weiter abwärts." (S. 492) Karine Tuil hat nahe an der gegenwärtigen Realität einen großen Gesellschaftsroman geschrieben, der zeigt, wie zerbrechlich unsere Existenz ist, wie flüchtig das Glück. Der Roman fängt besonders treffend die Situation in Frankreich ein. Dort ist die Spaltung der Gesellschaft in arm und reich, in oben und unten besonders krass. Herkunft und Identität sind von zentraler Bedeutung. Nur die Absolventen der Eliteschulen schaffen es in die höchsten Positionen der Macht. Die Bewohner der Banlieues bleiben in der Regel chancenlos. Die Vorstädte sind der sichtbare Beweis für eine gescheiterte Integrationspolitik und mit ihrer hohen Arbeitslosigkeit vor allem unter den Jugendlichen eine Brutstätte für Kriminalität. Es ist kein Zufall, dass der IS hier erfolgreich Kämpfer rekrutiert. Tuils Roman ist komplex und gut recherchiert, teilweise auf bekannten Fakten basierend und dennoch eine Fiktion. Er ist düster und voller Gewalt, lässt den Leser aber nicht ohne Hoffnung zurück. Trotz der uns auferlegten Prüfungen retten uns die Liebe, die Literatur und menschliche Beziehungen. Ein empfehlenswertes Buch - noch besser als die Vorgänger.
Trifft den Nerv unserer Zeit
von Steffi Kohl - 11.03.2017
Die Leseprobe zum Roman begann sehr spannend. Und die Autorin erweist sich als sachkundig. Das Cover ist schnörkelos und passt zum nüchternen Schreibstil. Menschen, die getrieben sind von dem Wunsch nach Anerkennung, Geld und Macht ; solche Menschen begegnen uns beinahe täglich, nicht nur in den Medien , nein auch in unserer unmittelbaren Nachbarschaft. Es scheint ein Buch mit Tiefgang zu sein, ein Abriss der weltweiten Lage, ein Abriss im Besonderen der französischen Gesellschaft . Darauf war ich nach der "Unterwerfung" von Houellebecq und der "Summe unseres Glücks" von François Roux echt gespannt. Dabei war von Anfang an klar, das wird kein reines Lesevergnügen, dafür ist die Thematik zu brisant. 3 Menschen werden in die Welt geworfen - mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen seitens ihrer Geburt stehen sie an einer bestimmten Stelle der Gesellschaft. Da ist Romain Roller: er entstammt einem Pariser Armenviertel und wird Soldat. Nach mehreren Einsätzen in Krisengebieten kehrt er gebrochen nach Frankreich zurück und findet seinen Platz nicht. Da ist Osman Diboula : auch er aus diesem Armenviertel . Früher Sozialarbeiter, hat er es scheinbar geschafft: in den engsten Kreis des französischen Präsidenten. Aber seine Position ist wackelig und sie schützt ihn nicht vor rassistischen Konfrontationen. Da ist François Vely oder auch Levy: ein reicher Unternehmer, der sich plötzlich als raffgieriger Jude wieder findet. Diese 3 Protagonisten wählt Karine Tuil , um uns ein Bild der französischen Klassengesellschaft zu zeigen , deren Schranken kaum zu überwinden sind. Die Helden bleiben in ihrem durch Geburt vorgegebenen Schranken stecken, stürzen beruflich und persönlich und reißen wie durch eine Lawine andere mit. Ein Schlüsselroman , dessen Konstellationen uns allen bekannt sein dürften. Eine Gesellschaftskritik, die sich stellenweise wie ein Krimi liest.
Ein kühles Bild der französischen Gesellschaft
von Curin - 01.04.2017
Soldat Romain Roller kommt aus Afghanistan zurück und bekommt die Bilder und den Schrecken der Krieges nicht mehr aus dem Kopf. Während er in einem Hotel auf Zypern zur Erholung untergebracht ist, fängt er eine verhängnisvolle Affäre mit der Journalistin Marion Decker an. Diese ist die Ehefrau des bekannten Managers Francois Vely, der gerade mit furchtbaren Gerüchten zu kämpfen hat und dabei Unterstützung von unerwarteter Seite erhält... . Karine Tuil hat hier ein beeindruckendes Buch geschrieben, welches die französische Gegenwart unglaublich echt wirkend und authentisch darstellt. Dabei werden die politische und die gesellschaftliche Situation in den Mittelpunkt gestellt und so auch für Menschen, die nicht in Frankreich leben, anschaulich und greifbar gemacht. Besonders gefesselt haben mich die Beschreibungen des Krieges aus der Sicht des Soldaten Romain Roller. Fast schon wie ein Bewusstseinsstrom wird aus seiner Perspektive ein realistisches Bild von Afghanistan und der Situation der Menschen und auch der dort stationierten Armee gezeichnet. Es ist wirklich erschreckend zu lesen, was in diesem traumatisierten Mann vorgeht. Umso unglaublicher scheint es mir, dass man im Buch, aber auch in unserer Realität von den Soldaten nach ihrem Kriegseinsatz verlangt, fast ohne Unterbrechung direkt wieder in ihr altes Leben zurückzukehren und alles Erlebte zu vergessen. Auch die anderen Figuren im Buch wirken alles andere als konstruiert. Jeder hat seine Schwierigkeiten und muss sich über Ungerechtigkeiten hinwegsetzen, was nicht immer gelingt. So ist zum Beispiel Osman Diboula ein gebildeter Mann, der aber aufgrund seiner Herkunft in der Politik eine nur unsichere Stellung hat und deswegen nie den selben Status wie seine Mitstreiter erreichen kann. Karine Tuil hat einen gut lesbaren und sehr nüchternen Schreibstil. Ohne viel Gefühlsduselei schildert sie die oft schwierige Situation ihrer Figuren und zeichnet so ein Bild der französischen Gesellschaft, welches es in sich hat. Mir persönlich hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen. Allerdings schreibt Frau Tuil mir manchmal zu kühl und sie hätte auch ruhig ein paar mehr positive Aspekte hineinbringen können. Dennoch empfehle das Buch sehr gerne weiter.
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