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QualityLand

Roman. Dunkle Edition. 'dunkle Edition'.
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Willkommen in QualityLand, in einer nicht allzu fernen Zukunft: Alles läuft rund - Arbeit, Freizeit und Beziehungen sind von Algorithmen optimiert. Trotzdem beschleicht den Maschinenverschrotter Peter Arbeitsloser immer mehr das Gefühl, dass mit sein... weiterlesen
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Produktdetails
Titel: QualityLand
Autor/en: Marc-Uwe Kling

ISBN: 3550050151
EAN: 9783550050152
Roman. Dunkle Edition.
'dunkle Edition'.
Ullstein Verlag GmbH

22. September 2017 - Pappe - 381 Seiten

Beschreibung

Willkommen in QualityLand, in einer nicht allzu fernen Zukunft: Alles läuft rund - Arbeit, Freizeit und Beziehungen sind von Algorithmen optimiert. Trotzdem beschleicht den Maschinenverschrotter Peter Arbeitsloser immer mehr das Gefühl, dass mit seinem Leben etwas nicht stimmt. Wenn das System wirklich so perfekt ist, warum gibt es dann Drohnen, die an Flugangst leiden, oder Kampfroboter mit posttraumatischer Belastungsstörung? Warum werden die Maschinen immer menschlicher, aber die Menschen immer maschineller? Marc-Uwe Kling hat die Verheißungen und das Unbehagen der digitalen Gegenwart zu einer verblüffenden Zukunftssatire verdichtet, die lange nachwirkt. Visionär, hintergründig - und so komisch wie die Känguru-Trilogie.

Die dunkle und die helle Edition unterscheiden sich einzig durch die Empfehlungen, Nachrichten und Werbung, die sich zwischen den einzelnen Kapiteln befinden und jeweils ein anderes Weltbild zeichnen. Die Kapitel selbst sind in beiden Editionen identisch. Am Ende des Buches gibt es einen Link, der zu den Unterbrechungen der jeweils anderen Ausgabe führt.

Portrait

Marc-Uwe Kling singt Lieder und erzählt Geschichten. Sein Geschäftsmodell ist es, kapitalismuskritische Bücher zu schreiben, die sich total gut verkaufen. Seine Känguru-Geschichten wurden 2010 mit dem Deutschen Radiopreis und 2013 mit dem Deutschen Hörbuchpreis ausgezeichnet.

Pressestimmen

"Kling erzählt formal bestechend und einfallsreich. Der aufregendste politische Roman, den ich seit langem gelesen habe.", ARD Druckfrisch, Denis Scheck, 30.10.2017

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Bewertungen unserer Kunden
Gewohnt komisch, Satire vom Feinsten!
von Lena - 14.10.2017
Bereits die Känguru Chroniken haben mich sehr gut unterhalten, dementsprechend hoch waren meine Erwartungen an "QualityLand". Eine Gesellschaft, in der die Menschen immer maschineller und die Maschinen immer menschlicher werden, gepaart mit Marc-Uwe Klings fantastischem Humor. Ich finde es super, dass es zwei Versionen des Buches gibt, schwarz und weiß. Laut Marc-Uwe ist die schwarze Version "für alle Apokalyptiker", daher war ich besonders froh, gerade diese zugeschickt bekommen zu haben. Die Gestaltung des Buches gefällt mir generell sehr gut, es liegt schön in der Hand und hat eine Art Pappkarton Umschlag. Der Aufbau der Kapitel ist sehr angenehm, die Erzählperspektive wechselt zwischen Peter Arbeitsloser und Martyn Vorstand, die alle mit ihren individuellen Problemchen zu kämpfen haben und zwischen den Kapiteln bekommt man erstklassige Internetartikel, die zu 100% ohne Product Placements oder Satire sind. Der Humor geht manchmal sehr unter die Gürtellinie, was ich schade finde, da das Buch diese Art von Witzen gar nicht nötig hat, aber insgesamt schlägt sich das in meiner Meinung nicht zu sehr nieder, das Buch hat mich definitiv überzeugt!
Witzige Gesellschaftskritik
von Biene - 06.11.2017
Marc-Uwe Kling war mir durch die Känguru-Chroniken schon bekannt (wahrscheinlich kennen ihn die meisten daher). Diese Bücher damals waren zwar unterhaltsam für mich aber auch kein Must-Read . Dieses Buch jedoch hat mich überrascht. Der Schreibstil war flüssig und angenehm zu lesen. Die Aufmachung des Buches ist schlicht und dennoch besonders - es sticht ins Auge würde ich behaupten. Bei dem Roman handelt es sich um eine Dystopie, was ich eher selten lese, da ich einfach nicht so der Fantasy- und Endzeitromantyp bin. Jedoch handelt es sich bei diesem Buch eher um eine dystopische Satire, wenn man das so sagen will. Klug, bissig und dennoch unterhaltsam greift Herr Kling hier brandaktuelle Themen auf. Ich finde das Buch regt wirklich zum Nachdenken an, vor allem in Bezug auf unseren technischen Fortschritt, der rapide voranschreitet. Mir hat das Buch sehr gefallen und ich freue mich auf weitere Bücher von ihm.
Das Leben in Qualityland
von spozal89 - 06.10.2017
Willkommen in Qualityland, einem Land das vollkommen digitalisiert und alles Ok ist. Wo du dir keine Sorgen ums einkaufen machen musst, weil Lebensmittel und andere Dinge automatisch nach deinen Bedürftnissen zu dir nach Hause geliefert werden, wo Online der perfekte Partner für dich gefunden wird oder die Autos alle selbstfahrend sind. Alles wird von Maschinen bestimmt und berechnet und dein Leben wird vom Internet begleitet. Doch ist das Leben wirklich so schön wie es klingt? Peter ist Schrottwarenhändler und bekommt eines Tages ein Produkt zugeschickt mit dem er so gar nichts anfangen kann. Da beschleicht ihn die Frage, ob vielleicht mit seinem Profil in der Gesellschaft nicht stimmt und beginnt das Ganze zu hinterfragen. Wenn im System wirklich alles so perfekt ist, wie es immer den Anschein hat, wieso werden dann so viele Maschinen zu Peters Schrottpresse gebracht? Zusammen mit ein paar ausgemusterten K.I¿s macht sich Peter auf, gegen das System und seine vorgegebenen Meinungen zu kämpfen. Ich war schon begeisteter Leser der Känguru-Chroniken, weshalb für mich klar war, dass ich Marc-Uwe Klings neuestes Werk unbedingt lesen musste. Wer den Autor kennt liebt und schätzt seinen humorvollen, satirischen Schreibstil. Auch Qualitiyland nimmt in gewisser Weise unsere heutige Gesellschaft aufs Korn, denn auch wir sind schon viel zu viel von der Digitalisierung in Beschlag genommen. Qualityland könnte demnach unsere überspitze Zukunft sein. Mit viel Witz werden wir durch eine Welt geführt, die erschreckend real wirkt. Toll fand ich das Qualitypad Pink, dass die Identität des Kängurus hatte. Qualitiyland bringt einen selbst zum nachdenken und ist für mich defintiv eines der Lesehighlights diesen Jahres.
Geistreiche und kreative Dystopie
von Larissa D. - 12.11.2017
Marc-Uwe Klings QualityLand gibt es in zwei Varianten: eine helle und eine dunkle Edition. Der Autor selbst sagt, dass es eine lustige Dystopie sei, bei der sich viel um das Thema Personalisierung in der digitalen Kommunikation handelt. Er hatte die Idee, diese zunehmende Personalisierung auf diese Art und Weise zum Ausdruck zu bringen. In beiden Ausgaben ist die Handlung gleich, nur die Nachrichtenblöcke, Werbung und Empfehlungen zwischen den einzelnen Kapiteln weichen sich voneinander ab und sollen die unterschiedliche Zielgruppen ansprechen. Marc-Uwe Kling sagt in einem Interview: Helle oder dunkle Version? Diese Entscheidung ist im Prinzip eine Jedi-Frage. Siehst du dich eher auf der hellen oder der dunklen Seite des Lebens? Mir persönlich gefällt das dunkle Cover rein optisch besser, obwohl ich von mir nicht behaupten würde, dass ich auf einer dunklen Seite des Lebens stehe. Besonders gefiel mir die gewohnt lockere und flüssige Schreibweise des Autors. Auch die Reiseführerseiten und die schwarzen Werbe- und Nachrichtenseiten zwischen den Kapiteln sind kreativ und lustig. Die Story mit ihren vielen Anspielungen auf unsere Gesellschaft, Politik und Wirtschaft ist amüsant und originell geschrieben, wenn auch mit einem Wermuttropfen im Abgang. Willkommen in QualityLand, in einer nicht allzu entfernten Zukunft: das selbstfahrende Auto weiß genau wohin man fahren will, der QualityPartner sucht einen vollkommenen Partner aus und TheShop schickt per Drohne Dinge zu, von den man noch nicht einmal selbst weiß, dass man sie haben möchte. Menschen müssen keine Entscheidungen mehr treffen, weil das System für sie denkt und die einzige Antwortmöglichkeit ist " o.k.". Arbeit, Freizeit und Beziehungen werden von Algorithmen optimiert. Doch der Protagonist Peter Arbeitsloser bekommt immer mehr das Gefühl, dass mit seinem Leben und dem System etwas nicht stimmt. Marc-Uwe Klings QualityLand ist eine feine amüsante Zukunftssatire, die mich wirklich gut unterhalten hat. Die Geschichte ist sehr scharfsinnig geschrieben. Es war mir eine Freude, dieses Buch zu lesen. Und je tiefer man in QualityLand eintaucht, desto nachdenklicher wird man. Digitalisierung ist das Wort in den politischen Debatten hierzulande. Ist das, was wir wirklich wollen und was uns auch erwartet?
Qualitätswelt?
von Ele - 05.11.2017
QualityLand, Zukunftssatire von Marc-Uwe Kling, 384 Seiten, erschienen im Ullstein Verlag. Bei vorliegender Geschichte handelt es sich um eine gesellschaftskritische Dystopie. Geschrieben im auktorialen Stil und zwei Erzählsträngen. Zum Einen die Geschichte von Peter Arbeitsloser, von Beruf Verschrotter, der eines Tages einen pinkfarbenen Delfin-Vibrator zugeschickt bekommt, den er weder bestellt, noch gewünscht und schon gar nicht mehr loswerden kann. Zum Anderen die Story um die Wahl des nächsten Präsidenten von QualityLand. In der Zukunft im QualityLand ist alles paletti, die Antwort auf alle Fragen lautet OK und alles existiert nur in Superlative. QualityLand ist kein besonderes Land - es ist das besonderste. Trotzdem kommt es Peter so vor, dass mit seinem Leben etwas nicht stimmt, er ist unzufrieden. Wenn alles so perfekt scheint, warum gibt es dann Kampfroboter mit posttraumatischer Belastungsstörung, Drohnen mit Flugangst und Großrechner mit Burnout? Das Besondere an diesem Buch ist, das es in zwei verschiedenen Ausgaben erscheint. Die helle und die dunkle Version. Zwischen den Kapiteln, die die Geschichte erzählen sind schwarze Seiten (dunkle Variante) die pessimistische Nachrichten, dazu passende Leserbriefe oder Meldungen beinhalten. In der weißen Version sind die Nachrichten dementsprechend optimistisch. Dazu kommen zwischen den "normalen" Kapiteln und zwischen hellen und schwarzen Seiten, Kapitel die QualityLand erklären - wie QualityLand funktionert, erkennbar gemacht durch die Überschrift "Qualityland" dein persönlicher Reiseführer und einfach skizzierter Landschaft. Das Buch hat mir leider überhaupt nicht gefallen, weder fühlte ich mich gut unterhalten, noch war in keinster Weise Spannung vorhanden ich konnte die Lektüre zu jeder Zeit ohne Bedauern abbrechen. Emotionslos und in einfacher Sprache, wird die Geschichte von Peter Arbeitsloser sowie dem Präsidentschaftskandidaten John of us erzählt. Dabei möchte ich dem Autor eine gewisse Art von Humor nicht absprechen, es gilt hier für mich das Zitat: "Humor ist, wenn man trotzdem lacht." Ich finde die Zukunftsvision von Marc-Uwe Kling nicht komisch, sondern Angst einflößend. Dabei war mir zu jeder Zeit bewusst, dass viele Dinge, die hier beschrieben sind, wohl in nicht allzu ferner Zukunft mit ein wenig Entwicklung und Forschung tatsächlich eintreten könnten, bzw. die es so ähnlich längst gibt. Ich finde die Scheinwelt im Cyberspace schon jetzt erschreckend genug. Wobei die Figur John of us, ein Androide oder die Bewohner von Peters Keller, verschiedene defekte künstliche Intelligenzen, menschlicher schienen als die humanen Charaktere. Vermutlich liegt es wohl daran, dass ich einfach nicht in die Ziel-Altersgruppe der Leser gehöre und kann mir vorstellen, dass das Buch jüngeren Lesern gut gefallen könnte. Fazit: Das ist der Algorhythmus bei dem ich nicht mehr mit muss, dafür von mir nur 2 Sterne.
Witzig und erschreckend, unterhaltsam und deprimierend
von Milli11 - 19.10.2017
Einerseits ist das Buch ein großer Lesespaß für alle Leute mit einem Hang zum schwarzen Humor, andererseits bleibt mir beim Lesen oft vor Schreck die Luft weg, weil ich genau solche Entwicklungen bei uns und in der Welt sehe und nicht ansatzweise weiß, wie man dies verhindern könnte. Peter Arbeitsloser, dessen Nachname sich auf den Beruf seines Vaters bezieht, lebt ein eher einfaches Leben, da er nur ein "Unter-Level-10-Mensch" ist. Die ersten Minuslevel hat er wohl schon aufgrund seines Nachnamens bekommen. Eines Tages erhält er von "TheShop" (auch hier sind die Parallelen unübersehbar) einen rosafarbenen Delphin-Vibrator, den er zwar nicht bestellt hat, aber "TheShop" weiß ja im Voraus, was seine Kunden wünschen. Peter wünscht dieses Ding nun auf gar keinen Fall und fängt an, Widerstand zu leisten, beginnt Fragen zu stellen und eigenständig Erkenntnisse zu gewinnen. Dabei helfen ihm diverse ausrangierte und defekte KI = künstliche Intelligenzen und ein paar Menschen, die sich auch außerhalb der schönen Regelwelt bewegen. Und erstaunlicherweise gelingt es ihm, Aufmerksamkeit zu bekommen. Andere Menschen schließen sich ihm an. Aber kann er etwas in Qualityland verändern, was über einen kurzen Internet-Hype hinausgeht? Das liest sich unglaublich unterhaltsam, der Autor hat so viele Hinweise und Bezüge zu aktuellen Geschehnissen eingebaut (zum Beispiel die 57-Jährige, die sich jährlich Vierlinge einsetzen lässt), dass ich immer wieder lachen musste. Sehr gut haben mir auch immer wieder die eingestreuten Kommentare von diversen Forenlesern auf den schwarzen Seiten gefallen. Aber wie können wir verhindern, dass sich unsere Welt dorthin entwickelt? Können wir das überhaupt verhindern? Wollen wir es bzw. wie viele würden das wollen? Sehr viele Menschen in Qualityland leben ja sehr gern dort. Auf jeden Fall eine Leseempfehlung von mir!
Toller Humor
von brauchnix - 16.10.2017
Qualityland ist das neue Land. Ein Land, in dem alle Menschen einen neuen Namen bekommen haben. In dem Maschinen dafür sorgen, dass die Menschen unendlich glücklich sind und keine Wünsche mehr offen bleiben. In dem THE SHOP alle Fäden in der Hand hat, weil er alles von dir weiß. Deine Vorlieben und dein Vorleben. Sie besorgen dir einen Partner, versorgen dich mit all den kleinen Dingen des Alltags, sind auf dem Sprung, auch die Regierung zu bilden. Alles ist doch so einfach und so rosig. Aber nichts ist mehr echt und menschlich. Es zählen nur noch die Punkte, die du erreichen kannst und die Wertung, die dich nach oben bringt. Peter Arbeitsloser ist der kleine Mann, der schließlich den Wunsch hat, er müsste aus diesem Hamsterrad ausbrechen. Kling zeichnet eine moderne Welt, eine nahe Zukunft, in der Drohnen Flugangst haben, Kampfroboter eine Belastungsstörung haben und die selbstfahrenden Autos dich schon mal rausschmeißen, weil sie nicht in deine Wohngegend fahren wollen. Kling ist ein Meister des bitteren beißenden Humors. Seine Realsatire lehrt den Leser das Gruseln während er Lachen muss, wie sich in dem Qualityland alles so entwickelt hat, was wir heute so selbstverständlich schon nutzen und hypen. Vorsicht vor dieser Zukunft. Sie ist näher als du glaubst. Sehr unterhaltsam und eine Leseempfehlung von mir.
Die Zukunft ist da
von Natalie - 11.10.2017
QualityLand: hier ist alles optimiert und die Bevölkerung muss sich um fast nichts mehr kümmern. TheShop weiß schon vor dem Kunden, welches Produkt er als nächstes möchte. QualityPartner weiß, er am besten zu einem passt und die selbstfahrenden Autos kennen dein Ziel. Der Maschinenverschrotter Peter ist aber nicht mehr wirklich zufrieden mit seinem Leben und möchte einigen Dingen auf den Grund gehen. Auf gewisse Weise könnte dieses Buch einen kleinen Ausblick in unsere digitalisierte Zukunft geben. Ansätze in diese Richtung gibt es heute schon zu genüge, was die ganze Sache noch erschreckender macht, denn die wenigsten möchten wahrscheinlich in einem QualityLand leben, auch wenn der Autor manche Sachen sehr überspitzt darstellt. Die Kapitel haben eine angenehme Länge. Besonders haben mir der Reiseführer für QualityLand und die Artikel einer Autorin gefallen, die noch einmal einen besseren Blick in die Welt gewährt haben. Durch die ganze Geschichte zieht sich der gewisse spitzzüngige, gesellschaftskritische Humor von Marc-Uwe Kling, wobei die Ernsthaftigkeit trotzdem spürbar ist. Es werden viele Anspielungen auf heutige Filme, Persönlichkeiten und sogar auf einen eigenen früheren Charakter von Kling gemacht. Bestimmt würde man bei einem erneuten Lesen noch mehr solcher Anspielungen finden, die einem auf den ersten Blick entgangen sind. Neben Peter spielen vor allem diverse Roboter eine wichtige Rolle im Buch. Wobei es interessant und amüsant zu lesen ist, dass diese oft wirklich mehr menschliche Züge aufweisen, als so manch menschlicher Vertreter in dieser Geschichte. Zusammenfassend war es eine interessante und unterhaltsame Lektüre, die in gewissen Maße nicht so ganz abwegig ist. Trotzdem fand ich es an einigen Stellen zu übertrieben dargestellt und es wurde fast ins Lächerliche gezogen.
zum Schlapplachen und doch mit ernsthaften Themen
von Anonym - 18.10.2017
In nicht allzu ferner Zukunft lebt ein Teil der Menschheit im QualityLand, dem besten aller Länder. Nichts wird dem Zufall überlassen, Entscheidungen sind nicht mehr nötig, allerdings auch nicht mehr möglich. Die Partnersuche wird über ein Portal gesteuert und der perfekteste ist für einen bestimmt. Je nach dem, welches Level man selbst hat, gibt es Privilegien. Maschinen, Roboter und Androide übernehmen vielerlei arbeiten und erleichtern Menschen das Leben. So soll es sein, doch Peter Arbeitsloser (die alten Berufsbezeichnungen als Nachnamen wurden aktualisiert) ist mit dem System unzufrieden. Gut, er hat einen geringen Level, wird als Nutzloser geführt, aber als der Onlinehändler TheShop den wohl versehentlich an ihn geschickten rosa Delfinvibrator nicht zurücknimmt, da das System keine Fehler macht, geht er auf die Barrikaden. Bei seiner Tätigkeit als Maschinenverschrotter hat er sein Herz an die defekten Geräte verloren und sie nicht vernichtet. Mit ihnen gemeinsam will er den Chef von TheShop zu Rede stellen. Der - so hoffentlich - Zukunftsroman, ist äußerst humorvoll geschrieben, die Themen sind jedoch sehr ernsthaft. Sehr politisch wird über Ausländer, Flüchtlinge, Wirtschaftsbosse und Machtgehabe berichtet, über ein Berufsleben, in dem die Technologie den Menschen den Sinn an der Arbeit und die Erfüllung in einem Beruf nimmt. Welche Auswirkungen das Internet und die Verbreitung der persönlichen Daten auf jeden Einzelnen hat. Ernsthaft und doch an vielen Stellen zum Schlapplachen. Grandios!
Quality Book
von inya - 04.10.2017
Ich bin ein großer Känguru-Fan und als dieser kommt man in diesem Buch auch auf seine Kosten. Der Protagonist Peter Arbeitsloser lebt in Qualityland und ist leider ein Nutzloser . So werden Menschen bezeichnet, die einen Status von unter Level 9 haben. Und so ein niedriges Level bekommt man schnell, wenn man Arbeitsloser als Nachnamen hat. Peter verschrottet Technik die kaputt ist, denn in Qualityland gibt es das Konsumschutzgesetz und dieses besagt, dass man keine Maschinen oder Technik reparieren darf. Auch weiß TheShop in Qualityland genau was du willst, deshalb bestellt der Shop auch Dinge für dich und lässt diese dann über Drohnen an dich liefern. Peter beginnt allerdings dies alles zu hinterfragen, nachdem TheShop ihm ein wirklich absurdes Ding schickt, welches so gar nicht zu ihm passt. Er fängt an auch andere Menschen zu inspirieren. Dieses Buch ist wirklich lustig geschrieben und hat so manche nette Anspielung auf die Känguru-Chroniken im Gepäck. Ein wirklich gelungenes Buch, welches auch ein wenig zum Nachdenken anregt!
Vielschichtige Satire, die es in sich hat
von kindder80er - 17.10.2017
Das Buch, das es in einer hellen und in einer dunklen Version gibt, erregt nicht zuletzt durch seinen harten Schnitt in der Buchhandlung Aufmerksamkeit. Auch weil es zwei Versionen gibt, will man wissen, wo der Unterschied liegt. Aber keine Angst, man muss sich nicht beide kaufen. Die Geschichte an sich unterscheidet sich nämlich nicht, lediglich sind die dazwischengeschalteten Werbungen und Zeitungsartikel andere. In der dunklen Version naturgemäß etwas düsterer als in der hellen, aber es gibt am Ende des Buches einen QR-Code (wie passend ;-)), die zur jeweilig anderen Homepage führt, die alle Artikel zur Übersicht hat. Da in Marc-Uwe Klings neu gesponnener Welt, QualityLand, Männer den Nachnamen vom Beruf des Vaters zum Zeitpunkt der Zeugung tragen und Frauen den von ihrer Mutter, heißt Peter mit Nachnamen Arbeitsloser . Um Peter Arbeitsloser geht es als Protagonist in diesem Buch. Peter hat Niemand zum Reden, den Niemand hört ihm wenigstens zu. Niemand ist der digitale Assistent von Peter und immer an seiner Seite. Dieser sucht von Restaurants, Speisen, Filmen, Musik bis hin zu Freunden alles für ihn aus. Das eigentlich einzige, was Peter noch selbst machen muss, ist seine Lippen auf ein Touchpad zu drücken, um zu bezahlen, denn so funktioniert das in QualityLand. Selbstfahrende Autos kutschieren die Menschen von A nach B, es sei denn, im Zielviertel wurden Jugendgangs gesichtet, die möglicherweise den Autos an den Kragen wollen - dann kann es schon mal passieren, dass sich diese weigern, weiterzufahren. Peter wohnt und arbeitet auf einer Schrottpresse und ist trotz aller Annehmlichkeiten , nämlich dass er selbst keine Entscheidungen mehr treffen muss, irgendwie unzufrieden. Die Freunde gefallen ihm eigentlich nicht und es besteht sowieso keine Bindung. Das ihm vorgesetzte Essen schmeckt ihm nicht sonderlich, aber es muss ja auch zu seinen finanziellen Möglichkeiten passen. Drohnen beliefern die Menschen mit Produkten, die die Menschen bewusst oder unterbewusst haben wollen und auch damit kann sich Peter nicht wirklich anfreunden, denn vieles davon muss er sich wohl seeeehr unterbewusst gewünscht haben... Alles will ständig bewertet werden: Die Drohnen, die Autos, das Essen, der Service. Peter gibt aus Bequemlichkeit oft die volle Punktzahl, weil alles andere eine Befragung nach sich ziehen würde, warum man jetzt nicht völlig zufrieden sei. Das alles macht schon nachdenklich, denn im Augenblick schreibe ich ja auch eine digitale Bewertung. Marc-Uwe Kling hält einem schon den Spiegel vor und es ist an jedem selbst, was er aus dieser zuweilen bissigen Gesellschaftssatire mitnimmt. Später lernen wir noch Martyn Vorstand kennen, der eigentlich einen viel längeren Nachnamen hat, aber der Einfachheit halber auf die ausführliche Version verzichtet. Er ist nicht die hellste Kerze auf der Torte und Politiker geworden. Es gibt nur noch zwei Parteien, die Qualitätsallianz und die Fortschrittspartei. Alles wirkt gleichgeschaltet. Wahlen stehen an, aber im Grunde ist eh klar, dass es wie immer auf eine große Koalition hinausläuft. (Parallelen zum hiesigen Wahlkampf sind bestimmt völlig zufällig ;-)). Aber ein neuer Kandidat sorgt für Furore... Geschichtsunterricht wurde in den Schulen abgeschafft, es gibt nur noch Zukunftsunterricht. Zudem die Fächer Body-Mass-Index und Sex-Appeal - ich könnte jetzt ewig so weiter aufzählen, denn auf jeder einzelnen Seite sind Details vorhanden, die die erschreckende Welt von QualityLand zeichnen und das Buch so interessant für mich machen. So absurd die Ideen von Marc-Uwe Kling dabei sind, trotzdem kann man sich das Szenario dank fortschreitender Digitalisierung ganz gut vorstellen. Es wird sogar richtig kafkaesk, als unser Peter versucht, ein Produkt, das er sich noch nicht einmal ganz tief unterbewusst gewünscht haben kann, zurückzugeben. Das ist ja gar nicht vorgesehen, denn das System ist schließlich unfehlbar...
Skurril und aktuell OK
von Steffi und Georg Kohl - 21.09.2017
Beim Erhalt des Buches wunderte ich mich zunächst; das Buch wurde mit einem weißen Cover vorgestellt und ich erhielt ein schwarzes Exemplar. Zunächst dachte ich, das sei vielleicht ein Vorabexemplar. Da ich ein neugieriger Mensch bin, wollte ich der Sache auf den Grund gehen und: weit gefehlt! Es gibt zwei verschiedene Buchcover: DUNKEL: FÜR APOKALYPTIKER - HELL: FÜR OPTIMISTEN. OK Kleiner Tipp von Marc-Uwe , dem Autor : Da sich mein neues Buch viel um Personalisierung und ihre Absurditäten dreht, kam mir schon früh die Idee, diese Personalisierung auch dem Roman selbst angedeihen zu lassen. Deshalb gibt es zwei unterschiedliche Ausgaben. Zwischen den eigentlichen Kapiteln, die in beiden Ausgaben identisch sind, befinden sich Empfehlungen, Nachrichten und Werbung, die voneinander abweichen. Es muss jedoch kein Leser Angst haben, etwas zu verpassen. Am Ende des Romans findet sich ein Link, der zu den Unterbrechungen der jeweils anderen Ausgabe führt. Man muss das Buch also nicht doppelt kaufen, um alles lesen zu können. OK Ich bin Optimist und habe mich aber dennoch an die Lektüre des schwarzen Exemplars gewagt. OK Die Bücher dieses Autors sind gut bekannt und lustig. Und wurde nicht enttäuscht! Auch wenn kein Känguru im Buch vorkommt. Das Thema diesmal hat uns alle schon längst im Griff. Was Kling da schildert ist erschreckend realistisch .Er beschreibt eine Zukunft, in der sich Menschen und Maschinen immer ähnlicher werden. Privates gibt es kaum noch. Es steckt aber auch immer Ernsthaftigkeit dahinter. Alles ist hier recht skurril umgesetzt mit dem bekannten Wortwitz des Autors. Wie üblich beschränkt sich Marc-Uwe Kling nicht nur auf den Text, sondern gestaltet das Buch zu einem markttauglichen Gesamtwerk. Es gibt sogar Reiseführerhinweise fürs Qualityland. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig, ein Buch für zwischendurch, weil es sich schnell "weg" liest. OK
Alles bestens in QualityLand...
von Elisabeth S. - 28.09.2017
Das neue Buch von Marc-Uwe Kling, QualityLand wäre ein sehr lustiger Zukunftsausblick - wenn wir nicht im Alltag schon sehen könnten, dass wir unaufhaltsam auf so etwas Ähnliches zusteuern! Deswegen ist es zusätzlich zu seinen sehr humorvollen Elementen auch ein warnendes Beispiel, was aktuell schon schief läuft und wo wir es nicht zu weit treiben dürfen. Wir werden als Touristen und stumme Beobachter in die neue Zeit und Welt QualityLand geführt, in der alles nicht gut oder sehr gut, sondern perfekt ist, schon von Gesetzes wegen. Wir begleiten Peter Arbeitsloser (die Nachnamen erhält man nach dem Beruf der Eltern) bei seinem halbherzigen Kampf gegen das System und den Präsidentschaftskandidaten John of Us in seinem Wahlkampf - er ist der erste Androide in der Politik. Dazwischen wird das Geschehen von Werbeeinblendungen und Nachrichten-Posts unterbrochen, die sehr dazu beitragen, dass man sich die Welt besser vorstellen kann. Bei diesem Teil des Buches wird auch interessant ob man ein helles oder dunkles Buch gekauft hat, denn diese unterscheiden sich nicht in der Handlung, sondern nur in den Einblendungen. Am Ende des Buches bekommt man einen Link unter dem man die Einblendungen der jeweils anderen Ausgabe lesen kann. Diese verschiedenen Ausgaben passen perfekt in das Konzept von QualityLand, in dem alles so personalisiert und berechnet ist, dass man, z.B. nichts mehr bestellen muss, sondern das, was man sich wünscht automatisch geliefert bekommt. Leider bekommt QualityLand von mir aber trotz allem nur 4 statt 5 Sterne. Ich finde die meisten Bestandteile dieses Buches sehr gut: die Grundidee, den logischen Aufbau der Welt, die Erzählweise, die Werbe-Einblendungen und die grafische Gestaltung des Buches. Doch das wichtigste - die Handlung - gerät für mich etwas zu sehr in den Hintergrund. Neben dem Aufbau der schillernden neuen Welt bleibt am Ende doch das Gefühl, dass es nur wenig Entwicklung gab und wir, trotz einiger - mehr oder weniger halbherziger - Versuche etwas zu verändern, wieder genau da sind, wo wir begonnen haben. Das hat mich am Ende etwas enttäuscht. Ich habe bei Büchern, die ein für mich so unerwünschtes Bild von der Zukunft zeigen, immer die Hoffnung, dass am Schluss alles in sich zusammenbricht und eine normalere Welt einkehren kann. Das ist hier überhaupt nicht der Fall. Das System wurde zwar infrage gestellt und kritisiert - trotzdem ändert sich nichts und keinen scheint es zu stören. Alles in allem ist QualityLand ein sehr gelungener Zukunftsroman, der satirisch die aktuellen technischen Entwicklungen und Personalisierungsbestrebungen, die den Nährboden für das, was in QualityLand Realität ist, bilden, aufs Korn nimmt. Absolut lesenswert - aber hinterher ist man ein bisschen paranoider als zuvor. ;)
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