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DIE WAHRHEIT

Sie kennen ihn nicht. Doch er weiß alles über sie.
Buch (kartoniert)
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Der neue Thriller der internationalen Erfolgsautorin
Melanie Raabe

Vor sieben Jahren ist der reiche und zurückgezogen lebende Geschäftsmann Philipp Petersen während einer Südamerikareise spurlos verschwunden. Seither ... weiterlesen
Buch

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Produktdetails
Titel: DIE WAHRHEIT
Autor/en: Melanie Raabe

ISBN: 3442754925
EAN: 9783442754922
Sie kennen ihn nicht. Doch er weiß alles über sie.
Btb

September 2016 - kartoniert - 443 Seiten

Beschreibung

Der neue Thriller der internationalen Erfolgsautorin
Melanie Raabe

Vor sieben Jahren ist der reiche und zurückgezogen lebende Geschäftsmann Philipp Petersen während einer Südamerikareise spurlos verschwunden. Seither zieht seine Frau Sarah (37) den gemeinsamen Sohn alleine groß. Doch dann erhält Sarah wie aus heiterem Himmel die Nachricht, dass Philipp am Leben ist. Die Rückkehr des vermeintlichen Entführungsopfers löst ein gewaltiges Medieninteresse aus. Sarah hat zwiespältige Gefühle, nach all der Zeit verständlich. Sie hat eine harte Zeit hinter sich. Gerade war sie dabei, sich von der Vergangenheit zu lösen. Ihr Ehemann taucht, wenn man so will, zur Unzeit auf. Was wird werden? Gibt es eine gemeinsame Zukunft? Sie ist auf alles vorbereitet, nur auf das eine nicht: Der Mann, der aus dem Flugzeug steigt, ist nicht der, als der er sich ausgibt. Es ist nicht ihr Ehemann. Es ist ein Fremder - und er droht Sarah: Wenn sie ihn jetzt bloßstelle, werde sie alles verlieren: ihren Mann, ihr Kind, ihr ganzes scheinbar so perfektes Leben ...


Portrait

Melanie Raabe wurde 1981 in Jena geboren, wuchs in einem 400-Seelen-Dorf in Thüringen und einer Kleinstadt in NRW auf, studierte Medienwissenschaft und Literatur in Bochum und lebt inzwischen in Köln als Journalistin, Drehbuchautorin, Bloggerin, Performerin und Theaterschauspielerin. Sie betreibt ihren eigenen Interview-Blog und erhielt bereits mehrere Preise für ihr Schreiben.

Leseprobe

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Pressestimmen

"Die deutsche Meisterin des Duells schlägt zu." Elmar Krekeler, Die Welt

"(...) ein atemloser Psychothriller, grandiose Bilder der Angst, ein furioses Finale. Perfekter Pageturner." Volker Albers, Hamburger Abendblatt

"Raabe balanciert an den Abgründen ihrer Figuren entlang und schlägt dabei gekonnt mehrere Haken. Ein (unblutiger) und doch extrem nervenstrapazierender Psychothriller." Brigitte

"Melanie Raabes neues Buch verbindet Spannung und Raffinesse mit dem Psychogramm einer Frau, die um ihr Leben kämpft." Für Sie

"Die deutsche Antwort auf den Krimi Gone Girl." Allegra

"Melanie Raabe hat mit DIE WAHRHEIT einen packenden Thriller geschrieben." NDR Hörfunk, Gemischtes Doppel

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Nichts ist so wie es scheint!
von Hedda Freier, Buchhandlung Hugendubel Flensburg - 21.09.2016
Seit sieben Jahren ist Philipp Petersen spurlos verschwunden. Seit dieser Zeit lebt Sarah mit ihrem Sohn alleine. Gerade als es ihr wieder gutzugehen scheint, erhält sie einen Anruf, das ihr Mann befreit worden sei und sich auf dem Weg zurück nach Hamburg befände. Sarah empfängt diese Nachricht mit zwiespältigen Gefühlen. Doch dann der Schock: Der Mann, der aus dem Flugzeug steigt, ist nicht Philipp. Ein rasanter Krimi mit vielen Wendungen. Sowohl Sarah als auch "Der Fremde" beschreiben ihre Sicht der Dinge in der Ich-Form, etwas das mir sehr gut gefallen hat. Dadurch wird die Spannung von Anfang an hochgehalten. Ein Ende, das ich so nicht erwartet hätte und mich komplett überrascht hat. Aber lesen Sie selbst. Über Ihre Rückmeldung zu diesem Thriller würde ich mich wirklich freuen. 4 Sterne
Bewertungen unserer Kunden
Ein raffiniert und mitreißend erzählter Thriller
von Alais - 31.10.2016
Bei dieser Autorin sitzt jedes Wort. Melanie Raabe ist eine Wortkünstlerin, die sich darauf versteht, in schlichten, schnörkellosen Sätzen Handlung und Personen lebendig und das Gefühlschaos, die Angst und die Selbstzweifel der Hauptfigur für den Leser fühlbar werden zu lassen. Von ihrem Schreibstil bin ich ganz begeistert und die Erzählung riss mich von der ersten Zeile an mit: Sarah, alleinerziehende Mutter, hat jahrelang vergeblich auf ihren während einer Südamerikareise verschollenen Ehemann gewartet. Gerade entschließt sie sich zu einem Neuanfang, da erhält sie vom Auswärtigen Amt die unglaubliche Nachricht: Ihr Mann lebt. Mit ihrem Sohn und Mitarbeitern des Auswärtigen Amts wartet sie am Flughafen auf seine Ankunft - doch wer dort auf sie zukommt, ist ein Fremder. Ein Fremder, der sie hasserfüllt bedroht und doch den Platz ihres Mannes einzunehmen versucht ... Ich vermute, dass sie sich besser hätte wehren können, wären da nicht ihre Alpträume, die auf ein offenbar schreckliches Erlebnis, das sie zwar verdrängt hat, ihr aber dennoch Schuldgefühle gibt, hindeuten. Das finde ich an diesem Thriller sehr raffiniert: Ich fühlte mich Sarah sehr nahe und doch erschien sie mir zugleich auch rätselhaft - so wie die Motive des Fremden lange im Dunklen bleiben ... Dieser Roman ist aber weit mehr als nur ein intelligent aufgebauter Psychothriller, sondern enthält auch für Thriller eher untypische nachdenkliche und einfühlsame Passagen - die Autorin dringt mit ihrer Erzählung tief in die spannende Welt der Gefühle und der Beziehungen der Menschen untereinander ein. Eine großartige Schriftstellerin, ich hoffe, dass sie noch viele Bücher schreiben wird!
Der Fremde in mir
von Dartmaus - 12.10.2016
Das Cover des Buches ist relativ schlicht gehalten. Aber die Frauenschulter mit den abgeschnittenen Haaren hat schon was sehr ansprechendes. Inhalt: Sarah versucht sieben Jahre nach dem Verschwinden ihres Mannes wieder ein geordnetes Leben zu führen. Endlich hat sie wieder einen Mann in ihr Leben gelassen, sich beruflich gefestigt und ist ihrem Sohn eine gute Mutter. Doch dann erhält sie eines Abends den eigentlich langersehnten Anruf vom auswärtigen Amt, das ihr Mann wieder aufgetaucht ist. Doch am Abholtag am Flughafen bricht für Sarah erneut eine Welt zusammen, denn der Mann, der aus dem Flugzeug steigt ist nicht ihr Mann Phillipp. Kurzerhand beschließt sie ihren Sohn Leo bei einer Freundin unterzubringen um Herauszufinden, wer der Fremde ist, der sich in ihrem Haus einnistet und sich als Ehemann ausgibt. Für Sarah beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Meine Meinung: Im Großen und Ganzen ein gelungener Thriller. Der Schreibstil von Melanie Raabe hat mich schon bei "Die Falle" gefesselt. Sie versteht es einfach, die Spannung bis zum Ende hoch zu halten. Besonders gut gefallen hat mir, der Wechsel zwischen den beiden Protagonisten, die jeweils aus ihrer Sicht die Situationen beschreiben. So erhält man von Beiden einen Einblick in die jeweilige Gefühlswelt. Auch wird so die Spannung extrem hoch gehalten, da man immer wieder überrascht ist, wie grausam doch "Phillip" zu seiner Frau ist. Auch Sarahs Angst bekommt man so deutlich zu spüren, denn sie fürchtet um sich, ihren Sohn, ihr Leben. Zwischenzeitlich hat man allerdings den Eindruck, das Sarah nicht "alle Latten am Zaun" hat. Einen kleinen Kritikpunkt gibt es allerdings für das Ende des Buches. Denn nach einem so aufreibenden Fall, dann ein solches Ende, finde ich echt schade. Da hätte man vielleicht noch etwas mehr draus machen können. Mein Fazit: Ein durchaus gelungenes Buch, aber aufgrund des etwas mißglückten Endes nur 4 von 5 Sternen.
Spannender Psychothriller
von Schnuck59 - 29.10.2016
Im zweiten Thriller von Melanie Raabe "Die Wahrheit" geht es um die Achterbahngefühle einer Frau und die Wahrheit bezogen auf die Rückkehr ihres spurlos verschwundenen Ehemanns. Melanie Raabe wurde 1981 in Jena geboren. Sie studierte Medienwissenschaft und Literatur und lebt inzwischen in Köln - als Journalistin, Drehbuchautorin, Bloggerin, Performerin und Theaterschauspielerin. Ihr Thriller "Die Falle" hat internationalen Erfolg. Vor sieben Jahren verschwand Philipp, ein reicher Geschäftsmann, spurlos während einer Südamerikareise. Gerade als sich seine Frau Sarah von der Vergangenheit löst kehrt das vermeintliche Entführungsopfer zurück - ein Fremder? " Die Essenz eines Menschen lässt sich nicht imitieren. Seele lässt sich nicht fälschen." Der Schreibstil ist packend und temporeich. Die Geschichte wird in zwei Perspektiven erzählt, durch die Geschichte von Sarah und die Gedanken des "Fremden". Dadurch werden deren Charaktere und die Hintergründe deutlich. Die Geschichte ist spannend, mit psychologischen und philosophischen Aspekten, detailreich und stellenweise nervenaufreibend. Das Ende hat mich überrascht und lässt bei mir einige Fragen offen. Trotzdem hat mich dieser Psychothriller in den Bann gezogen.
Die Wahrheit
von Anonym - 17.09.2016
Die Wahrheit, von Melanie Raabe Cover: Schwarz -weiß (grau) nur der Name der Autorin in Rot. Die abgeschnittene Haarsträhne lässt Vermutungen in alle Richtungen offen. Inhalt: Seit 7 Jahren lebt Sarah mit der Ungewissheit was mit ihrem Mann auf der Geschäftsreise in Südamerika passiert ist, auf der er spurlos verschwunden ist. Mit ihrem Sohn Leo, der inzwischen 8 Jahre ist, hat sie sich ihr Leben neu eingerichtet und ist gerade dabei mit dem Vergangenen abzuschließen. Da kommt ein Anruf vom Auswärtigen Amt, Philipp, ihr Mann wurde gefunden und kommt zurück. Als dieser Mann dann aus dem Flugzeug steigt und vor Sarah steht erkennt sie ihn nicht wieder. Alle ihre Versuche dies zu artikulieren gehen im Lärm der Photographen und der Presse unter. Oder wird sie bewusst nicht beachtet? Ein Albtraum beginnt für Sarah, der "Fremde" scheint alles über sie zu wissen und er droht ihr, wenn sie zur Polizei geht, wird sie alles verlieren. Jeder den Sarah um Hilfe bittet, wird von dem Fremden manipuliert. Weder Sarah noch Philipp haben Familie die hier helfen könnten, und der einzige gemeinsame Freund ist beruflich weg und nicht zur Stelle. Welches Geheimnis hat Sarah, warum kann sie sich von dem Fremden so unter Druck setzen lassen? Meine Meinung: Dies ist ein Buch bei dem man sich immer wieder ungläubig fragt: was denn nun? Was weiß der oder der? Wer ist denn nun der Drahtzieher hinter allem? Was ist wahr und was nicht? Es ist ein unglaubliches Hin und Her, da denkt man endlich, nun habe ich es durchschaut, nun ist mir klar wie es läuft, und schon ändert sich wieder alles. Ein unglaubliches Wechselbad der Gefühle. Eine Achterbahn der Sichtweise (wie wenn ich zehn Mal hintereinander fahre), immer wieder wird alles auf den Kopf gestellt. Nur ein Satz, ein Andeutung reicht um mich in eine ganz andere Richtung denken zu lassen, die ich nach den nächsten zwei Seiten aber wieder revidieren muss. Oft denke ich, da passt doch eins nicht zum andern, hier kann es doch keine logische Aufklärung geben - und genau das macht den Reiz aus, man ist beim Lesen so unglaublichen angespannt sucht nach Lösungen und Erklärungen. Die kommen dann auch -- am Schluss. Was mich etwas gestört hat sind die vielen Wiederholungen, klar soll das ein stilistisches Mittel sein um wichtige Dinge zu verstärken, aber hier ist es mir manchmal doch zu viel. Autorin: Melanie Raabe wurde 1981 in Jena geboren, studierte Medienwissenschaft und Literatur in Bochum und lebt inzwischen in Köln. Mein Fazit: Ein unglaubliches Buch, ein Katz und Maus Spiel, hinter jeder Maske scheint wieder einen neue aufzutauchen, nie kann man sich sicher sein, ist das nun die Wahrheit oder eine neue Taktik. Unglaublich spannend. Für die vielen Wiederholungen ziehe ich einen Punkt ab, aber die Story und die Auflösung finde ich klasse. Von mir gerne sehr gut 4 Sterne.
Äusserst spannend!
von payroll - 20.09.2016
Das Buch fängt mit einer fast philosophischen Beschreibung einer Sonnenfinsternis an. Da diese Sonnenfinsternis nur alle paar Jahrzehnte passiert, ist es fast wie eine Zäsur im Leben. Am Anfang ist das junge Paar - Sarah und Philip- sie sind verliebt und stellen sich vor, was bei der nächsten Sonnenfinsternis in einigen Jahren sein wird. Die Handlung springt sozusagen in die Zukunft. Bei der nächsten Sonnenfinsternis ist Sarah alleine. Sie hat Philip verloren, der auf einer Südamerikareise spurlos verschwunden ist. Sarah lebt mit ihrem kleinen Sohn allein in einem großen Haus und versucht, ihr Leben wieder auf die Reihe zu kriegen. Die Sprache des Buches ist sehr ausgefeilt und es wird sehr minutiös und detailliert über alltägliche Dinge berichtet. Einerseits etwas zu ausführlich, aber andererseits merkt man schon, dass sich etwas Spannendes aufbaut, was den Lauf der Geschichte vollkommen verändern wird. Plötzlich taucht der verschwundene Philip wieder auf, aber ist es wirklich Philip oder hat eine andere Person seine Identität gestohlen. Das Buch ist sehr spannend, auch reich an psychologischen Effekten und auf jeden Fall lesenswert.
Fesselnder Thriller
von Conny S. - 25.09.2016
"Die Wahrheit" - so heißt der zweite Roman von Melanie Raabe. Dieser ist genauso fesselnd, wie schon das erste Buch der Autorin. Vor sieben Jahren verschwand der Geschäftsmann Philipp Peterson spurlos in Südamerika. Zurück bleiben seine Frau Sarah und der gemeinsame Sohn Leo. Das Buch beginnt sieben Jahre nach dem Verschwinden. Als Leser fragt man sich, was damals passiert ist und ob eventuell ein Verbrechen vorliegt. Hat vielleicht sogar die Ehefrau etwas damit zu tun? Oder wollte jemand Rache an Philipp üben, für etwas längst Vergangenes? Sarah erhält einen Anruf, dass ihr Ehemann am Leben ist und heim kommt. Wie wird das Wiedersehen nach all den Jahren verlaufen? Wie wird Leo auf seinen Vater reagieren, den er im Grunde überhaupt nicht kennt? Doch der Mann, der zurück nach Deutschland kommt, ist NICHT Philipp. Dessen ist sich Sarah sicher. Erkennt sie ihn nach all den Jahren der Abwesenheit einfach nur nicht wieder? Oder ist es tatsächlich ein Fremder, der sich als Philipp ausgibt? Aber warum tut er das? Was bezweckt dieser Mann damit? Wird Sarah sich und ihren Sohn beschützen können? Kann es sich doch um Ihren Ehemann handeln? Immerhin weiß der Mann einiges über Sarah, das doch nur ihr Ehemann wissen kann, oder? Sarah ist verzweifelt, scheint doch niemand ihre Bedenken, dass der Heimkehrer nicht Philipp ist, ernst zu nehmen Nicht die Presse, nicht das Auswärtige Amt, niemand. Sarah hat außer ihren Sohn und ihren Mann keine Familie mehr. Philipps Mutter leidet unter Alzheimer, Sarahs Freunde kennen sie erst seit dem Verschwinden ihres Mannes, auch die Nachbarn kennen Philipp nicht. Nur eine Person könnte Sarah helfen, ein alter Freund und Geschäftspartner von Philipp, dieser ist allerdings im Ausland unterwegs¿ Wird er rechtzeitig wieder da sein, um das Ganze aufzuklären? Der Charakter von Sarah erscheint mir etwas labil zu sein. Auch hütet sie ein Geheimnis das immer wieder angedeutet wird. Die Geschichte wird größtenteils aus der Sicht von Sarah erzählt. Ab und an auch mit den Gedanken des Fremden, der sich als Philipp ausgibt.
Ein Thriller der Weltklasse!
von Skorpion69 - 01.10.2016
"Ich denke, dass Liebe kein Zustand ist und auch kein Gefühl. Liebe ist ein Organismus. Mit Hunger und Durst. Ein Lebewesen, das wachsen und schrumpfen, krank werden und gesunden, das einschlafen und sterben kann. Das wiederbelebt werden kann." Dieses Zitat aus dem Thriller "Die Wahrheit" von Melani Raabe ist einer der Punkte, die mich dieses Buch als großartig bezeichnen lassen. Schon das Cover und die beiden Sätze darauf ("Sie kennt ihn nicht. Doch er weiß alles über sie.") versprechen eine spannende Geschichte. Und dieses Versprechen wird gehalten. Sarah lebt seit 7 Jahren allein mit ihrem Sohn Leon. Ihr Mann Philipp, Inhaber eines großen Konzerns, ist spurlos auf seiner Dienstreise in Kolumbien verschwunden. Die meisten halten ihn für tot. Nur Sarah will das nicht glauben. Und dann erscheint plötzlich ein Mann, der sich für Philipp ausgibt. Und für die junge Frau beginnt der Wahnsinn. Die Geschichte wird aus 2 Perspektiven erzählt - aus der von Sarah und aus der Perspektive des Fremden. Der Autorin gelingt es wunderbar, die Gefühlswelt ihrer Heldin auf Papier festzuhalten. Der Leser kann ihre Verwirrung, ihre Wut, ihre Ängste und ihre Kraftlosigkeit mit eigener Haut spüren. Und gleichzeitig lebt man sich in die Figur des Fremden ein, der "funktioniert", dessen Aussagen sich auf kurze Sätze beschränken. Der alles macht, um sein Ziel zu erreichen. Was sein Ziel ist, erfährt der Leser aber erst zum Ende des Thrillers. Die 35-jährige Autorin weiß es, die Spannung in ihrem Buch zu schaffen, sie aufrechtzuerhalten und zu verstärken. Sie verrät nicht zu viel, sodass die Geschichte den Leser bis zur letzten Seite in ihrem Bann hält. Ein toller Thriller mit meisterhaft ausgearbeiteten Figuren, bis in die kleinste Details durchdachten Komposition und einer Sprache, die einen sofort davon überzeugt, dass man einen Bestseller in der Hand hält!
Der Fremde in meinem Bett
von melange - 15.10.2016
Zum Inhalt: Vor sieben Jahren verschwindet Sarahs Mann auf einer Geschäftsreise in Kolumbien spurlos. Jetzt kehrt er zurück, aber der Mann, der aus dem Flugzeug steigt, ist Sarah unbekannt. Verzweifelt versucht sie ihre Umwelt von der gestohlenen Identität zu überzeugen, aber der Fremde erweist sich als ebenbürtiger Gegner. Mein Eindruck: Frau Raabe hat ein gutes Gespür für Seelenwelten und vermag es deshalb sehr gut, die inneren Kämpfe ihrer beiden Hauptpersonen darzustellen. Das Stilmittel, beide in der ersten Person ihre Standpunkte darstellen zu lassen, schafft tiefgehende Einblicke in Psyche und Gedanken. Panik auf der einen Seite, Abgeklärtheit auf der anderen werden immer deutlicher, je weiter die Geschichte voranschreitet. Aber dann folgt ein für meine Begriffe absolut unglaubwürdiger Schluss, der zusätzlich in seinen Erklärungsversuchen ein so laxes Weltbild von Moral und Anstand zeigt, dass sich meine bürgerlichen Haare gen Himmel sträuben. Der Zweck einer überraschenden Auflösung (die sich die Autorin wohl damit erhofft hat) heiligt nicht jedes Mittel. Die vielen guten Einfälle von Frau Raabe (zum Beispiel die reimende Nachbarin) und der geschliffene Stil sind dennoch Grund genug, auf eine neue Geschichte aus ihrer Feder zu hoffen. Mein Fazit: Stilvoll geschriebene Unterhaltung mit leider enttäuschendem Ende
Verstörend, aber spannend
von amena25 - 29.08.2016
Sieben Jahre lebt Sarah Petersen schon im Ungewissen. Vor sieben Jahren verschwand ihr Mann Philipp bei einer Geschäftsreise in Südamerika. Wurde Philipp entführt? Es gab aber nie eine Lösegeldforderung. Ist er tot? Sarah hat sich gerade einigermaßen in ihr Leben als allein erziehende Mutter des achtjährigen Leo gefügt, hat sogar einen neuen Mann in ihr Leben gelassen - als sie die Nachricht bekommt, dass Philipp lebt und in Kürze heimkehrt. Sarahs Gefühle sind äußerst zwiespältig: Freude, Unsicherheit, Angst vor dem, was nun auf sie zukommt. Und dann der Schock: der Mann, der aus dem Flugzeug steigt, ist nicht ihr Mann! Es ist ein Fremder, der sich als Philipp ausgibt, der alles über sie weiß, und der ihr droht. Zu Beginn wird die Handlung hauptsächlich aus Sarahs Sicht beschrieben, sodass man als Leser denkt wie sie, fühlt wie sie und genauso viel weiß wie sie. Man empfindet Respekt für sie als starke Frau, die diesen Schicksalsschlag so gut überwunden hat, dass sie ihrem Sohn eine so gute Mutter ist. Oder erkennt sie ihren Mann nur nicht mehr, da er sich so sehr verändert hat? Erst als der Fremde in eigenen, kurzen Kapitel zu Wort kommt, erhärtet sich der Verdacht, dass Sarah doch Recht hat, dass der Fremde ein Betrüger ist. Doch was will er von ihr? Zunächst identifiziert man sich mit Sarah, doch allmählich beschleichen einen Zweifel, ob man ihrer Sicht trauen darf. Kleine Andeutungen weisen darauf hin, dass sie etwas verbirgt, dass etwas Schlimmes geschehen ist, das sie aber offenbar so gut verdrängt hat, dass sie sich nur noch in Träumen daran erinnert. Auch die Motive des Fremden werden immer undurchsichtiger. ,,Die Wahrheit" ist kein actionreicher Thriller. Die Spannung entwickelt sich eher wie in einem Kammerspiel. Die Protagonisten kommen einzeln zu Wort, ihre Gedanken und Gefühle werden meist im Präsens geschildert wird, sodass man als Leser unmittelbar dabei ist und immer wieder in die Irre geleitet wird. Psychologisch interessant, raffiniert und spannend.
Der Fremde und die dunkle Vergangenheit
von jenvo82 - 08.09.2016
Wir sind einander so fremd, wie es zwei Menschen nur sein können. Er hat ein ganzes, unendliches Universum hinter der Stirn, ich werde ihn nie auch nur annähernd verstehen können. Inhalt Sarah Petersen beginnt nach sieben Jahren Hoffen, Bangen und Zweifeln ein neues Leben, diesmal ohne ihnen Mann, der vor eben jener Zeit auf einer ganz normalen Dienstreise nach Südamerika spurlos verschwand. Doch plötzlich erhält sie vom auswärtigen Amt einen Anruf, mit dem sie nicht mehr gerechnet hat. Ihr Mann Philipp wurde gefunden und wird nun nach Hause zurückkehren. Mit gespaltenen Gefühlen nimmt Sarah den Heimkehrer am Flughafen in Empfang, doch auf den ersten Blick erkennt Sarah, dass dieser Mann nicht der ist, für den er sich ausgibt - doch niemand will ihr glauben und schlimmer noch, der Fremde scheint einen ganz eigenen Plan zu verfolgen ... Meinung Bereits der Debütroman von Melanie Raabe ( Die Falle ) konnte mich sehr begeistern und dem Nachfolger gelingt dies ebenso. Besonders positiv möchte ich den unverwechselbaren Schreibstil hervorheben, der mich direkt und restlos in eine nahezu beängstigende Situation hineingezogen hat und das von Beginn an. Zwar gibt es zwei Erzählperspektiven, zum einen aus Sicht der verzweifelten Ehefrau, die nun Opfer eines Betrügers zu werden scheint und zum anderen aus Sicht desjenigen, der für dieses Chaos verantwortlich ist, doch überwiegt beim Lesen die schockierende Nähe einer fast tödlichen Bedrohung. Der Roman spielt virtuos mit zahlreichen Möglichkeiten und baut dabei eine ganz subtile, psychologische Spannung auf. Geprägt von Ängsten, Vermutungen und den dunklen Geheimnissen aus der Vergangenheit des Ehepaares. Schon bald ahnt der Leser, dass hinter der Fassade noch anderes lauert, doch lässt sich die dunkle Vergangenheit einfach nicht fassen. Ebenfalls interessant ist der Schein, zwischen Gut und Böse, denn während man anfangs noch ganz genau weiß, wem die Sympathien gehören, wird das Geflecht aus mörderischen Möglichkeiten immer dichter. Etwas unbefriedigend ist nur das Ende des Buches, dort hätte ich mir persönlich eine andere Auflösung gewünscht, die vielleicht besser zur Aussage des Romans gepasst hätte. Bei der gewählten Szene schließt sich der Kreis viel zu glatt und die zuvor erwähnten Optionen verlaufen damit im Sand. Fazit Ich vergebe 5 Lesesterne für diesen packenden, nervenaufreibenden Thriller, der ganz ohne blutige Szenen und bedauernswerte Mordopfer auskommt. Vielmehr handelt es sich um eine psychologische Studie, die sich intensiv mit einer Ehe auseinandersetzt, in der nichts so ist, wie man vermutet. Ein Katz-und Mausspiel, bei dem sich erst ganz zum Schluss offenbart, welche Hintergründe hinter all den Schuldzuweisungen stecken. Empfehlenswert für alle, die in ein Schauspiel eintauchen möchten, bei dem sie kaum zu Atem kommen.
Spannender Thriller mit leider sehr enttäuschendem Ende
von Ann-Katrin - 10.10.2016
Der reiche Geschäftsmann Philipp Petersen verschwindet bei einer Geschäftsreise nach Südamerika spurlos. Jahrelang gibt es kein Lebenszeichen von ihm. Seine Ehefrau Sarah kümmert sich seit seinem Verschwinden allein um den gemeinsamen Sohn. Gerade ist sie dabei die Vergangenheit hinter sich zu lassen und in die Zukunft zu sehen, als nach sieben Jahren ein Anruf alles verändert. Das Auswärtige Amt teilt ihr mit, dass man Philipp gefunden habe, es ihm gut gehe und er bald nach Hause zurück kehren werde. Mit gemischten Gefühlen steht Sarah am Tag von Philipps Ankunft am Flughafen. Dann der Schock: Der Mann, der aus dem Flugzeug steigt, ist nicht ihr Ehemann und niemand scheint ihr dies zu glauben. Die Handlung wird aus der Ich-Perspektive von Sarah erzählt. Dadurch konnte ich mich gut in sie und ihre Situation hineinversetzen und ihre Wut, Verzweiflung und Angst nachempfinden. Nach dem Auftauchen des fremden Mannes gibt es immer wieder kurze Einschübe, die aus seiner Sicht geschrieben sind. Das hat mir gut gefallen. Das Buch hatte alles, was ein guter Thriller braucht: Eine sehr spannende Handlung und viele Cliffhanger, die mich fesselten und zum Weiterlesen zwangen. Die Geschichte übte eine regelrechte Sogwirkung auf mich aus. Es tauchten zwar immer mal wieder kleinere inhaltliche Ungereimtheiten auf, über die ich aber aufgrund der spannenden Handlung und des tollen, mitreißenden Schreib- und Erzählstils von Melanie Raabe, gut hinweg sehen konnte. Ich war wirklich begeistert. Schon lange hatte mich kein Buch mehr so gefesselt wie "Die Wahrheit". Doch leider ruinierte die Autorin mit einem, meiner Meinung nach, sehr unpassende Ende die, bis zu diesem Zeitpunkt, wirklich gelungene Geschichte. Selten enttäuschte mich ein über lange Strecken so vielversprechendes und wirklich gutes Buch am Ende doch noch so sehr. Schade¿
was wirklich geschah
von Ecinev - 17.09.2016
Vor sieben Jahren verschwand Philipp Petersen auf einer Geschäftsreise nach Kolumbien. Seit dem lebt Sarah als alleinerziehende Mutter mit ihrem kleinen Sohn Leon immer noch im großzügigen Haus der reichen Familie Petersen in hanseatisch kühler Atmosphäre und beschließt ihr Leben zu ändern. Sie lässt sich die langen Haare schneiden und lädt Freunde zum Essen nach Hause ein. Dann erhält sie die Nachricht das Philipp befreit werden konnte und nach Hause kommt. Voller Vorfreude macht sie sich auf den Weg zum Flughafen und trifft dort unter großem Medieninteresse einen Mann den sie nicht kennt. Daraufhin gerät ihre Welt völlig durcheinander. Sie weiß das der Mann der mit zu ihr nach Hause kommt, nicht ihr Mann ist der vor 7 Jahren zu seiner Reise aufgebrochen ist doch durch die Presse erfährt die ganze Welt von einer glücklichen Heimkehr. Der Fremde droht ihr nicht die Polizei zu rufen sonst würde sie alles verlieren. Er bringt sie dazu sich an lange zurückliegende Gegebenheiten zu erinnern. Hat sie vor vielen Jahren einen Menschen umgebracht ? Was will der Fremde von ihr ? Immer wieder versucht sie zu entkommen doch sie kehrt immer wieder nach Hause zurück bis es zum großen Showdown kommt. Das Buch hat zwischendurch immer wieder ein paar Längen doch durch geschickte psychologische Wendungen wird man immer wieder aufgefangen. Der Schreibstil ist eindringlich, zwar nicht unbedingt hochspannend aber man kann sich gut in die Personen einfühlen und fiebert dem Ende entgegen um zu erfahren was damals wirklich geschah. Ein gelungener Psycho Thriller der mir gut gefallen hat.
Perfekte Verwirrung
von Mia Bruckmann - 15.10.2016
Aufbau und Schreibstil: Das Buch besteht aus 53 Kapiteln und einem Epilog. Insgesamt sind 434 Seiten zu lesen. Das Buch liest sich mehr als geschmeidig. Die Sprache ist weich, wendig, zart und biegsam. Und genau das trägt zur perfekten Konfusion des Lesers bei. Die Protagonisten sind glaubwürdig dargestellt. Die Dialoge sind in sich schlüssig. Meine Meinung: Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist die perfekte Verwirrung. Die Geschichte, die mitten im Geschehen beginnt, hätte zu jeder Zeit in alle möglichen Richtungen ausschlagen können. Dieses ruft beim Leser Ratlosigkeit, Verblüffung und Betroffenheit hervor. Ich habe mit der Hauptprotagonistin mitgelitten und mitgefühlt. Zugleich habe ich an ihr gezweifelt und verstand sie dennoch so gut! Mit dem Ende des Romans war ich letztendlich sehr zufrieden. "Die Wahrheit" ist ein von Anfang an spannendes Buch, das ohne Mord und Totschlag den Leser fesselt. Fazit: Im Grunde ist das Buch eine Hommage an die Ehe. Sarah, die sich all die Jahre nach dem Verschwinden ihres Ehemannes weigert, ihn für tot erklären zu lassen, ist für mich das "Paradebeispiel" für eine langzeitverheiratete Frau. Es gibt Höhen und dann irgendwie immer mehr Tiefen, aber die Liebe, die bleibt. Und wer möchte sie nicht kennen, DIE WAHRHEIT, die tief in den Zeilen des Buches vergraben ist, und die Seite für Seite ein Stückchen mehr an die Oberfläche getragen wird. Ein perfekt inszeniertes Psychospiel, das einfach nur 5 von 5 möglichen Sternen verdient hat.
Wenn die Wahrheit hinterfragt wird
von eleisou - 01.10.2016
Als Sarahs Mann vor etwa sieben Jahren auf einer Geschäftsreise spurlos verschwand, blieb Sarah alleine mit ihren damals einjährigen Sohn zurück. Die Jahre verginen und just in der Gegenwart beginnt Sarah sich zu fassen und einen neuen Abschnitt in ihrem Leben zu beginnen. Sie beginnt ihre sozialen Kontakte zu pflegen und baut sogar eine, im Moment noch geheime, Beziehung auf. Doch dann erhält sie die mysteriöse Nachricht, dass ihr verschollener Mann aufgetaucht ist. Als sie ihn im Flughafen abholen will, steht jedoch ein völlig Fremder vor ihr. Ist sie die einzige, die zu dieser Erkenntnis kommt? Und wie kann dieser Fremde nur all die Details über ihr Leben kennen? Das Buch ist gekonnt aus der Seite der Protagonistin geschrieben und wir erfahren lesend all ihre Fragen, ihre Verwirrung und ihre Gefühlswelt. Obwohl das Buch bis zu mehr als die Hälfte den Leser mit Fragen überhäuft, wird im Nachhinein Schritt für Schritt vieles gekonnt geklärt. Durch all diese phsychische Abwägung der Ereignisse versucht der Leser Sarah besser kennenzulernen, wird aber am Ende trotzdem überrascht. Die Wendungen sind teilweise glaubhaft, teilweise etwas weit hergeholt, jedoch bleibt die erzeugte Spannung im ganzen Buch erhalten. Ich persönlich fühlte mich durch das Buch gut unterhalten und gebe gerne eine klare Leseempfehlung.
Mehr ein Spannungsroman als ein Thriller, mit etwas enttäuschendem Ende
von anushka - 25.10.2016
Sieben Jahre lang ist Philipp Petersen nun schon verschwunden. Auf einer Geschäftsreise in Südamerika wurde er entführt. Seine Frau, Sarah, lebt mit dem gemeinsamen Sohn in Hamburg und hat die Hoffnung nie aufgegeben. Nun ist sie bereit, neu anzufangen, da erreicht sie ein Anruf des Auswärtigen Amtes: Philipp wurde befreit und wird heimkehren. Doch der Mann, der schließlich vor ihr steht, ist nicht Philipp! Sarah versucht, es jemandem zu sagen, doch keiner glaubt ihr. Und der Fremde droht ihr, dass sie alles verlieren würde, sollte sie zur Polizei gehen ... Dies ist mein erstes Buch von Mel Raabe und nach den begeisterten Stimmen zu ihrem ersten Buch war ich auf dieses sehr gespannt. Es gelingt dem Buch auch gut, die bedrückende und beängstigende Stimmung zu vermitteln, wenn man mit einem Fremden, dessen Absichten man nicht kennt, ein Haus teilen muss. Ein Großteil der Spannung ergibt sich hieraus sowie aus der Suche nach den Absichten und Motiven des Fremden. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus Sarahs Sicht und der Sicht des Fremden. Beide umkreisen einander misstrauisch und oft feindselig. Bei Sarahs Verhalten wäre es für den Fremden jedoch ein Leichtes, sich ihrer bei der ersten Gelegenheit zu entledigen. Und das ist einer meiner zentralen Kritikpunkte: Sarahs Verhalten ist für mich nicht immer nachvollziehbar. Zum einen, würde man wirklich auch nur eine Nacht das Haus mit einem Fremden teilen, der einen zuvor sogar noch bedroht hat? Sarah vermutet zudem, dass er hinter dem Geld ihres Mannes her ist, der sehr wohlhabend war. Und doch lässt sie ihn phasenweise allein im Haus und kommt nicht ein Mal auf die Idee, das Geld auf den Konten beiseite zu schaffen. Insgesamt ist sie mir auch zu hysterisch und unbedacht. Die Spannung wird immer wieder durch Rückblenden ausgebremst. Dabei geht es meist nicht um die Entführung oder Sarahs Verzweiflung in der Zeit danach, sondern vor allem um die Beziehung zwischen ihr und ihrem Mann. Dementsprechend ist dieses Buch auch kein wirklicher Thriller, sondern ein Roman mit Spannungselementen. Dazu passt auch der eher etwas poetischere Schreibstil. Das Ende konnte mich leider nicht richtig überzeugen. Die Wendung kam mir unrealistisch vor, auch wenn sie einiges erklärt hat. Trotzdem war sie eher unspektakulär und ich hätte mir auch mehr Informationen über Philipps Entführung und Schicksal gewünscht. So bleibt ein Thema, das ja für Kolumbien lange Zeit an der Tagesordnung war nur eine Kulisse. Aufgrund der genannten Kritikpunkte und einer trotzdem überwiegend recht spannenden Handlung bekommt dieses Buch 3,5 Sterne von mir.
Wer ist der mysteriöse Mann ?
von HK1951 - 08.09.2016
Wer ist der mysteriöse Mann ? Melanie Raabe kannte ich bislang noch nicht, doch als mir meine Tochter "Die Wahrheit" so ans Herz legte, habe ich es mir mal vorgenommen und ich muss sagen, diese Autorin merke ich mir..! Sarah passiert wohl mit das Schlimmste, das einem passieren kann: sie verliert einen geliebten Menschen. Doch nicht durch den Tod - nein, sie muss auch noch mit der Ungewissheit leben, was genau passiert ist, denn ihr Mann Philipp verschwindet auf einer Geschäftsreise spurlos und lässt sie mit dem einjährigen Sohn Leo allein zurück. Als sie sich sieben Jahre später mühsam wieder ins Leben zurückkämpfen möchte und endlich bereit ist, loszulassen und zu akzeptieren, dass ihr geliebter Mann wohl tot sein muss, geschieht das Unfassbare: das Auswärtige Amt teilt ihr mir, Philipp sei gefunden worden... Er lebt ! Doch der Mann, der aus dem Flugzeug steigt, ist nicht ihr Mann... Und doch tut er allen gegenüber so. Sie allein scheint zu merken, dass er nicht er ist... Und er bedroht sie, ja zu schweigen... Wow, was für eine Geschichte ! Das albtraumhafte Szenario, dem sich Sarah gegenüber sieht, ist so anschaulich geschildert, dass man fast das Gefühl hat, man sei selbst Sarah. Das ist einfach toll, so kann man sich ganz genau in sie hinein versetzen und ist quasi mitten im Geschehen und voll dabei. Was will dieser mysteriöse Mann nur von ihr und warum will er aller Welt Glauben machen, er sei Philipp ? Und wo ist dieser ? Doch tot ?? Diese Fragen beschäftigen einen sofort und die Autorin erzählt die Geschichte so geschickt, dass man immer weiterlesen muss, weil man händeringend auf die Antworten wartet. Ich war absolut gefesselt von diesem Buch, auch wenn das nicht zwar nicht durchgängig megaspannend ist, aber doch auf eine ganz besondere Art und Weise zu faszinieren und begeistern weiß. Es gibt daher auch nur ein Votum: volle Punktzahl und eine favorisierte Autorin mehr.
Mamihlapinatapai
von Marion Sommer - 13.11.2016
Mamihlapinatapai , dieses Wort sollte man googeln, denn in meinen Augen ist es der zentrale Kern dieses Thrillers, den ich persönlich eher als psychologisches Drama beschreiben würde. Dies aber nur vorweg. Melanie Raabe konstruiert in ihrem Thriller: Die Wahrheit ein beachtliches psychologisches Konstrukt. Sarah Petersen ist unsterblich in Philipp, ihren Ehemann, verliebt. Als dieser von einer Geschäftsreise nach Kolumbien nicht wiederkehrt beginnt für Sarah und ihrem 1 jährigen Sohn Leo die Hölle. Als Sarah nach 7 Jahren langsam wieder in ein normales Leben zurückfindet, passiert das unglaubliche.....Philipp ist wieder da. Als Sarah und Leo ihn am Flughafen in Empfang nehmen wollen, bemerkt Sarah, dass es ein Fremder ist, der vor ihr steht.....Ein Drama beginnt, denn dieser Fremde behauptet weiterhin Philipp Petersen zu sein, und setzt Sarah unter Druck, denn Sarah hat etwas zu verbergen. Die Geschichte an sich lässt zunächst wirklich an einen Thriller denken, entpuppt sich aber nach meinem Empfinden eher zum Drama. Als Thrillerfan war ich anfangs ein wenig enttäuscht, so hätte man aus dieser Vorlage doch auch mehr machen können. Doch irgendwann streifte ich meine Erwartungshaltung ab und wurde doch positiv überrascht. Melanie Raabe hat eine Art dem Leser die Abgründe und Sehnsüchte des Menschen näher zu bringen, die sehr speziell aber durchaus gekonnt ist. Unterschwellig brodelt dieses Buch vor Spekulationen und unterdrückter Gefühle. Die Charaktere erklären sich durch Rückblenden, es wird viel aus der Vergangenheit eingeschoben, man bekommt immer wieder einen neuen Bruchteil von Sarah oder Philipp und kann dann das Bild so nach und nach zusammensetzten. Sehr gelungen und reizvoll, zumal der Eindruck von mal zu mal variert, gut ist nicht automatisch gut, und böse nicht gleich böse. Schwer zu erklären, man muss es gelesen haben. Fazit: Ein Buch, dass mich erst langweilte, aber dann doch überraschte. Ein wenig wie der Wolf im Schafspelz........
Nach Die Falle hat mich auch dieses Buch absolut überzeugt!
von Wencke - 03.10.2016
Dieses Buch ist überwiegend aus der Sicht von Sarah geschrieben. Sie ist 37 Jahre alt. Vor sieben Jahren kehrt ihr Mann Philipp nicht von einer Geschäftsreise aus Kolumbien zurück. Die Nachricht, dass Philipp gut in seinem Hotel angekommen ist, ist das letzte Lebenszeichen, was Sarah von Philipp hat. Sarah versucht ihr Leben in geordneten Bahnen zu führen. Für den gemeinsamen Sohn möchte sie eine gute Mutter sein. Aber auch immer wieder muss sie an Philipp denken, was ist wohl tatsächlich geschehen? Wurde er entführt oder hat er sich aus eigener Entscheidung abgesetzt. Sarah hat bislang keine Antworten auf ihre Fragen bekommen. Ein Leben mit diesen nicht beantworteten Fragen ist nicht leicht. Eines Tages, völlig unerwartet, erhält Sarah einen Anruf vom auswärtigen Amt. Sie erfährt, dass ihr Mann gefangen gehalten wurde und nun im Flugzeug auf dem Weg nach Hause ist. Sarah kann es nicht fassen, so oft hatte sie sich eine solche Situation in ihren Träumen ausgemalt. Doch dann beginnt der Alptraum: der Mann der aus dem Flugzeug steigt, ist nicht ihr Mann, es ist ein völlig fremder Mann, der sich als Philipp ausgibt. Vereinzelt sind kurze Kapitel eingestreut, die aus der Sicht des Fremden erzählt werden. Wer ist er wirklich? Was hat er vor? Der Autorin ist es überaus gut gelungen, den Leser mit einem einfachen und leicht verständlichen Schreibstil ganz langsam zur Wahrheit zu führen. Somit finde ich auch den Titel des Buches sehr, sehr passend! Die Geschichte hat mich so gefesselt, dass ich das gesamte Buch innerhalb von 12 Stunden durchgelesen habe :-).
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von Tintenherz - 29.08.2016
Inhalt: Sarah Petersen versucht ihr Leben mit ihrem Sohn Leo so gut es geht zu meistern, nach dem ihr Mann Philipp auf einer Geschäftsreise in Südamerika spurlos verschwunden ist. Nach 7 Jahren taucht plötzlich jemand auf, der sich als ihr Mann ausgibt. Welchen Plan verfolgt der Fremde? Meine Meinung zu dem Buch: Das Cover ist tiefgründig und eindrucksvoll gestaltet. Das Buch enthält einen ungewöhnlichen Satzaufbau. Viele lange und verschachtelte Sätze, die aber sehr flüssig zu lesen sind. Die Autorin versteht es, mit einer präzisen ausgesuchten Wortwahl, den Leser mit der Handlung zu fesseln. Die Geschichte wird aus Sicht Sarahs erzählt, in der auch zwischendurch der Fremde zu Wort kommt. Nach ein paar Kapiteln Vorgeschichte herrscht sofort Hochspannung. Man kann den Thriller nicht mehr aus den Augen lassen. Die Protagonisten sind schwer zu durchschauen. Es tauchen ab und zu neue Erkenntnisse auf, die den Leser immer wieder auf eine andere Fährte bringen. Die pure Hilflosigkeit, die sich in Sarah ausbreitet, spürt man intensiv beim Lesen. Sarah versucht, der psychologischen Kriegsführung des Fremden mit allen Mitteln entgegen zu treten. Fazit: Ein herausragender Thriller der Extraklasse, der ohne Blutvergießen alles aus der dunklen Seite der menschlichen Seele herausholt!
Wieder sehr zu empfehlen
von Thomas Jessen - 23.11.2016
Melanie Raabe ist es gelungen nun auch mit ihrem zweiten Thriller vollauf zu begeistern. Die Figuren erscheinen vielschichtig und sehr bildhaft, so dass es dem Leser erscheint als würde man sie persönlich kennen. Nicht aber kennen im Sinne von gute Freunde, sondern kennen im Sinne von echten Menschen, die man auf irgendeine Art und Weise kennengelernt hat. Ebenso ist es mit den Schauplätzen die mir vorkamen als wenn ich schon irgendwann einmal dort gewesen wäre. Geschickt eingefügte Wendungen lassen den Leser zunächst nicht auf die Auflösung kommen, doch je näher man dem Ende kommt umso klarer liegt es auf der Hand. Auch wenn die Auflösung zu erwarten war, ist es nicht so dass es zu offensichtlich ist. Der Spannungsbogen ist schön gespannt und steigert sich zum Ende hin immer mehr. Das überraschte dann doch, denn eigentlich war ich der Meinung dass das von Beginn an hohe Spannungslevel nicht mehr sehr viel ansteigen könnte. Von der ersten Seite an war es der Autorin gelungen im Kopf des Lesers gewisse Bilder zu erzeugen, die dann ihr Eigenleben entwickelten und fast wie ein Film vor meinem inneren Auge abgelaufen sind. Fand ich den ersten Roman von Melanie Raabe schon wirklich Klasse, konnte sie sich nochmals steigern und so komme ich für diesen Thriller auf 5 von 5 Sternen, sowie eine Leseempfehlung.
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