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Was man von hier aus sehen kann

Roman. mit farbigem Vorsatz und Lesebändchen.
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Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Unklar ist allerdings, wen es treffen wird. Davon, was die Bewohner in den folgenden Stunden fürchten, was... weiterlesen
Buch

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Was man von hier aus sehen kann als Buch
Produktdetails
Titel: Was man von hier aus sehen kann
Autor/en: Mariana Leky

ISBN: 3832198393
EAN: 9783832198398
Roman.
mit farbigem Vorsatz und Lesebändchen.
DuMont Buchverlag GmbH

18. Juli 2017 - gebunden - 314 Seiten

Beschreibung

Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Unklar ist allerdings, wen es treffen wird. Davon, was die Bewohner in den folgenden Stunden fürchten, was sie blindlings wagen, gestehen oder verschwinden lassen, erzählt Mariana Leky in ihrem Roman. 'Was man von hier aus sehen kann' ist das Porträt eines Dorfes, in dem alles auf wundersame Weise zusammenhängt. Aber es ist vor allem ein Buch über die Liebe unter schwierigen Vorzeichen, Liebe, die scheinbar immer die ungünstigsten Bedingungen wählt. Für Luise zum Beispiel, Selmas Enkelin, gilt es viele tausend Kilometer zu überbrücken. Denn der Mann, den sie liebt, ist zum Buddhismus konvertiert und lebt in einem Kloster in Japan ... "eines der beglückensten Bücher des Jahres" Judith Liere, STERN

Trailer

Portrait

Mariana Leky studierte nach einer Buchhandelslehre Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Bei DuMont erschienen der Erzählband "Liebesperlen" (2001), die Romane "Erste Hilfe" (2004) und "Die Herrenausstatterin" (2010) sowie "Bis der Arzt kommt. Geschichten aus der Sprechstunde" (2013). Sie lebt in Berlin und Köln.

Mit ihren ersten Erzählungen gewann sie den Allegra Preis 2000. Für den 2001 bei DuMont erschienenen Erzählband "Liebesperlen" wurde sie mit dem Niedersächsischen Literaturförderpreis und dem Stipendium des Landes Bayern ausgezeichnet. 2005 wurde sie für ihren Roman "Erste Hilfe" mit dem Förderpreis für junge Künstler in der Sparte Dichtung/Schriftstellerei des Landes NRW ausgezeichnet.

Pressestimmen

"Eine großartige Geschichte!" Andrea Braunsteiner, WOMAN "Das ist ein wunderbares, kluges, amüsantes, tiefsinniges Buch." Manuela Reichart, DEUTSCHLANDFUNK KULTUR "Ein leichtes und originelles Buch, dessen Gewicht trotzdem nicht zu unterschätzen ist." Claudia Voigt, LITERATURSPIEGEL "Es [ist] Mariana Leky gelungen, mit 'Was man von hier aus sehen kann' wohl eines der beglückendsten Bücher des Jahres zu schreiben. [...] Auf jeder Seite sind mindestens drei Sätze, die man anstreichen, abschreiben oder jemandem vorlesen möchte." Judith Liere, STERN "Schmerz und Tod und Liebe sind in diesem Buch eng miteinander verflochten." Jörg Magenau, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG "Ich weiß nicht, wie oft ich dieses Buch schon verschenkt habe, weil ich es so gerne mag." Luzia Braun, ZDF Blaues Sofa "Mariana Leky ist die Skurrilitätsbeauftragte der deutschen Gegenwartsliteratur." Jörg Plath, DLF Kultur "Eines der besten Bücher dieses Jahres" Nicola Steiner, SRF 1 BuchZeichen "Das ist vielleicht ein schönes Buch [...] Das müssen sie lesen! Es ist eines der liebevollsten und komischsten Bücher seit langem." Elke Heidenreich, WDR4 "Die Stimmung in diesem Buch ist märchenhaft, fantastisch und herzerwärmend." Susanne Lenz, BERLINER ZEITUNG "Sie schafft ein Literaturkunstwerk, das etwas auslöst, was nur wenigen Büchern gelingt: Es macht glücklich." Melanie Brandl, MÜNCHENER MERKUR Mariana Leky kreiert in 'Was man von hier aus sehen kann' eine eigenständige, wundersame Welt - auch sprachlich." Jacqueline Thör, DIE ZEIT "Es ist eines der ganz wenigen Bücher, die ich gleich nochmal lesen würde." Jörg Petzold, FLUX FM "[Das Buch] hat etwas Wärmendes, zu Herzen gehendes in der Schwere der Themen, die es behandelt." Jörg Magenau, RBB KULTURRADIO "Ein skurriles Porträt über die Irrungen und Wirrungen eines Dorfes im Westerwald." FOCUS "Ich hab mich regelrecht verliebt in diese Leute im Dorf." Nicola Steiner, SRF Literaturclub "Die Erzählmelodie ist wunderschön. So habe ich das eigentlich noch nie in einem Buch gelesen." Stina Werenfels, SRF Literaturclub "Hinreißend, aber unaufdringlich. [...] Was mich an diesem Roman hält, ist der zauberhafte Stil. Das ist ein Triumph der Literatur." Rüdiger Safranski, SRF Literaturclub "Ein sympathischer, lebenssatter, gekonnt erzählter Roman." Manuela Reichardt, WDR 3 GUTENBERGS WELT "Magischer Realismus in einem Dorf im Westerwald" Denis Scheck, ARD DRUCKFRISCH "Ein Meisterwerk!" Ariane Heimbach, BRIGITTE WOMAN "Eine Geschichte, in der man sich auch in den traurigsten Momenten so geborgen fühlt wie in der Lieblingsstrickjacke." Susanna Wengeler, BUCHKULTUR "Auf jeden Fall ein neues Lieblingsbuch." Britta Heidemann, WAZ "Von Berlin-Mitte oder Manhattan lässt es sich leicht erzählen. Doch manchmal ist es reizvoller, die tiefe Provinz zu erkunden, um etwas über die Menschen zu erfahren." Rainer Moritz, CHRISMON "'Was man von hier aus sehen kann' ist absolut lesenswert. Ein Fest für alle Menschen, die die leisen Töne lieben und die vielen Möglichkeiten, die Worte und Text der Phantasie zu bieten haben." David Mesche, Buchbox! Berlin, für die Jury des "Lieblingsbuches der Unabhängigen" "Leky hat - wie John Irving als Vorbild - ein wunderbares Talent für Menschen mit Tics und Marotten, mit besonderen Gaben und bizarren Ritualen, die doch alle im Alltagsleben gründen. Man muss sie einfach gernhaben." Wolf Ebersberger, NÜRNBERGER ZEITUNG "Mit ihrem dritten Roman ist die gebürtige Kölnerin Leky, Jahrgang 1973, offenkundig angetreten, nicht nur der Figur der Großmutter, sondern auch dem literarisch unterbelichteten Westerwald die verdienten poetischen Denkmäler zu setzen." Julia Schröder, STUTTGARTER ZEITUNG "Dies ist ein Roman, der auf ganz leisen Sohlen angeschlichen kommt, um einen fest zu packen und dann bis zum Schluss nicht mehr loszulassen. [Nach der Lektüre] vermisst man
Empfehlungen Ihres Buchhändlers
Hedda Freier, Buchhandlung Hugendubel Flensburg
Ein ganz besonderes Buch
von Hedda Freier, Buchhandlung Hugendubel Flensburg - 31.07.2017
Die alte Selma hat wieder von einem Okapi geträumt. Alle im Dorf wissen, das bedeutet, das jemand sterben wird. Aber keiner weiß wer. Wie die Menschen damit umgehen, ihre Ängste, ihre Hoffnungen, davon ist in diesem Roman die Rede. Und von der Liebe. Liebe ist nicht immer einfach. Das Buch erzählt von einer Liebe über viele tausende von Kilometern, aber manchmal ist die Liebe ganz nah und wird doch nicht wahrgenommen. Mariana Leky beschreibt diese vielfältigen Arten der Liebe. Kurze Sätze und die Worte, mit denen sie diese Liebe beschreibt, machen diesen Roman zu etwas ganz besonderem. Die Handlung dieses Romanes erleben wir aus der Sicht von Luise, sie ist die Enkeln von Selma. Wir erleben sie als 10-jähriges Kind und begleiten sie bis ins Erwachsenenalter. Ein Roman, der mich begeistert hat. Ich vergebe 5 Sterne.
Sigrun Richter
Unbedingt lesen!
von Sigrun Richter - 05.08.2017
Dieses Buch hat mich gefangen genommen, manchmal zum Lächeln und auch ein bisschen zum Weinen gebracht. Warum? Weil es eine unglaublich warmherzige und in einer wunderbaren Sprache erzählte Geschichte ist. Eine Geschichte vom Leben und Lieben mit sehr eigenwilligen Protagonisten , mit kleinen Macken und viel Herz. Viel Spaß damit!
Bewertungen unserer Kunden
Okapis, Rudi Carrell und ein Dorf im Ausnahmezustand
von kindder80er - 04.10.2017
Ich habe mir noch nie darüber Gedanken gemacht, ob ein Okapi unglaubwürdig aussieht - aber es stimmt! Zusammengewürfelt aus Zebra, Tapir, Giraffe, Reh - und sogar die Maus ist in den Ohren erkennbar - scheint es sehr unwahrscheinlich zu sein. Genauso unwahrscheinlich ist auch der Zusammenhang eines Okapis zum Tod, dennoch ist es so! Träumt Oma Selma von einem, stirbt in den nächsten 24 (oder 29) Stunden jemand aus dem Umfeld. Dieses Umfeld ist in dem kleinen Dörfchen recht klein und mit allerlei liebeswerten und schrulligen Bewohnern besetzt. Der Schreibstil ist etwas besonderes, denn schon allein die Beschreibung von Oma Selma, die so aussieht wie Rudi Carrell (sic!), ist so bildhaft, dass man sie sich exakt vorstellen kann und unweigerlich schmunzelt. Überhaupt musste ich oft schmunzeln, obwohl der Tod ja nun per se nicht lustig ist. Aber wie die einzelnen Menschen mit dem Traum von Oma Selma umgehen, ist einfach humorvoll und wortgewandt beschrieben. Die skurrilen Charaktere des Dorfes tun dabei ihr Übriges. Sie sind so wunderbar und warmherzig gestaltet, dass man sie sofort ins Herz schließt und wissen will, wie sich ihr Leben weiter gestaltet, sofern Oma Selma nicht mehr von Okapis träumt, versteht sich. Und das dürfen wir auch, denn die Geschichte erstreckt sich über mehr als 20 Jahre und wird mit Selmas Enkelin als Angelpunkt fortgeführt. Das Erlebnis dabei ist wirklich der Schreibstil und die Figuren. Ein ganz großes Stück Literatur!
Ein ungewöhnliches Buch!
von Tiana - 30.07.2017
Das Buch hat mich durch sein ungewöhnliches Cover aufmerksam gemacht, entsprechend gespannt war ich also, ob es mich dann auch überzeugen kann. Zum Inhalt will ich gar nicht viele Worte verlieren, da die Geschichte um Selma, Luise und die anderen Dorfbwohner eigentlich nur den Rahmen dafür bildet, was in dem Buch wirklich wichtig ist. Wenn Selma von einem Okapi träumt, stirbt innerhalb des nächsten Tages jemand. Dies bringt jeden im Dorf dazu, nachzudenken: über sich, sein Leben und vor allem über Gefühle: Liebe, Vertrauen, Schmerz, Trauer... Dieser Fokus auf menschliche Emotionen prägt das ganze Buch. Mariana Leky verzichtet dabei allerdings auf komplizierte Formulierungen, sondern formuliert leicht und eingängig, wenn auch teils sehr eigenwillig mit Wortschöpfungen, die einen manchmal beim Lesen stutzen lassen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich habe einige Zeit zum Lesen gebraucht, aber das lag wohl daran, dass ich immer wieder einzelne Abschnitte Revue passieren lassen musste und mich etwas länger mit dem gelesenen auseinandergesetzt habe. Von mir gibt es volle 5 Sterne für dieses Buch und eine eindeutige Leseempfehlung!
Ein Roman wie eine Symphonie
von solveig - 09.07.2017
"Eine herrliche Symphonie aus Grün, Blau und Gold" - so erscheint den Bewohnern dieses kleinen Dorfes im Westerwald ihre Heimat: Tannen, Getreideähren und der Himmel, der sich darüber spannt. Schlicht und gleichzeitig einzigartig wie der Blick von der Uhlheck am Rande des Waldes scheint auch das Leben der Dorfbewohner zu verlaufen. Im Mittelpunkt steht Luise, welche die kleinen und großen Ereignisse im Dorf aus ihrer ganz persönlichen Sicht schildert und kommentiert. Ihre wichtigsten Beziehungspersonen sind ihre Großmutter Selma und der Optiker des Dorfes, die seit Luises frühester Kindheit für sie da waren, in ihren Augen gewissermaßen die Welt erfunden haben, und ihr Schulfreund Martin. Liebe, Verständnis und Freundschaft prägen Luises Kindheit und ihre Entwicklung zur jungen Frau, aber auch Aberglaube, Enttäuschung und Trauer begleiten sie. Luises Großmutter Selma wird die Gabe des Wahrträumens nachgesagt: wenn sie von einem Okapi träumt, stirbt ein Bewohner der kleinen Dorfgemeinschaft. Als Luise zehn Jahre alt ist, erscheint Selma im Traum wieder ein Okapi¿ Mit bezaubernder Leichtigkeit, gewürzt mit einer Prise Humor, erzählt Mariana Leky von diesem Mikrokosmos. Dorfgeschehnisse, Eigenarten der Einwohner und ihr Alltagsleben fügt sie kunstvoll zu einem harmonischen Gesamtbild zusammen. Man spürt die Wärme und Anteilnahme der Autorin, die Feinfühligkeit in ihren Schilderungen der einzelnen Dorfbewohner, ihrer Eigenschaften und Gewohnheiten. Trotz all ihrer unterschiedlichen Stärken, Schwächen und Probleme zeigen sie dennoch eine echte Verbundenheit und Solidarität. Leky gelingt es mit detaillierten Beschreibungen und genauer Beobachtung meisterhaft, diese kleine Dorfgemeinschaft vor unseren Augen lebendig werden zu lassen: ein Zusammenspiel diverser Charaktere, die sich zu einer Einheit, einer "Symphonie" zusammenfinden. Das Buch erzählt nicht von Menschen oder Ereignissen, die die Welt verändern. Doch es sind gerade die alltäglichen, scheinbar unbedeutenden Dinge, die das Leben von Menschen nachhaltig bestimmen. "Was man von hier aus sehen kann" : ein Roman, der tief berührt und lange nachhallt.
Ein Dorf im Westerwald und seine unterschiedlichsten Menschen
von Josef - 27.07.2017
Das Buch "Was man von hier aus sehen kann" ist der Autorin Mariana Leky aus meiner Sicht voll und ganz gelungen und wird sicherlich ein Bestseller. Es ist das Porträt eines Dorfes und seine Menschen. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Luise. Diese beginnt im April 1983, Luise ist im vierten Schuljahr. Luises Großmutter Selma kann den Tod vorhersehen, es stirbt immer jemand aus dem Dorf innerhalb von 24 Stunden wenn sie von einem Okapi träumt - und das ist in der Nacht zum 18. April 1983 der Fall gewesen. Selma versucht es am Morgen danach erst mal zu überspielen, schafft es aber nicht lange. Luise erfährt es als erster aber nach und nach weiß es jeder aus dem Dorf. Und jeder hat (mehr oder weniger) Angst, denkt über sein Leben nach und versucht das ein oder andere noch richtig zu stellen - man könnte ja betroffen sein. Dass es dann ausgerechnet Luises besten Freund Martin traf, machte mich sehr betroffen. Aber: das Leben geht weiter, auch wenn Luise nach diesem tragischen Unfall gar nicht mehr aufwachen wollte. Der Leser begleitet Luise über viele Jahre hinweg und die Geschichte wird an keiner Stelle langweilig. Die betroffenen Personen hatte ich bildlich vor Augen, so gut sind diese und ihre Charaktere beschrieben. Selma und ihre verblüffende Ähnlichkeit mit Rudi Carrell, der Optiker und viele Personen mehr. Das Cover zeigt ein Okapi im schlichten schwarz-weiß, der Buchtitel sticht jedoch mit großen in Rot gedruckten Farben hervor. Das Buch im Ganzen ist sehr edel gestaltet. Ein lesenswertes Buch voller Gefühle, mit Witz und Ironie sowie ungeschminkter Ernsthaftigkeit
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von Buecherdanny - 24.08.2017
Selma lebt in einem kleinen Dorf im Westerwald. Sie kann den Tod voraussehen, denn immer wenn sie von einem Okapi träumt, stirbt jemand aus ihrer näheren Umgebung. Sie weiß allerdings nie, wer sterben wird. Nach einem erneuten Traum von Selma sind die Dorfbewohner beunruhigt, denn sie wissen nicht, wen es treffen wird... Mariana Leky erzählt einfühlsam von den Ängsten und Gefühlen der Dorfbewohner nach Selmas Traum. Nach und nach lernt man die skurrilen und eigensinnigen Bewohner der Dorfes besser kennen. Die Charaktere sind sehr detailreich und liebevoll gezeichnet. Ich fühlte mich ins Dorfleben hineinversetzt. Besonders Selma und ihre Enkelin Luise sind mir ans Herz gewachsen. Ich habe mit Spannung Luises Entwicklung und Liebesgeschichte verfolgt. Auch den Optiker fand ich sehr sympathisch. Der Roman ist in einer originellen, bildhaften Sprache mit viel Humor geschrieben. Das Buch vermittelt Hoffnung, in jedem Ende, steckt auch ein neuer Anfang. Mir viel es schwer, die nette Dorfgemeinschaft zu verlassen!
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von Gisela Block - 24.07.2017
Sie werden sich bei der Lektüre dieses Buches sofort in die Protagonisten verlieben ! Garantiert ! Diese hinreissende Familiengeschichte spielt in einem kleinen Dorf im Westerwald und wartet mit den sympathischsten und skurrilsten Dorfbewohnern auf, die man sich hierzulande vorstellen kann. Hauptperson ist Luise, die wir im Alter von 10 Jahren kennenlernen und bis ins Erwachsenenalter begleiten, ihre Großmutter Selma und viele Dorfbewohner, die alle liebevoll skizziert sind und eine kleine Macke haben. Aber genau das macht den Roman so bezaubernd und zu einem großen Lesevergnügen. Eine der gelungensten Neuerscheinungen des Jahres ! Unbedingte Leseempfehlung !
Wir sehen jetzt anders
von steffi Kohl - 18.07.2017
Ich kenne das Buch "Bis der Arzt kommt: Geschichten aus der Sprechstunde" von der Autorin und freute mich auf ein anders scheinendes Buch von ihr. ¿"Wenn man etwas gut Beleuchtetes lange anschaut und dann die Augen schließt, sieht man dasselbe vor dem inneren Auge noch mal, als unbewegtes Nachbild, in dem das, was eigentlich hell war, dunkel ist, und das, was eigentlich dunkel war, hell erscheint. ¿" -Toller Einstieg, unglaublich, wie diese Autorin Bilder im Kopf entstehen lässt. Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Unklar ist allerdings, wen es treffen wird. Humor und Augenzwinkern schon zu Beginn des Buches , wenn man die Verbindung zwischen Okapi und Westerwald ziehen will. Das Cover hilft dabei nicht unbedingt. Zauberhaft geschrieben, lebendig, emotional, die Erzählweise von Mariana Leky ist leicht und anmutig. Manchmal fühlt man eine Art englischen Humor in ihren Zeilen. Wir lernen Luise, Selmas Enkelin, kennen und verfolgen ihre Entwicklung vom Kind zur jungen Frau. Luise ist manchmal einsam, dann wieder glücklich - die Autorin schafft es ausgezeichnet, den unterschiedlichsten Stimmungen, nicht nur von Luise nachzuspüren. Man kann während der Lektüre dieses Romans viel mehr sehen als der Titel verrät; Was man von hier aus sehen kann. Diese Geschichte bringt uns zum Schmunzeln, aber beschert uns auch interessante Erkenntnisse über unser eigenes Leben.
Die Kunst des Wörterjonglierens
von heinoko - 22.07.2017
Wunderbar, großartig, bewegend, ein Juwel, meisterhaft, ergreifend, unauslotbar, ein Kleinod - ich kann gar nicht aufhören zu schwärmen von diesem überragenden Buch! Wenn die alte Selma, die aussieht wie Rudi Carell, von einem Okapi träumt, wird innerhalb der nächsten 24 Stunden jemand aus dem Dorf sterben. Und alle aus dem Dorf rüsten sich in diesem Fall auf sehr individuelle Weise, um entweder vorbereitet zu sein auf den Tod oder sich vor ihm zu verbergen. Dieser trivial-geniale Ausgangspunkt eröffnet ein Kaleidoskop an Geschichten, an kleinen und großen Geschichten, an Geschichten, die so schmerzhaft sind, dass man ganz schnell die Seiten wegliest, bis man ein paar Seiten später all die Verletzungen einfach weglacht, und Geschichten, die so gut tun, dass man die Zeilen immer und immer wieder liest, um nichts von diesen Wohltaten je zu verlieren. Überhaupt: Man möchte Satz um Satz festhalten und nicht mehr loslassen. Was für eine wunderbare Sprache, präzise und lyrisch in einer ungewöhnlichen Kombination. Gibt es zum Beispiel ein schwärzeres, grausameres Schwarz als das Wort "kranzschleifenschwarz", so endgültig und tief. Oder wer hätte nicht sofort ein Bild vor Augen, wenn Teppichfliesen wie Rauhaardackelfell beschrieben werden. Ich bin fasziniert von der Autorin und ihrer großartigen Gabe, mit Wörtern zu jonglieren und uns dabei wie mit einer überaus scharf geschliffenen Brille eine prismengenaue, dabei aber unendlich tolerante Sicht auf die Welt, auf die Menschen, auf all die alltäglichen Merkwürdigkeiten um uns herum zu gewähren. Und dies nicht mit einer drögen Ernsthaftigkeit, sondern mit einer gelassenen Heiterkeit. Meisterhaft!
Ein tolles Buch!
von Kunde - 28.07.2017
Was man von hier aus sehen kann von Mariana Leky handelt nicht nur von Selma und ihren Träumen von Okapis nach denen jemand stirbt. Es handelt vielmehr von skurrilen, liebenswürdigen Menschen und der Zwischenmenschlichkeit, die sich nach einem Tod entwickelt. Das Buch wird nicht unbedingt von Spannung vorangetrieben, sondern von den Figuren und der Sprache - und das ist wirklich großartig! Zu Beginn war ich etwas skeptisch, doch nachdem ich mich auf die Erzählweise eingelassen und ich mich an sie gewöhnt hatte, war es eine Freude zu lesen. Dies liegt nicht zuletzt an den sprachlichen Bildern, vor allem der unglaublich metaphorischen Sprache. Dies macht den Roman zu einem Fenster durch das man eine Geschichte beobachten und nicht nur lesen kann. Der Roman umfasst 315 Seiten, doch man hat wegen der großen Handlungsbögen das Gefühl, man würde die Charaktere viel länger begleiten. Meine einzigen Kritikpunkte waren (sie lösten sich auf): Am Anfang habe ich mich gewundert, wie altklug die 10-jährige Erzählerin erzählt, doch der Irrtum klärte sich auf. Und auch die Figuren, die ich zu Beginn flach fand und dich ich mir wenig bildlich vorstellen konnte, nehmen Gestalt an. Dieses Buch ist sentimental geschrieben, besticht durch eine tolle, auf andere Art humorvolle Sprache und es ist wunderschön geschrieben. Was man von hier aus sehen kann ist das beste Buch, das ich bisher in diesem Jahr gelesen habe.
Wiese, Weide, Weide - und ein Leben im Westerwald
von jenvo82 - 01.07.2017
"Wenn wir etwas anschauen, kann es aus unserer Sicht verschwinden, aber wenn wir nicht versuchen, es zu sehen, kann dieses etwas nicht verschwinden." Inhalt Luise erzählt: von ihrem Freund aus Kindertagen, der auf dramatische Art und Weise ums Leben kam, von ihrer Großmutter Selma und deren absonderlicher Fähigkeit, den Tod in Form eines Okapis in nächtlichen Träumen vorauszusehen, vom Optiker, der ihre Großmutter liebt und unvollendete Briefe sammelt, von Elsbeth, Marlies, Herrn Rödder und dem buddhistischen Mönch Frederik. Und von ihrem Leben in einem kleinen Dorf im Westerwald, dessen Ausmaße nicht mehr ausmachen, als einen Waldrand, einen Bach, wenige Läden und die Uhlheck. Luise erzählt Banales und verpackt darin die Welt, sie schildert das Dorfleben im Alltäglichen und zeigt, wie es sich lebt, wenn man von Menschen umgeben ist, die alles andere als perfekt sind und dennoch so authentisch und notwendig, dass man sie im eigenen Leben nicht missen möchte. Luise beschreibt, wie wertvoll es ist, wenn man voll und ganz da ist, für sich selbst, für andere und für eine Gemeinschaft. Meinung Dieses Buch aus der Feder der deutschen Autorin Mariana Leky hat mich voll und ganz überzeugt und darüber hinaus noch überrascht. Selten habe ich ein Buch gelesen, in dem aus so wenig Handlung, so viel gemacht wurde. Denn im Nachhinein betrachtet, passiert in diesem Text nicht viel mehr als das ganz alltägliche, routinierte Leben, gespickt mit ein paar äußerst herkömmlichen Begebenheiten (Geburtstage, Hochzeiten, Todesfälle), die fast gar nichts besagen und lediglich einen Blick auf die Vergänglichkeit der Zeit offenbaren. Und doch habe ich jede Zeile dieses Romans genossen und so viel mehr zwischen den Zeilen entdeckt, als ich erwartet habe. Zunächst einmal überzeugt der Roman mit einer gekonnt gewählten Erzählperspektive, die es ermöglicht auch die zahlreichen, kauzigen Nebencharaktere ins rechte Licht zu rücken. Trotz einer Vielzahl an Protagonisten fällt es dem Leser leicht, die einzelnen Personen auseinanderzuhalten und die Ereignisse aus Vergangenheit und Gegenwart in den richtigen Zusammenhang zu bringen. Die Dorfgemeinschaft wird aufs Beste charakterisiert und die Autorin legt großen Wert auf eine bewusste Rollenverteilung und eine klare Aussage bezüglich der geschaffenen menschlichen Charakterzüge. So findet man den bibelfesten Alkoholiker, dem das Leben den Inhalt raubte. Die abergläubische Frau mit dem Hang zu ausgefallener Garderobe und schlauen Lebensweisheiten, den pragmatischen Optiker, der immer präsent ist, wenn man ihn braucht, den Weltenbummler, der auf der Suche nach neuen Eindrücken seine Heimat immer wieder verlässt und sogar einen Hund, der mehrere Leben hintereinander lebt und den so schnell nichts aus der Bahn wirft. Dieses Zusammenspiel macht den Reiz des Buches aus, weil es ebenjene Menschen sind, die der Geschichte ihren Charme einhauchen. Ausgesprochen gut gefallen hat mir auch die Emotionalität des Buches. Durchgehend humorvoll geschrieben mit sympathischen Witzeleien, ohne Klamauk und dann wieder vor allem im zweiten Teil des Romans mit tieftraurigen Begebenheiten, die mich zu Tränen gerührt haben und dennoch vollkommen ohne Kitsch und Klischee auskommen. Es sind auch diese kleinen Feinheiten, die Gefühlsregungen, die dieses Buch ausmachen, die tiefe Weisheiten vermitteln, die mich an die Vergangenheit und die Zukunft denken lassen und die eine Frage im Hintergrund formulieren, die da heißen könnte: "Was wird bleiben von Dir? Wem hast Du deine volle Aufmerksamkeit geschenkt? In wessen Leben warst Du anwesend? Und wie erinnerst Du dich an die wichtigen, prägenden Personen deiner eigenen kleinen Welt? Fazit Für mich war dieser Roman ein Lesehighlight, dem ich gerne 5 Sterne und eine besondere Auszeichnung verleihen möchte zum "Buch-der-alltäglichen-Besonderheit". Eine schlichte, einfache Welt, die nur dadurch wirkt, wie sich die Menschen in ihr verhalten. Ein Buch ohne große Thematik, fast ohne Existenz einer Außenwelt, welches sich mit menschlichen Entscheidungen im Positiven wie im Negativen auseinandersetzt und von verpassten Chancen ebenso erzählt, wie von beeindruckenden Leistungen. Die Lektüre kommt ohne Politik, ohne Gott, ohne Glanz und Glamour aus und hinterlässt doch einen hellen Schein, der noch lange nachstrahlt. Absolute Leseempfehlung!
Fabelhaft!
von Ännie - 27.08.2017
¿ fast wie ein Okapi, dieses interessante Tier, dass fast ein wenig wirkt, als hätte sich jemand im Bauplan tüchtig vertan. Wer es einmal gesehen hat, wird es nicht mehr vergessen. So geht es auch Selma, deren Mann Heinrich ihr einmal ein Bild aus einer Zeitung mit diesem bemerkenswerten Wesen zeigte. Zeit ihres Lebens schleicht sich das Okapi nun immer wieder in ihre Träume ein. Und schnell ist klar, was das zu bedeuten hat: irgendjemanden aus dem kleinen Dorf im Westerwald wird der Tod ereilen. Und weil ein solches Vorzeichen ihre ganze Umgebung kirre macht, versucht Selma tunlichst zu vermeiden, dass jemand es erfährt, wenn sie mal wieder geträumt hat. Doch wie die Ich-Erzählerin Luise, die Enkelin Selmas, dem Leser erklärt, funktioniert das nur so bedingt. Kommt Selma betont harmlos schlackernd und "Hallöchen" flötend in die Küche, ist die Sache klar. Logisch, dass niemand weiteres davon erfahren soll - und eine Stunde später weiß es das ganze Dorf und bereitet sich vor: Briefe werden geschrieben mit Geständnissen und Beichten, Vorbereitungen getroffen - und bei Bedarf am nächsten Tag wieder aus dem Postsack geklaubt, war man denn selbst nicht betroffen. Diese Träume, Selma, das Dorf im Westerwald, das Okapi - all das ist aber eigentlich nur Plattform für vor allem Luises Geschichte. Eine Geschichte über Freundschaft und Liebe, über Distanz und Nähe, verstockt sein und verschwommen sein, unterwegs und zu Hause sein, getrennt und zusammen sein. Über Gemeinschaft und Verbundenheit, in der Familie und mit Freunden und Bekannten, Dinge die Menschen zusammenführen, zusammenhalten und auseinanderreißen, Löcher im Fußboden, knallende Garagentore und Erbsen aus der Dose. Aberglauben und Depressionen, Fernweh und Heimatverbundenheit. Luise berichtet fast beiläufig kommt es einem vor, von all diesen Dingen, die passieren, wenn das Leben seinen Lauf nimmt und was das mit einem Menschen macht - mit ihr selbst und mit allen anderen Personen die um sie herum sind und ihre eigenen Geschichten haben: zuvorderst Selma und der Optiker, Elsbeth, Marlies, Palm, ihre Eltern und Frederik. "Was man von hier aus sehen kann" ist ein Lesehighlight 2017 für mich. Es ist ein Buch zum laut Lachen und leise Weinen, zum Schmunzeln, zum erschrocken die Augen aufreißen, zum in einem Rutsch weglesen und ganz langsam lesen und genießen, damit mehr davon hat. Mehr von dieser wundervollen - es gibt kein besseres Wort als das im Klappentext - lakonischen Sprache Mariana Lekys, diesem Witz, dieser Tragik, dieser Selma, die aussieht wie Rudi Carrell, dem Optiker, "apropos Optiker", seitenweise seine Briefanfänge hätte ich lesen wollen, schwarz gekleideten Hessen-Buddhisten und zu alt für ein Hundeleben Alaskas und mittendrin eine Luise. Das Okapi ist dabei für mich ein wiederkehrendes Symbol, so wenig wie bei diesem Tier zusammenpasst, so ist das im Leben nun mal auch manchmal, und im Gefühlsleben erst recht. Und da kann man unterschreiben was man will, die Wahrheit liegt in fünf Jahren und über 700 Briefen. Fazit: Lesen! Das ist humorvoller als jeder "heitere Roman", tragischer als jedes "schicksalhafte Familienepos", es ist einfach nur mitreißend. Eine literarische und sprachliche Perle!
ein Buch der anderen Art
von Anonym - 24.08.2017
Viele hier glauben ja nicht an Wahrsagerei oder sonstigen Hokus Pokus... ich im Grunde auch nicht, aber was das mit den Träumen angeht, da muss ich leider eingestehen, dass ein Fünkchen Wahrheit hinter solchen Dingen steckt... auch ich musste schon die Erfahrung machen, dass ein bestimmtes Symbol in einem Traum bedeutet, dass jemand stirbt. Leider, bzw zum Glück weiss man nie wen es treffen wird... Dieses Thema ist sehr speziell und nicht für jedermann... ebenso auch dieses Buch... Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen... und es gibt im Grunde nichts auszusetzen. Denke man sollte sich als Leser vorher einfach im Klaren sein, ob man an so etwas glaubt oder nicht... dann wird man auch nicht negativ überrascht oder enttäuscht.
Was mir das Buch sagen will, bieb mir verborgen
von brauneye29 - 03.07.2017
Zu Inhalt: Selma kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Unklar ist allerdings, wen es treffen wird. Davon, was die Bewohner in den folgenden Stunden fürchten, was sie blindlings wagen, gestehen oder verschwinden lassen, handelt dieses Buch. Meine Meinung: Nun ist das Buch gelesen und ich frage mich nach wie vor, was mir dieses Buch sagen soll. Ich erkenne es einfach nicht. Ja, es ist nicht schlecht geschrieben und liest sich flott weg, aber irgendwie fehlt mir hier einfach der Sinn. Vielleicht war es einfach kein Buch für mich, obwohl ich gerne auch mal außergewöhnliche Bücher lese. Und dieses war sicher außergewöhnlich, aber am Ende für mich eher nichtssagend. Fazit: Hat mich nicht erreicht.
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von rabenei - 12.09.2017
Selma, die Oma von Luise hat eine besondere Eigenschaft. Sie träumt von einem Okapie und ein Mensch stirbt innerhalb eines Tages. Was die Menschen innerhalb dieser Zeit bewegt, zu welchen Taten es sie anregt ist teils erstaunlich und amüsant, aber auch tragisch. Es stellt ihre Welt geradezu auf den Kopf. Doch letzten Ende kommt es anders als gedacht und verändert das Leben einiger Personen nachhaltig. Mariana Leky versteht es wie eine Artistin in der Manage mit Wörtern und Sätzen umzugehen. Und so umgibt die Geschichte eine ganz eigene Magie. Es finden abrupte Wechsel zwischen verschiedenen Personen und Orten statt und die Gedanken und Gefühle scheinen zwischen den Zeilen zu fliegen. Dabei hat jede Person seinen eigenen Charakter und so seltsam der auch ist, alle sind ihrer Eigenart irgendwie liebenswert. Dabei wirkt die Erzählweise immer leicht und keineswegs gekünstelt. Das jonglieren mit Metaphern versteht die Autorin bestens und man möchte gar nicht mehr aufhören mit lesen. Das Okapi versinnbildlicht den ganzen Roman. Denn genauso eigenartig und skurill wie dieses Tier ist auch die Geschichte von Luise und Selma. Und dennoch ist sie schön, wie auch dieses eigenartige Tier an dem nichts zusammenzupassen scheint und das dennoch beeindruckt und wie aus einer anderen Welt zu kommen scheint.
Überraschend wundervoll
von lesebiene - 04.07.2017
Der Autorin gelingt es auf bewundernswerte Art und Weise , so unterschiedliche und so lebendige Charaktere zu erschaffen !Auf der einen Seite , die sympathischen , warmherzigen Menschen und dann gibt es da die anderen . Die den Leser aufregen , sodass man sie am liebsten einmal schütteln würde . Man liest diese Geschichte nicht nur , man erlebt sie !  Der Schreibstil der autorin ist so wundervoll und hat etwas so tiefgründiges, philosophisches , dass man als Leser , jedes Wort in sich aufsaugen möchte , weil es so viel enthält . Dieses Buch ist kein Buch , welches man verschlingt , denn man genießt es zu zuhören und ihn erzählen zu lassen . Jedes Wort in diesem Buch , ist auf eine Art kostbar und so lehrreich !  In diesem Buch habe ich geweint , gelacht und so viel nachgedacht wie selten .  Der Autorin schafft es , den Leser in der schlimmsten Situation zum Schmunzeln zu bringen .  Allerdings sah ich auf den letzten 50 Seiten alles nur noch verschwommen , denn dieses Buch hat mich zutiefst berührt .  Ich musste am Schluss sehr weinen , nicht weil dieses Buch so traurig gewesen wäre (Vielleicht auch das , aber dies muss man wohl selbst herausfinden ) , sondern weil mir all die anderen Charaktere fehlen werden !  Fazit :  Dies ist das wundervollste und beste Buch , welches ich je gelesen habe . Man muss dieses Buch einfach gelesen haben ! Man muss sich einfach , die Welt aus dieser Sicht erklären lassen . Der Leser , muss sich auf dieses Buch einlassen , aber dann ..., wird er es lieben
Hin und her
von Wilhelma - 18.08.2017
Was man von hier aus sehen kann, ein Roman von Mariana Leky beschreibt das Leben der Einwohner in einem Dorf im Westerwald. Es wird von Luise erzählt, wie sie dort aufgewachsen ist und was sie mit ihrem Schulfreund Martin erlebt hat. Es sind im Grunde nur ganz normale Dinge im Leben zweier Schulkinder, und doch wirkt es durch den Schreibstil sehr lebendig. Wie die beiden Zug fahren und genau wissen an welche Stelle sie sich mit geschlossenen Augen befinden, ist sehr witzig geschildert. Selma, die Großmutter von Luise, hat eine seltsame Gabe. Träumt sie von einem Okapi, wird innerhalb von 24 Stunden jemand aus dem Dorf sterben. Die Dorfbewohner nehmen diese Nachricht ganz unterschiedlich auf. Der Bauer, der quasi auf den Tod wartet, der Optiker, der ihn versucht zu beeinflussen...wen wird es treffen? Das Buch an sich ist sehr gefühlvoll geschrieben, doch so richtig begeistern konnte es mich nicht. Hatte wahrscheinlich durch den Klappentext was ganz anderes erwartet
Das Dorf, sein Okapi und Rudi Carrell
von Emmmbeee - 02.09.2017
Was beim eher bieder scheinenden Cover sofort auffällt, ist das Okapi in wachsamer Haltung. Es ist nicht nur auf der Hut, sondern auch sehr präsent und wirkt unerschrocken. Es stellt sich dem Leben, was auch kommen mag. Und die Zukunft bringt einiges mit sich. Ein Dorf als Sinnbild für unser Leben, so sehe ich das, denn mit zunehmendem Alter erkennt man, dass jeder von uns Teil des Universums unserer Welt ist, dass alles irgendwie zusammenhängt und aufeinander einwirkt. Nur dass nicht jeder die Gabe hat, das auch zu erkennen und danach zu handeln. Der alten Selma sind hellseherische Fähigkeiten geschenkt, und sie machen den übrigen Dorfbewohnern verständlicherweise Angst. Glaube und Aberglaube, Menschen, die den Tod fürchten und solche, die ihn freudig erwarten: in diesem Buch findet sich jeder von uns wieder. Schon mehrfach wurden Mariana Lekys Werke ausgezeichnet, und der vorliegende neue Band ist auf dem besten Weg dazu.
Eine Zeitreise durch das Leben
von claudi-1963 - 21.07.2017
Wenn wir etwas anschauen, kann es aus unserer Sicht verschwinden, aber wenn wir nicht versuchen, es zu sehen, kann dieses etwas nicht verschwinden (Auszug aus dem Buch) Ein kleines Dorf im Westerwald, immer wenn Selma in der Nacht von einem Okapi träumt, dann gab es innerhalb von 24 Stunden jemanden, der Tod war. In dieser Nacht hatte Selma wieder von einem Okapi geträumt und alle die Selma kannte überdachten jetzt ihr Leben und blieben zu Hause, aus Angst es würde was geschehen. Nur Selma nicht, den sie dachte, dass es einfach Zufall war, das jemand nach diesem Traum starb. Der Optiker besah sich seine Liebesbriefe, die er nie Selma gegeben hatte und überlegte sich, ob er Selma nun endlich alles gestehen sollte. Doch als nach Ablauf der Zeit nichts geschah, waren alle froh darüber, den keiner konnte ja ahnen, dass der Tod sich diesmal länger Zeit nahm. Auch konnte keiner ahnen, dass es jemanden treffen würde, bei dem man es nicht erwartet hätte. Dann gibt es noch Luise die Enkelin von Selma um die sie sich kümmert, weil ihre Eltern keine Zeit für sie haben. Luises Mutter lebt mit Antonio dem Eisverkäufer zusammen und ihr Vater tingelt in der Welt herum, weil er im Dorf nicht vergammeln wollte. Luise kümmert sich um Alaska den Hund, der schon sehr alt ist, liebevoll seit ihr Vater auf Reisen ist. So begeben wir uns auf Luises Zeitreise, in dem Leben, Tod, Freundschaft, Träume, Trauer und die Liebe eine große Rolle spielen. --- Meine Meinung: Ich musste mich am Anfang mit der etwas eigenwilligen Sprache der Autorin anfreunden, doch dann war es ein Buch, das mich immer mehr angesprochen hat. Der Schreibstil ist sehr gut, aber auch eigenwillig und anders, mit so viel Esprit das es mich manchmal sprachlos machte und mit so viel Witz das ich oft schmunzelnd über dem Buch saß. Die Autorin besitzt meiner Ansicht nach viel an Lebenserfahrung, das man so ein Buch schreiben kann. Die Menschen und der Ort in diesem Buch könnten im Grunde überall sein, den es spiegelt, das Leben, das jeder führen könnten. Luise und Selma sind mir am Ende richtig ans Herz gewachsen, weil man über die beiden am meisten erfährt. Auch hier in dieser Geschichte schlägt das Schicksal wie im wahren Leben erbarmungslos zu und man leidet und hofft mit Luise und ihren Freunden. Es handelt sich bei diesem Buch nicht um ein Kriminalfall, sondern es geht wahrlich um das Leben, Tod, Träume, Trauer, Freundschaft, Liebe und was daraus entsteht oder wie es gelebt wird. Genauso seltsam wie das Okapi, sind diese Menschen die uns in dieser Geschichte begegnen. Der Roman bei dem wir mehr die Welt hineinlassen, bekommt von mir 5 von 5 Sterne.
Das abwegige Okapi
von Anonym - 16.07.2017
Heben Sie sich schon einmal näher mit dem Okapi beschäftigt? Oder sind gehen Sie im Zoo nur halbherzig schauend an dem Tier vorbei? Schade. Spätestens nach der Lektüre dieses wunderbaren Buches werden Sie einen genaueren Blick auf dieses wahrhaft merkwürdige Tier werfen..versprochen. Selma träumt, wie jeder Mensch. Doch wenn die ältere Frau von einem Okapi träumt, ändert das in der kleinen Gemeinde den Lauf der Dinge. Denn innerhalb von 24 Stunden wird jemand sterben. Nun, zum Trost sei erwähnt, dass Selma sehr selten von diesem abwegigen Tier träumt. Aber als es wieder so weit ist, verbreitet sich die schlechte Nachricht schneller als das Licht unter den Menschen. Letzte Worte werden verfasst, man denkt über sein Leben nach, schreibt noch einmal einen Brief und will radikal sein Leben ändern. All das bewirkt die unklare Botschaft vom Tode bei den Menschen. Bis auf wenige Ausnahmen hofft jeder, nicht der oder die Auserwählte zu sein. Und so spinnen sich um diesen merkwürdigen Traum all die Fäden, die dieses Buch beleben und so herzlich machen. Verheimlichte Liebe, Rachegelüste oder verborgene Träume werden in diesen 24 Stunden zum Leben erweckt. Doch der Tod kennt zum Einen keine Uhrzeit, zum Anderen ist er launisch. So trifft es diesmal eine Person, die niemand auf der Rechnung hatte. Und genauso wie die Ankündigung des Todes bewirkt auch der Tod selbst viele Veränderungen. Menschen werden gläubig, andere verzeihen einander. Doch so schlimm und tragisch jeder Verlust ist, die Zeit läuft weiter und die Erde dreht sich immerzu... Voller Wortwitz und herrlichen Satzkonstruktionen nimmt das Buch einen auf eine Reise in die Erfahrungszone, die man allzu gerne verdrängt: Tod und Verlust. Doch ohne sentimental oder kitschig zu werden, sondern feinfühlig mit viel Humor, gibt das Buch Hoffnung. In jedem Ende steckt auch ein Anfang, Menschen finden zueinander, besinnen sich auf den Kern des Lebens und der Liebe. Den einen ereilt der Tod zu früh, manch anderer (im Buch herrlich symbolisch Alaska, ein riesiger Hund) scheint nie zu sterben. Es gibt keine Garantie. Das einzige was bleib, ist zu leben, all die Freuden zu erleben, die diese Welt zu bieten hat. Das Leben ist zu kurz und wertvoll, um es mit Hass und Frust zu verbringen. Nehmt euch Mut, gesteht euch eure Liebe und atmet jeden Atemzug mit Inbrunst. Danke für dieses wundervolle Buch!
Literarische Perle
von forti - 12.07.2017
Cover und Klappentext lassen nicht vermuten, dass es sich bei Was man von hier aus sehen kann tatsächlich um eine echte literarische Perle handelt. Die eigentliche Handlung ist hierbei recht übersichtlich - im Mittelpunkt stehen meiner Meinung nach die beteiligten Personen, die Stimmung und die Sprache, in der der Roman abgefasst ist. Der Leser begleitet die Ich-Erzählerin Luise von ihrer Kindheit bis in ihre 30er. Handlungsort ist ein kleines Dorf im Westerwald. Hier finden sich neben Luise und ihrer Oma Selma noch einige andere mehr oder weniger schrullige Bewohner, die sehr liebevoll beschrieben werden. Buddhismus, Christentum und Aberglaube - all dies findet sich in Luises Umfeld. Es wird allerdings nie wirklich spirituell - in kleine Häppchen verpackt, niemals belehrend oder gar missionierend lesen sich auch diese Themenaspekte ziemlich unterhaltsam. Die Sprache, in der das Buch verfasst ist, hat ihren eigenen Klang, ihr eigenes Tempo. Mir hat das sehr gut gefallen. Ein überaus lesenswerter Roman über das Leben, den Tod, die Liebe.
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