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Was man von hier aus sehen kann

Roman. mit farbigem Vorsatz und Lesebändchen.
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Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Unklar ist allerdings, wen es treffen wird. Davon, was die Bewohner in den folgenden Stunden f&u... weiterlesen
Buch

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Produktdetails
Titel: Was man von hier aus sehen kann
Autor/en: Mariana Leky

ISBN: 3832198393
EAN: 9783832198398
Roman.
mit farbigem Vorsatz und Lesebändchen.
DuMont Buchverlag GmbH

Juli 2017 - gebunden - 314 Seiten

Beschreibung

Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Unklar ist allerdings, wen es treffen wird. Davon, was die Bewohner in den folgenden Stunden fürchten, was sie blindlings wagen, gestehen oder verschwinden lassen, erzählt Mariana Leky in ihrem Roman. >Was man von hier aus sehen kann< ist das Porträt eines Dorfes, in dem alles auf wundersame Weise zusammenhängt. Aber es ist vor allem ein Buch über die Liebe unter schwierigen Vorzeichen, Liebe, die scheinbar immer die ungünstigsten Bedingungen wählt. Für Luise zum Beispiel, Selmas Enkelin, gilt es viele tausend Kilometer zu überbrücken. Denn der Mann, den sie liebt, ist zum Buddhismus konvertiert und lebt in einem Kloster in Japan ...

Trailer

Portrait

Mariana Leky studierte nach einer Buchhandelslehre Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Bei DuMont erschienen der Erzählband >Liebesperlen< (2001), die Romane >Erste Hilfe< (2004) und >Die Herrenausstatterin< (2010) sowie >Bis der Arzt kommt. Geschichten aus der Sprechstunde< (2013). Sie lebt in Berlin und Köln. Mit ihren ersten Erzählungen gewann sie den Allegra Preis 2000. Für den 2001 bei DuMont erschienenen Erzählband >Liebesperlen< wurde sie mit dem Niedersächsischen Literaturförderpreis und dem Stipendium des Landes Bayern ausgezeichnet. 2005 wurde sie für ihren Roman >Erste Hilfe< mit dem Förderpreis für junge Künstler in der Sparte Dichtung/Schriftstellerei des Landes NRW ausgezeichnet.

Pressestimmen

"Das ist ein wunderbares, kluges, amüsantes, tiefsinniges Buch." Manuela Reichart, DEUTSCHLANDFUNK KULTUR "Es [ist] Mariana Leky gelungen, mit 'Was man von hier aus sehen kann' wohl eines der beglückendsten Bücher des Jahres zu schreiben. [...] Auf jeder Seite sind mindestens drei Sätze, die man anstreichen, abschreiben oder jemandem vorlesen möchte." Judith Liere, STERN "Schmerz und Tod und Liebe sind in diesem Buch eng miteinander verflochten." Jörg Magenau, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG "Eines der besten Bücher dieses Jahres" Nicola Steiner, SRF 1 BuchZeichen "Dies ist ein Roman, der auf ganz leisen Sohlen angeschlichen kommt, um einen fest zu packen und dann bis zum Schluss nicht mehr loszulassen. [Nach der Lektüre] vermisst man die Gestalten aus Lekys Buch, weil sie trotz aller Fantastik des Romans so echt wirken, wie man es selten in der Literatur antrifft." Meike Schnitzler, BRIGITTE "Zum Lachen, zum Weinen, zum wieder an die Liebe glauben! Eine wunderliche und wunderbare Mischung aus Anna Gavalda und Alina Bronsky, der unkitschigste und dennoch romantischste Liebesroman des Sommers!" Karla Paul, ARD Buffet "[Lekys außergewöhnliche Sprache] ist überraschend, komisch, voller unerwarteter Verknüpfungen." Claudia Lehnen, KÖLNER STADT-ANZEIGER "Sprachlich brillant" HAMBURGER MORGENPOST "Es ist eines dieser Bücher, die glücklich machen können. Niemals kitschig, niemals oberflächlich. Klug und einfühlsam und mit glühender Liebe zur Sprache." Bianca Schwarz, HR2 KULTUR "Das Buch hat alles. Es ist witzig, traurig, und die Autorin geht sehr liebevoll mit den Charakteren um, die sie beschreibt." Florian Langhoff, RP-ONLINE "Lesen sollte man es vor allem, um sich von Mariana Lekys grandioser Sprachkunst immer wieder überraschen zu lassen." Katharina Mahrenholtz, NORDDEUTSCHER RUNDFUNK "Ein empfehlenswertes Buch über ein Dorf im Westerwald und auch darüber, dass man im rechten Augenblick nie sagen kann, was man sagen müsste." Jörg Plath, DEUTSCHLANDFUNK KULTUR Lesart "Lesen sollte man [das Buch] vor allem, um sich von Mariana Lekys grandioser Sprachkunst immer wieder überraschen zu lassen." Katharina Mahrenholtz, NDR KULTUR "Wahnsinnig poetisch [...]. Ein Märchen für Erwachsene." Petra Hartlieb, ORF FERNSEHEN heute leben "Selten habe ich ein gleichzeitig so lustiges wie tiefgründiges Buch gelesen. Solche Bücher sind rar. Sie lassen einen über die Seltsamkeiten und kleinen Wunder des Lebens nachdenken - wie der Anblick eines Okapis." Thomas Böhm, RADIOEINS Die Literaturagenten "Gönnen Sie sich etwas Gutes." Gérard Otremba, SOUNDSANDBOOKS.COM "'Was man von hier aus sehen kann' von Mariana Leky; bis jetzt eines der besten Bücher des Jahres." Kirsten Guthmann, RADIO 91.2

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Ein ganz besonderes Buch
von Hedda Freier, Buchhandlung Hugendubel Flensburg - 31.07.2017
Die alte Selma hat wieder von einem Okapi geträumt. Alle im Dorf wissen, das bedeutet, das jemand sterben wird. Aber keiner weiß wer. Wie die Menschen damit umgehen, ihre Ängste, ihre Hoffnungen, davon ist in diesem Roman die Rede. Und von der Liebe. Liebe ist nicht immer einfach. Das Buch erzählt von einer Liebe über viele tausende von Kilometern, aber manchmal ist die Liebe ganz nah und wird doch nicht wahrgenommen. Mariana Leky beschreibt diese vielfältigen Arten der Liebe. Kurze Sätze und die Worte, mit denen sie diese Liebe beschreibt, machen diesen Roman zu etwas ganz besonderem. Die Handlung dieses Romanes erleben wir aus der Sicht von Luise, sie ist die Enkeln von Selma. Wir erleben sie als 10-jähriges Kind und begleiten sie bis ins Erwachsenenalter. Ein Roman, der mich begeistert hat. Ich vergebe 5 Sterne.
Sigrun Richter
Unbedingt lesen!
von Sigrun Richter - 05.08.2017
Dieses Buch hat mich gefangen genommen, manchmal zum Lächeln und auch ein bisschen zum Weinen gebracht. Warum? Weil es eine unglaublich warmherzige und in einer wunderbaren Sprache erzählte Geschichte ist. Eine Geschichte vom Leben und Lieben mit sehr eigenwilligen Protagonisten , mit kleinen Macken und viel Herz. Viel Spaß damit!
Bewertungen unserer Kunden
Ein ungewöhnliches Buch!
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Das Buch hat mich durch sein ungewöhnliches Cover aufmerksam gemacht, entsprechend gespannt war ich also, ob es mich dann auch überzeugen kann. Zum Inhalt will ich gar nicht viele Worte verlieren, da die Geschichte um Selma, Luise und die anderen Dorfbwohner eigentlich nur den Rahmen dafür bildet, was in dem Buch wirklich wichtig ist. Wenn Selma von einem Okapi träumt, stirbt innerhalb des nächsten Tages jemand. Dies bringt jeden im Dorf dazu, nachzudenken: über sich, sein Leben und vor allem über Gefühle: Liebe, Vertrauen, Schmerz, Trauer... Dieser Fokus auf menschliche Emotionen prägt das ganze Buch. Mariana Leky verzichtet dabei allerdings auf komplizierte Formulierungen, sondern formuliert leicht und eingängig, wenn auch teils sehr eigenwillig mit Wortschöpfungen, die einen manchmal beim Lesen stutzen lassen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich habe einige Zeit zum Lesen gebraucht, aber das lag wohl daran, dass ich immer wieder einzelne Abschnitte Revue passieren lassen musste und mich etwas länger mit dem gelesenen auseinandergesetzt habe. Von mir gibt es volle 5 Sterne für dieses Buch und eine eindeutige Leseempfehlung!
Ein Roman wie eine Symphonie
von solveig - 09.07.2017
"Eine herrliche Symphonie aus Grün, Blau und Gold" - so erscheint den Bewohnern dieses kleinen Dorfes im Westerwald ihre Heimat: Tannen, Getreideähren und der Himmel, der sich darüber spannt. Schlicht und gleichzeitig einzigartig wie der Blick von der Uhlheck am Rande des Waldes scheint auch das Leben der Dorfbewohner zu verlaufen. Im Mittelpunkt steht Luise, welche die kleinen und großen Ereignisse im Dorf aus ihrer ganz persönlichen Sicht schildert und kommentiert. Ihre wichtigsten Beziehungspersonen sind ihre Großmutter Selma und der Optiker des Dorfes, die seit Luises frühester Kindheit für sie da waren, in ihren Augen gewissermaßen die Welt erfunden haben, und ihr Schulfreund Martin. Liebe, Verständnis und Freundschaft prägen Luises Kindheit und ihre Entwicklung zur jungen Frau, aber auch Aberglaube, Enttäuschung und Trauer begleiten sie. Luises Großmutter Selma wird die Gabe des Wahrträumens nachgesagt: wenn sie von einem Okapi träumt, stirbt ein Bewohner der kleinen Dorfgemeinschaft. Als Luise zehn Jahre alt ist, erscheint Selma im Traum wieder ein Okapi¿ Mit bezaubernder Leichtigkeit, gewürzt mit einer Prise Humor, erzählt Mariana Leky von diesem Mikrokosmos. Dorfgeschehnisse, Eigenarten der Einwohner und ihr Alltagsleben fügt sie kunstvoll zu einem harmonischen Gesamtbild zusammen. Man spürt die Wärme und Anteilnahme der Autorin, die Feinfühligkeit in ihren Schilderungen der einzelnen Dorfbewohner, ihrer Eigenschaften und Gewohnheiten. Trotz all ihrer unterschiedlichen Stärken, Schwächen und Probleme zeigen sie dennoch eine echte Verbundenheit und Solidarität. Leky gelingt es mit detaillierten Beschreibungen und genauer Beobachtung meisterhaft, diese kleine Dorfgemeinschaft vor unseren Augen lebendig werden zu lassen: ein Zusammenspiel diverser Charaktere, die sich zu einer Einheit, einer "Symphonie" zusammenfinden. Das Buch erzählt nicht von Menschen oder Ereignissen, die die Welt verändern. Doch es sind gerade die alltäglichen, scheinbar unbedeutenden Dinge, die das Leben von Menschen nachhaltig bestimmen. "Was man von hier aus sehen kann" : ein Roman, der tief berührt und lange nachhallt.
Ein Dorf im Westerwald und seine unterschiedlichsten Menschen
von Josef - 27.07.2017
Das Buch "Was man von hier aus sehen kann" ist der Autorin Mariana Leky aus meiner Sicht voll und ganz gelungen und wird sicherlich ein Bestseller. Es ist das Porträt eines Dorfes und seine Menschen. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Luise. Diese beginnt im April 1983, Luise ist im vierten Schuljahr. Luises Großmutter Selma kann den Tod vorhersehen, es stirbt immer jemand aus dem Dorf innerhalb von 24 Stunden wenn sie von einem Okapi träumt - und das ist in der Nacht zum 18. April 1983 der Fall gewesen. Selma versucht es am Morgen danach erst mal zu überspielen, schafft es aber nicht lange. Luise erfährt es als erster aber nach und nach weiß es jeder aus dem Dorf. Und jeder hat (mehr oder weniger) Angst, denkt über sein Leben nach und versucht das ein oder andere noch richtig zu stellen - man könnte ja betroffen sein. Dass es dann ausgerechnet Luises besten Freund Martin traf, machte mich sehr betroffen. Aber: das Leben geht weiter, auch wenn Luise nach diesem tragischen Unfall gar nicht mehr aufwachen wollte. Der Leser begleitet Luise über viele Jahre hinweg und die Geschichte wird an keiner Stelle langweilig. Die betroffenen Personen hatte ich bildlich vor Augen, so gut sind diese und ihre Charaktere beschrieben. Selma und ihre verblüffende Ähnlichkeit mit Rudi Carrell, der Optiker und viele Personen mehr. Das Cover zeigt ein Okapi im schlichten schwarz-weiß, der Buchtitel sticht jedoch mit großen in Rot gedruckten Farben hervor. Das Buch im Ganzen ist sehr edel gestaltet. Ein lesenswertes Buch voller Gefühle, mit Witz und Ironie sowie ungeschminkter Ernsthaftigkeit
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von Gisela Block - 24.07.2017
Sie werden sich bei der Lektüre dieses Buches sofort in die Protagonisten verlieben ! Garantiert ! Diese hinreissende Familiengeschichte spielt in einem kleinen Dorf im Westerwald und wartet mit den sympathischsten und skurrilsten Dorfbewohnern auf, die man sich hierzulande vorstellen kann. Hauptperson ist Luise, die wir im Alter von 10 Jahren kennenlernen und bis ins Erwachsenenalter begleiten, ihre Großmutter Selma und viele Dorfbewohner, die alle liebevoll skizziert sind und eine kleine Macke haben. Aber genau das macht den Roman so bezaubernd und zu einem großen Lesevergnügen. Eine der gelungensten Neuerscheinungen des Jahres ! Unbedingte Leseempfehlung !
Wir sehen jetzt anders
von steffi Kohl - 18.07.2017
Ich kenne das Buch "Bis der Arzt kommt: Geschichten aus der Sprechstunde" von der Autorin und freute mich auf ein anders scheinendes Buch von ihr. ¿"Wenn man etwas gut Beleuchtetes lange anschaut und dann die Augen schließt, sieht man dasselbe vor dem inneren Auge noch mal, als unbewegtes Nachbild, in dem das, was eigentlich hell war, dunkel ist, und das, was eigentlich dunkel war, hell erscheint. ¿" -Toller Einstieg, unglaublich, wie diese Autorin Bilder im Kopf entstehen lässt. Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Unklar ist allerdings, wen es treffen wird. Humor und Augenzwinkern schon zu Beginn des Buches , wenn man die Verbindung zwischen Okapi und Westerwald ziehen will. Das Cover hilft dabei nicht unbedingt. Zauberhaft geschrieben, lebendig, emotional, die Erzählweise von Mariana Leky ist leicht und anmutig. Manchmal fühlt man eine Art englischen Humor in ihren Zeilen. Wir lernen Luise, Selmas Enkelin, kennen und verfolgen ihre Entwicklung vom Kind zur jungen Frau. Luise ist manchmal einsam, dann wieder glücklich - die Autorin schafft es ausgezeichnet, den unterschiedlichsten Stimmungen, nicht nur von Luise nachzuspüren. Man kann während der Lektüre dieses Romans viel mehr sehen als der Titel verrät; Was man von hier aus sehen kann. Diese Geschichte bringt uns zum Schmunzeln, aber beschert uns auch interessante Erkenntnisse über unser eigenes Leben.
Die Kunst des Wörterjonglierens
von heinoko - 22.07.2017
Wunderbar, großartig, bewegend, ein Juwel, meisterhaft, ergreifend, unauslotbar, ein Kleinod - ich kann gar nicht aufhören zu schwärmen von diesem überragenden Buch! Wenn die alte Selma, die aussieht wie Rudi Carell, von einem Okapi träumt, wird innerhalb der nächsten 24 Stunden jemand aus dem Dorf sterben. Und alle aus dem Dorf rüsten sich in diesem Fall auf sehr individuelle Weise, um entweder vorbereitet zu sein auf den Tod oder sich vor ihm zu verbergen. Dieser trivial-geniale Ausgangspunkt eröffnet ein Kaleidoskop an Geschichten, an kleinen und großen Geschichten, an Geschichten, die so schmerzhaft sind, dass man ganz schnell die Seiten wegliest, bis man ein paar Seiten später all die Verletzungen einfach weglacht, und Geschichten, die so gut tun, dass man die Zeilen immer und immer wieder liest, um nichts von diesen Wohltaten je zu verlieren. Überhaupt: Man möchte Satz um Satz festhalten und nicht mehr loslassen. Was für eine wunderbare Sprache, präzise und lyrisch in einer ungewöhnlichen Kombination. Gibt es zum Beispiel ein schwärzeres, grausameres Schwarz als das Wort "kranzschleifenschwarz", so endgültig und tief. Oder wer hätte nicht sofort ein Bild vor Augen, wenn Teppichfliesen wie Rauhaardackelfell beschrieben werden. Ich bin fasziniert von der Autorin und ihrer großartigen Gabe, mit Wörtern zu jonglieren und uns dabei wie mit einer überaus scharf geschliffenen Brille eine prismengenaue, dabei aber unendlich tolerante Sicht auf die Welt, auf die Menschen, auf all die alltäglichen Merkwürdigkeiten um uns herum zu gewähren. Und dies nicht mit einer drögen Ernsthaftigkeit, sondern mit einer gelassenen Heiterkeit. Meisterhaft!
Ein tolles Buch!
von Kunde - 28.07.2017
Was man von hier aus sehen kann von Mariana Leky handelt nicht nur von Selma und ihren Träumen von Okapis nach denen jemand stirbt. Es handelt vielmehr von skurrilen, liebenswürdigen Menschen und der Zwischenmenschlichkeit, die sich nach einem Tod entwickelt. Das Buch wird nicht unbedingt von Spannung vorangetrieben, sondern von den Figuren und der Sprache - und das ist wirklich großartig! Zu Beginn war ich etwas skeptisch, doch nachdem ich mich auf die Erzählweise eingelassen und ich mich an sie gewöhnt hatte, war es eine Freude zu lesen. Dies liegt nicht zuletzt an den sprachlichen Bildern, vor allem der unglaublich metaphorischen Sprache. Dies macht den Roman zu einem Fenster durch das man eine Geschichte beobachten und nicht nur lesen kann. Der Roman umfasst 315 Seiten, doch man hat wegen der großen Handlungsbögen das Gefühl, man würde die Charaktere viel länger begleiten. Meine einzigen Kritikpunkte waren (sie lösten sich auf): Am Anfang habe ich mich gewundert, wie altklug die 10-jährige Erzählerin erzählt, doch der Irrtum klärte sich auf. Und auch die Figuren, die ich zu Beginn flach fand und dich ich mir wenig bildlich vorstellen konnte, nehmen Gestalt an. Dieses Buch ist sentimental geschrieben, besticht durch eine tolle, auf andere Art humorvolle Sprache und es ist wunderschön geschrieben. Was man von hier aus sehen kann ist das beste Buch, das ich bisher in diesem Jahr gelesen habe.
Wiese, Weide, Weide - und ein Leben im Westerwald
von jenvo82 - 01.07.2017
"Wenn wir etwas anschauen, kann es aus unserer Sicht verschwinden, aber wenn wir nicht versuchen, es zu sehen, kann dieses etwas nicht verschwinden." Inhalt Luise erzählt: von ihrem Freund aus Kindertagen, der auf dramatische Art und Weise ums Leben kam, von ihrer Großmutter Selma und deren absonderlicher Fähigkeit, den Tod in Form eines Okapis in nächtlichen Träumen vorauszusehen, vom Optiker, der ihre Großmutter liebt und unvollendete Briefe sammelt, von Elsbeth, Marlies, Herrn Rödder und dem buddhistischen Mönch Frederik. Und von ihrem Leben in einem kleinen Dorf im Westerwald, dessen Ausmaße nicht mehr ausmachen, als einen Waldrand, einen Bach, wenige Läden und die Uhlheck. Luise erzählt Banales und verpackt darin die Welt, sie schildert das Dorfleben im Alltäglichen und zeigt, wie es sich lebt, wenn man von Menschen umgeben ist, die alles andere als perfekt sind und dennoch so authentisch und notwendig, dass man sie im eigenen Leben nicht missen möchte. Luise beschreibt, wie wertvoll es ist, wenn man voll und ganz da ist, für sich selbst, für andere und für eine Gemeinschaft. Meinung Dieses Buch aus der Feder der deutschen Autorin Mariana Leky hat mich voll und ganz überzeugt und darüber hinaus noch überrascht. Selten habe ich ein Buch gelesen, in dem aus so wenig Handlung, so viel gemacht wurde. Denn im Nachhinein betrachtet, passiert in diesem Text nicht viel mehr als das ganz alltägliche, routinierte Leben, gespickt mit ein paar äußerst herkömmlichen Begebenheiten (Geburtstage, Hochzeiten, Todesfälle), die fast gar nichts besagen und lediglich einen Blick auf die Vergänglichkeit der Zeit offenbaren. Und doch habe ich jede Zeile dieses Romans genossen und so viel mehr zwischen den Zeilen entdeckt, als ich erwartet habe. Zunächst einmal überzeugt der Roman mit einer gekonnt gewählten Erzählperspektive, die es ermöglicht auch die zahlreichen, kauzigen Nebencharaktere ins rechte Licht zu rücken. Trotz einer Vielzahl an Protagonisten fällt es dem Leser leicht, die einzelnen Personen auseinanderzuhalten und die Ereignisse aus Vergangenheit und Gegenwart in den richtigen Zusammenhang zu bringen. Die Dorfgemeinschaft wird aufs Beste charakterisiert und die Autorin legt großen Wert auf eine bewusste Rollenverteilung und eine klare Aussage bezüglich der geschaffenen menschlichen Charakterzüge. So findet man den bibelfesten Alkoholiker, dem das Leben den Inhalt raubte. Die abergläubische Frau mit dem Hang zu ausgefallener Garderobe und schlauen Lebensweisheiten, den pragmatischen Optiker, der immer präsent ist, wenn man ihn braucht, den Weltenbummler, der auf der Suche nach neuen Eindrücken seine Heimat immer wieder verlässt und sogar einen Hund, der mehrere Leben hintereinander lebt und den so schnell nichts aus der Bahn wirft. Dieses Zusammenspiel macht den Reiz des Buches aus, weil es ebenjene Menschen sind, die der Geschichte ihren Charme einhauchen. Ausgesprochen gut gefallen hat mir auch die Emotionalität des Buches. Durchgehend humorvoll geschrieben mit sympathischen Witzeleien, ohne Klamauk und dann wieder vor allem im zweiten Teil des Romans mit tieftraurigen Begebenheiten, die mich zu Tränen gerührt haben und dennoch vollkommen ohne Kitsch und Klischee auskommen. Es sind auch diese kleinen Feinheiten, die Gefühlsregungen, die dieses Buch ausmachen, die tiefe Weisheiten vermitteln, die mich an die Vergangenheit und die Zukunft denken lassen und die eine Frage im Hintergrund formulieren, die da heißen könnte: "Was wird bleiben von Dir? Wem hast Du deine volle Aufmerksamkeit geschenkt? In wessen Leben warst Du anwesend? Und wie erinnerst Du dich an die wichtigen, prägenden Personen deiner eigenen kleinen Welt? Fazit Für mich war dieser Roman ein Lesehighlight, dem ich gerne 5 Sterne und eine besondere Auszeichnung verleihen möchte zum "Buch-der-alltäglichen-Besonderheit". Eine schlichte, einfache Welt, die nur dadurch wirkt, wie sich die Menschen in ihr verhalten. Ein Buch ohne große Thematik, fast ohne Existenz einer Außenwelt, welches sich mit menschlichen Entscheidungen im Positiven wie im Negativen auseinandersetzt und von verpassten Chancen ebenso erzählt, wie von beeindruckenden Leistungen. Die Lektüre kommt ohne Politik, ohne Gott, ohne Glanz und Glamour aus und hinterlässt doch einen hellen Schein, der noch lange nachstrahlt. Absolute Leseempfehlung!
Was mir das Buch sagen will, bieb mir verborgen
von brauneye29 - 03.07.2017
Zu Inhalt: Selma kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Unklar ist allerdings, wen es treffen wird. Davon, was die Bewohner in den folgenden Stunden fürchten, was sie blindlings wagen, gestehen oder verschwinden lassen, handelt dieses Buch. Meine Meinung: Nun ist das Buch gelesen und ich frage mich nach wie vor, was mir dieses Buch sagen soll. Ich erkenne es einfach nicht. Ja, es ist nicht schlecht geschrieben und liest sich flott weg, aber irgendwie fehlt mir hier einfach der Sinn. Vielleicht war es einfach kein Buch für mich, obwohl ich gerne auch mal außergewöhnliche Bücher lese. Und dieses war sicher außergewöhnlich, aber am Ende für mich eher nichtssagend. Fazit: Hat mich nicht erreicht.
Überraschend wundervoll
von lesebiene - 04.07.2017
Der Autorin gelingt es auf bewundernswerte Art und Weise , so unterschiedliche und so lebendige Charaktere zu erschaffen !Auf der einen Seite , die sympathischen , warmherzigen Menschen und dann gibt es da die anderen . Die den Leser aufregen , sodass man sie am liebsten einmal schütteln würde . Man liest diese Geschichte nicht nur , man erlebt sie !  Der Schreibstil der autorin ist so wundervoll und hat etwas so tiefgründiges, philosophisches , dass man als Leser , jedes Wort in sich aufsaugen möchte , weil es so viel enthält . Dieses Buch ist kein Buch , welches man verschlingt , denn man genießt es zu zuhören und ihn erzählen zu lassen . Jedes Wort in diesem Buch , ist auf eine Art kostbar und so lehrreich !  In diesem Buch habe ich geweint , gelacht und so viel nachgedacht wie selten .  Der Autorin schafft es , den Leser in der schlimmsten Situation zum Schmunzeln zu bringen .  Allerdings sah ich auf den letzten 50 Seiten alles nur noch verschwommen , denn dieses Buch hat mich zutiefst berührt .  Ich musste am Schluss sehr weinen , nicht weil dieses Buch so traurig gewesen wäre (Vielleicht auch das , aber dies muss man wohl selbst herausfinden ) , sondern weil mir all die anderen Charaktere fehlen werden !  Fazit :  Dies ist das wundervollste und beste Buch , welches ich je gelesen habe . Man muss dieses Buch einfach gelesen haben ! Man muss sich einfach , die Welt aus dieser Sicht erklären lassen . Der Leser , muss sich auf dieses Buch einlassen , aber dann ..., wird er es lieben
Eine Zeitreise durch das Leben
von claudi-1963 - 21.07.2017
Wenn wir etwas anschauen, kann es aus unserer Sicht verschwinden, aber wenn wir nicht versuchen, es zu sehen, kann dieses etwas nicht verschwinden (Auszug aus dem Buch) Ein kleines Dorf im Westerwald, immer wenn Selma in der Nacht von einem Okapi träumt, dann gab es innerhalb von 24 Stunden jemanden, der Tod war. In dieser Nacht hatte Selma wieder von einem Okapi geträumt und alle die Selma kannte überdachten jetzt ihr Leben und blieben zu Hause, aus Angst es würde was geschehen. Nur Selma nicht, den sie dachte, dass es einfach Zufall war, das jemand nach diesem Traum starb. Der Optiker besah sich seine Liebesbriefe, die er nie Selma gegeben hatte und überlegte sich, ob er Selma nun endlich alles gestehen sollte. Doch als nach Ablauf der Zeit nichts geschah, waren alle froh darüber, den keiner konnte ja ahnen, dass der Tod sich diesmal länger Zeit nahm. Auch konnte keiner ahnen, dass es jemanden treffen würde, bei dem man es nicht erwartet hätte. Dann gibt es noch Luise die Enkelin von Selma um die sie sich kümmert, weil ihre Eltern keine Zeit für sie haben. Luises Mutter lebt mit Antonio dem Eisverkäufer zusammen und ihr Vater tingelt in der Welt herum, weil er im Dorf nicht vergammeln wollte. Luise kümmert sich um Alaska den Hund, der schon sehr alt ist, liebevoll seit ihr Vater auf Reisen ist. So begeben wir uns auf Luises Zeitreise, in dem Leben, Tod, Freundschaft, Träume, Trauer und die Liebe eine große Rolle spielen. --- Meine Meinung: Ich musste mich am Anfang mit der etwas eigenwilligen Sprache der Autorin anfreunden, doch dann war es ein Buch, das mich immer mehr angesprochen hat. Der Schreibstil ist sehr gut, aber auch eigenwillig und anders, mit so viel Esprit das es mich manchmal sprachlos machte und mit so viel Witz das ich oft schmunzelnd über dem Buch saß. Die Autorin besitzt meiner Ansicht nach viel an Lebenserfahrung, das man so ein Buch schreiben kann. Die Menschen und der Ort in diesem Buch könnten im Grunde überall sein, den es spiegelt, das Leben, das jeder führen könnten. Luise und Selma sind mir am Ende richtig ans Herz gewachsen, weil man über die beiden am meisten erfährt. Auch hier in dieser Geschichte schlägt das Schicksal wie im wahren Leben erbarmungslos zu und man leidet und hofft mit Luise und ihren Freunden. Es handelt sich bei diesem Buch nicht um ein Kriminalfall, sondern es geht wahrlich um das Leben, Tod, Träume, Trauer, Freundschaft, Liebe und was daraus entsteht oder wie es gelebt wird. Genauso seltsam wie das Okapi, sind diese Menschen die uns in dieser Geschichte begegnen. Der Roman bei dem wir mehr die Welt hineinlassen, bekommt von mir 5 von 5 Sterne.
Das abwegige Okapi
von Anonym - 16.07.2017
Heben Sie sich schon einmal näher mit dem Okapi beschäftigt? Oder sind gehen Sie im Zoo nur halbherzig schauend an dem Tier vorbei? Schade. Spätestens nach der Lektüre dieses wunderbaren Buches werden Sie einen genaueren Blick auf dieses wahrhaft merkwürdige Tier werfen..versprochen. Selma träumt, wie jeder Mensch. Doch wenn die ältere Frau von einem Okapi träumt, ändert das in der kleinen Gemeinde den Lauf der Dinge. Denn innerhalb von 24 Stunden wird jemand sterben. Nun, zum Trost sei erwähnt, dass Selma sehr selten von diesem abwegigen Tier träumt. Aber als es wieder so weit ist, verbreitet sich die schlechte Nachricht schneller als das Licht unter den Menschen. Letzte Worte werden verfasst, man denkt über sein Leben nach, schreibt noch einmal einen Brief und will radikal sein Leben ändern. All das bewirkt die unklare Botschaft vom Tode bei den Menschen. Bis auf wenige Ausnahmen hofft jeder, nicht der oder die Auserwählte zu sein. Und so spinnen sich um diesen merkwürdigen Traum all die Fäden, die dieses Buch beleben und so herzlich machen. Verheimlichte Liebe, Rachegelüste oder verborgene Träume werden in diesen 24 Stunden zum Leben erweckt. Doch der Tod kennt zum Einen keine Uhrzeit, zum Anderen ist er launisch. So trifft es diesmal eine Person, die niemand auf der Rechnung hatte. Und genauso wie die Ankündigung des Todes bewirkt auch der Tod selbst viele Veränderungen. Menschen werden gläubig, andere verzeihen einander. Doch so schlimm und tragisch jeder Verlust ist, die Zeit läuft weiter und die Erde dreht sich immerzu... Voller Wortwitz und herrlichen Satzkonstruktionen nimmt das Buch einen auf eine Reise in die Erfahrungszone, die man allzu gerne verdrängt: Tod und Verlust. Doch ohne sentimental oder kitschig zu werden, sondern feinfühlig mit viel Humor, gibt das Buch Hoffnung. In jedem Ende steckt auch ein Anfang, Menschen finden zueinander, besinnen sich auf den Kern des Lebens und der Liebe. Den einen ereilt der Tod zu früh, manch anderer (im Buch herrlich symbolisch Alaska, ein riesiger Hund) scheint nie zu sterben. Es gibt keine Garantie. Das einzige was bleib, ist zu leben, all die Freuden zu erleben, die diese Welt zu bieten hat. Das Leben ist zu kurz und wertvoll, um es mit Hass und Frust zu verbringen. Nehmt euch Mut, gesteht euch eure Liebe und atmet jeden Atemzug mit Inbrunst. Danke für dieses wundervolle Buch!
Literarische Perle
von forti - 12.07.2017
Cover und Klappentext lassen nicht vermuten, dass es sich bei Was man von hier aus sehen kann tatsächlich um eine echte literarische Perle handelt. Die eigentliche Handlung ist hierbei recht übersichtlich - im Mittelpunkt stehen meiner Meinung nach die beteiligten Personen, die Stimmung und die Sprache, in der der Roman abgefasst ist. Der Leser begleitet die Ich-Erzählerin Luise von ihrer Kindheit bis in ihre 30er. Handlungsort ist ein kleines Dorf im Westerwald. Hier finden sich neben Luise und ihrer Oma Selma noch einige andere mehr oder weniger schrullige Bewohner, die sehr liebevoll beschrieben werden. Buddhismus, Christentum und Aberglaube - all dies findet sich in Luises Umfeld. Es wird allerdings nie wirklich spirituell - in kleine Häppchen verpackt, niemals belehrend oder gar missionierend lesen sich auch diese Themenaspekte ziemlich unterhaltsam. Die Sprache, in der das Buch verfasst ist, hat ihren eigenen Klang, ihr eigenes Tempo. Mir hat das sehr gut gefallen. Ein überaus lesenswerter Roman über das Leben, den Tod, die Liebe.
Ein Buch der leisen Zwischentöne
von Gisel - 18.07.2017
Wenn die alte Selma von einem Okapi träumt, stirbt im Dorf jemand innerhalb der nächsten 24 Stunden. Bis dahin beginnen alle Bewohner, sich darauf vorzubereiten, dass die Reihe an ihnen wäre zu sterben; sie wollen gestehen, etwas wagen oder verschwinden lassen. Selmas Enkelin erlebt das mit, und die Autorin lässt das Leben mit Selma und Luise und den anderen Dorfbewohnern vor den Augen des Lesers entstehen. Jeder der Bewohner hat seine ganz besonderen Eigenheiten, so dass ein äußerst interessantes Bild dieses Örtchens entsteht, in dem das Leben durch Pflichtgefühl, aber auch eine besonders liebevolle, wenn auch unterschwellige Verbundenheit geprägt ist. Wie das Okapi, das so zusammengestupft erscheint aus Teilen von Zebra, Rind, Giraffe und Maus, so finden sich auch die scheinbar so unterschiedlichen Dorfbewohner zu einem Gemeinsamen zusammen. Es ist ein Roman der leisen Töne, den die Autorin Mariana Leky erzählt, oft mit einem Augenzwinkern, einem Hang zum Skurrilen, immer aber mit einer besonderen Sympathie für jeden ihrer Personen in dieser Geschichte. Ihr Markenzeichen ist das scharfe Beobachten auch der kleinsten Kleinigkeit, die sie dann nach und nach in Bezug zu den anderen setzt. Dieser Roman ist etwas sehr Besonderes. Wer sich auf leise Zwischentöne und wenig Action einlassen kann, wird mit diesem Buch ein Kleinod finden, das einen besonderen Einblick in eine ganz besondere Gemeinschaft gibt.
oh du schöner Westerwald
von Lesehexe - 18.07.2017
Auf das Buch war ich sehr gespannt, weil mich die Leseprobe sehr angesprochen hat. Die Aufmachung des Buches ist sehr hochwertig. Es handelt sich um ein Hardcoverbuch mit tollem Schutzumschlag und einem Lesebändchen. Das Bild mit dem Okapi find ich sehr gelungen, zumal das Okapi eine wichtige Rolle im Roman spielt. Es machte mir richtig Spaß das Buch zu lesen. Mariana Leky ist es gelungen einen wunderbaren Roman mit viel Witz und Humor zu schreiben. Sie hat einen wunderbaren Schreibstil , der zum weiterlesen animiert. Man taucht ein in die Dorfidylle mitten im Westerwald und lernt dort ungewöhnliche , nette Charaktere kennen ,die von Mariana Leky beispielhaft beschrieben werden. Besonders Selma mit ihren Vorhersagen und ihre Enkelin Luise sind mir ans Herz gewachsen. Ein tolles Buch, das sich zu lesen lohnt.
--
von Maya Wagner - 10.07.2017
Ich habe eine Weile gebraucht, bis ich in das Buch hineingefunden habe. Etwas sperrig ist die Sprache zunächst. Aber dann hat es mich voll gepackt. Wir lernen durch Luise ein Dorf mit all seinen Einwohnern kennen. Jeder eine Person für sich, viele davon skurril. Eine ganz besondere Person ist jedoch Luises Großmutter. Jedes Mal, wenn sie von einem Okapi träumt weiß man, dass jemand aus dem Dorf sterben wird. Und dieses Mal erschüttert es sie ganz besonders. Wir haben hier keinen Krimi. Vielmehr eine leise und liebevolle Geschichte über das Miteinander, Verlässlichkeit, Liebe, Vertrauen - eben all die Dinge, die den Fels in der Brandung des Lebens darstellen. Die Sprache von Mariana Leky ist schön unaufgeregt. Es gelang mir auch nicht viele Seiten auf einmal zu lesen. Immer wieder musste ich das Buch für einige Zeit weglegen. Aber es hallte nach. Und es machte Lust auf das Weiterlesen. Eine Leseempfehlung.
Was macht ein Okapi im Westerwald?
von sommerlese - 04.07.2017
Dass mein Großvater gestorben war, hatte ich mir selbst erschlossen, keiner hatte das ausdrücklich gesagt. Selma hatte behauptet, er sei im Krieg gefallen, was in meinen Ohren hieß, dass er gestolpert war, und mein Vater hatte gesagt, er sei im Krieg geblieben, was in meinen Ohren hieß, dass der Krieg etwas war, in dem man sich irgendwann im Leben länger aufgehalten hatte. Zitat Seite 72 Etwas abstrus und philosophisch kommt der Roman am Anfang daher, aber dann kommt Bewegung in die Geschichte und man versteht die Zusammenhänge und die Menschen besser. Außergewöhnlich ist der spezielle Erzählstil von Mariana Leky, der durch seine Lebensbetrachtung interessant wirkt, mal humorvoll, mal schwermütig, so wie das Leben selbst. Die Geschichte erscheint zuerst etwas ungewöhnlich, wenn man sich ihr allerdings widmet, lernt man viele wunderbare Figuren kennen und erfährt viel über die Liebe, das Leben und das Sterben. Man sieht die Welt aus Kindersicht der kleinen Luise, die als Protagonistin in einem kleinen Dorf im Westerwald bei ihrer Großmutter aufwächst. Ihre Eltern haben sich getrennt und sind beide weggezogen. Luise erlebt mit den Nachbarjungen Martin eine wunderbare Kindheit, bis ein Unglück passiert. Die Geschichte spielt bis zu Luises Erwachsenenalter, dabei ist die Entwicklung ihres Charakters glaubhaft und sehr schön nachzuvollziehen. Dieser Roman zeigt das unglaubliche Sprachvermögen der Autorin. Sie spielt mit der Sprache, zeichnet Bilder mit einfachen Worten, die man so nie zuvor gelesen hat. Dadurch erschafft sie Beschreibungen, die nicht immer direkt greifbar sind, sie schafft eine symbolische Bedeutung und dieser Stil zieht sich durch das ganze Buch. Es geht im Leben darum, eine Intimität mit der Welt herzustellen. Seite 237 Solche Sätze lassen mich nachdenklich zurück. Auch wenn dieser Roman nicht immer deutlich wird, sich etwas in Andeutungen und Wortspielereien verliert, so bringt die besondere Sprache eine unnachahmliche Stimmung in die Geschichte, der man gebannt folgt. Es ist eine Geschichte, in der die Liebe eine große Rolle spielt. Es beginnt mit der Liebe der Enkelin Luise zu ihrer Großmutter Selma. Dann gibt es die unausgesprochene Liebe zwischen dem Optiker und der Großmutter. Weitere folgen und nicht immer kommen die Liebenden zusammen. Manchmal stehen ihre Lebenswege ihrer Liebe im Weg oder sie suchen nach dem Sinn des Lebens, dabei begegnen sie dem eigentlichen Leben und auch dem Tod. Mir haben die vielen lebensnahen Passagen in Luises Leben und auch die Reaktion der Dorfbewohner auf Selmas Okapi-Träume sehr gefallen. Ein Buch mit Gefühlen, die es im wahren Leben auch gibt: Liebe und Freude, Trauer und Leid und eine Prise Humor, die das Leben würzt. Mariana Leky schafft es, mich in die Welt von Luise zu ziehen und mich mit ihren Lebensweisheiten zu überraschen und nachdenklich zu machen. Ein erstaunliches Buch, das ich ausdrücklich und gern empfehle.
Mein neues Lieblingsbuch
von CvE - 10.07.2017
Diesem Buch fünf Sterne zu geben ist eine himmelschreiende Untertreibung. Was man von hier aus sehen kann hat mich völlig umgehauen, beim Lesen war ich in einem andauernden Zustand der Faszination, der Begeisterung und des Mitgefühls. Auf jeder Seite habe ich aufs neue gestaunt über die so ungewöhnliche Sprache der Autorin - wo nimmt sie nur all diese Bilder her, die noch niemand benutzt hat, diese Gedanken, diese Stimmung? Es ist mir ein Rätsel und ich bin voller Bewunderung für dieses literarische Meisterwerk. Wenn es dafür nicht Preise regnet, weiß ich auch nicht, wie die Welt noch zu retten ist. Die Handlung des Romans ist schwer in Worte zu fassen. Es geht um Liebe, um Tod, um Familie, um das Leben. Doch Mariana Leky behandelt diese großen Themen auf eine ganz leise, unaufgeregte Art, völlig natürlich. Vieles in diesem Buch ist ungewöhnlich, manchmal verrückt, doch ist es nie kitschig oder übertrieben. Es reißt einen einfach nur mit, man weint, man hat Schmetterlinge im Bauch. Man möchte es nicht aus der Hand legen. Für mich ist es die perfekte Mischung aus grandioser Sprache und einfühlsamer Geschichte. In meinen Augen ein Meisterwerk und ich werde nicht ruhen, bevor es nicht jeder in meinem Bekanntenkreis gelesen hat.
Neues Lieblingsbuch
von TanyBee - 06.07.2017
Luise, die Ich-Erzählerin, ist zu Beginn des Buchs noch ein Kind. Ihre Welt ist klein, sie lebt in einem Dorf, in dem jeder jeden kennt. Eines Morgens erfährt sie, dass Selma (ihre Oma) von einem Okapi geträumt hat. Das Dorf gerät in helle Aufruhr, denn jeder weiß, wenn Selma von einem Okapi träumt, dann stirbt jemand. Die Handlung ist bei diesem Roman eigentlich zweitrangig. Es geht eher darum, wie wunderbar Mariana Leky die Figuren schildert, ihre Gefühle, und die Beziehungen zwischen den Dorfbewohnern. Die wichtigste Person in Luises Leben ist Selma. Und der Optiker, der heimlich in Selma verliebt ist und jeden Tag darüber nachdenkt, ob er ihr das sagen soll. Luises Mutter ist kaum präsent, denn sie verliert sich total in der Frage, ob sie Luises Vater verlassen soll oder nicht. Und Luises Vater ist mit seiner Psychoanalyse bei Dr. Maschke beschäftigt. Die Autorin schreibt ganz wunderbare Sätze, bei denen man oft schmunzeln muss. Manchmal sind sie auch sehr traurig. Ich habe einige Male eine Seite noch einmal gelesen, weil die Sätze so wunderschön sind. Sie drücken genau das Richtige aus, aber auf eine sehr ungewöhnliche Art und Weise. Hier ein Beispiel. Die Dorfbewohner freuen sich gerade darüber, dass sie nicht gestorben sind, obwohl Selma von einem Okapi geträumt hat: (Seite 97) "Sie waren heilfroh und nahmen sich vor, sich künftig an allem zu freuen und dankbar zu sein, weil sie noch vorhanden waren. Sie nahmen sich vor, sich zum Beispiel endlich einmal ausgiebig an dem Lichtspiel zu freuen, das die Morgensonne in den Apfelbaumzweigen veranstaltete. [¿] Aber immer kam nach kurzer Zeit der Dankbarkeit und Freude dann ein Wasserrohrbruch oder eine Nebenkostenabrechnung, und da waren Freude und Dankbarkeit dann schnell verwässert, da war man dann nicht mehr dankbar, dass man vorhanden war, da war man dann verärgert, dass mit einem selbst auch Nebenkostenabrechnungen oder Wasserrohrbrüche vorhanden waren, und das Sonnenlicht im Apfelbaum konnte einpacken." Für mich ist "Was man von hier aus sehen kann" ein absolutes Herzensbuch. Als ich eben darin geblättert habe, um diese Rezension zu schreiben, hätte ich es am liebsten noch einmal von vorne bis hinten gelesen. Anfang der 2000er hatte ich von der Autorin "Liebesperlen" gelesen, ein Band mit Erzählungen, und fand diesen auch sehr großartig. Mir ist gerade aufgefallen, dass ich seitdem einiges verpasst habe, dass muss ich dringend nachholen. Übrigens habe ich mich beim Lesen ein bisschen in den Optiker verliebt. Und es kommt eine Buchhandlung vor! Und ein großer Hund! Lauter gute Gründe, das Buch zu lesen. Ich kann es nur empfehlen.
Leider enttäuschend
von buchmachtkluch - 11.07.2017
Ja, schön ist er, der Westerwald. Als Nachbarbewohner kenne ich die Landschaft sehr gut. Ob die Menschen dort allerdings glauben, dass tote Mäuse gegen Augenleiden helfen und ein Dieb gestohlenes Gut zurückbringt, wenn man Friedhofserde in der Pfanne brät, weiß ich nicht. Ist aber eh nicht wichtig. Schließlich ist "Was man von hier aus sehen kann" ein Roman und damit in seiner Fiktion völlig frei. Und so bewegen sich Figuren und Handlung im Mikrokosmos eines überschaubaren Ortes. Da bringt die nicht richtig schließende Tür eines Regionalzugs einen jungen Mann zu Tode, der Vater der Ich-Erzählerin Luise ist zwecks Lebensverwirklichung nahezu permanent auf Reisen, ihre Mutter betreibt einen Blumenladen und ein Verhältnis mit dem Eiscafébesitzer, der Optiker will den Jäger umbringen und liebt Luises Oma Selma, die das Orakel in Person ist. Träumt sie von einem Okapi (!), stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Und Luise selbst? Arbeitet bei einem Buchhändler und ist verliebt in einen buddhistischen Mönch aus Japan, der eines Tages unvermittelt durch das westerwäldische Unterholz in ihr Leben einbricht. Stoff genug für einen intensiven Blick auf die dörfliche Struktur, in der nun einmal jeder mit jedem in irgendeiner Verbindung steht. An und für sich liebe ich Literatur, die ihr Augenmerk auf einen solchen regional begrenzen Kosmos und seine Bewohner richtet. Entsprechend euphorisch habe ich mit dem Lesen begonnen, freute ich mich doch darauf, in dieses Beziehungsgeflecht einzutauchen, alle denkbaren Typen mit ihren guten, schlechten, skurillen Charakterzügen kennen zu lernen. Letztlich war der Roman für mich wie eine Achterbahnfahrt mit einigen Höhen, vielen Tiefen und dem mehrmaligen Drang, das Buch einfach beiseite zu legen. Aber wie das so ist: Bei Achterbahnfahrten steigt man auch nicht einfach während der Fahrt aus, und so habe ich tapfer durchgehalten. Leider wurden meine anfänglichen Erwartungen nicht erfüllt, es entwickelte sich keinerlei Empathie für die Personen, die Handlung blieb mir seltsam fremd, mitunter absurd, banal, spannungsarm und blutleer. Auch der Sprache konnte ich wenig abgewinnen. Mir erscheint der Roman wie eine Zettelkastensammlung von Ideen, die zusammengefügt kein Ganzes ergibt. Vielleicht fehlt mir auch einfach das Verständnis dafür, dass es sich lt. Klappentext um ein "Buch über die Liebe unter besonderen Vorzeichen" handeln soll, eine Liebe, "die scheinbar immer die ungünstigen Bedingungen wählt". Dass die Autorin "zu den kraftvollsten, den unverwechselbaren Stimmen der deutschen Literatur" gehören soll, kann ich nur schwerlich nachvollziehen.
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